[identity profile] nessaniel.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Team: Thalia
Challenge: Fluff – Umarmung – fürs Team
Fandom: Tatort Hamburg
Titel: Mit Sauerkraut und Würstchen
Inhalt: Cenk und Uwe starten ein gemeinsames Leben (spielt nach Folge 6, leichte Spoiler).
Anmerkung: für [livejournal.com profile] ayawinner weil sie Gefühle für Döner und für Cenk hegt.



Mit Sauerkraut und Würsten

„Du hast eine Dönerbude gekauft.“

„Das heißt Schnellrestaurant, du Arschloch. Und ja, ich hab eins gekauft.“

Es gibt so viele dumme Sprüche, die Uwe jetzt reißen könnte. Die Auswahl erschlägt ihn ein bisschen, sodass er langsam in seinem Schreibtischstuhl zurücksinkt und Cenk, der vor ihm auf dem unbequemen Besuchersessel hockt, vollkommen verdattert anstarrt.

„Du hasst Döner“, sagt Uwe schließlich lahm und tut so, als würde es ihn überhaupt nicht freuen, dass Cenk anfängt zu lachen.

„Dann gewöhn ich mich eben dran.“

„Hm. Und warum kommst du her und erzählst mir das?“

Das Grinsen wird breiter und Uwes Narbe beginnt zu kribbeln. Ihm sollte es wahrscheinlich zu denken geben, dass er und Cenk noch nie so offen miteinander geredet haben, wie nach der Kugel, die er ihm in den Arm geschossen hat, doch er verschiebt das auf später.

„Bist du so blöd oder tust du nur so?“ Cenk rollt mit den Augen und zeigt in Uwes halb leer geräumtem Büro umher. „Du hast doch auch die Schnauze voll von all dem Mist hier.“

„Was soll das heißen?“

Cenks Gesichtsausdruck verändert sich leicht und wird deutlich zu wissend für Uwes Geschmack. Kugel und Offenheit hin oder her, es gibt ein paar Dinge, die er gern für sich behalten würde und von seiner Versetzung in die Verwaltung wissen bisher nur sein Chef und er.

Cenk kann unmöglich darauf anspielen.

„Du lässt dich in die Verwaltung versetzen“, sagt Cenk natürlich prompt und Uwe klappt der Mund auf.

„Woher zum Teufel willst du das denn wissen, du Arsch?“, faucht er, doch er merkt im selben Moment, dass er Cenk auf den Leim gegangen ist.

„Stimmt also tatsächlich, hm?", sagt der voller Triumph. "Ich hab nämlich nur Gerüchte gehört.“

Manchmal hasst er diesen Kerl so sehr, dass es ihm beinah körperlich wehtut, doch bevor er Cenk eine runterhauen kann, verschränkt er die Arme vor der Brust und schaut angestrengt auf die rosablühende Zimmerpflanze.

„Was geht dich das an?“, mault er.

„Na, ist doch logisch.“ Cenk breitet die Arme aus und zeigt ihm sein schönstes Lächeln, als wolle er ihm den besten Staubsauger der Welt verkaufen. „Du hast dann geregelte Arbeitszeiten. Kannst mir dann ja locker beim Umzug helfen.“

„Vergiss es“, sagt Uwe wie aus der Pistole geschossen, doch Cenk steht bloß auf und verlässt lachend das Büro.

„Vergiss es!!!!“

---------------------------------------------

Er hilft ihm natürlich trotzdem bei der Einrichtung des Ladens, weil Uwe entgegen Cenks‘ Meinung kein Arsch ist. Es macht ihm natürlich keinen Spaß und es ist ein verdammter Knochenjob vor allem, weil Cenk darauf besteht vom Verputzen der Wände bis zum Anschließen des Wasserhahns alles selbst zu machen.

Uwe gibt es nicht gern zu, doch dass er sich jeden Abend vollkommen auspowert, während er Tapeten anklebt und Stühle von Ikea zusammenschraubt, hilft ihm bei der Umstellung auf seinen neuen Bürojob.

