[identity profile] mrsmoriarty.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten

Team: Kalliope
Challenge: Fluff - Familienkiste
Fandom: Original, Real Person
Charaktere: James „Jumbs“ und Kermit Humboldt

Wörter: ca. 1500

Titel: Jumbs’n‘Kermit

Anmerkung: Seit Jahren wünschen sich James und Kermit ein Kind. Ob ihre Versuche allerdings von Erfolg gekrönt sein werden, wird erst die Zeit und diese Geschichte zeigen. Die Anmerkungen am Schluss sind aus mehreren Artikeln zusammengeschnitten.


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James saß vor ihrem gemeinsamen Heim und wartete. Kermit hatte versprochen, sich heute auf dem Rückweg um ihr Abendessen zu kümmern. Was wirklich nett von ihm war. Für gewöhnlich war James für ihr Essen verantwortlich, was nicht zuletzt daran lag, dass er da einfach das bessere Gespür hatte. Immerhin war er im Gegensatz zu seinem Partner in der Lage frischen Fisch von nicht mehr essebarem zu unterscheiden. Aber vermutlich hatte Kermit bemerkt, dass James in letzter Zeit etwas niedergeschlagen war. Jedenfalls bemühte er sich seit einigen Tagen mehr um ihn als sonst.

Was nicht hieß, dass er das sonst nicht tat. Gerade wenn andere sie seltsam beobachteten und abfällige Kommentare machten, war immer sein liebevoller Partner der, der James unter seine Fittiche nahm und tröstete. Kermit war schon immer eher ein Draufgänger gewesen. In ihrer Kindheit war er immer einer der wildesten ihrer Kameraden gewesen. James erinnerte sich lächelnd an einen unvergesslichen Nachmittag, als sie im großen Kreis beschlossen hatten, schwimmen zu gehen. Es war erstaunlich warm gewesen und so hatten fast alle Kinder ihrer Gemeinde sich am Wasser versammelt, um sich Abkühlung zu verschaffen und sich gegenseitig mit ihren Tauchkünsten zu beeindrucken. James selbst war eher zurückhaltend und ein Außenseiter gewesen. Das aufgeregte Geschnatter der Mädchen hatte ihn schon damals verschüchtert und die Rabaukengruppe um Hurricane (wirklich, wer nannte sein Kind so?), zu der auch James damals noch gehörte, war definitiv keine Option zum Freunde finden für den feinfühligen Einzelgänger gewesen. Nur Jane war immer eine gute Freundin gewesen und war es auch heute noch. Manchmal tat es James ein wenig Leid, dass sie wegen ihm so viel durchgemacht hatte. Eine Weile hatte er wirklich geglaubt, mit ihr glücklich werden zu können. Wenn überhaupt mit einem Vertreter des weiblichen Geschlechts, dann hätte er mit ihr sein Leben verbringen können. Aber vermutlich hatte sie immer gewusst, dass er da anders tickte. Im Endeffekt hatte es wohl weder sie noch ihn überrascht, als er sie schließlich um die Trennung gebeten hatte, um mit Kermit zusammen sein zu können.

Kermit, den er schon an jenem Nachmittag aus der Ferne angehimmelt hatte, als er lachend und prustend und vor Nässe triefend aus dem Wasser stieg, kurz die Wassertropfen ausschüttelte, die in der Sonne blinkten, nur um dann einen noch waghalsigeren Sprung zu wagen. Damals hatte James noch nicht verstanden, warum beim Anblick des durchtrainierten Sportlers sein Herz schneller zu schlagen begann und er kurz den Blick abwenden musste.

Kermit, der ihm vor zwei Jahren, als sie viel zu spät abends nach Hause getorkelt waren, in die Augen gesehen hatte, so tief in die Augen, und ihm dann gesagt hatte: „Wenn du es willst, mit dir kann ich es mit der ganzen Welt aufnehmen.“ Und James hatte genickt und sie hatten es mit der ganzen Welt aufgenommen.

