[identity profile] exiles-diary.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Team: Thalia
Autor: Jenchan
Challenge: Romanze/Intimität - Bisexualität (fürs Team)
Titel: Geständnis
Fandom: Tatort Münster
Charaktere: Thiel, Boerne
Words: 2266
Warnings: unbetaed, uncorrected
Continuation: Teil 1, Teil 2, Teil 3

Kommentar: Irgendwie ist es nicht ganz so geworden, wie ich mir erhofft hatte und auch das Intime ist, glaub ich, irgendwie auf der Strecke geblieben. Aber naja ^^ desto mehr ich herumfeilen würde, um zu kritischer beginne ich es wahrscheinlich zu sehen und dann würde die Geschichte ja gar nie weitergehen.

Geständnis

Thiel rubbelte sich mit dem flauschigen Handtuch seine Haare trocken. Auch der Bademantel war aus einem sehr weichen Stoff und unglaublich bequem zu tragen, auch wenn ihm Boernes Bademantel natürlich viel zu groß war. Aber das störte ihn wenig - er hatte einfach die Ärmel aufgekrempelt.
"Warum konnten Sie nicht Ihre eigene Dusche benutzen?", fragte Boerne, der gerade damit beschäftigt war, Zutaten für Ihr verfrühtes Abendessen herzurichten. Sie hatten jetzt schon einige Male Gelegenheit gehabt, gemeinsam zu kochen, aber bisher war das nie bei Boerne in der Wohnung gewesen. Sein Vermieter ladete sich ja oft genug unangemeldet bei ihm ein.
Mit einem amüsierten Lachen in der Stimme antwortete Thiel: "Die tropft, das wissen Sie doch." Ohne es wirklich zu merken, hatte er wieder begonnen, seine schmerzende Seite zu massieren. Sobald er etwas gegessen hatte, würde er auch die erste Tablette von dem Antibiotikum nehmen. "Soll ich Ihnen beim Kochen helfen?"
Er sah zu Boerne auf und hob fragend beide Augenbrauen. Irgendwie schien der andere gerade nicht da zu sein. "Boerne?"
"Was? Ja... nein."
"Was denn nun?"
Boerne atmete tief durch: "Ich komme hier gut allein zurecht." Er begann herumzuräumen, bevor er Thiel wieder ansah und begann mahnend mit dem Finger zu fuchteln: "Und überhaupt gehören kranke Leute ins Bett. Los, los. Sie können auf dem Sofa schlafen. Ich bringe das Essen, sobald es fertig ist."
Thiel grinste. Offenbar brachte er gerade Boerne ziemlich aus dem Konzept. Den Anblick hatte er viel zu selten und kostete es dementsprechend aus, dem Herrn Rechtsmediziner auch mal heimzuzahlen, immer in Verlegenheit gebracht zu werden.
"Na los. Husch, husch, Sie halbe Portion."
Jetzt musste Thiel wirklich lachen, trollte sich aber. Er fühlte sich ohnehin ein wenig schwammig und ihm war auch etwas warm. Aber er hatte ja jetzt auch heiß geduscht - er musste sich unbedingt häufiger hier einquartieren, das war fast so gut, wie das teure Hotel, in dem er einmal auf Boernes Kosten übernachtet hatte.
Mit sich selbst einigermaßen zufrieden, machte er es sich auf dem gemütlichen Ledersofa bequem und starrte eine Weile an die Decke, bevor er noch einmal kurz aufstand und durch seine Sachen ging. Er holte sich die zu Beweiszwecken eingetüteten Mitgliedsausweise und legte sich damit wieder aufs Sofa. Nachdenklich studierte er sie, bevor er in die Küche rief: "Boerne? Kann ich mal Ihren Computer benutzen?"
"Für was brauchen Sie ihn denn? Ich hoffe mal, Sie haben jetzt nicht vor zu arbeiten!", kam einen Moment später die Antwort.
Thiel hatte keine Mühe damit, ein wenig zu flunkern: "Nein, natürlich nicht. Ich erwarte eine E-Mail."
"Von wem?"
"Das geht Sie doch überhaupt nichts an, aber wenn Sie es unbedingt wissen wollen. Ich erwarte eine E-Mail von Lukas."
"Lukas? Dem Lukas? Ihrem Sohn Lukas?"
"Ja, der Lukas", erwiderte Thiel genervt und plötzlich sah Boerne aus der Küche.
"Das ist ja nett", lächelte er, als würde er sich tatsächlich freuen, dabei wusste Boerne doch nichts von seinem Sohn. Nicht einmal er selbst sah ihn allzu häufig, geschweigedenn konnte ihn sprechen. "Richten Sie ihm doch schöne Grüße aus. Es ist immer schön zu sehen, wenn eine Vater-Sohn-Beziehung auch über eine derartige Distanz so harmonieren kann."
"Ja. Darf ich den Computer jetzt benutzen oder nicht?" Auf die Hinweise hätte Frank gerne verzichtet. Er vermisste seinen Sohn immens und es tat weh, dass er so wenig Kontakt zu ihm hatte. Die Beziehung war alles andere als harmonisch.
"Natürlich. Machen Sie ruhig. Das Essen dauert eh noch ein wenig."
"Danke." Thiel nahm sich den Laptop zur Hand und orientierte sich erst einmal auf dem Gerät. Er war im Grunde kein sehr großer Fan von Computertechnik und konnte im Grunde auch nur mit Grundlagenkenntnissen aufwarten. Aber für die Ermittlungsarbeit war es kaum notwendig und Nadeshda übernahm für ihn immer die Recherchen auf dem Computer. Sie war ja auch wesentlich jünger als er selbst.
Nachdem er sich zurechtgefunden hatte, sah er noch einmal die Mitgliedsausweise durch und begann sich einmal auf der Homepage der einzelnen Clubs umzusehen. Vielleicht ersparte er es sich ja auch, alle zu besuchen und konnte seine Suche etwas eingrenzen.

