Team: Erato
Challenge: Romanze/Intimität - Knutschfleck (fürs Team)
Titel: Werwölfe sind verdammt heiß!
Fandom: Teen Wolf
Charaktere: Kira, Lydia (Erwähnung von Scira und Dydia)
Wörter: 1609
A/N: Ist wohl etwas vorbei an Romanze und auch dann etwas abgeschweift vom Knutschfleck, aber egal xD
Kira öffnete die Tür und ihr klappte sofort der Mund auf. „Was zum Henker?“
Lydia stand davor mit einem großen Koffer in der Hand, als ob sie zwei Wochen verreisen wollte. Sie hielt sich nicht mit langen Erklärungen auf, genau genommen sagte sie nichts, sondern schob Kira einfach nur zur Seite.
„Wo ist dein Zimmer?“ Lydia war bisher noch nie hier gewesen, zumindest nicht im Innern des Hauses.
„Ähm“, fing Kira an zu stottern und zeigte nach rechts. „Da lang.“
Lydia lächelte und zog den Trolly hinter sich her, während Kira sie überholte und ihr den Weg wies. „Was soll das alles, Lydia? Was ist in dem Koffer?“ Kira setzte sich auf ihr Bett, als sie im Zimmer angekommen waren.
„Du hast mir eine SMS geschrieben“, fing Lydia an zu erklären.
„Ja, aber-“
„Mit dem einzigen Inhalt ‚SOS‘.“
„Ja, aber-“
„Da die Nachricht nur an mich ging, habe ich geschlussfolgert, dass es nichts Übernatürliches sein kann und du wohl endlich zur Vernunft gekommen bist und meine Hilfe benötigst.“
Kira sah sie nur verdattert an. „Was?“
Lydia zeigte mit den Zeigefinger auf sie und machte eine ausschweifende Bewegung, die Kiras gesamten Körper umfasste. „Mit dem?“
Nur noch verwirrter, was hier vor sich ging, schaute Kira an sich herunter. Sie verstand immer noch nicht, was Lydia ihr mit ihrem kryptischen Texten sagen wollte. Während die Kitsune immer noch überlegte, hatte sich Lydia bereits an den Koffer gesetzt. Sie zog den Reißverschluss auf und klappte den Deckel auf.
„Persönlich würde ich am Liebsten mit den Haaren anfangen, aber bei dir ist wohl eine Grundauffrischung nötig“, erklärte sie, während sie verschiedene Kleidungsstücke aus dem Koffer zog und sie Kira hinwarf.
Immer noch vollkommen fassungslos fing Kira ein Stück nach dem Anderen auf und ihre Arme wurden immer voller. „Ähm, Lydia?“
Die Angesprochene blickte auf und sah sie erwartungsvoll an.
„Ich wollte eigentlich nur etwas mit dir besprechen oder eher deinen Rat wissen.“
„Oh.“ Lydia hielt sofort in der Bewegung inne. Den Rock, den sie in der Hand hielt, warf sie einen kurzen Blick zu und rümpfte dann die Nase. „Der wäre sowieso nichts für dich gewesen“, nuschelte sie vor sich hin und warf ihn zurück in den Koffer. „Also was ist mit Scott?“
Kira schaute etwas überrascht, aber dachte dann schon, dass es wohl offensichtlich war, wenn sie Lydia um einen Rat fragen wollte. Aber sie fand nicht die richtigen Worte für ihr Problem. Genau genommen saß sie nur auf den Bett, legte die ganzen Klamotten zusammen und druckste vor sich hin mit Worten, die niemand zu irgendetwas Sinnvollem zusammensetzen konnte, nicht einmal Lydia Martin, die bestimmt fünftausend verschiedene Bücher über Dekodierung gelesen hatte.
