[identity profile] exiles-diary.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Team: Thalia
Autor: Jenchan
Challenge: H/C - Erschöpfung (für mich)
Titel: Ein schlechter Tag
Fandom: Tatort Münster
Charaktere: Thiel, Boerne (Nadeshda und Klemm)
Words: 2174
Warnings: unbetaed, uncorrected

Kommentar: Das hier ist [livejournal.com profile] cricri_72s Schuld. Weil sie die beiden immer so schön protraitiert, hat sie mich neugierig gemacht und ja... gemeinerweise ist das das Längste, was mir in letzter Zeit gelungen ist. Da es mein erstes Mal ist, die beiden zu versuchen, garantiere ich für nichts.

Ein schlechter Tag

In den Raum senkte sich Schweigen, während Thiel einen nach dem anderen ansah. Er hatte gerade wieder einmal die Fassung verloren, was seiner Meinung nach nicht besonders oft vorkam. Er war schließlich schon ein alter Hase und lang genug mit diesem Team tätig. Aber scheinbar lernten die nicht dazu.
Weder Nadeshda, noch die Staatsanwältin Klemm und definitiv nicht die einzige Person, die hier eigentlich gar nicht hergehörte. Aber Professor Karl-Friedrich Boerne, der ja eigentlich Leiter der Rechtsmedizin war, hatte das noch nie gestört. Schon von seinem ersten Arbeitstag an, hatte sich dieser Mann IMMER in die laufenden Ermittlungen gemischt.
Und immer wieder brachte Boerne das Fass zum Überlaufen.
Mit dem Ausbruch schien aber keiner gerechnet zu haben, weswegen auch für einen Moment die allzu ersehnte Ruhe herrschte. Manchmal konnte er die Stimme des Rechtsmediziners nämlich wirklich nicht hören.
"Haben Sie eigentlich schon einmal an eine Therapie wegen Ihres Aggressionsproblem angedacht. Ich kann Ihnen einen hervorragendenden..."
"RAUS!", schrie Thiel, als Boerne jetzt auch noch anfing, ihn zum Psychiater schicken zu wollen. Als der scheinbar lernresistente Professor erneut ansetzte, schlug Thiel hart auf den Tisch. "RAUS jetzt, sonst zeige ich Ihnen gleich, was ein Aggressionsproblem ist."
Boerne zuckte zurück und einen Augenblick sahen sie sich einfach nur in die Augen. Dann räusperte sich der Rausgeschmissene und erhob sich langsam. "Nun gut. Dann werde ich mal sehen, wie weit Alberich mit der DNA-Analyse ist. Frau Klemm, Frau Krusenstern", nickte er den beiden Frauen zu, bevor er sich aus Thiels Büro trollte.
Erneut senkte sich Stille in das Zimmer, bevor Thiel die beiden ansah. "Ist noch was?", fragte er giftig und brachte Leben in die beiden Frauen. Die verstanden schon, dass er jetzt keinen dummen Kommentar wollte.
"Es gab vor einem Jahre einen ähnlichen Fall in Berlin. Ich habe veranlasst, dass wir die Akte geschickt bekommen. Damals konnte auf dem Tatort keine DNA sichergestellt werden und der Täter wurde nie gefunden. Aber es gab eine Reihe von Verdächtigen."
Thiel stellte fest, dass er hier wirklich eine ausgesprochen gute Kollegin hatte. "Wenn Sie die Liste haben, überprüfen Sie die Verdächtigen. Vielleicht gibt es einen Zusammenhang", meinte er sachlich und scheinbar wieder vollkommen ruhig an. Sie hatten einen Fall - er konnte sich nicht um Boernes kleine Wehwehchen kümmern und er hatte es wirklich satt, dass sich der Rechtsmediziner immer in Sachen einmischte, die ihn nichts angingen. Wenn ihm die Ermittlungsarbeit so gefiel, warum war er dann nicht zur Polizei gegangen? Zugegebenermaßen hätten sie dann einen hervorragenden Rechtsmediziner weniger, aber er hätte ihn dann nicht unbedingt am Hals.
"Ich verlass mich auf Sie, Thiel", merkte noch Frau Klemm an. "Schließen Sie den Fall schnell und diskret ab. Das Letzte, was wir hier brauchen, ist eine Regenbogen-Demonstration."
Thiel nickte. Er wusste, das die Sache heikel war. Deshalb hatte es ihn umso mehr gestört, dass Boerne sich schon wieder in seine Arbeit einmischen wollte. Er war hier der Hauptkommissar, er leitete die Ermittlungen.
Boerne sollte das endlich einmal lernen.