"Ah, Paradise Island." Thiel erschrak fürchterlich, als Boerne plötzlich hinter ihm vorbeischlich und dabei das fast schon vertraute Geräusch von ins Glas gluckernden Weins in seinem Ohr rauschte.
"Müssen Sie mich immer so erschrecken?", fragte er empört und hatte aus Reflex gleich die Seite geschlossen. Sein Herz raste, aber Boerne war schon wieder in seiner eigenen Welt, wie es schien. Wie er so durchs Wohnzimmer striff, sein Glas schwenkte und daran roch, als wäre es eine Blume.
"Ich wusste gar nicht, dass Sie den Club kennen", merkte Boerne schließlich an, als er wieder aus seinen Erinnerungen zurückkehrte und füllte nun auch Thiels Glas voll, das auf dem Tisch stand. "Früher waren sie bei der Aufnahme der Mitglieder jedenfalls wesentlich strenger."
Thiel wollte schon sagen, dass er den Club nicht kannte, als Boerne auch gleich weiter sprach. Das war ja prima, dann musste er zumindest danach nicht mehr fragen. "Sind Sie denn Mitglied?", fragte er stattdessen und hatte plötzlich Boerne neben sich sitzen.
"Aber ja, natürlich. Ich kenne kaum jemanden von unsereins, der nicht in diesem Club Mitglied ist. Sie wissen schon, das ist ein Ort, wo man sich eben gerne trifft."
Frank wurde ein schnaufendes Lachen los: "Das glaub ich gern. Wann waren Sie den zuletzt in diesem Club?" Das würde ihn nun wirklich interessieren und Boerne bekam wieder diesen inwendigen, nachdenklich-nostalgischen Blick.
"Wann war denn das... wann war das nur. Zehn, fünfzehn Jahre wirds schon her sein. Ah - ich weiß schon wieder. Flora Rießmüller, eine wirklich wunderschöne Frau, hat mich überredet, dass wir dort noch etwas Trinken gehen. Es war ein äußerst lustiger und... spannender Abend. Wir haben..."
"Bitte ersparen Sie mir die Details", unterbrach Thiel und hatte wieder einmal das Gefühl, dass er das in letzter Zeit besonders häufig tat. Aber vielleicht lag das auch einfach nur daran, dass er sich langsam wirklich kränklich fühlte. Und hungrig.
"Was macht eigentlich unser Essen?"
"Unser was?"
"Das Essen, Boerne!"
"Ach DAS Essen. Ja - das ist fertig. Der Tisch ist gedeckt und das Essen aufgetragen."
"Und warum sagen Sie das nicht gleich?", fragte Thiel etwas entnervt und sprang auf, wobei das dann doch etwas zu schnell war und er stöhnend seine Hand auf die schmerzende Seite hielt.
"Es wird schlimmer?", fragte Boerne, der sich ebenfalls erhoben hatte, aber Thiel winkte ab. "Ich bin nur zu schnell aufgestanden, das ist alles. Lassen Sie uns endlich essen, ich hab Kohldampf." Er wollte schon zum Esstisch gehen, als ihm noch seine Medikamente einfielen. Schnell schnappte er sich die Tüte von der Apotheke und ging zu Tisch.