An den ersten zwei Abenden lag er nämlich noch stundenlang voller Unruhe im Bett und hatte keine Ahnung, was er mit all dieser Zeit, die ihm ab Punkt 17 Uhr zur Verfügung steht, anfangen sollte. Das sagt er Cenk natürlich nicht, er hat sowieso keine Zeit dafür zwischen dem Schrubben des Kühlhauses („Du verträgst die Kälte eh viel besser als ich.“- „Rassist!“) und dem Umstellen der Tische in diese und jene Ecke.

Es dauert fast einen Monat, bis sie komplett fertig sind. Uwe fragt sich zwischenzeitlich, warum Cenk nicht noch mehr Leute anheuert, bis ihm auffällt, dass Cenk außer ihm niemanden hat. Als Polizist Freunde zu finden ist schwer genug, und als VE ist es beinah vollkommen unmöglich.

Uwe weiß, dass der Kauf dieser blöden Dönerbude wahrscheinlich mehr bedeutet, als dass Cenk plötzlich sein Herz für Türkenklischees entdeckt hat, doch ihm war bisher nicht klar, wie viel mehr.

Für Cenk ist das hier ein Neuanafang, fernab von all dem, was ihn bisher von einem halbwegs glücklichen Leben abgehalten hat – die Polizei, das LKA, sämtliche kriminellen Machenschaften in und um Hamburg herum gehören für ihn der Vergangenheit an.

Für einen kurzen Moment fragt sich Uwe, warum er sich nicht selbst zu dieser Liste hinzuzählen muss, er hat Cenk schließlich oft genug in die heikelsten Situationen gebracht. Doch aus irgendeinem Grund hat Cenk beschlossen, ihn in sein neues Leben als glücklicher Dönerverkäufer mitzunehmen und einem geschenkten Türken schaut man nicht ins Maul, denkt Uwe.

Grinsend stoßen er und Cenk mit billigem Bier aus kleinen dunklen Flaschen an und betrachten voller Stolz ihr Werk – eine mittelmäßig schicke Dönerbude im Herzen von Hamburg.

„Weiß dein Vater eigentlich, was du hier treibst?“, fragt Uwe nach ein paar Minuten (vielleicht ist er doch ein Arschloch. Zumindest ein bisschen). Er will Cenks Hochstimmung nicht ruinieren, doch er kann sich nicht vorstellen, dass dessen schachspielender, deutschsprechender, als Arzt praktizierender Vater besonders erbaut ist, wenn er hört, dass sein Sohn jetzt in einer Dönerbude arbeitet.

Normalerweise würde Cenk die Stirn runzeln und Uwe mit einem finsteren Blick bedenken, so als wolle er ihn fragen, wie er es wagen könne, Cenks Eltern zur Sprache zu bringen, das gehe ihn schließlich überhaupt nichts an.

Doch diesmal nimmt Cenk nur einen Schluck von seinem Bier und zwinkert Uwe verschwörerisch zu.

Einen kurzen Moment lang hat Uwe die Befürchtung, dass Cenk ihm sagen wird, dass er seinem Vater davon nichts erzählt hat, gefolgt von Schreckensvisionen von urplötzlichen Anrufen von Batu senior, der Uwe Fragen stellen wird, darüber, was Cenk macht und Uwe am Telefon nur herum stottern wird.

Dann fallen ihm drei Dinge ein.

Erstens kann er eigentlich ganz gut lügen.

Zweitens ist es mehr als unwahrscheinlich, dass Cenks Vater ausgerechnet ihn anrufen würde.

Und drittens sagt Cenk: „Mein Vater will, dass es mir gut geht.“

„Hm“, sagt Uwe. Zu mehr ist er nach seinen seltsamen Gedankenspielen noch nicht in der Lage. Cenk wirft ihm einen abschätzenden Blick zu und zuckt dann die Schultern.