Es war äußerst spät, als Hauptkommissar Thiel endlich nach Hause kam. Das war nicht sein Tag gewesen. Er fühlte sich seltsam neben der Spur und er ahnte schon, woran es lag. Aber heute war sein Vermieter, Nachbar und Rechtsmediziner Professor Karl-Friedrich Boerne einfach zu weit gegangen. Viel zu weit. Er hasste es ohnehin wenn er mit den feinen reichen Damen und Herren zu tun hatte, aber jedes Mal, wirklich jedes Mal, wenn es um so etwas ging, klammerte Boerne sich an seinen Rockzipfel und tat so, als wäre er total unfähig. Er war lange genug Ermittler und er wusste sich auch zu benehmen. Er hatte vielleicht nicht so viel Ahnung von Etikette, aber er war Polizist und damit würde er sicher nicht Verdächtigen in den Arsch kriechen, wenn er sie eigentlich an den Arsch kriegen wollte.
Thiel wollte gerade seine Wohnungstüre aufsperren, als er das Haustor hörte. Neugierig sah er nach und beschloss dann doch noch zu warten, als sein Nachbar die Stufen hochkam. Als Boerne ihn entdeckte, hielt einen Augenblick inne. Dann sagte er nur ein knappes guten Abend und machte sich daran, in seine Wohnung zu verschwinden.
"Sind die Ergebnisse schon da?", fragte Thiel, um Boerne aufzuhalten. Der hielt auch in seiner Bewegung inne und schien zu überlegen.
"Ich denke, das hat noch bis morgen Zeit. Gute Nacht, Herr Thiel." Frank war gelinde gesagt etwas überrascht über den doch recht frostigen Tonfall, aber vor allem, dass Boerne nicht sofort enthusiastisch auf eine Fallbesprechung ansprang. Seit er hierher gezogen war, konnte er sich an keinen Fall erinnern, wo sie nicht noch spät abends bei ihm in der Wohnung gesessen und über den Fall gesprochen hatten.
"Ach kommen Sie schon, Boerne. Was haben Sie herausgefunden." Thiel bemühte sich um einen treuherzigen, ermutigenden Tonfall. Konnte doch nicht angehen, dass ihm Neuigkeiten verschwiegen wurden, die vielleicht wichtigen waren und noch weniger konnte es sein, das Boerne nicht mit ihm reden wollte. Nur weil er ihn heute morgen im Büro angeschriehen hatte. Das war doch wirklich nicht das erste Mal gewesen.
Geduldig wartete Thiel auf den Rechtsmediziner, der schließlich den Schlüssel abzog und sich zu ihm herumdrehte. "Na schön. Meinetwegen", gab Boerne nach und bevor dieser weitersprechen konnte, sperrte Thiel seine Wohnung auf und ließ seinen Vermieter herein.
"Wollen Sie auch ein Bier?", fragte er nach, während er sich die Schuhe abstriff und Boerne schon einmal ins Wohnzimmer ging und sich auf das Sofa setzte. Er wusste, dass Boerne lieber Wein hätte, aber den hatte er nicht zu Hause. Beim letzten Mal, als er ihm Wein angeboten hatte, hatte er sich anhören können, dass es noch viel bessere Weine auch gab. Darauf hatte er heute keine Lust.
Wieder brauchte die Antwort allerdings ungewöhnlich lange, bis er eine Zustimmung bekam. Als Thiel dem Rechtmediziner die Flasche reichte, meinte dieser allerdings auch gleich: "Sie sollten wirklich nicht dieses Zeug trinken. Nicht nur, dass es nicht besonders gut schmeckt, ist es auch sehr schlecht für Ihre Figur. Die..."
"Boerne", unterbrach ihn Thiel etwas genervt. "Der Fall", erinnerte er ihn knapp daran, warum sie gerade zusammensaßen.
Schweigen entstand. "Ich frage mich ja, wann Sie sich bei mir entschuldigen wollen. Ich meine, das Verhalten heute vormittag..."
ER, Thiel, sollte sich entschuldigen!?
"Das ist ja wohl die Höhe. Sie mischen sich in meine Ermittlungsarbeit ein und erwarten dann auch noch eine Entschuldigung? Ihre Aussagen waren ja wohl sehr unqualifiziert." Immer noch fraß der Ärger über die Sache von heute morgen an seiner Laune und jetzt war erneut sein Temperament mit ihm durchgegangen. Boernes selbstgefälliges Gehabe, macht es auch nicht einfacher.