Diese seufzte nur auf. „Kira, langsam und deutlich, damit ich es auch verstehen kann. Läuft es nicht gut?“
Kira schaute etwas schüchtern zu Boden. „Doch, ganz gut sogar.“
Ein weiterer Seufzer folgte, als sich Lydia neben ihre Freundin setzte. „Und was ist dann das Problem?“
Kira strich ihre Haare zurück, sodass man ihren Hals sehen konnte und den dicken Knutschfleck, der darauf prangte. Lydia grinste sofort. „Wie ich sehe, läuft es sogar sehr gut. Und was ist damit?“
„Was damit ist?“ Kira wurde lauter. „Ich kann doch so nicht in die Schule gehen. Alle werden ihn sehen. Das ist viel zu peinlich. Und ich will gar nicht wissen, was meinte Eltern dazu sagen werden.“ Sie vergrub ihr Gesicht in ihren Händen, weil sie rot anlief.
Lydia kicherte leise. „Das ist doch nun wirklich kein Problem. Ein bisschen Make-up und alles sieht ganz normal aus. Außerdem fallen deine Haare davor, das bemerkt keiner.“
„Wir haben am Montag Sport. Da mache ich mir einen Zopf!“ Kira schien wirklich verzweifelt, wenn man von ihrer Tonlage ausging.
Deshalb ergriff Lydia ihre Hand. „Vertrau mir. Niemand wird es bemerken und selbst wenn.“ Sie zuckte mit den Schultern. „Es zeigt doch nur, dass du und dein Freund ein wenig Spaß haben. Da ist nichts Schlimmes dran. Da solltest du stolz drauf sein.“
Kira lächelte leicht und ließ sich von Lydia zu dem Stuhl vor ihrem Spiegel führen. Sie setzte sich, während ihre Freundin etwas Weiteres aus dem Koffer holte. Ein kleiner Schminkkoffer oder eher ein großer, denn er hatte mehrere verschiedene Fächer. Kira kam gut mit ein paar einzelnen Artikeln für den täglichen Gebrauch aus und hatte so etwas noch nie angefasst, aber bei Lydia saß jeder Handgriff. Zuerst nahm sie ihre Haare und band ihr einen Zopf. Dann fing sie mit der Grundierung an.
„Und wie ist das passiert?“, wollte Lydia wissen, während sie all ihr Können auf diesen Knutschfleck konzentrierte.
Sofort schoss Kira wieder etwas Röte ins Gesicht. „Ich weiß gar nicht so recht, wie es passiert ist.“
Lydia sah in den Spiegel und zog eine Augenbraue hoch.
„Also natürlich weiß ich, wie es passiert ist. Schließlich war ich dabei. Ich wollte sagen, dass ich nicht weiß, wie es dazu kommen konnte. Wir sind nach der Schule zu ihm gegangen. Erst haben wir was zusammen gegessen und dann sind wir hoch in sein Zimmer und bevor ich mich versah-“ Kira stoppte und lächelte verlegen.
Lydia grinste. „Manchmal geht das schneller, als man denkt, besonders bei Werwölfen. Die sind verdammt heiß!“ Ihr Blick verlor sich in der Ferne, während sie immer noch abwesend mit dem Pad über Kiras Hals strich. „Da geht man nur mal hin um ‚Hallo‘ zu sagen und in der nächsten Sekunde hat man keine Kleider mehr an.“
Kiras Augen wurden groß und sie drehte sich um. „Was?“
„Oh, naja, du weißt, was ich meine. Werwölfe sind animalischer, da geht das manchmal schneller, als bei normalen Jungen aus der Highschool. Also Scott?“, lenkte Lydia wieder zu dem eigentlichen Thema zurück. „Ihr wart in seinem Zimmer?“
Kira nickte und drehte sich wieder zum Spiegel. Sie entschied, dies einfach zu übergehen. „Erst haben wir nur etwas zusammen gelernt und dann fing er an, mich zu küssen.“
„Mmh, ja, es bleibt irgendwie nie beim ‚Nur lernen‘.“
„Es war so schön“, schwärmte Kira und nun verlor sich ihr Blick in der Ferne. „Er war zärtlich und liebevoll und es hat einfach gepasst.“
Lydia lächelte liebevoll, während sie den letzten Schliff setzte. „Das hört sich schön an. Und dann hat er das hier gemacht?“ Sie zeigte auf die Stelle an Kiras Hals, wo zuvor noch der Knutschfleck gewesen war und nun kaum noch etwas zu sehen war.