„Zur Not mit Sauerkraut und Würstchen“, sagt er leise, hält Uwes Blick fest, und Uwe hat das Gefühl, dass er gerade etwas nicht so ganz mitbekommen hat. Cenk erwartet eine Reaktion von ihm, soviel ist klar, also räuspert er sich hastig und zeigt in der Dönerbude umher.

„Geht’s… geht’s dir denn gut?“

Cenk wartet einen Moment und schüttelt dann mit einem mitleidigen Lächeln den Kopf.
„Weiß ich doch jetzt noch nicht, Alter“, antwortet er. „Hab ja noch keinen einzigen Döner verkauft.“

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Mitten in der Nacht fährt Uwe aus dem Schlaf und starrt mit klopfendem Herzen auf die grünen Zahlen auf seinem Funkwecker.
„Heilige Scheiße“, denkt er, beinah panisch. „Er hat mich angemacht. Cenk hat mich angemacht.“

----------------------------------------------------------
Es dauert trotzdem noch ganze vier Monate, ehe Uwe es schafft, Cenk klarzumachen, dass er ihn verstanden hat. Früher wäre das leichter gewesen, da wusste er nämlich genau, wo er bei Cenk ansetzen musste, um zu bekommen, was er wollte.

Doch der neue Cenk, der trotz (oder gerade wegen?) Dönerverkäufen, so fröhlich ist, gibt ihm Rätsel auf. Wahrscheinlich spricht es nicht gerade für Uwe, dass er mit einem wütenden, ständig unter Spannung stehenden Menschen besser klargekommen ist, als mit diesem lächelnden, entspannten Mann, der eine Schürze mit Soßenflecken trägt.

Nicht, dass er nicht immer noch wütend werden kann, doch grundsätzlich ist Cenk ruhiger und… glücklicher geworden.

So oder so, als Uwe ihm eines Abends nach Ladenschluss langsam näher kommt und ihn in eine vorsichtige Umarmung schließt, stößt Cenk ihn nicht weg, sondern presst sich mit aller Kraft gegen ihn.

Uwe, der die Arme um Cenks Hals geschlungen hat, werden die Knie weich, doch er reißt sich zusammen.

„Mit Sauerkraut und Würstchen“, haucht er und kann sich gerade noch davon abhalten, Cenk sanft in den Hals zu beißen. „Was Besseres ist dir nicht eingefallen, du Arsch?“

„Ich schmeiß doch keine Perlen vor die Säue“, kommt die Antwort, doch mehr als ein entrüstetes Schnauben bringt Uwe nicht mehr heraus, denn da packt Cenk ihn an den Hüften, drückt ihn gegen die Theke und küsst ihm die Seele aus dem Leib.

Wie klischeehaft, denkt Uwe und dann weiß er eine ganze Weile lang nichts mehr.


Date: 2014-07-14 05:59 am (UTC)
From: [identity profile] ayawinner.livejournal.com
Ndidjeodsbxsjdud

Weisst du wie man immer sagt "omg ich weine"

Omg ich weine wirklich meine Babys das ist das schönste omg das allerschönste warum weine ich denn jetzt

Das beste das allerschönste Kiwi oh Gott

Proper Kommentar gibt's heute Abend aber abrr aber oh Gott BABIES ich liebe alles alles alles alles alles alles alles

Scheiße Mann

Date: 2014-07-14 05:00 pm (UTC)
From: [identity profile] ayawinner.livejournal.com
KIWI ICH WEINE IMMER NOCH

DAS IST DAS ALLERSCHÖNSTE DER WELT UND ICH BIN SO UNENDLICH GLÜCKLICH ÜBER ALLES, DIESE FIC IST LIKE MEIN HAPPY PLACE
Wir sollten uns öfter über Headcanons unterhalten (also noch öfter), wenn dann sowas dabei rauskommt, WAAAAAAAH, all meine Gefühle, wirklich.

Lass mal oben anfangen.

Weil wegen Gefühlen und so.

