Team: Erato
Challenge: H/C - Erschöpfung (für mich)
Personen: Stiles, Allison, all teh parents
Wörter: ~ 1.300
Warnung/Genre: nach wie vor AU, dark, Erwähnung von Folter
Anmerkung: Fortsetzung zu Teil 1 und Teil 2
Allisons Haare sind sehr viel kürzer. Wenn sie sich Mühe gibt, kann sie sie zu einem Zopf zusammenbinden, dessen Spitzen in feinen Pinselhärchen enden.
Stiles traut sich kaum zu fragen.
Aber sie mag es noch immer, Pop-Balladen von jungen amerikanischen und britischen Sängerinnen zu hören. Als Stiles aus der Dusche ins Zimmer zurückkommt, erhascht er einen Blick auf sie, wie sie, Sia-Songs laut aufgedreht, befreit und zugleich unendlich beherrscht die Hüften hin- und herwiegt.
Sie verbringen zwei Nächte und drei Tage schlafend nebeneinander in Stiles' Bett und niemand findet Anstoß daran. Es ist die Post-Apokalypse und man braucht die Arme einer Freundin – eines Freundes – um im Schlaf nicht wahnsinnig zu werden.
Die Erschöpfung schaltet sie ab wie Lichter.
Dazwischen verschwimmen Wachphasen ineinander, die Stiles hinterher nicht mehr zählen kann. Sie trinken Milchkaffee im Bett und essen Erdnussbuttersandwiches, um die verlorenen Kilos wiederzufinden, sie flüstern einander gegen trockene Wangen, wie sie eingesperrt, angeschrien, gefoltert wurden. Stiles fährt mit den Fingern über Narben an Allisons Bauch und sie streichelt ihm die Tränen zurück in die Haut.
Sie erzählt vom Aufstand im C-Lager, davon, wie sich Wärter auf ihre Seite schlugen, vom blutigen Niederschlag, davon, wie einige wenige es schafften, Miss Morell und Allison nach draußen zu schmuggeln und irgendjemand falsche Totenscheine auf sie ausstellte. Dieser Irgendjemand ist nun vermutlich seinerseits richtig tot.
„Ich hab's gehört“, flüstert sie gegen Stiles' Schläfe, während er die Arme um sie legt und seine Fingerspitzen sie versuchen zu beruhigen, ihre Unbeugsamkeit und darunter Rudimente von Scotts Zärtlichkeit – alt an Jahren – ertasten.
„Ein ganz normales Wolfsheulen, sollte man meinen. Aber ich hab's durch alle Wände gehört.“
„Was willst du?“, erwidert Stiles schulternzuckend und ihre Lippen liegen für Sekunden auf seiner Stirn.
„Sei froh, dass er der einzige Wahre Alpha ist, der niemals damit angeben würde.“
Allison lacht tonlos. Sie vibriert gegen Stiles und fühlt sich nach Leben und Atem und Sonne an, und sie erinnert ihn so sehr an Scott, dass er sich auf der Stelle einrollen und in das Kissen schreien möchte. Es fühlt sich an, als würde ihm jemand in den Magen treten.
„Er hätte das nicht hinbekommen ohne dich“, murmelt Allison.
„Wie immer braucht es euch beide zusammen, um eine Revolution zu starten.“
Am nächsten Morgen ist die Zeit des Traurigseins vorbei. Allison hat es schon einmal getan, und die Routine, mit der sie nach der Zeit der Erschöpfung auf die Füße springt, ihre von ihrem Vater zusammengeklaubten und unter Stiles' Bett versteckten Waffen überprüft, erinnert Stiles daran, dass sie es tausend Mal neu tun könnte. Er liegt auf der Seite und schaut ihr zu, versucht herauszufinden, wie sie das macht (dieses Gefühleabschalten, dieses Taktische, dieses Unbarmherzige) und fühlt sich dann allein durch ihre Anwesenheit erkalten und sonderbar ruhig werden.
