Team: Thalia
Challenge: Suspense - Dunkelheit/ohne Licht
Titel: Warten
Fandom: Tatort (Hamburg)
Charaktere: Cenk Batu, Uwe Kohnau
Wörter: 614
Warnungen: harmloses Fluchen, ungebetat.
Anmerkungen: Naja, "suspense" ist ja auch ein ... dehnbarer Begriff? Äh.
Cenk versucht seit Stunden, so flach wie möglich zu atmen und sich nicht zu bewegen, obwohl seine Beine in dieser gekrümmten Stellung langsam anfangen, zu protestieren. Er hofft, dass das Haus in ein paar Stunden wieder leer sein wird, aber diese Stunden kommen ihm jetzt schon wie eine Ewigkeit vor, genauso wie die, die er schon in diesem verfluchten Wandschrank verbracht hat.
Zu allem Überfluss ist es auch noch seine eigene Schuld. Uwe hat ihm zig Mal gesagt, es sei nicht sicher an diesem Tag, er solle warten, nichts überstürzen, auf einen oder zwei Tage länger käme es nicht an, aber Cenk hat ihn abgewürgt und auf Uwes letzte SMS hin ("Warte" mit mehreren Ausrufezeichen; Cenk ist fast gerührt von so viel Mühe) nur seinem Handy kurz "Arschloch!" hingeraunt.
Zum Lohn sitzt er jetzt fest, weil das Haus eben doch nicht leer geblieben ist und er noch nicht nah genug an die Organisation herangekommen ist, um seine Anwesenheit hier ungefährdet rechtfertigen zu können. Uwe wird seinen Arsch von hier bis übermorgen treten, und Cenk kann nur froh sein, dass er den Fall vermutlich - wenn sie ihn nicht doch noch im Schrank finden - dann in ein paar Tagen erfolgreich abschließen wird. Dann kann Uwe ihm wenigstens dafür nichts vorwerfen, und alle Tiraden darüber, Cenk habe Autoritätsprobleme, kennt er sowieso schon auswendig.
Im Grunde würde er sich eigentlich auch selbst gerne in den Arsch treten, aber die Maße des Schranks machen das leider unmöglich, und es ist außerdem so stockfinster, dass er im Eifer des Gefechts zusätzlich noch einen Besen oder Wischmopp umschmeißen würde. Der Putzeimer drückt ihm sowieso schon länger unangenehm gegen die Hüfte. Zumindest glaubt er, dass es ein Putzeimer ist. Es ist so finster, dass seine Augen sich nicht einmal an die Dunkelheit gewöhnen können.
Vom Gang hört er wieder schwere Schritte und hält unwillkürlich den Atem an. Er ist fast schon froh, in diesem speziellen Schrank gelandet zu sein, denn er glaubt kaum, dass einer auf die Idee kommt, jetzt die Küche zu putzen, aber ausschließen kann er es nicht und der Gedanke daran, der sich nicht verscheuchen lässt, verursacht ihm Herzrasen und Nackenverspannungen.
Ob die Krankenkasse Massagen in so einem Fall übernimmt? Oder ob das als Arbeitsunfall gilt? Cenk verkneift sich ein Grinsen bei dem Gedanken, Uwe für so etwas einen Antrag vorlegen zu müssen ("Ich saß vier Stunden in einem Wandschrank und bin total verspannt, entweder bewilligst du mir 'nen Wellnessurlaub oder du musst mich selbst massieren" - solche Anzüglichkeiten wirken Wunder, um Uwe aus der Fassung zu bringen); es ist sowieso nur Galgenhumor und er muss bei der Sache bleiben.
Die Schritte entfernen sich wieder und Cenk atmet langsam aus. Vielleicht bekommt er hier drin auch einfach noch einen Herzinfarkt, dann muss er sich immerhin keine Gedanken mehr über die nächsten Tage machen. Und Uwe wäre zur Sorge gezwungen, was Cenk auch unheimlich amüsiert, während er bewegungslos ins Schwarze starrt.
Er weiß nicht genau, wie viel Zeit vergeht, bis plötzlich sein Handy in der Jackentasche aufleuchtet. Cenk beglückwünscht sich dafür, daran gedacht zu haben, den Ton auszuschalten und horcht einige Minuten, ob sich im Haus etwas bewegt. Die Handybeleuchtung ist längst wieder erloschen und hat noch tiefere Dunkelheit zurückgelassen.
Das Haus bleibt still um ihn herum, und er beschließt, dass er es wagen kann, das Handy aus der Tasche zu nehmen.
Es ist eine Nachricht von Uwe:
"Haus leer. Ruf mich sofort an."
Die Beleuchtung blendet ihn, obwohl die Displayhelligkeit sich augenblicklich angepasst hat. Die Digitalanzeige teilt ihm außerdem mit, dass er seit drei Stunden festsitzt.
Cenk schaltet das Handy aus und taucht den Schrank in erneute Dunkelheit. Uwe muss warten; Cenk ist hier noch nicht fertig.