Ich habe nämlich erst mal gelesen "für [livejournal.com profile] ayawinner weil sie Döner und Gefühle für Cenk hegt" und dachte so: "????" Und dann dachte ich: "Hell yeah ich hege Döner für Cenk", aber dann ist mir mein Fehler aufgefallen XD Amüsiert mich trotzdem ungemein.

„Du hast eine Dönerbude gekauft.“
Und Aya so: "WAAAAAAAAAAAAAAAAAAHHHHHHHHHH SIE HAT DEN DÖNER FIX-IT HEADCANON GESCHRIEBEN *fängt an zu weinen*" Ungelogen, unübertrieben. Kiwi. Du zerstörst mich.

Das heißt Schnellrestaurant, du Arschloch
Das ist schon mal der perfekte Einstieg. Ich bin sold. Uwe sollte mal dringend an seinem Vokabular arbeiten, vor allem jetzt, wo er jeden Abend Döner essen muss. Er kann ja schlecht seinen neuen Kollegen von der Verwaltung sagen, dass er mittags nur nen Salat in der Kantine isst, weil er abends gezwungen wird, fettige Sandwiches zu essen. Er kriegt aber nie Zwiebeln und Knoblauch, denn so einen Selbstzerstörungstrieb hat Cenk dann auch wieder nicht.

Die Auswahl erschlägt ihn ein bisschen
Ich liebe diesen ganzen Abschnitt so hart. Und den danach auch, denn von all den Kanackenwitzen, die es auf der Welt gibt, fällt ihm kein einziger ein, und stattdessen macht er nen Kommentar, der auf was anspielt, was sie quasi ~gemeinsam erlebt haben. Mwah. Und dann lacht Cenk trotzdem...!! Und ich bin tot.

dass er und Cenk noch nie so offen miteinander geredet haben, wie nach der Kugel, die er ihm in den Arm geschossen hat
!!!!!!!!!!!! Es ist eine phantastische Idee, dass diese Eskalation dazu geführt hat, dass sie offener und ehrlicher miteinander umgehen als vorher. Vielleicht im Hinterkopf, dass eine ganze Menge Misskommunikation in der Vergangenheit dazu geführt hat, dass sie sich gestritten haben, dass jemand in Gefahr geraten ist und dass Cenk überhaupt erst mal auf Uwe geschossen hat LEUTE REDET DOCH EINFACH MAL MITEINANDER OARRRR. Ach Gott.

„Stimmt also tatsächlich, hm?"
Ich weiß nicht, warum gerade das, aber ich kann es mir einfach perfekt in Cenks Stimme vorstellen. Komplett mit süffisantem Gesichtsausdruck, denn Checkmate, Uwe, du bist echt ein schlechter Menschenkenner. Es macht mich ganz emotional, dass Uwe da stillschweigend das Feld räumen will, ohne den Kollegen was davon zu erzählen. Vielleicht hat er auch ewig überlegt, wie er das dem Chef beibringen soll, und hat sich tausende gute Argumente ausgedacht (und ein psychologisches Gutachten eingeholt und alles Mögliche) und sein Chef sagt basically: "Junge. Nach allem, was passiert ist, ziehe ich den Hut, dass du uns nicht gleich noch am selben Tag alle zum Teufel gejagt hast." Und Uwe hat keine Lust auf mitleidige Blicke und verständnisvolle Sekretärinnengespräche und erzählt den Kollegen das vermutlich erst am allerletzten Tag. Und bringt Falafel für alle mit.

Image
I will never not use this gif every time somebody mentions falafel.