Kermit, der sich so bemühte, auch wenn er in letzter Zeit immer gereizter wurde, ganz genau so, wie James selbst. Vermutlich hätten sie niemals anfangen sollen, darüber nachzudenken. Es war sinnlos, dass ausgerechnet sie beide eine Familie gründen wollten. Aber gerade im Frühling war es so schwer, nicht diese Gedanken zu bekommen, wenn es so schon als hätte die ganze Welt nichts Besseres zu tun, als fruchtbar zu sein und sich zu mehren. Selbst Jane hatte wieder jemanden gefunden und das freute ihn, das freute ihn wirklich.

Aber ihnen selbst schien dieses Glück nicht vergönnt zu sein. Ihr erster Versuch, als ihnen der Himmel oder wer auch immer, das Kleine auf die Türschwelle gelegt hatte, war schon nicht von Erfolg gekrönt gewesen, es hatte sich kein Leben gezeigt, so sehr sie gehofft hatten. Dann, ein Jahr später hatten sie Isobels Kind in Pflege genommen, nachdem Hurricane, dieses Riesenarschloch sich so gar nicht um die Erziehung gekümmert hatte. James seufzte. Es gab wirklich undankbare Paare. Er selbst hätte sein rechtes Auge gegeben, um Vater sein zu dürfen und nebenan starben Kinder, weil die Mutter sich ganz allein um ihre Versorgung kümmern musste. Als man ihnen das Kind anvertraut hatte, war es im Grunde schon zu spät gewesen, aber wider alle Vernunft hatten sie es versucht. Und waren erneut gescheitert. Das hatte ihrer Beziehung nicht gut getan. Sie hatten sich immer öfter gestritten und in letzter Zeit fragte James sich manchmal, ob sie noch zusammen wären, wenn einer von ihnen hätte fortgehen können. Er liebte Kermit und war sich sicher, dass der ihn auch liebte. Aber manchmal schien ihre Liebe so sehr in einer Sackgasse zu stecken, dass einem das Leben nur noch sinnlos erscheinen konnte.

Nun, Kermit hatte versprochen, sich mehr zu bemühen und das war schon ein Anfang. Wenn sie sich beide bemühten, würde es schon irgendwie klappen. Etwas deprimiert starrte James ins Leere und sah den Nachbarskindern beim Spielen zu. Mehrmals musste er blinzeln, um den Kloß in seinem Hals loszuwerden.

Er war so in Gedanken versunken, dass er fast nicht bemerkt hätte, wie Kermit neben ihn trat. „Na, Jumbs? War dein Tag erfolgreich?“

James hasste es für gewöhnlich, wenn Leute ihn so nannten, aber Kermit hatte nur gelacht und darauf hingewiesen, dass seine Eltern ihn allen ernstes nach einem Frosch benannt hatten, sodass er eindeutig der Gestraftere von ihnen beiden war und war dann dazu übergegangen aus dem ursprünglichen Spott- nach und nach einen liebevollen Kosenamen zu machen. James lehnte sich an seinen Partner und vergrub sein Gesicht im braunen Flaum an dessen Hals. „Ja, daheim ist alles in bester Ordnung. Hast du an die Fische gedacht?“

Kermit grinste. „Klar, komm wir essen!“ Aber irgendwie schien er die ganze Zeit ein wenig abwesend und drang darauf, dass sie sich doch beeilen sollten. Wollte er noch einmal fort? Gab es jemanden, den er noch treffen wollte? James versuchte den Gedanken zu verdrängen, aber er konnte nicht ignorieren, dass Kermit so fröhlich, ja geradezu aufgekratzt war, wie er ihn schon seit Monaten nicht mehr erlebt hatte. Frustriert ließ er den Kopf hängen. Dann riss er sich zusammen und versuchte, zu überspielen, wie aufgewühlt er gerade war. Ruhig, mit einem vielleicht etwas gezwungenen Lächeln, wandte er sich an Kermit. „Das ist wirklich sehr lecker, mein Lieber!“ Es stimmte sogar fast und er wollte die guten Intentionen des Anderen wertschätzen. Der jedoch winkte ab. „Quatsch! Ich bin ein lausiger Ernährer! Aber danke für’s Kompliment.“ James nickte schwach, was Kermit dazu veranlasste, zu ihm zu kommen und ihn zu umarmen. „Was ist denn bloß los mit dir, Jumbs? Warum das lange Gesicht? Komm, ich muss dir was zeigen, ich hab nämlich ne Überraschung für dich!“