Als sie sich angezogen hat, ist er so ruhig wie seit Monaten nicht mehr.
Die Selbstverständlichkeit, mit der Allison die Welt zurückzufordern beginnt, steckt ihn an.
Natürlich, denkt er, als sie ihm viel später am Tag beibringt, wie man mit einer Waffe auf ein Astloch an seinem Schuppen zielt.
Niemand nimmt ihm ungestraft sein Rudel weg. Niemand nimmt Scott sein Rudel weg.
Niemand nimmt Scott von ihm weg ohne es zu büßen.
Als die Nacht hereinbricht, kriechen durch das Kellerfenster finstere Gestalten – Menschen, die bei Tage versuchen, die neuen, braven Bürger zu spielen und denen der Backlash tiefe Falten und grenzenlose Verbitterung in die Gesichter gekratzt hat.
Mister Yukimura sieht ausgezehrt aus. Marin Morell fletscht die Zähne noch mehr als früher, wenn sie spricht. Misses Martin hat die Haare streng nach hinten gebunden. Melissas Züge sind steinhart. Stiles' Vater fährt sich viel zu oft über sein Gesicht.
Sie sprechen nicht über Chris Argent, der als einziger der Inhaftierung entkommen und das letzte Mal angeblich irgendwo in Arizona gesichtet worden ist.
Sie sitzen über schwarzem, schlechtem Kaffee bis zum Morgengrauen über Karten und Lageplänen. Stiles beschreibt jeden Winkel des B-Lagers und jeden Zentimeter der Teile des A-Lagers, den er jemals zu Gesicht bekommen hat. Er fühlt sich kühl und gewissenhaft, während er mit spitzem, abbrechendem Bleistift das Hauptgebäude skizziert, aus dem sie Scott gezogen haben, gebadet in seinem eigenen Blut. Er wiederholt Gerüchte, die im B-Lager kursiert sind: Dass die Übernatürlichen nie Tageslicht sehen, dass sie alle einzeln gehalten werden, dass man Experimente durchführt.
Je länger er redet, je mehr er aus seinem Gedächtnis aufbringt, desto beruhigender spürt er den Zorn sich um ihn legen wie eine schützende Decke, desto mehr spürt er den eisernen Geschmack von Rachelust auf seiner Zunge.
Niemand nimmt ihm ungestraft Scott weg.
Stiles ist sich klar, dass die neue, ungeahnte Ruhe auch von einem sehr simplen Grund herrührt: Den Adderall-Tabletten, die sein Vater für ihn aufgehoben hat. Medikamente waren im B-Lager verboten und die ersten Tage dort hat Stiles damit zugebracht, sich sehr betont nicht die Haut von den Armen zu kratzen.
Jetzt steht er in der Dämmerung draußen in Garten hinter dem Haus, sein Atem bläst kleine, kühle Wölkchen in die kalte Luft und seine Finger zittern kein bisschen, als er den Dämpfer an den Pistolenlauf schraubt, wie Allison es ihm gezeigt hat.
Niemand nimmt Scott ungestraft etwas weg. Geschweige denn seine Freiheit.
Wenn Allisons aschfahles Gesicht etwas von der Erschöpfung erzählt, die Stiles empfindet, lässt sie die Geschichte nicht an die Oberfläche. Sie sind die beiden, welche die Planung der Rettungsaktion vorantreiben, die am wenigsten schlafen, am meisten trainieren.
Die Zeit läuft ihnen davon.
„Wir sind viel zu wenige“, sagt der Sheriff am Abend bevor die kleine Gruppe sich aufsplitten wird.
„Denkt daran, wenn das schiefgeht... wenn diese zwanzig Minuten, die wir haben werden, nicht aufgehen, dann war's das. Endgültig.“
Niemand steigt aus.