Challenge: Suspense - Dunkelheit/ohne Licht
Titel: Warten
Fandom: Tatort (Hamburg)
Charaktere: Cenk Batu, Uwe Kohnau
Wörter: 614
Warnungen: harmloses Fluchen, ungebetat.
Anmerkungen: Naja, "suspense" ist ja auch ein ... dehnbarer Begriff? Äh.
Cenk versucht seit Stunden, so flach wie möglich zu atmen und sich nicht zu bewegen, obwohl seine Beine in dieser gekrümmten Stellung langsam anfangen, zu protestieren. Er hofft, dass das Haus in ein paar Stunden wieder leer sein wird, aber diese Stunden kommen ihm jetzt schon wie eine Ewigkeit vor, genauso wie die, die er schon in diesem verfluchten Wandschrank verbracht hat.
Zu allem Überfluss ist es auch noch seine eigene Schuld. Uwe hat ihm zig Mal gesagt, es sei nicht sicher an diesem Tag, er solle warten, nichts überstürzen, auf einen oder zwei Tage länger käme es nicht an, aber Cenk hat ihn abgewürgt und auf Uwes letzte SMS hin ("Warte" mit mehreren Ausrufezeichen; Cenk ist fast gerührt von so viel Mühe) nur seinem Handy kurz "Arschloch!" hingeraunt.
Zum Lohn sitzt er jetzt fest, weil das Haus eben doch nicht leer geblieben ist und er noch nicht nah genug an die Organisation herangekommen ist, um seine Anwesenheit hier ungefährdet rechtfertigen zu können. Uwe wird seinen Arsch von hier bis übermorgen treten, und Cenk kann nur froh sein, dass er den Fall vermutlich - wenn sie ihn nicht doch noch im Schrank finden - dann in ein paar Tagen erfolgreich abschließen wird. Dann kann Uwe ihm wenigstens dafür nichts vorwerfen, und alle Tiraden darüber, Cenk habe Autoritätsprobleme, kennt er sowieso schon auswendig.
Im Grunde würde er sich eigentlich auch selbst gerne in den Arsch treten, aber die Maße des Schranks machen das leider unmöglich, und es ist außerdem so stockfinster, dass er im Eifer des Gefechts zusätzlich noch einen Besen oder Wischmopp umschmeißen würde. Der Putzeimer drückt ihm sowieso schon länger unangenehm gegen die Hüfte. Zumindest glaubt er, dass es ein Putzeimer ist. Es ist so finster, dass seine Augen sich nicht einmal an die Dunkelheit gewöhnen können.
Vom Gang hört er wieder schwere Schritte und hält unwillkürlich den Atem an. Er ist fast schon froh, in diesem speziellen Schrank gelandet zu sein, denn er glaubt kaum, dass einer auf die Idee kommt, jetzt die Küche zu putzen, aber ausschließen kann er es nicht und der Gedanke daran, der sich nicht verscheuchen lässt, verursacht ihm Herzrasen und Nackenverspannungen.
Ob die Krankenkasse Massagen in so einem Fall übernimmt? Oder ob das als Arbeitsunfall gilt? Cenk verkneift sich ein Grinsen bei dem Gedanken, Uwe für so etwas einen Antrag vorlegen zu müssen ("Ich saß vier Stunden in einem Wandschrank und bin total verspannt, entweder bewilligst du mir 'nen Wellnessurlaub oder du musst mich selbst massieren" - solche Anzüglichkeiten wirken Wunder, um Uwe aus der Fassung zu bringen); es ist sowieso nur Galgenhumor und er muss bei der Sache bleiben.
Die Schritte entfernen sich wieder und Cenk atmet langsam aus. Vielleicht bekommt er hier drin auch einfach noch einen Herzinfarkt, dann muss er sich immerhin keine Gedanken mehr über die nächsten Tage machen. Und Uwe wäre zur Sorge gezwungen, was Cenk auch unheimlich amüsiert, während er bewegungslos ins Schwarze starrt.
Er weiß nicht genau, wie viel Zeit vergeht, bis plötzlich sein Handy in der Jackentasche aufleuchtet. Cenk beglückwünscht sich dafür, daran gedacht zu haben, den Ton auszuschalten und horcht einige Minuten, ob sich im Haus etwas bewegt. Die Handybeleuchtung ist längst wieder erloschen und hat noch tiefere Dunkelheit zurückgelassen.
Das Haus bleibt still um ihn herum, und er beschließt, dass er es wagen kann, das Handy aus der Tasche zu nehmen.
Es ist eine Nachricht von Uwe:
"Haus leer. Ruf mich sofort an."
Die Beleuchtung blendet ihn, obwohl die Displayhelligkeit sich augenblicklich angepasst hat. Die Digitalanzeige teilt ihm außerdem mit, dass er seit drei Stunden festsitzt.