Thiel musste zugeben, dass es unglaublich gut schmeckte. Das war zugegebenermaßen keine neue Erkenntnis, immerhin hatte Boerne zuweilen durchaus seine kulinarischen Fertigkeiten mit ihm geteilt. Es gab bei dem Mann wirklich nichts, was er nicht konnte. Wenn es zumindest um intellektuelle Ergüsse ging. Von bürgerlichen Belangen und zwischenmenschlichen Verständnis konnte da weniger die Rede sein.
Aber dennoch gab es da etwas, was Thiel neugierig machte. Boernes Verhalten war in den letzten Tagen doch recht widersprüchlich gewesen. Es war eindeutig, dass er wegen des Vorfalls noch eingeschnappt war und trotzdem half ihm derartig beherzt, dass es schon fast unheimlich war.
"Warum machen Sie das eigentlich?", traute sich Thiel schließlich die Frage zu stellen und sah immer wieder mustern zu Boerne, während er die Mahlzeit verputzte.
"Warum mache ich was?"
"Na das hier." Er wollte nicht zu genau ins Detail gehen, weil er sonst unweigerlich auf das Thema zurückkam, weswegen Sie ohnehin gerade eine Meinungsverschiedenheit hatten. Seinetwegen konnte das ruhig begraben werden und sie machten weiter wie bisher. Aber wenn er es nun direkt ansprach, dann würde es von vorne losgehen.
"Was das hier? Thiel, Sie müssen sich schon deutlicher ausdrücken. Wenn Sie Essen meinen, dann brauche ich Ihnen wohl nicht zu erklären, dass Nahrungsaufnahme für den Menschen existenziell wichtig ist - ja grade zu überlebenswichtig. Natürlich nicht so wichtig, wie die ausreichende Aufnahme von Flüssigkeit, aber es ist doch nicht zu unterschätzen."
Thiel verdrehte die Augen und meinte dann deutlicher: "Ich meine, warum helfen Sie mir?"
"Ja wie jetzt? Soll ich Sie etwa rausschmeißen? Dann wird das mit ihrem Blinddarm akut, sie klappen zusammen und ich hab Ihre Leiche am Tisch. Ganz zu schweigen was das für mich als Vermieter bedeutet. Dann krieg ich vielleicht auch noch ne Anklage wegen fahrlässiger Tötung. Nein, Thiel, so kriegen Sie mich sicher nicht dran." Manchmal war es bemerkenswert wieviel Müll Boerne doch labern konnte in seiner hochgestochenen Art.
"Na dann sag ich doch mal glatt Danke, dass um Ihretwillen nicht meinen Tod wünschen." Er hob sein Glas und trank einen Schluck.
Boerne hob seines ebenfalls. "Immerhin das wissen Sie zu schätzen", ätzte er allerdings und Thiel konnte es nicht fassen, dass er schon wieder damit anfing. Diese Seitenhiebe waren beinahe noch unerträglicher als das Seitenstechen, dass er dank seines Blinddarms hatte.
"Das ist doch wirklich lächerlich, Boerne. Können Sie die Sache nicht einfach vergessen? Sie wissen doch ganz genau, dass ich Ihre arbeit zu schätzen weiß." Thiel stellte sein Glas ab und sah den Professor eindringlich an.
Der allerdings - vollkommen Boerne wie er leibt und lebte - zierte sich natürlch wieder. Aber eigentlich hatte er gar keine andere Wahl. Schließlich seufzte der Größere und meinte: "Meinetwegen. Aber glauben Sie ja nicht, dass ich beim nächsten Mal so nachgibig sein werde."
Wie könnte Thiel auch. Er wusste ja, dass Boerne bis zu einem gewissen Grad nachtragend war und, was wahrscheinlich schlimmer war, er selten etwas vergaß - außer natürlich man pumpte ihn mit Kokain voll und zog ihm eins über den Schädel; Thiel war allerdings froh, dass es bisher ein Einzelfall geblieben war. "Ich werds mir merken." Nächstes Mal lief es wahrscheinlich wieder genauso ab. Es war bisher ja immer so gewesen - an irgendeinem Punkt gab es etwas, das für Boerne vom größeren Interesse war und dann war alles was davor war vergeben und vergessen.
Eigentlich war genau das ein Zug an dem Professor der Rechtsmedizin, den er besonders schätzte. Es machte das arbeiten mit Boerne doch um einen gewissen Grad einfacher.