Mister Yukimura versteckt Miss Morell auf der Rückbank seines Autos. Er fährt noch in derselben Nacht los und wird sich in zwei Tagen am A-Lager lautstark darüber beschweren, warum er seine inhaftierte Frau und Tochter nicht sehen darf. Er und Marin sind die Füchse.
Lydias Mutter wird bei den Autos bleiben während der betreffenden zwanzig Minuten. Stiles weiß, dass ihr das Herz in den Rachen schlagen wird. Er weiß auch, dass sie nichts davon abhalten wird, die Geschichte mitzunehmen, wenn der Plan schiefgehen sollte. Sie ist der Garant dafür, dass die kleine Rettungstruppe eine Legende wird, selbst wenn alle ihre Mitglieder sterben sollten. Eine bessere Rolle kann ihr als Mutter einer Banshee nicht zukommen.
Melissa wird mit Stiles' Vater mitgehen. Getarnt als frisch zueinander gefundene Verliebte werden sie morgen Abend in ein Flugzeug nach Las Vegas steigen, um dort an einer überall umworbenen „Führung der Schande“ teilzunehmen, die den Bekehrten der neuen Zeit vor Augen führen will, welch ein Schandfleck die Stadt in ihrer Hochsaison gewesen ist. Von dort aus ist es ihnen ein Leichtes, ein Auto zu mieten.
Melissa ist es, die nachts in der Dunkelheit auf Stiles zutritt und ihn lange umarmt.
Aus dem Augenwinkel sieht er Allison an seinem Jeep lehnen, den sie in den letzten Tagen in militärischen Tarnfarben umgespritzt haben, um weniger aufzufallen. Die himmelblauen Zeiten sind vorbei.
„Passt auf euch auf“, flüstert sie leise und schaut ihn lange, sehr lange an. Es ist das erste Mal, dass Stiles wirklich erkennt, dass Scott ihre Augen geerbt hat, und das Gefühl, einen Schlag in die Magengrube zu erhalten, kehrt zurück.
„Ihr auch“, sagt er tonlos. Er schließt seinen Vater lange in die Arme und versucht nicht daran zu denken, dass es das letzte Mal sein könnte.
Dann steigt er zu Allison in den Jeep, startet knatternd den Motor und fährt los, ohne noch einmal zurückzuschauen, weil er weiß, dass es ihn sonst umbringen würde.
Sie sind der Trickser und die Geisterfrau, und alles, woran Stiles nach den ersten hundert Meilen denkt, ist das Rudel, ist Scott.
Niemand, verdammt noch einmal, niemand nimmt ihm ungestraft Scott weg.
(To be continued)
Challenge: H/C - Erschöpfung (für mich)
Personen: Stiles, Allison, all teh parents
Wörter: ~ 1.300
Warnung/Genre: nach wie vor AU, dark, Erwähnung von Folter
Anmerkung: Fortsetzung zu Teil 1 und Teil 2
Allisons Haare sind sehr viel kürzer. Wenn sie sich Mühe gibt, kann sie sie zu einem Zopf zusammenbinden, dessen Spitzen in feinen Pinselhärchen enden.
Stiles traut sich kaum zu fragen.
Aber sie mag es noch immer, Pop-Balladen von jungen amerikanischen und britischen Sängerinnen zu hören. Als Stiles aus der Dusche ins Zimmer zurückkommt, erhascht er einen Blick auf sie, wie sie, Sia-Songs laut aufgedreht, befreit und zugleich unendlich beherrscht die Hüften hin- und herwiegt.
Sie verbringen zwei Nächte und drei Tage schlafend nebeneinander in Stiles' Bett und niemand findet Anstoß daran. Es ist die Post-Apokalypse und man braucht die Arme einer Freundin – eines Freundes – um im Schlaf nicht wahnsinnig zu werden.
Die Erschöpfung schaltet sie ab wie Lichter.