"Selbst Ihnen muss doch klar sein, dass es meine Vermutungen vollkommen logisch und plausibel sind. Und in der Vergangenheit haben Sie sich nun wirklich nicht mit Ruhm bekleckert, was den Umgang mit Aristrokraten anbelangt. Ich kann ihnen helfen..."
Thiel schnaubte. "Sie mir helfen, ja klar...", höhnte er und verschränkte die Arme. Hier saßen sie und setzten den Streit fort, dabei war das gar nicht seine Absicht gewesen. Er fühlte sich ja auch ein wenig mies, dass er Boerne so hochkant rausgeschmissen hatte, aber er musste natürlich auch Grenzen setzen. Er war der Hauptkommissar, nicht Boerne. Gerade vor Frau Klemm musste er das eben manchmal zeigen.
Boerne stellte in seiner eleganten Weise leiste die Bierflasche auf den Tisch und erhob sich. "Gute Nacht, Herr Thiel."
Einen Augenblick brauchte Thiel, bevor er begriff, dass Boerne ihn gerade verlassen wollte.
"Moment mal. Was ist jetzt mit dem Fall", sprang Thiel auf und erwischte seinen Nachbarn gerade dabei, wie dieser sich die Schuhe wieder anzog.
"Sie haben meinen Bericht morgen früh auf Ihrem Schreibtisch."
Das konnte doch wirklich nicht Boernes Ernst sein.
"Jetzt warten Sie doch mal", drückte er die Türe wieder zu, die der Rechtsmediziner gerade öffnen wollte. Der etwas finstere Blick des eigentlich immer freundlich und vor allem gefasst wirkenden Mann, erschreckte Thiel ein wenig. Aber er ließ es sich nicht anmerken. Sie waren schließlich keine Kinder mehr. Sollte man meinen.
"Brauchen Sie noch etwas?", fragte Boerne nach und Thiel fand keine Worte. Er hatte keine Ahnung, was er jetzt tun sollte. Hier war definitiv etwas schief gelaufen, dass Boerne wirklich bereit war, ein derartiges Angebot auszuschlagen.
"Meine Dusche tropft...", brachte er schließlich hervor.
"Ihre..."
"Ja, die Dusche tropft. Als Vermieter sollten Sie zusehen, dass der Installateur das repariert. Das sind bestimmt wieder undichte Rohre. Und seien Sie besser lieb zu dem Arbeitern, sonst muss ich für die nächsten Wochen Ihre benutzen..." Thiel wusste selbst, dass es nicht nur lächerlich war, was er da laberte, sondern auch absolut sinnfrei. Wirklich dämlich und er sah Boerne an, dass er gerade an seinem Verstand zweifelte.
"Gute Nacht, Herr Thiel", meinte der Rechtsmediziner noch einmal nachdrücklich und erwartete, dass er die Hand wegnahm. Aber - das konnte er nicht.
"Das ist doch lächerlich, Boerne."
"In der Tat. Wenn Sie jetzt die Güte hätten, Ihre Hand zu entfernen und mich gehen zu lassen. Ich brauche Sie wohl nicht daran erinnern, dass das Festhalten einer Person gegen ihren Willen strafbar ist." Langsam begriff Thiel. Boerne war sauer. Oder auch gekränkt, wer wusste das schon so genau, aber definitiv verärgert.
Aber das war er auch.
"Sie sehen das wirklich nicht ein, oder? Sie... Sie begreifen einfach nicht, wo Ihre Grenzen sind, Boerne. Sie sind nicht so unfehlbar wie Sie glauben. Sie nehmen sich einfach viel zu viel heraus." Er wollte Ihre Zusammenarbeit natürlich nicht schwieriger gestalten, als sie ohnehin gerade war, aber Boerne musste doch langsam einmal einsehen, dass er nur Leiter der Rechtsmedizin war.
"Sie sollten wirklich etwas dagegen tun."
"Gegen was."
"Gegen dieses Aggressionsproblem. Das muss doch anstrengend sein, immer so auszubrechen."
Thiel seufzte schwer und fuhr sich über das Gesicht. "Bitte ersparen Sie mir Ihre Vorträge, Boerne. In dem Fall ist es wohl wirklich besser, wenn wir das auf Morgen verschieben." Er wandte sich ab und holte sich seine Bierflasche aus dem Wohnzimmer. Angespannt wartete er, dass die Haustüre sich öffnete und Boerne endlich ging. Insofern zuckte er erschrocken zusammen, als er Boernes Stimme plötzlich viel näher hörte, als er eigentlich sein sollte: "Wir haben an der Leiche Rückstände von..."
Thiel wirbelte herum und sah Boerne strafend an. Das war nun wirklich unnötig gewesen, ihn so zu erschrecken. Aber er deutete Boerne, das er fortfahren sollte und setzte sich wieder aufs Sofa.