Manchmal hasst er diesen Kerl so sehr, dass es ihm beinah körperlich wehtut
WOW DAS IST PHANTASTISCH denn erstens kann ich mich DANK GEWISSER FREUNDE A++ in dieses Gefühl hineinversetzen, und zweitens ist es so phantastisch geschrieben mit so wenigen Worten. Hach. Hab ich erwähnt, dass ich alles an dieser Fic liebe?

zeigt ihm sein schönstes Lächeln, als wolle er ihm den besten Staubsauger der Welt verkaufen
!!!!!!!!!!!! DAS!!!!!!!!!! ist die beste, zutreffenste und gleichzeitig lustigste Beschreibung, die sich jemals jemand über Cenks lachen ausgedacht hat und ausdenken wird. Hands down. Everybody else go home. Wow, das ist ganz genau die Art und Weise wie er lächelt, wenn er sich bei irgendjemandem fürchterlich einschleimen will. Props kudos chapeau etc. I'm in love.

Date: 2014-07-14 05:01 pm (UTC)
From: [identity profile] ayawinner.livejournal.com
doch Cenk steht bloß auf und verlässt lachend das Büro.
Ach, das ist so ein schöner Kontrast zu den ganzen Malen, an denen er Uwe wutschnaubend irgendwo stehen gelassen hat, um seinen eigenen Kopf durchzusetzen. Und es funktioniert. Uwe könnte nicht auftauchen und cenk sagen, er soll sich zum Teufel scheren, aber genau diese Methode wirkt einfach Wunder, weil Uwe sich nicht mehr wehren kann, sobald er keine Konfrontantionschance mehr hat.

vom Verputzen der Wände bis zum Anschließen des Wasserhahns alles selbst zu machen
OMG sein Baby oder was ;_________; Wundervoll. Und als Ausgleich für Uwe, das gefällt mir auch extra gut. Langweilt sich tagelang über irgendwelchen Formularen und dem "kurzen Dienstweg", hilft Cenk bis spät in die Nacht beim Renovieren und kommt morgens total übermüdet zu seinen 9-to-5-Kollegen, die immer frisch und putzmunter sind, denn man überarbeitet sich ja nicht in der Verwaltung. Meistens. Ich will das gar nicht pauschalisieren, aber ich glaube, Uwe hat sich den langweiligsten, trostlosesten, unwichtigsten Job der Welt gesucht, erstens aus Selbstbestrafung, und zweitens als Vorsorgemaßnahme, um keinen Nervenzusammenbruch zu bekommen.

(„Du verträgst die Kälte eh viel besser als ich.“- „Rassist!“)
Geistreiche Parenthesen, mein Kryptonit.

bis ihm auffällt, dass Cenk außer ihm niemanden hat
NEEEEEEEEEIIIIIIIIINNNNNN ich diskutiere nie wieder mit dir über das Privatleben von Charakteren, nie wieder, du rammst es mir doch sowieso nur wieder in die Brust zurück. Bah. Abgesehen davon: Uwe kennt mit Sicherheit nen ganzen Arsch voll random Leute. Der kommt mir vor wie jemand, dessen Telefonnummer die Leute im Intranet suchen und ihn dann auf ein Feierabendbierchen einladen.

Für Cenk ist das hier ein Neuanfang
UWE DU NUSS. Ich akzeptiere als Entschuldigung nur, dass er mit seinem eigenen lahmen Neuanfang so beschäftigt war, und dann so überrumpelt von Cenks glorreicher Dönersache, dass er überhaupt keine Ressourcen im Hirn mehr frei hatte, um sich drüber Gedanken zu machen, wie befreiend so eine 180°-Drehung für Cenk sein muss. Derjenige, der immer mitten in der Scheiße war. Und quasi täglich alle Leute verraten musste, die er irgendwie einigermaßen sympathisch findet, weil er kein verdammtes Privatleben hat und Leute nur dann kennen lernt, wenn er eine komplett andere Identität hat.

einem geschenkten Türken schaut man nicht ins Maul
That's it goodbye friends I am gone
Wirklich, da fällt mir nicht mal ein witty Kommentar zu ein, das ist einfach nur gut. Wo nimmst du diese Sprüche her, ALTER, ich schwör XD

eine mittelmäßig schicke Dönerbude im Herzen von Hamburg
Aw komm, Cenk versucht es bestimmt noch mit so ner Ökoschiene, weil er schließlich ein verfluchter Snob ist XD ~Gemüsedöner~