Dazwischen verschwimmen Wachphasen ineinander, die Stiles hinterher nicht mehr zählen kann. Sie trinken Milchkaffee im Bett und essen Erdnussbuttersandwiches, um die verlorenen Kilos wiederzufinden, sie flüstern einander gegen trockene Wangen, wie sie eingesperrt, angeschrien, gefoltert wurden. Stiles fährt mit den Fingern über Narben an Allisons Bauch und sie streichelt ihm die Tränen zurück in die Haut.
Sie erzählt vom Aufstand im C-Lager, davon, wie sich Wärter auf ihre Seite schlugen, vom blutigen Niederschlag, davon, wie einige wenige es schafften, Miss Morell und Allison nach draußen zu schmuggeln und irgendjemand falsche Totenscheine auf sie ausstellte. Dieser Irgendjemand ist nun vermutlich seinerseits richtig tot.
„Ich hab's gehört“, flüstert sie gegen Stiles' Schläfe, während er die Arme um sie legt und seine Fingerspitzen sie versuchen zu beruhigen, ihre Unbeugsamkeit und darunter Rudimente von Scotts Zärtlichkeit – alt an Jahren – ertasten.
„Ein ganz normales Wolfsheulen, sollte man meinen. Aber ich hab's durch alle Wände gehört.“
„Was willst du?“, erwidert Stiles schulternzuckend und ihre Lippen liegen für Sekunden auf seiner Stirn.
„Sei froh, dass er der einzige Wahre Alpha ist, der niemals damit angeben würde.“
Allison lacht tonlos. Sie vibriert gegen Stiles und fühlt sich nach Leben und Atem und Sonne an, und sie erinnert ihn so sehr an Scott, dass er sich auf der Stelle einrollen und in das Kissen schreien möchte. Es fühlt sich an, als würde ihm jemand in den Magen treten.
„Er hätte das nicht hinbekommen ohne dich“, murmelt Allison.
„Wie immer braucht es euch beide zusammen, um eine Revolution zu starten.“
Am nächsten Morgen ist die Zeit des Traurigseins vorbei. Allison hat es schon einmal getan, und die Routine, mit der sie nach der Zeit der Erschöpfung auf die Füße springt, ihre von ihrem Vater zusammengeklaubten und unter Stiles' Bett versteckten Waffen überprüft, erinnert Stiles daran, dass sie es tausend Mal neu tun könnte. Er liegt auf der Seite und schaut ihr zu, versucht herauszufinden, wie sie das macht (dieses Gefühleabschalten, dieses Taktische, dieses Unbarmherzige) und fühlt sich dann allein durch ihre Anwesenheit erkalten und sonderbar ruhig werden.
Als sie sich angezogen hat, ist er so ruhig wie seit Monaten nicht mehr.
Die Selbstverständlichkeit, mit der Allison die Welt zurückzufordern beginnt, steckt ihn an.
Natürlich, denkt er, als sie ihm viel später am Tag beibringt, wie man mit einer Waffe auf ein Astloch an seinem Schuppen zielt.
Niemand nimmt ihm ungestraft sein Rudel weg. Niemand nimmt Scott sein Rudel weg.
Niemand nimmt Scott von ihm weg ohne es zu büßen.
Als die Nacht hereinbricht, kriechen durch das Kellerfenster finstere Gestalten – Menschen, die bei Tage versuchen, die neuen, braven Bürger zu spielen und denen der Backlash tiefe Falten und grenzenlose Verbitterung in die Gesichter gekratzt hat.
Mister Yukimura sieht ausgezehrt aus. Marin Morell fletscht die Zähne noch mehr als früher, wenn sie spricht. Misses Martin hat die Haare streng nach hinten gebunden. Melissas Züge sind steinhart. Stiles' Vater fährt sich viel zu oft über sein Gesicht.
Sie sprechen nicht über Chris Argent, der als einziger der Inhaftierung entkommen und das letzte Mal angeblich irgendwo in Arizona gesichtet worden ist.