James sah ihn verwundert an, folgte ihm dann aber mit einem leisen „Okay!“. Sie liefen nicht wirklich weit, aber es reichte damit James mitbekam, wie Isobel erneut Hurricane vor die Tür setzte. Diesmal hoffentlich dauerhaft, das musste sich die Gute ja auch nicht jedes Jahr geben. James schüttelte den Kopf. „Wo gehen wir denn hin?“

Aber Kermits Grinsen wurde nur noch breiter. „Kann ich dir nicht sagen, sonst wär’s ja keine Überraschung mehr. Aber soviel sei verraten: Wir ziehen um!“

James blieb abrupt stehen. „Was? Wieso?“ Das letzte Mal waren sie umgezogen, als sie sich als Pflegeeltern versucht hatten, um dem Kind ein besseres Umfeld bieten zu können. Allein der Gedanke daran riss Wunden auf, von denen James nicht sicher war, ob sie je ganz verheilen würden. Kermit jedoch sah ihn mit seinen großen braunen Augen so hoffnungsvoll an, dass er sich am Ende doch mitziehen ließ.

„Uuuuund hier sind wir auch schon!“ Kermit schien vor Stolz zu platzen, obwohl er direkt vor James stand, sodass dieser nichts sehen konnte. Dann jedoch trat er einen Schritt zu Seite und James stockte der Atem. Er hatte Tränen in den Augen. „Ist das…unser Kleines?“ Kermit strahlte nun über beide Ohren. „Ja! Hurricane hat Isobel schon wieder sitzen lassen und da haben sie entschieden, dass wir die besseren Eltern wären. Was sagst du? James Humboldt: Wollen wir es noch einmal mit einer Familie versuchen?“ James schluckte. Er hätte niemals zu träumen gewagt, dass sie noch einmal solches Glück haben könnten. Dann nickte er entschieden. „Ja, Kermit, ja ich will!“ Gemeinsam, unzertrennlich glücklich und Kopf an Kopf blickten die beiden auf das Ei hinab, das vor ihnen im Nest lag.

Gay penguins in Kent zoo are 'the best parents'

A same-sex couple of Humboldt penguins are rearing a chick after it was abandoned by its parents at a zoo in Kent. It hatched on April 12th and seems to be healthy and happy as could be.

Park owner Anthony Binskin told BBC reporter Miranda Shunke the penguin couple needed no help.

Staff at Wingham Wildlife Park said: We are still very much starting our breeding efforts with this species, and this is only our second year, but having such good surrogate parents available should we need them is a huge bonus for us.

The foster chick appears to be thriving in the care of its two fathers who are proving to be the 14-strong groups’ best parents, according to staff at Wingham Wildlife Park in Canterbury, Kent.

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Date: 2014-07-06 10:30 am (UTC)
From: [identity profile] turwaith.livejournal.com
Awwww, jetzt hab ich Gefühle!!! Sooooooo süß!

Date: 2014-07-07 09:54 am (UTC)
From: [identity profile] nadjeschda.livejournal.com
ICH HABE PINGUIN-GEFÜHLE *A* WARUM HAST DU MIR PINGUIN-GEFÜHLE BESCHERT.

Aber echt super süße Geschichte und eine wirklich kreative Idee. Ich war anfangs ein bisschen ratlos, aber als mein Blick auf die Überschrift fiel, hab ich verstanden, auf was du hinaus wolltest und war angenehm überrascht :D <3

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