Und dann bringt Uwe die Sprache auf Cenks Vater und ich glaube, ich baue dir einfach einen Schrein, weil Cenks Vater, der seinen Sohn nachts anruft weil er insgeheim weiß, dass Cenk Probleme und Schlafstörungen hat und sowieso nur grübelnd in der Ecke hockt, auch, wenn Cenk ihm nicht genau erzählt, was er da überhaupt macht in Hamburg bei der Polizei und warum er immer so melancholisch ist und sich manchmal tagelang nicht meldet, oder manchmal ans Handy geht und komische Sachen sagt. Er ist ja nicht blöd, er hat da eine Ahnung, aber vor allen Dingen merkt er, dass es seinem Sohn nicht gut geht und dass er sein Leben dringend ändern muss, egal wie. Ich habe so viele Vater/Sohn-Gefühle, oh Gott.

Date: 2014-07-14 05:01 pm (UTC)
From: [identity profile] ayawinner.livejournal.com
„Zur Not mit Sauerkraut und Würstchen“, sagt er leise
ERSTENS ist das wundervoll, weil er es nicht so schallend lachend rausposaunt, sondern den Worten Gewicht gibt dadurch, dass er sie leise sagt und Uwe anschaut und sich vermutlich denkt, Mensch, Uwe muss doch merken, dass er da noch was anderes meint als literally Sauerkraut und Würstchen.
ZWEITENS hat vielleicht Cenks Vater das sogar akkurat so zu ihm gesagt am Telefon: "Ich will, dass es dir gut geht. Zur Not mit Sauerkraut und Würstchen." Und er meinte es vermutlich nicht mal als Anspielung auf irgendeine deutsche Person, aber Cenk denkt sich: "Scheiße. Sauerkraut. Alter." Und plötzlich hat der Satz so eine Signifikanz für ihn, dass er ihn Uwe einfach sagen muss, denn Uwe muss das doch verstehen, verdammt, sonst verstehen sie sich doch mit doofen Sprüchen und halben Anspielungen.

Er hat mich angemacht.
Ich war schon fast traurig drüber, dass Uwe das double meaning nicht versteht, aber dann reißt du es IN EINER GÄNZLICH UNERWARTETEN AKTION VON "NO ANGST"(!!!) raus, woah XDD Das ist so super, weil es nicht mehr braucht als diesen einen Absatz, um die perfekte Stimmung zu vermitteln. WIE EIN FILM, MANN, WIE EIN FILM.

der eine Schürze mit Soßenflecken trägt
DLKFJÖSLDFJSLKFLSKDFJSDF ich stelle mir Uwe vor, wie er an irgendeinem blöden Ikea-Tisch sitzt, in einer Gemüsedöner-Box rumstochert (denn okay let's face it, es gibt eine Grenze von Dönerfleisch, die man so in der Woche ertragen kann, ich spreche zwar nicht aus Erfahrung, weil diese Grenze bei mir nicht gilt, aber ich fresse ja auch die superekligen Döner vom Brunnenmarkt, also...) und komplett gedankenverloren Cenk hinter der Theke ansieht, wie er mit den Leuten scherzt und alle Jugendlichen aus der Gegend kennt und lacht und glücklich ist. Mwah. Viel Liebe, ganz viel Liebe. Denkt sich Uwe vermutlich auch, denn ...

als Uwe ihm eines Abends nach Ladenschluss langsam näher kommt und ihn in eine vorsichtige Umarmung schließt
DAS IST SO WUNDERVOLL, denn Uwe denkt vermutlich "was mache ich hier was mache ich hier was mache ich hier, wir sehen uns jeden Tag, es gibt keinen Grund, ihn aus dem Nichts heraus zu umarmen", aber er macht es trotzdem, weil er Cenk gern hat und weiß, wie wichtig ihm all die Anerkennung und Unterstützung vermutlich ist, und außerdem muss man seine Lieblingsmenschen manchmal umarmen, so.

