[identity profile] peterhforalpha.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Team: Erato
Challenge: H/C - Albtraum/Halluzinationen(für mich)
Titel: Jemand Anderer
Fandom: Merlin
Charaktere: Merlin, Arthur
Wörter: 893
A/N: Weil es auch einfach mal etwas aus Merlin sein musste. Ich liebe diese Beiden einfach zu sehr, viel zu sehr.


„Merlin. Merlin!“
Merlin schreckte hoch, von den lauten Rufen seines Herrn geweckt. Seine Augen suchten ein wenig orientierungslos die Umgebung ab, bevor sie schließlich Ruhe fanden und sich auf seinen Herrn fixierten.
Sie waren in einem Wald und Merlin erinnerte sich direkt in der nächsten Sekunde daran, dass sie auf den Weg zurück nach Camelot waren. Nach zwei Tagen erfolglosem Jagen hatte der König keine Lust mehr gehabt.

„Was?“, fragte er etwas verwirrt. Die Sonne war noch nicht ganz aufgegangen und sie waren sich am letzten Abend einig gewesen, dass sie etwas länger schlafen konnten, da Camelot nur noch einige Stunden entfernt war. „Ist jemand in der Nähe?“ Selbst so nah am Schloss konnte man nie sicher vor Räubern oder Banditen sein.

Jedoch schüttelte Arthur nur den Kopf. „Es ist … du hast dich … Hattest du einen Albtraum?“

Sofort blitzten Bilder vor Merlins Augen auf, Bilder, die er lieber vergessen würde und dennoch nicht konnte, da sie ihn jede Nacht verfolgten. Seit er die Vision des Druiden über Arthurs Tod gesehen hatte, verfolgten ihn die Bilder. Merlin hatte alles Mögliche versucht, um es zu unterbinden. Er hatte Gaius um Rat gefragt, aber die Tränke hatten nicht gewirkt. Schließlich hatte er sogar Magie benutzt, aber auch das wollte die Bilder nicht verschwinden lassen.

Schließlich hatte Merlin aufgegeben und es einfach hingenommen. Er hatte es als Erinnerung gesehen, damit er bloß nicht vergaß, was sein Schicksal war.
„Es ist nichts“, versicherte er also dem König, dem es gar nicht ähnlich sah, dass er sich über so etwas Sorgen machte.

„Sicher?“ Arthur ließ sich neben ihm nieder. „Du bist in letzter Zeit stiller als sonst und glaub mir oder nicht, ich genieße dein sinnloses Geschwätz. Außerdem habe ich die letzten Nächte mit dir verbracht. Es war nicht nur heute.“

„Es ist nur ein Albtraum, Sire. Es sind nur Bilder und Gedanken, die in der Nacht kommen. Nichts, worüber man sich sorgen müsste.“ Merlin wollte nicht darüber reden, denn er konnte nicht darüber reden, nicht mit Arthur. Er würde es nicht verstehen.
„Aber du tust es!“
Merlin verschlug es für einen Moment komplett die Sprache. Er wusste nicht, was er sagen sollte.
„Du sorgst dich, über was auch immer dich nachts verfolgt. Das kann ich sehen.“
Merlin schüttelte nur den Kopf. Seit wann war Arthur so aufmerksam? Und seit wann kümmerte es ihn überhaupt? „Vielleicht“, gab er schließlich zu. „Vielleicht ist es schwer, die Bilder einfach zu vergessen.“
„Wovon sprichst du?“ Arthur schien verwirrt.

„Die Vision, die mir der Seher von den Druiden gezeigt hast. Erinnerst du dich?“
Arthur nickte vage und seine Züge veränderten sich. Es war nicht mehr nur Sorge, die in seinem Blick saß, sondern auch zusätzlich noch Verständnis. „Du hast Angst, dass sie eintreffen könnte?“

Nun war es an Merlin zustimmend zu nicken. „Ich glaube fest daran, dass es so geschehen soll und das kann ich nicht einfach zulassen.“ Er konnte Arthur nicht einfach sterben lassen, nicht wenn er die Chance hatte, es zu verhindern. Er musste nur dafür sorgen, dass Mordred seine Tat nie vollziehen konnte.

„Merlin.“ Arthurs Stimme war plötzlich vollkommen sanft. Es passte gar nicht zu seiner Art. „Ich werde nicht sterben, zumindest nicht in nächster Zeit. Es waren nur irgendwelche Bilder, die er dir gezeigt hat. Sie haben nichts zu bedeuten. Es war Magie. Der darf man nicht trauen.“ Sein Ton wurde wieder härter.
Magie durfte man nicht trauen. Merlin hob den Kopf und sah Arthur in die Augen. Wenn sein Herr nur wüsste. „Ich kann es aber dennoch nicht vergessen, selbst wenn es Magie war. Es könnte der Wahrheit entsprechen.“

Arthur seufzte. „Hör zu. Ich habe meine Ritter, die auf mich Acht geben.“

„Es war auf einem Schlachtfeld. Da können sie dich nicht beschützen.“ Selbst die Ritter konnten nicht rund um die Uhr auf Arthur Acht geben, nicht wenn sie selber in Kämpfe verwickelt waren.

Anstatt dass Arthur etwas erwiderte, um Merlins Worte zu widerlegen, lächelte er nur. Es war unnatürlich und es beunruhigte Merlin irgendwie. „Was ist?“
„Du musst dir keine Sorgen machen“, antwortete er schlicht. „Vielleicht können meine Ritter nicht auf mich Acht geben, aber da ist jemand Anderer.“

Merlin überlegte fieberhaft, wen er meinen könnte. Guinevere und Gaius fielen raus, auch wenn sie viel für Arthur tun würden. Außer … er sah Arthur mit großen Augen an.
„Du hast mich immer in Sicherheit gebracht, oder nicht, Merlin? Warum sollte es da anders sein? Ich weiß, dass du immer an meiner Seite sein wirst, also kann mir gar nichts passieren.“

„Aber-“
„Kein aber, Merlin. Auch wenn ich es nicht oft zugebe, schätze ich deine Gegenwart und mir ist durchaus bewusst, wie loyal und tapfer du bist. Ich bin davon überzeugt, dass du mich beschützen wirst.“

„Arthur, ich-“ Merlin wusste wirklich nicht, was er sagen sollte. Er war noch nie so sprachlos in der Gegenwart von Arthur gewesen. „Das weiß ich zu schätzen. Danke, Arthur.“

„Und jetzt hör endlich auf, dir darüber Gedanken zu machen. Du musst dich auf andere Sachen konzentrieren.“
Merlin zog eine Augenbraue hoch.
„Deine Gedanken sollten sich um meine Rüstung drehen. Die muss heute noch poliert werden. Und mein Gemach muss noch gesäubert werden. Und die Ställe ausgemistet. Es sind wirklich viele Sachen, um die du dich eher sorgen solltest.“

Merlin lächelte gutgelaunt. „Natürlich, Sire. Nichts ist wichtiger als die Arbeit, die Ihr mir auftragt.“
„Gut!“ Arthur wuschelte Merlin durch die Haare.

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