„Oh mein Gott! Du bist ein Genie, Lydia.“
Sie lächelte wieder und legte ihren Kopf etwas schief. „Ich weiß!“ Sie holte den Gummi aus Kiras Haare und frisierte sie noch zusätzlich. Nun sah man wirklich rein gar nichts mehr. „Und ihr seid nicht weiter gegangen? Du hast ihm keine kleine Kostprobe gegeben?“ Lydia erinnerte sich an ein ähnliches Gespräch mit Allison, als sie die Worte sprach, aber es war eher schön, als dass es weh tat. Es war schön, an ihre Freundin erinnert zu werden, anstatt sie einfach zu vergessen.
Kiras Röte kam zurück und Lydia musste sich zusammenreißen, damit sie nicht anfing zu lachen. Kira war wirklich noch eine unschuldige Blume und Lydia liebte es an ihr. Die schüchterne, manchmal auch etwas zerstreute Art machte sie einmalig.
„Ich nehme das als nein. Aber keine Sorge, ihr habt noch alle Zeit der Welt dazu. Einen Schritt nach dem Anderen.“
Kira lächelte und küsste Lydia auf die Wange. „Danke, wirklich.“
„Keine Ursache.“ Lydia war immer für ihre Freundinnen da, wenn sie sie brauchten, und besonders wenn es um Modefragen oder Jungengespräche ging. Natürlich auch bei anderen Dingen, aber bei diesen ganz besonders.
Zusammen packten sie wieder die Klamotten in den Koffer, als Kira sich räusperte. Lydia konnte ihr an der Nasenspitze ansehen, dass sie etwas fragen wollte, aber sich nicht traute.
„Was?“, ermutigte sie sie also deswegen.
„Du hast eben von Aiden gesprochen, oder nicht?“
Lydia grinste, zuckte mit den Schultern und grinste noch breiter. Schließlich schüttelte sie den Kopf. „Aiden war heiß, keine Frage, aber nein, ich habe nicht von Aiden gesprochen!“
„WAS? WER?“ Kira schmiss die Bluse, die sie gerade in der Hand hielt, unbedacht in den Koffer zurück. Sie rutschte ein Stück näher an ihre Freundin heran. „Wer?“, fragte sie ein weiteres Mal, während sie in ihrem Kopf nach Möglichkeiten suchte. Schließlich gab es nicht so viele Werwölfe in Beacon Hills. Scott fiel schon einmal weg, da Lydia nie so gemein wäre, außerdem sprachen sie übereinander, als wären sie Geschwister. Dann wäre da noch Isaac. Allerdings war er mit Allison zusammen gewesen und nun in Frankreich, also wäre das auch keine Möglichkeit. Liam war zu jung für Lydia. Sie würde sich sicherlich nicht mit einem Freshmen einlassen, selbst wenn er ein Werwolf wäre.
„Versprichst du, nichts zu sagen? Nicht einmal Scott? Aber vor allen Dingen nicht Stiles?“
Kira nickte so heftig, dass sie schon dachte, sie würde sich noch den Kopf verrenken.
„Derek!“
Kiras Augäpfel fielen fast raus. „Derek Hale?“
„Ja, Derek Hale! Oder kennst du noch einen anderen Derek?“
Kira schüttelte nur den Kopf und wusste nicht, was sie sagen sollte. Er war älter, aber irgendwie fand sie das gar nicht mal so schlimm. Es passte zu Lydia. Sie war generell schon reifer.
Diese zuckte nur mit den Schultern. „Ich habe doch letztens gesagt, dass ich vorerst keine Highschool-Schüler mehr date und das meinte ich ernst.“
„Oh mein Gott!“ Kira konnte es immer noch nicht fassen. Lydia und Derek und wenn man an das dachte, was sie eben angedeutet hatte, ging es bei den beiden hoch her. „Du musst mir alles erzählen.“
Lydia grinste. „Wie viel Zeit hast du?“
Anstatt eine Antwort zu geben, rannte Kira zur Tür und öffnete sie ein wenig. „Mama, kann Lydia heute hier schlafen?“, rief sie. Eine zustimmende Antwort folgte und Kira drehte sich um. „Ich habe die ganze Nacht Zeit.“
Challenge: Romanze/Intimität - Knutschfleck (fürs Team)
Titel: Werwölfe sind verdammt heiß!