stößt Cenk ihn nicht weg, sondern presst sich mit aller Kraft gegen ihn.
OH GOTT OH GOTT OH GOTT KILL ME NOW, Cenk ist echt ausgehungert nach Zuneigung, vor allem von Uwe, der zwar immer da ist, aber nicht so, wie Cenk ihn braucht, weil sie nicht aus sich heraus können und Cenk nach dieser Sauerkraut-Aktion auch nicht mehr weiß, wie er das noch sagen soll, denn Scheiße Mann, Uwe hat es nicht verstanden, was gibt es sonst noch für Worte, zu sagen: "Du bist der einzige wichtige Mensch für mich hier."

Date: 2014-07-14 05:02 pm (UTC)
From: [identity profile] ayawinner.livejournal.com
der die Arme um Cenks Hals geschlungen hat
LKJFLSDFJKLSKDFJLSJDFLSKDFJLSDF DIE MIT IHREN PÄRCHEN-UMARMUNGEN ICH SCHWÖR BEI GOTT

eine ganze Weile lang nichts mehr
!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!! !!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!! GEGEN DIE THEKE (hust) Hach, ist das ein schönes bezauberndes perfektes Ende. Mit Selbstironie ("wie klischeehaft") und subtil heiß, haha. Oh wow.

Perfekte Charakterisierung, perfekte Story, perfekte Dialoge, perfektes Setting. Ich liebe alles daran, du hast ohne Mist jedes einzelne Wort richtig gemacht. Ich geh jetzt mal da hinten hin und heule noch ein bisschen vor mich hin, und versuche anschließend, komplett zu verdrängen, dass das nicht wirklich das Ende von Die Ballade Rhabarber Rhabarber war.

PERFEKT ♥ Du bist großartig, restlos großartig. Lass dich drücken!

..... I got a bit carried away. Sorry. Das machen wir uns jetzt nicht zur Gewohnheit, das war nur wegen Yoga und Abendessen. Verstehste. Und Gefühle.

Date: 2014-07-26 05:14 am (UTC)
From: [identity profile] cricri-72.livejournal.com
Das kommt davon, wenn man so begeistert ist, das man seine Begeisterung nicht gleich in Worte gefaßt kriegt - man kommentiert Wochen später ...

Ich habe die Geschichte schon beim ersten Lesen geliebt und sie gefällt mir bei jedem Wiederlesen noch besser. Ein perfektes Ende/Anfang für die beiden! [livejournal.com profile] ayawinner hat ja schon fast alle Highlights kommentiert - aber ich geb' trotzdem nochmal meinen Senf dazu. ;)

doch bevor er Cenk eine runterhauen kann, verschränkt er die Arme vor der Brust und schaut angestrengt auf die rosablühende Zimmerpflanze.
Uwe ♥

Doch aus irgendeinem Grund hat Cenk beschlossen, ihn in sein neues Leben als glücklicher Dönerverkäufer mitzunehmen
aus irgendeinem Grund ...
Manchmal möchte man Uwe schon eins hinter die Ohren geben, damit er das schneller kapiert ... andererseits, die Geschichte wäre nur halb so schön, wenn er es schneller kapieren würde ;)

gefolgt von Schreckensvisionen von urplötzlichen Anrufen von Batu senior, der Uwe Fragen stellen wird, darüber, was Cenk macht und Uwe am Telefon nur herum stottern wird
Das würde ich gerne auch mal lesen Hier mußte ich so lachen, und dann geht es weiter und wird noch besser.

Mitten in der Nacht fährt Uwe aus dem Schlaf und starrt mit klopfendem Herzen auf die grünen Zahlen auf seinem Funkwecker.
„Heilige Scheiße“, denkt er, beinah panisch. „Er hat mich angemacht. Cenk hat mich angemacht.“

Das nenne ich einen Erkenntnismoment. Die Mutter aller Erkenntnismomente. (Und die Norddeutschen sind wohl doch etwas langsamer, wie es das Klischee will ...)