Thiel schreckte am nächsten Morgen durch sein Telefon aus dem Schlaf und fiel beinahe vom Sofa. Irritiert über den Umstand, wo er sich befand, suchte er hektisch nach seinem Mobiltelefon und hob nach einem Blick auf das Display ab: "Was gibt es, Nadeshda?" Er klang erschöpft und übermüdet, aber dagegen konnte er nun nichts machen. Er hatte ja noch nicht einmal eine Ahnung wie spät es war.
Er versuchte wenigstens aufmerksam dem zu lauschen, was seine Kollegin zu sagen hatte. Die Russin war wirklich eine ausgezeichnete Ermittlerin - auch wenn sie sich immer wieder etwas tollpatschig anstellen konnte. "Gute Arbeit. Ich komm dann aufs Präsidium."
Er legte auf, sich durchaus dessen bewusst, dass er seine Kollegin gerade abgewürgt hatte. Aber er musste sich wirklich erst einmal sortieren. Was war gestern Nacht passiert, dass er am Sofa schlief. Er erinnerte sich noch, dass Boerne schließlich nachgegeben hatte und doch noch mit der Sprache rausgerückt war, was er herausfinden hatte können. Er hatte versucht diesen elend langen Vorträgen zu folgen.
War er eingeschlafen?
Thiel war ein wenig entsetzt über sich selbst, dass er sich vor Boerne derartig bloßgestellt hatte. Immerhin war er ja derjenige gewesen, der den Fall noch besprechen hatte wollen. Er hatte auch bis zu dem Zeitpunkt gar nicht geahnt, wie müde er war. Aber scheinbar war er sehr müde gewesen, wenn er einfach so einschlief, dass er nichts mehr mitbekam.
"Scheiße", fluchte er leise und raufte sich seine schütteren Haare. "Scheißescheißescheiße", machte er sich nochmal deutlicher seinem Ärger Luft. Was war nur los mit ihm? Er hatte wirklich das Gefühl, gerade nicht auf der Höhe zu sein. Und ausgerechnet, wenn er einen komplizierteren Fall hatte.
Thiel verschwand im Badezimmer zur tropfenden Duschen und machte sich für die Arbeit zurecht. Das dauerte nicht all zu lange, aber als er die Wohnung kaum eine halbe Stunde später mit leerem Magen - sein Kühlschrank war wie so oft viel zu leer; er musste heute auf jeden Fall ans Einkaufen denken - die Wohnung verließ, wich er erschrocken zurück, als Boerne vor ihm stand.
"Oh. Ich wollte gerade bei Ihnen klingeln und fragen, ob ich Sie vielleicht mitnehmen soll. Heute soll es regnen, aber wenn Sie lieber mit dem Fahrrad fahren wollen. In dem Fall wäre es anzuraten..."
"Ich wünsche Ihnen auch einen guten Morgen, Boerne", unterbrach Thiel den Redeschwall seines Nachbarn. Er hatte im Moment einfach keinen Kopf dafür, das Gerede auszublenden und Thiel bemerkte wieder einmal, dass er in gewisser Weise doch ein wenig unfähig war. Er wollte ja fragen, was gestern noch passiert und sich dafür entschuldigen, dass er einfach so eingeschlafen war.
"Kommen Sie, Thiel. Ich fahr Sie ins Präsidium", wandte sich Boerne schließlich ab und im grunde war Thiel dafür sehr dankbar. Er musste zusehen, dass sie sich doch noch einmal ordentlich aussprachen, denn alles in allem war Boerne wirklich eine große Hilfe.