Fandom: Teen Wolf
Charaktere: Kira, Lydia (Erwähnung von Scira und Dydia)
Wörter: 1609
A/N: Ist wohl etwas vorbei an Romanze und auch dann etwas abgeschweift vom Knutschfleck, aber egal xD
Kira öffnete die Tür und ihr klappte sofort der Mund auf. „Was zum Henker?“
Lydia stand davor mit einem großen Koffer in der Hand, als ob sie zwei Wochen verreisen wollte. Sie hielt sich nicht mit langen Erklärungen auf, genau genommen sagte sie nichts, sondern schob Kira einfach nur zur Seite.
„Wo ist dein Zimmer?“ Lydia war bisher noch nie hier gewesen, zumindest nicht im Innern des Hauses.
„Ähm“, fing Kira an zu stottern und zeigte nach rechts. „Da lang.“
Lydia lächelte und zog den Trolly hinter sich her, während Kira sie überholte und ihr den Weg wies. „Was soll das alles, Lydia? Was ist in dem Koffer?“ Kira setzte sich auf ihr Bett, als sie im Zimmer angekommen waren.
„Du hast mir eine SMS geschrieben“, fing Lydia an zu erklären.
„Ja, aber-“
„Mit dem einzigen Inhalt ‚SOS‘.“
„Ja, aber-“
„Da die Nachricht nur an mich ging, habe ich geschlussfolgert, dass es nichts Übernatürliches sein kann und du wohl endlich zur Vernunft gekommen bist und meine Hilfe benötigst.“
Kira sah sie nur verdattert an. „Was?“
Lydia zeigte mit den Zeigefinger auf sie und machte eine ausschweifende Bewegung, die Kiras gesamten Körper umfasste. „Mit dem?“
Nur noch verwirrter, was hier vor sich ging, schaute Kira an sich herunter. Sie verstand immer noch nicht, was Lydia ihr mit ihrem kryptischen Texten sagen wollte. Während die Kitsune immer noch überlegte, hatte sich Lydia bereits an den Koffer gesetzt. Sie zog den Reißverschluss auf und klappte den Deckel auf.
„Persönlich würde ich am Liebsten mit den Haaren anfangen, aber bei dir ist wohl eine Grundauffrischung nötig“, erklärte sie, während sie verschiedene Kleidungsstücke aus dem Koffer zog und sie Kira hinwarf.
Immer noch vollkommen fassungslos fing Kira ein Stück nach dem Anderen auf und ihre Arme wurden immer voller. „Ähm, Lydia?“
Die Angesprochene blickte auf und sah sie erwartungsvoll an.
„Ich wollte eigentlich nur etwas mit dir besprechen oder eher deinen Rat wissen.“
„Oh.“ Lydia hielt sofort in der Bewegung inne. Den Rock, den sie in der Hand hielt, warf sie einen kurzen Blick zu und rümpfte dann die Nase. „Der wäre sowieso nichts für dich gewesen“, nuschelte sie vor sich hin und warf ihn zurück in den Koffer. „Also was ist mit Scott?“
Kira schaute etwas überrascht, aber dachte dann schon, dass es wohl offensichtlich war, wenn sie Lydia um einen Rat fragen wollte. Aber sie fand nicht die richtigen Worte für ihr Problem. Genau genommen saß sie nur auf den Bett, legte die ganzen Klamotten zusammen und druckste vor sich hin mit Worten, die niemand zu irgendetwas Sinnvollem zusammensetzen konnte, nicht einmal Lydia Martin, die bestimmt fünftausend verschiedene Bücher über Dekodierung gelesen hatte.