"Darf ich Sie etwas fragen?" Sie hatten das Essen hinter sich gebracht und saßen nun in Boernes Wohnzimmer. Er hatte bereits seine erste Tablette der vierzehntägigen Antibiothika-Kur geschluckt und fühlte sich satt und im Grunde genommen recht zufrieden. So konnte er durchaus öfter krank sein. Die Chance, dass er jetzt von irgendwem gestört werden würde, war verschwindend gering, denn Störfaktor Nummer eins saß ja schon neben ihm.
"Nur zu."
Thiel nahm sich ein wenig Zeit und fragte schließlich: "Wie stehen Sie eigentlich zu... also. Ich meine... mich würde interessieren wie Sie zu..." Okay, das war jetzt etwas bescheuert. Er hätte sich doch denken können, dass er eine derart persönliche Frage nicht über die Lippen brachte.
"Sie müssen sich schon deutlicher ausdrücken, wenn Sie von mir eine Antwort wollen. Mit so einem Gestotter kann ja keiner etwas anfangen." Wenig ermutigende Worte, die Thiel im Grunde genommen auch gar nicht hören hatte wollen.
Dann griff er auf eine andere Taktik zurück und winkte Boerne etwas zu sich. Als sich dieser skeptisch näher beugte, flüsterte er ihm leise ins Ohr: "Fühlen Sie sich manchmal zu Männern auch hingezogen?"
Boerne richtete sich wieder auf und rieb sich das Ohr. "Sie meinen, ob ich bisexuell orientiert bin oder ambisexuell, wie es eigentlich heißt. Und das hat gekitzelt, nebenbei bemerkt", erwiderte der Professor und begann dann einen kleinen Vortrag: "Noch Anfang des 20. Jahrhunderts galt Bisexualität als das, was heute als Hermaphroditismus oder für Sie vielleicht besser bekannt unter Intersexualität, bezeichnet wird. Heute werden damit primär Leute bezeichnet, die sich beiden Geschlechtern sexuell hingezogen fühlen beziehungsweise, die einer sexuellen Interaktion mit dem gleichen Geschlecht genauso wenig abgeneigt sind wie mit dem anderen. Dabei ist es oft sehr schwer eine Grenze zu ziehen. Es gibt ja immer noch viele Menschen, die glaube, wenn sie eine gleichgeschlechtliche Erfahrung machen, dass sie gleich homosexuell sind. Es gibt dann natürlich auch die Gruppe, die der Meinung sind..."
"Das beantwortet die Frage nicht", unterbrach Thiel, der bei den letzten Sätzen auch schon wieder den Faden verloren hatte und sich eigentlich keinen solchen Vortrag anhören wollte.
Boerne schwieg einen Augenblick, als würde er nachdenken. Dann lenkte er ab: "Ihr Glas ist leer, möchten Sie noch etwas?"
Das brachte Thiel zum Lächeln und er schüttelte den Kopf. "Nein, für heute habe ich wirklich genug getrunken. "Wie lange kennen wir uns jetzt schon, Boerne? Sie können mir vertrauen."
"Sagt derjenig, der es nicht einmal schafft, das Wort bisexuell in den Mund zu nehmen", erwiderte der Professor trocken und Thiel gestand ihm den Punkt zu. Er hatte es eben nie gelernt über solche Dinge zu sprechen und er fand, dass eine solche Intimität auch gar nicht zu leicht fallen sollte.
Er legte Boerne eine Hand auf die Schulter. "Ich werde Sie nicht dafür verurteilen. Sie können es mir also ruhig verraten."
Er spürte, dass sich der andere etwas anspannte bei der Berührung und sich schließlich seiner Hand entwand. Boerne sah ihn nicht an, als er noch einen Schluck aus dessen Glas nahm und schließlich leise meinte: "Ich hatte in der Vergangenheit die ein oder andere Erfahrung mit dem gleichen Geschlecht. Ja, ja ich denke, ich falle in die Kategorie der Bisexuellen."
Für Thiel klang es fast so, als hätte Boerne ein Geständnis abgeliefert und ein wenig tat es ihm Leid, dass er ihm die Antwort entlockt hatte. Sanft drückte er dessen Schulter und beschloss, erst einmal nicht nachzuhaken.
Stattdessen stellte sich nun eine Stille zwischen Ihnen ein, die etwas Intimes an sich hatte. Etwas tief Vertrautes. Als hätte die Antwort etwas zwischen ihnen verändert.