Wahrscheinlich spricht es nicht gerade für Uwe, dass er mit einem wütenden, ständig unter Spannung stehenden Menschen besser klargekommen ist, als mit diesem lächelnden, entspannten Mann, der eine Schürze mit Soßenflecken trägt.
Ich mag es, wenn sich hinter einer Geschichte, die vordergründig eher Fluff oder Humor ist, noch viel mehr versteckt. So wie hier.

Daß ich das Ende liebe, versteht sich sowieso, oder?

Verlinkst Du die Geschichte(n) eigentlich irgendwann noch im Tatort_Fandom? Da gibt es bestimmt noch Hamburg-Fans, die sich freuen würden und die hiervon nix mitkriegen.

Ich freue mich schon auf August und mehr! ;)

Date: 2014-07-30 08:28 pm (UTC)
der_jemand: (Default)
From: [personal profile] der_jemand
Aaaaaaaaaaaaaalter.
Ich... fuck. Wörter. Und so. Du verstehst?

Ich könnt heulen, das ist so großartig. Es ist ein so gutes Ende, das haben sie verdient, und OH MEIN GOTT! ...Ich hege auch Gefühle für Döner und Cenk. Wenn nicht früher, dann jetzt. Es ist wundervoll, und so, so, so gut vorstellbar und, fuck, hier sitzt jedes Wort an der richtigen Stelle und ich weiß gar nicht wo ich damit anfangen soll, es in deine Richtung zurückzukopieren. So großartig. So die beiden, so perfekt, ich... aaaaah! Ich schwanke zwischen Lachen, weil, Himmel, es ist lustig, und weinen, weil sie glücklich werden können und weil ein ruhigerer, glücklicherer Cenk einem das Herz bricht und weil ich das nie sehen werde.
Ich... weiß immer noch nicht was ich sagen soll, oder wie ich dabei weniger wie ein Idiot wirke. Unkontrolliertes Keysmashing könnte meine Gefühle wahrscheinlich am besten wiedergeben?

Manchmal hasst er diesen Kerl so sehr, dass es ihm beinah körperlich wehtut
♥ ♥ ♥

„Heilige Scheiße“, denkt er, beinah panisch. „Er hat mich angemacht. Cenk hat mich angemacht.“
Und natürlich würde er mitten in der Nacht aufwachen und das denken. Natürlich. Oh Gott, ist das alles schön. ♥

Date: 2014-09-06 10:05 pm (UTC)
From: [identity profile] jolly-rotten.livejournal.com
Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah where has this fic been all my life?! (aka wie konnte ich die übersehen? Universum, warum machst du so was? Das ist nicht nett! Wenn ich Kathi nicht hätte ey, die mir immer die gute Sachen zeigt. :D)

Kiwiiiiii, aaaaah! My heart. All the feels!
Meine Babies. *brb sobbing*
Allein die Vorstellung das Cenk und Uwe wochenlang zusammen renovieren. Aaaaaah. Cenk der natürlich nie zugeben würde, das er irgendwas nicht kann, (zum Bleistift Ikea Möbel zusammenbauen, ohne vorher die Anleitung zu lesen) und Uwe der ihn dann immer zur Seite schubst und 'Lass mich das mal machen.' grummelt. Und beim Malern gibst dann natürlich die obligatorische Farbschlacht. Oder zumindest Cenk, der Uwe einen Schnurrbart aufmalt. 'War ein Versehen.' 'Du Arschloch.' (Alter ey, Uwe muss echt an seinem Vokabular arbeiten. xD)
Ich will das als Film! NOW! Damn you ARD for destroying all our dreams and hopes!

Hach, ist das ne schöne, wunderbare, fantabulöse und famose Fic. Und heute lief auch noch ein Cenk Tatort und jetzt bin ich vollkommen fertig mit der Welt.
Um Kathi zu zitieren: KIWI ICH WEINE!

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