Diese seufzte nur auf. „Kira, langsam und deutlich, damit ich es auch verstehen kann. Läuft es nicht gut?“
Kira schaute etwas schüchtern zu Boden. „Doch, ganz gut sogar.“
Ein weiterer Seufzer folgte, als sich Lydia neben ihre Freundin setzte. „Und was ist dann das Problem?“
Kira strich ihre Haare zurück, sodass man ihren Hals sehen konnte und den dicken Knutschfleck, der darauf prangte. Lydia grinste sofort. „Wie ich sehe, läuft es sogar sehr gut. Und was ist damit?“
„Was damit ist?“ Kira wurde lauter. „Ich kann doch so nicht in die Schule gehen. Alle werden ihn sehen. Das ist viel zu peinlich. Und ich will gar nicht wissen, was meinte Eltern dazu sagen werden.“ Sie vergrub ihr Gesicht in ihren Händen, weil sie rot anlief.
Lydia kicherte leise. „Das ist doch nun wirklich kein Problem. Ein bisschen Make-up und alles sieht ganz normal aus. Außerdem fallen deine Haare davor, das bemerkt keiner.“
„Wir haben am Montag Sport. Da mache ich mir einen Zopf!“ Kira schien wirklich verzweifelt, wenn man von ihrer Tonlage ausging.
Deshalb ergriff Lydia ihre Hand. „Vertrau mir. Niemand wird es bemerken und selbst wenn.“ Sie zuckte mit den Schultern. „Es zeigt doch nur, dass du und dein Freund ein wenig Spaß haben. Da ist nichts Schlimmes dran. Da solltest du stolz drauf sein.“
Kira lächelte leicht und ließ sich von Lydia zu dem Stuhl vor ihrem Spiegel führen. Sie setzte sich, während ihre Freundin etwas Weiteres aus dem Koffer holte. Ein kleiner Schminkkoffer oder eher ein großer, denn er hatte mehrere verschiedene Fächer. Kira kam gut mit ein paar einzelnen Artikeln für den täglichen Gebrauch aus und hatte so etwas noch nie angefasst, aber bei Lydia saß jeder Handgriff. Zuerst nahm sie ihre Haare und band ihr einen Zopf. Dann fing sie mit der Grundierung an.
„Und wie ist das passiert?“, wollte Lydia wissen, während sie all ihr Können auf diesen Knutschfleck konzentrierte.
Sofort schoss Kira wieder etwas Röte ins Gesicht. „Ich weiß gar nicht so recht, wie es passiert ist.“
Lydia sah in den Spiegel und zog eine Augenbraue hoch.
„Also natürlich weiß ich, wie es passiert ist. Schließlich war ich dabei. Ich wollte sagen, dass ich nicht weiß, wie es dazu kommen konnte. Wir sind nach der Schule zu ihm gegangen. Erst haben wir was zusammen gegessen und dann sind wir hoch in sein Zimmer und bevor ich mich versah-“ Kira stoppte und lächelte verlegen.
Lydia grinste. „Manchmal geht das schneller, als man denkt, besonders bei Werwölfen. Die sind verdammt heiß!“ Ihr Blick verlor sich in der Ferne, während sie immer noch abwesend mit dem Pad über Kiras Hals strich. „Da geht man nur mal hin um ‚Hallo‘ zu sagen und in der nächsten Sekunde hat man keine Kleider mehr an.“
Kiras Augen wurden groß und sie drehte sich um. „Was?“
„Oh, naja, du weißt, was ich meine. Werwölfe sind animalischer, da geht das manchmal schneller, als bei normalen Jungen aus der Highschool. Also Scott?“, lenkte Lydia wieder zu dem eigentlichen Thema zurück. „Ihr wart in seinem Zimmer?“
Kira nickte und drehte sich wieder zum Spiegel. Sie entschied, dies einfach zu übergehen. „Erst haben wir nur etwas zusammen gelernt und dann fing er an, mich zu küssen.“
„Mmh, ja, es bleibt irgendwie nie beim ‚Nur lernen‘.“
„Es war so schön“, schwärmte Kira und nun verlor sich ihr Blick in der Ferne. „Er war zärtlich und liebevoll und es hat einfach gepasst.“
Lydia lächelte liebevoll, während sie den letzten Schliff setzte. „Das hört sich schön an. Und dann hat er das hier gemacht?“ Sie zeigte auf die Stelle an Kiras Hals, wo zuvor noch der Knutschfleck gewesen war und nun kaum noch etwas zu sehen war.