Sie sitzen über schwarzem, schlechtem Kaffee bis zum Morgengrauen über Karten und Lageplänen. Stiles beschreibt jeden Winkel des B-Lagers und jeden Zentimeter der Teile des A-Lagers, den er jemals zu Gesicht bekommen hat. Er fühlt sich kühl und gewissenhaft, während er mit spitzem, abbrechendem Bleistift das Hauptgebäude skizziert, aus dem sie Scott gezogen haben, gebadet in seinem eigenen Blut. Er wiederholt Gerüchte, die im B-Lager kursiert sind: Dass die Übernatürlichen nie Tageslicht sehen, dass sie alle einzeln gehalten werden, dass man Experimente durchführt.
Je länger er redet, je mehr er aus seinem Gedächtnis aufbringt, desto beruhigender spürt er den Zorn sich um ihn legen wie eine schützende Decke, desto mehr spürt er den eisernen Geschmack von Rachelust auf seiner Zunge.
Niemand nimmt ihm ungestraft Scott weg.
Stiles ist sich klar, dass die neue, ungeahnte Ruhe auch von einem sehr simplen Grund herrührt: Den Adderall-Tabletten, die sein Vater für ihn aufgehoben hat. Medikamente waren im B-Lager verboten und die ersten Tage dort hat Stiles damit zugebracht, sich sehr betont nicht die Haut von den Armen zu kratzen.
Jetzt steht er in der Dämmerung draußen in Garten hinter dem Haus, sein Atem bläst kleine, kühle Wölkchen in die kalte Luft und seine Finger zittern kein bisschen, als er den Dämpfer an den Pistolenlauf schraubt, wie Allison es ihm gezeigt hat.
Niemand nimmt Scott ungestraft etwas weg. Geschweige denn seine Freiheit.
Wenn Allisons aschfahles Gesicht etwas von der Erschöpfung erzählt, die Stiles empfindet, lässt sie die Geschichte nicht an die Oberfläche. Sie sind die beiden, welche die Planung der Rettungsaktion vorantreiben, die am wenigsten schlafen, am meisten trainieren.
Die Zeit läuft ihnen davon.
„Wir sind viel zu wenige“, sagt der Sheriff am Abend bevor die kleine Gruppe sich aufsplitten wird.
„Denkt daran, wenn das schiefgeht... wenn diese zwanzig Minuten, die wir haben werden, nicht aufgehen, dann war's das. Endgültig.“
Niemand steigt aus.
Mister Yukimura versteckt Miss Morell auf der Rückbank seines Autos. Er fährt noch in derselben Nacht los und wird sich in zwei Tagen am A-Lager lautstark darüber beschweren, warum er seine inhaftierte Frau und Tochter nicht sehen darf. Er und Marin sind die Füchse.
Lydias Mutter wird bei den Autos bleiben während der betreffenden zwanzig Minuten. Stiles weiß, dass ihr das Herz in den Rachen schlagen wird. Er weiß auch, dass sie nichts davon abhalten wird, die Geschichte mitzunehmen, wenn der Plan schiefgehen sollte. Sie ist der Garant dafür, dass die kleine Rettungstruppe eine Legende wird, selbst wenn alle ihre Mitglieder sterben sollten. Eine bessere Rolle kann ihr als Mutter einer Banshee nicht zukommen.
Melissa wird mit Stiles' Vater mitgehen. Getarnt als frisch zueinander gefundene Verliebte werden sie morgen Abend in ein Flugzeug nach Las Vegas steigen, um dort an einer überall umworbenen „Führung der Schande“ teilzunehmen, die den Bekehrten der neuen Zeit vor Augen führen will, welch ein Schandfleck die Stadt in ihrer Hochsaison gewesen ist. Von dort aus ist es ihnen ein Leichtes, ein Auto zu mieten.
Melissa ist es, die nachts in der Dunkelheit auf Stiles zutritt und ihn lange umarmt.