Date: 2014-07-12 12:07 pm (UTC)
From: [identity profile] cricri-72.livejournal.com
So, endlich komme ich zu mehr als einer begeisterten Message :)

Ich finde das einen sehr schönen ersten Versuch und hab' mich wahnsinnig gefreut. Die Charaktere habe ich alle problemlos wiedererkannt, die hast Du gut getroffen. Faszinierend ist aber immer wieder, wie die Personen bei jeder Autorin ein klein wenig anders sind. Ohne daß ich so genau sagen könnte, was anders ist, aber insbesondere Dein Thiel fühlt sich ein klein wenig anders an als mein Thiel und wieder anders als z.B. [livejournal.com profile] veradees Thiel. Allerdings ist Deiner vielleicht näher am Canon - mir ist beim Lesen aufgefallen, daß Thiel ja wirklich oft ziemlich grummelig und laut ist.

Nur weil er ihn heute morgen im Büro angeschriehen hatte. Das war doch wirklich nicht das erste Mal gewesen.
Da denkt jetzt aber auch nur Thiel, daß das die Sache besser macht ;)

"Sie sollten wirklich etwas dagegen tun."
"Gegen was."
"Gegen dieses Aggressionsproblem.

Boernes Talent für treffende, allerdings auch zu weit gehende Kommentare ist echt unübertrefflich. Wobei, recht hat er. Und Thiel - entschuldigt sich Thiel eigentlich im Canon je für irgendwas bei Boerne? *grübel*

Angespannt wartete er, dass die Haustüre sich öffnete und Boerne endlich ging. Insofern zuckte er erschrocken zusammen, als er Boernes Stimme plötzlich viel näher hörte, als er eigentlich sein sollte: "Wir haben an der Leiche Rückstände von..."
Thiel wirbelte herum und sah Boerne strafend an. Das war nun wirklich unnötig gewesen, ihn so zu erschrecken.

Das ist sehr schön und dynamisch geschrieben und ich kann es mir richtig bildlich vorstellen.

Mir gefällt gut, daß in dieser Geschichte so viel in der Schwebe bleibt - was vorher passiert ist und wie es weiter geht. So eine Momentaufnahme mitten drin gibt immer viel Gelegenheit, Dinge weiterzuspinnen.

Nur an einer Stelle muß ich protestieren ...
"Scheiße", fluchte er leise und raufte sich seine schütteren Haare.
Thiel wird ja von Jahr zu Jahr rundlicher, aber die schütteren Haare, die kriegt Boerne ;)


Edited Date: 2014-07-12 12:08 pm (UTC)

Date: 2014-07-12 12:43 pm (UTC)
From: [identity profile] cricri-72.livejournal.com
durch die Blume gesagt
Das war aber tatsächlich nicht als Kritik gemeint! Sondern als Beobachtung - ich fände es eher langweilig, wenn die Charaktere bei jeder Autorin gleich wären. Mir macht es tatsächlich mehr Spaß, Thiel und Boerne nach langer Zeit wieder einmal von jemand anderem zu lesen. Ohne daß ich deswegen "meinen Thiel" und die vielen anderen Thiels, die ich schon kenne,weniger mögen würde :) Vielleicht ist das sogar einer der großen Vorteile von Fanfiction - über deb ich mir bisher noch gar keine Gedanken gemacht habe - und erklärt, warum man problemlos mit Genuß die gleichen Plots immer wieder lesen kann.

Der "echte" Thiel (der ja auch je nach Drehbuchautor/in unterschiedich ausfällt, ist tatsächlich oft sehr kantig / undiplomatisch. Daß er das aber nicht nur ist, wird auch bei Dir deutlich, keine Sorge :)

Zum Thema Haare - hast Du an "strähnig" gedacht? Ich habe ja öfter den Verdacht, daß AP als Thiel sich nicht die Haare waschen darf, damit er ordentlich schluffig aussieht ;) An sich hat AP nämlich beneidenswert volles Haupthaar *schielt zum Ehegatten rüber*

Profile

120_minuten: (Default)
Die Uhr läuft ... jetzt!

Most Popular Tags

January 2026

M T W T F S S
   1 234
567891011
12131415 161718
19202122232425
262728293031 

Style Credit

Powered by Dreamwidth Studios