Cenk schaltet das Handy aus und taucht den Schrank in erneute Dunkelheit. Uwe muss warten; Cenk ist hier noch nicht fertig.
no subject
Date: 2014-07-05 10:55 am (UTC)Oh mein Gott, man merkt so, dass das deine Babies sind, weil einfach alles hier ran perfekt ist. <3 Die Charakterisierung ist spot-on, (er sagt Arschloch zu seinem Handy OH GAWD NATÜRLICH TUT ER DAS, hach. <33, vor allem, dass Cenk ganz knapp einem Desaster entkommt - UND SICH SOFORT IN NOCH GRÖSSERE SCHWIERIGKEITEN stürzt, Uwe wird einen Anfall kriegen, daww. xDD
solche Anzüglichkeiten wirken Wunder, um Uwe aus der Fassung zu bringen
Babies, awww Q__Q Und Cenk soll man nicht so tun ja, die umarmen sich schließlich wie ein Liebespaar, Uwe ist nur deshalb fassungslos, weil sie verdammt noch mal in seinem Büro sitzen und warum zum Teufel hat Cenk eigentlich keine Ahnung davon, wie man sich in einer professionellen Umgebung verhält, verdammt... OH GOTT, ARD, BRINGT DIE UNS WIEDER, SOFORT. Q3Q
Cenk beglückwünscht sich dafür, daran gedacht zu haben, den Ton auszuschalten
Da hat jemand gut aufgepasst, in der Actionheldschule. XDD
no subject
Date: 2014-07-05 12:14 pm (UTC)Dankeschön ♥ Ich schulde dir auch immer noch die Sache mit dem Dönerladen. Vielleicht kann ich das hier irgendwo verbraten. Mrhrhr. Döner. DÖNER. ... Sorry, wo waren wir stehen geblieben XD
OH GOTT, ARD, BRINGT DIE UNS WIEDER, SOFORT
ICH BIN NOCH IN DENIAL HA HA HA HA ES GAB LANGE KEINEN TATORT MIT CENK MEHR ODER HA HA HA HA HA HA WER IST TIL SCHWEIGER WARUM IST TIL SCHWEIGER HA HA Ha ... ha ... ha.
no subject
Date: 2014-07-05 11:36 am (UTC)Im Grunde würde er sich eigentlich auch selbst gerne in den Arsch treten, aber die Maße des Schranks machen das leider unmöglich
*snicker*
"Ich saß vier Stunden in einem Wandschrank und bin total verspannt, entweder bewilligst du mir 'nen Wellnessurlaub oder du musst mich selbst massieren" - solche Anzüglichkeiten wirken Wunder, um Uwe aus der Fassung zu bringen
Cenk ist wirklich gemein ;) ... und mir fällt gerade ein, daß ich die Folge mit der Bar immer noch nicht gesehen habe. Wieso wird die eigentlich nie wiederholt?
Also, ich fand das spannend genug! Allerdings frage ich mich jetzt am Ende, was Cenk noch vor hat (und hoffe, ich habe keine Andeutung überlesen, derzufolge ich das jetzt eigentlich wissen müßte). Eigentlich bietet sich das ja nun auch sehr für eine Fortsetzung an ...
no subject
Date: 2014-07-05 12:24 pm (UTC)Was Cenk vorhat am Ende, wer weiß das schon. Vermutlich geht er sich kurz mal Hals über Kopf ins Verderben stürzen und muss am Ende über den offiziellen Dienstweg gerettet werden.
Vielen Dank für deinen Kommentar!
no subject
Date: 2014-07-05 01:13 pm (UTC)Peter Jordan spielt morgen übrigens in einem neuen Polizeiruf mit (der trotz Sommerpause kommt).
no subject
Date: 2014-07-05 01:18 pm (UTC)no subject
Date: 2014-07-05 11:52 am (UTC)Oh Gott, das ist so perfekt. So, so, perfekt. Gott, ich will die beiden wiederhaben! *sniff*
("Ich saß vier Stunden in einem Wandschrank und bin total verspannt, entweder bewilligst du mir 'nen Wellnessurlaub oder du musst mich selbst massieren" - solche Anzüglichkeiten wirken Wunder, um Uwe aus der Fassung zu bringen)
Warum kann ich mir das nur so bildlich vorstellen? <3
Und natürlich stürzt Cenk sich sofort in neue Schwierigkeiten und ruft nicht an... natürlich. *gg*
no subject
Date: 2014-07-05 12:31 pm (UTC)Natürlich ruft er nicht an. Sich selbst einzugestehen, dass man Mist gebaut hat, ist die eine Sache, aber bei Uwe zu Kreuze zu kriechen, das ist eine ganz andere :D
no subject
Date: 2014-07-19 10:23 am (UTC)("Warte" mit mehreren Ausrufezeichen; Cenk ist fast gerührt von so viel Mühe)
*ggggg* Multiple Ausrufezeichen sind also das neue 'Ich liebe dich'?
no subject
Date: 2014-07-19 08:18 pm (UTC)"Arschloch" ist "Ich liebe dich". Multiple Ausrufezeichen heißt "Ich kann ohne dich nicht leben, MACH KEINEN SCHEISS DU ARSCHLOCH", naja ;)