Date: 2014-07-15 05:17 am (UTC)
From: [identity profile] cricri-72.livejournal.com
Also mir gefällt's, auch wenn ich aus Zeitgründen noch nicht zu einem ordentlichen Kommentar fähig war! Wird aber noch nachgeholt, sobald es wieder ruhiger ist ... Von Kochszenen mit den beiden kriege ich nie genug :)

Date: 2014-07-17 06:01 am (UTC)
From: [identity profile] cricri-72.livejournal.com
aber naja ^^ desto mehr ich herumfeilen würde, um zu kritischer beginne ich es wahrscheinlich zu sehen und dann würde die Geschichte ja gar nie weitergehen.
Nein, nein, das solltest Du auf gar keinen Fall tun! *völlig uneigennützig* Ich kenn' das Problem, manchmal werden Texte dann nicht besser und man ist am Ende so frustriert, daß man sie gar nicht postet. Dann doch lieber noch ein kleiner Haken ;)
Thiels Frage am Ende kommt tatsächlich etwas unvermittelt, aber 1. sehe ich den beiden immerzu gerne beim Kochen zu, und 2. finde ich nicht, daß "das Intime auf der Strecke geblieben ist" - die Szene hat etwas sehr vertrautes und nahes.

Und dann gibt es so viele schöne Stellen ...

Offenbar brachte er gerade Boerne ziemlich aus dem Konzept.
Nasser Thiel im Bademantel = mit Risiken und Nebenwirkungen ist zu rechnen ;)

Er war im Grunde kein sehr großer Fan von Computertechnik und konnte im Grunde auch nur mit Grundlagenkenntnissen aufwarten. Aber für die Ermittlungsarbeit war es kaum notwendig und Nadeshda übernahm für ihn immer die Recherchen auf dem Computer. Sie war ja auch wesentlich jünger als er selbst.
*grins*

Es war ein äußerst lustiger und... spannender Abend. Wir haben..."
"Bitte ersparen Sie mir die Details", unterbrach Thiel und hatte wieder einmal das Gefühl, dass er das in letzter Zeit besonders häufig tat. Aber vielleicht lag das auch einfach nur daran, dass er sich langsam wirklich kränklich fühlte. Und hungrig.

Spielverderber. Und ich hätte jetzt zu gerne Boernes spannendem Abend gelauscht ...
Und jetzt im Ernst - ich glaube nicht, daß das an Thiels momentanem Zustand liegt, auch wenn er sich das einzureden versucht. Für mich ist das durchaus ein Zeichen von Vertrautheit, den anderen so zu unterbrechen (ich weiß, deshalb trotzdem nicht höflich und einer Beziehung nicht unbedingt zuträglich, aber es zeigt doch, daß man sich so nahe steht, daß man meint das einfach tun zu können).

"Na das hier." Er wollte nicht zu genau ins Detail gehen, weil er sonst unweigerlich auf das Thema zurückkam, weswegen Sie ohnehin gerade eine Meinungsverschiedenheit hatten. Seinetwegen konnte das ruhig begraben werden und sie machten weiter wie bisher. Aber wenn er es nun direkt ansprach, dann würde es von vorne losgehen.
Sehr elegant gelöst. Bei Thiel meine ich das eher ironisch, denn totschweigen ist nicht wirklich eine Lösung (obwohl, manchmal funktioniert's ...), bei der Autorin, die das Thema wieder einmal schön ausgelassen hat, völlig ernst.