Aus dem Augenwinkel sieht er Allison an seinem Jeep lehnen, den sie in den letzten Tagen in militärischen Tarnfarben umgespritzt haben, um weniger aufzufallen. Die himmelblauen Zeiten sind vorbei.
„Passt auf euch auf“, flüstert sie leise und schaut ihn lange, sehr lange an. Es ist das erste Mal, dass Stiles wirklich erkennt, dass Scott ihre Augen geerbt hat, und das Gefühl, einen Schlag in die Magengrube zu erhalten, kehrt zurück.
„Ihr auch“, sagt er tonlos. Er schließt seinen Vater lange in die Arme und versucht nicht daran zu denken, dass es das letzte Mal sein könnte.
Dann steigt er zu Allison in den Jeep, startet knatternd den Motor und fährt los, ohne noch einmal zurückzuschauen, weil er weiß, dass es ihn sonst umbringen würde.
Sie sind der Trickser und die Geisterfrau, und alles, woran Stiles nach den ersten hundert Meilen denkt, ist das Rudel, ist Scott.
Niemand, verdammt noch einmal, niemand nimmt ihm ungestraft Scott weg.
(To be continued)
no subject
Date: 2014-07-08 07:54 am (UTC)Oh Gott.
Ich weiß gar nicht was ich sagen soll, außer Autsch. Das ist wie tausend kleine Glassplitter, die sich einem beim Lesen ins Herz bohren und ich hasse dich ein bisschen weil du mir das antust und weil du SCOTT das antust und weil du STILES das antust - aber wenigstens mit einem hast du Recht gehabt.
Alles ist besser, wenn Allison da ist. ;___;
Gott, Allison ist so ... calm und kompetent und du konntest sie nie durch etwas zu Boden ringen. Sie ist immer wieder aufgestanden und hat sich nie unterkriegen lassen und jetzt sitze ich gerade in meinem Büro zwischen zwei Therapien und mir kommen die Tränen wenn ich daran denke, dass sie tot ist.
(Manchmal erwischt mich das in random Momenten, einfach so, der Gedanke, dass sie jetzt tot ist. Ich bin neulich mal mitten im Bus in Tränen ausgebrochen und war froh, dass ich eine Sonnebrille aufhatte...)
Ich liebe das epische Team up zwischen Stallison und den Eltern und angsty platonic cuddle buddies Stallison ist einfach wunderschön. ;___;
Und NIEMAND - niemand never ever jemals irgendwann - NIEMAND darf Stiles Scott wegnehmen.
Und umgekehrt.
Das eine Welt aus "NOT OKAY" wo das passiert.
Es ist großartig und schmerzhaft und ich bin froh, dass da wenigstens ein Strahl von Hoffnung durchschimmert, sonst wäre das wirklich schwer auszuhalten ... ;__;
no subject
Date: 2014-07-08 01:25 pm (UTC)Geht mir aber genauso mit ihrem Tod. Die meiste Zeit denke ich nicht drüber nach, dann nehme ich es hin, weil die neue Staffel grade so aufregend ist, aber ab und zu bin ich auch einfach nur traurig. Hätte ich mir vorher nie so träumen lassen. ._.
Ich liebe Stallison *__* Dummerweise ist mir das so richtig erst nach der letzten Staffel klargeworden *seufz*, genauso, wie ich Allira plötzlich mochte und hach... ;_;
no subject
Date: 2014-07-08 02:02 pm (UTC)Es ist so dramatisch, so herzzerreißend! Stiles! Allison! Und alle anderen! ;_; Aber Stiles und Allison sind so ein tolles Team und es dreht das Messer von ihrem Tod jedes Mal nochmal um, es zu lesen. Wunderschön und schmerzhaft.
Und jetzt sollen sie gefälligst kräftig in ein paar Ärsche treten! Auch wenn ich mir denken kann, dass es nicht so einfach wird. XD Weeeeeiter!