„Oh mein Gott! Du bist ein Genie, Lydia.“
Sie lächelte wieder und legte ihren Kopf etwas schief. „Ich weiß!“ Sie holte den Gummi aus Kiras Haare und frisierte sie noch zusätzlich. Nun sah man wirklich rein gar nichts mehr. „Und ihr seid nicht weiter gegangen? Du hast ihm keine kleine Kostprobe gegeben?“ Lydia erinnerte sich an ein ähnliches Gespräch mit Allison, als sie die Worte sprach, aber es war eher schön, als dass es weh tat. Es war schön, an ihre Freundin erinnert zu werden, anstatt sie einfach zu vergessen.
Kiras Röte kam zurück und Lydia musste sich zusammenreißen, damit sie nicht anfing zu lachen. Kira war wirklich noch eine unschuldige Blume und Lydia liebte es an ihr. Die schüchterne, manchmal auch etwas zerstreute Art machte sie einmalig.
„Ich nehme das als nein. Aber keine Sorge, ihr habt noch alle Zeit der Welt dazu. Einen Schritt nach dem Anderen.“
Kira lächelte und küsste Lydia auf die Wange. „Danke, wirklich.“
„Keine Ursache.“ Lydia war immer für ihre Freundinnen da, wenn sie sie brauchten, und besonders wenn es um Modefragen oder Jungengespräche ging. Natürlich auch bei anderen Dingen, aber bei diesen ganz besonders.
Zusammen packten sie wieder die Klamotten in den Koffer, als Kira sich räusperte. Lydia konnte ihr an der Nasenspitze ansehen, dass sie etwas fragen wollte, aber sich nicht traute.
„Was?“, ermutigte sie sie also deswegen.
„Du hast eben von Aiden gesprochen, oder nicht?“
Lydia grinste, zuckte mit den Schultern und grinste noch breiter. Schließlich schüttelte sie den Kopf. „Aiden war heiß, keine Frage, aber nein, ich habe nicht von Aiden gesprochen!“
„WAS? WER?“ Kira schmiss die Bluse, die sie gerade in der Hand hielt, unbedacht in den Koffer zurück. Sie rutschte ein Stück näher an ihre Freundin heran. „Wer?“, fragte sie ein weiteres Mal, während sie in ihrem Kopf nach Möglichkeiten suchte. Schließlich gab es nicht so viele Werwölfe in Beacon Hills. Scott fiel schon einmal weg, da Lydia nie so gemein wäre, außerdem sprachen sie übereinander, als wären sie Geschwister. Dann wäre da noch Isaac. Allerdings war er mit Allison zusammen gewesen und nun in Frankreich, also wäre das auch keine Möglichkeit. Liam war zu jung für Lydia. Sie würde sich sicherlich nicht mit einem Freshmen einlassen, selbst wenn er ein Werwolf wäre.
„Versprichst du, nichts zu sagen? Nicht einmal Scott? Aber vor allen Dingen nicht Stiles?“
Kira nickte so heftig, dass sie schon dachte, sie würde sich noch den Kopf verrenken.
„Derek!“
Kiras Augäpfel fielen fast raus. „Derek Hale?“
„Ja, Derek Hale! Oder kennst du noch einen anderen Derek?“
Kira schüttelte nur den Kopf und wusste nicht, was sie sagen sollte. Er war älter, aber irgendwie fand sie das gar nicht mal so schlimm. Es passte zu Lydia. Sie war generell schon reifer.
Diese zuckte nur mit den Schultern. „Ich habe doch letztens gesagt, dass ich vorerst keine Highschool-Schüler mehr date und das meinte ich ernst.“
„Oh mein Gott!“ Kira konnte es immer noch nicht fassen. Lydia und Derek und wenn man an das dachte, was sie eben angedeutet hatte, ging es bei den beiden hoch her. „Du musst mir alles erzählen.“
Lydia grinste. „Wie viel Zeit hast du?“
Anstatt eine Antwort zu geben, rannte Kira zur Tür und öffnete sie ein wenig. „Mama, kann Lydia heute hier schlafen?“, rief sie. Eine zustimmende Antwort folgte und Kira drehte sich um. „Ich habe die ganze Nacht Zeit.“