Ja wie jetzt? Soll ich Sie etwa rausschmeißen? Dann wird das mit ihrem Blinddarm akut, sie klappen zusammen und ich hab Ihre Leiche am Tisch. Ganz zu schweigen was das für mich als Vermieter bedeutet.
*snicker*

Sie wissen doch ganz genau, dass ich Ihre arbeit zu schätzen weiß.
<3
Wurde aber auch mal Zeit :)

und fühlte sich satt und im Grunde genommen recht zufrieden. So konnte er durchaus öfter krank sein. Die Chance, dass er jetzt von irgendwem gestört werden würde, war verschwindend gering, denn Störfaktor Nummer eins saß ja schon neben ihm.
Die Stelle liebe ich besonders! Weil sie zugleich Thiels entspannte Stimmung rüberbringt und sehr komisch ist.

"Das beantwortet die Frage nicht", unterbrach Thiel, der bei den letzten Sätzen auch schon wieder den Faden verloren hatte
wenn er ihn hätte weiterreden lassen, hätte er vermutlich nach 5 Minuten seine Frage vergessen ;)

Tja, und zum Ende sollte Thiel sich vielleicht mal selbst fragen, warum er fragt und warum Boerne antwortet ;)

Date: 2014-07-17 03:50 pm (UTC)
From: [identity profile] cricri-72.livejournal.com
Das mache ich doch gerne - vor allem seit ich aus Erfahrung weiß, wie motivierend so eine Rückmeldung sein kann ;) Und bei Thiel/Boerne habe ich sowieso auch immer noch das dringende Bedürfnis, meinen Senf dazu zu geben ... Wenn ich die Fandoms nicht so gut kenne, fällt mir oft natürlich auch nur ein "gefällt mir" ein.

Zeitverlauf: Da sieht es düster aus, Kontinuität in dem Sinn kennen die Tatort-Folgen (leider) nicht. Jede Folge startet mehr oder weniger wieder bei Null. Dementsprechend ist der Zeitverlauf auch völlig unklar, Thiel hat zu unterschiedlichen Daten Geburtstag, und Boernes Lebenslauf ist mehr als schwammig (http://janjosefliefers-fanseite.com/2012/09/02/boernes-biographie/).

was sich die Macher offiziell gedacht haben, wieviel Zeit vergangen ist
kann man also beantworten mit: leider gar nix. Die DrehbuchautorInnen wechseln, und sowas wie eine übergeordnete Plausibilitätskontrolle scheint es nicht zu geben.

Für Fanfiction-Zwecke nehme ich immer das reale Alter der Schauspieler/innen und den "realen" Zeitverlauf, d.h. wenn eine meiner Geschichten nach "Satisfaktion" spielt, dann ist das 2007 und die beiden sind 47 und 43 (wenn ich die Geburtsjahre richtig im Kopf habe).

Zum Beispiel ist es ja interessant, dass sie in "Zwischen den Ohren" Brüderschaft getrunken haben schon aber am Morgen danach sich wieder Siezen.
Das ist eine gute Frage, an der sich schon manche Fanfiction-Autorin abgearbeitet hat ... Im Kontext der Episode habe ich das damals (vor allem) so interpretiert, daß beide Angst vor der Nähe bekommen und lieber wieder zurückrudern auf sicheres Terrain.

Ich freu mich jedenfalls schon, wenn du wieder etwas Zeit findest, was zu schreiben.
Ich auch *seufz*
Im Moment hat mich gerade die Arbeit wieder sehr in den Klauen, ich bin froh, wenn ich es auch nur schaffe mal einen Kommentar abzugeben :( Aber das wird auch wieder anderes, und die Sommerchallenge dauert ja noch ein bißchen!

Profile

120_minuten: (Default)
Die Uhr läuft ... jetzt!

Most Popular Tags

January 2026

M T W T F S S
   1 234
567891011
12131415 161718
19202122232425
262728293031 

Style Credit

Powered by Dreamwidth Studios