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[personal profile] luinaldawen posting in [community profile] 120_minuten
Team: Kalliope
Challenge: h/c - Blinddarmentzündung (für mich)
Fandom: Mortal Instruments
Charaktere: Alec, Jace, Isabelle, Magnus
Wörter: 1043

„Jace!“ Isabelles Warnung kam beinahe zu spät und erst in letzter Sekunde wich Jace mit einer beinahe unerhört leichten Bewegung aus und hieb gleichzeitig eine der Tentakeln des Dämons ab, der vor ungefähr einer Stunde aus der Kanalisation gekrochen war.
Alec hatte aber keine Zeit, sich darüber zu wundern, das Vieh hatte nämlich noch mehr Tentakeln und auch wenn Isabelle das mit dem Tentakelsex ganz sicher (hoffentlich) nicht ernst gemeint hatte, die Dinger waren mit einem ungesund aussehendem Schleim überzogen, mit dem er nicht in Berührung kommen wollte. Selbst Isabelles Peitsche qualmte davon.
Was er aber sehr begrüßen würde war, wenn der Dämon endlich sterben würde. Alec versenkte einen weiteren Pfeil in dem ziemlich matschig wirkenden Körper des Wesens und stellte fest, dass es sein letzter gewesen war.
„Zu deinem Date mit Magnus kommst du auf jeden Fall zu spät. Und das ausgerechnet an eurem Jahrestag...“ Isabelle stand plötzlich neben ihm, Alec tat ihr aber nicht den Gefallen, darauf anzuspringen und murmelte den Namen einer Seraphenklinge, die in seiner Hand leuchtend zum Leben erwachte. Magnus wusste, das solche Dinge passieren konnten und vermutlich hätte er bei den Tentakeln ebenso schmutzige Gedanken wie Isabelle.
„Was ist mit Jace los?“ Er sah zu seinem Parabatai, der in ihre Richtung zurückgewichen war. Auf den ersten Blick wirkte alles normal, aber Alec kannte ihn. Er wusste, wie er sich bewegte und vor allem wusste er genau, wie unglaublich schnell er reagieren konnte. Hier war etwas nicht in Ordnung und vermutlich hätte er sich gar nicht darauf einlassen dürfen, mit Jace und Isabelle auf die Jagd zu gehen.
„Keine Ahnung. Mir ist nichts aufgefallen.“ Izzy klang aber nicht so, als würde sie Alecs Sorge in irgendeiner Weise anzweifeln. Sie vertraute ihm.
Der Dämon, der für einen Moment in eine Lauerstellung gegangen war, griff plötzlich wieder an. Diesmal konnten sie nicht mehr ignorieren, dass Jace nicht ganz auf der Höhe war, denn auch wenn er diesmal wieder ausweichen konnte, als das ganze Vieh einen Satz auf ihn zumachte und es schaffte, einen eigenen Treffer zu landen, er taumelte und krümmte sich zur Seite. „Fuck...“
„Bist du verletzt?“ Alec eilte an Jaces Seite, aber konnte nichts sehen. Die Jacke war ziemlich zerfetzt und ein Teil der Hose schien weggeätzt zu sein, aber ansonsten sah alles gut aus. Wenn man ignorierte, das Jace eher grünlich im Gesicht war.
„Alles okay“, versuchte er sich trotzdem rauszureden, was Alec ihm nicht abnahm. Für Sorge war gerade aber keine Zeit. Der Dämon hieb mit einer Tentakel nach ihnen, Alec duckte sich, sprang zur Seite und amputierte eine weitere Gliedmaße.
„Wachsen die Dinger nach?“, fragte Isabelle, deren Peitsche keine Spur mehr ihrer ursprünglichen Farbe zeigte, sondern in ein widerwärtiges schwarz-grün getaucht war.
„Keine Ahnung.“ Als ob die Sitation nicht schon so schlimm genug war. „Den schaffen wir nicht.“ Nicht zu zweit. Wäre Jace nicht ziemlich handlungsunfähig, dann hätten sie sicherlich kein Problem, aber unter diesen Umständen wäre es Selbstmord.
„Natürlich schaffen wir den“, suchte genau der sich diesen Moment aus, um sich einzumischen und Alec wirbelte zu ihm herum. „Nein, werden wir nicht! Was auch immer mit dir los ist, du bist total neben dir. Also machen wir, dass wir wegkommen!“
Eine Sekunde lang starrte Jace ihn verständnislos an. „Du spinnst ja wohl!“
„Nein, ich bin anscheinend der Einzige hier, der noch bei Verstand ist! Ich werde nicht erlauben, dass du jetzt den Helden spielst und uns alle umbringst.“
Man konnte zwar auch Isabelle derzeit nicht gerade als zurechnungsfähig bezeichnen, aber ihr fehlte glücklicherweise Jaces Größenwahn. Was bedeutete, dass sie den Rückzug zwar schmollend hinnahm, ihn aber so gut es ging deckte, während Alec es übernahm, Jace aus der Gefahrenzone zu bringen. Es war wohl Glück, dass das Tentakelmonster keine große Lust hatte, sich allzuweit von seinem Loch zu entfernen und sich damit zufriedengab, die drei Shadowhunter vertrieben zu haben.
Allzu weit kamen sie auch nicht, dann konnte Jace nicht mehr weiter. Es war ein seltener Anblick, ihn derart bleich zu sehen. Ausgerechnet Jace, der sich normalerweise von nichts abhielten sich, dumme Sprüche abzulassen. Eine oberflächliche Untersuchung ergab nichts, dann wurde Alec aber doch fündig, die Bauchdecke war steinhart und irgendetwas klingelte da. „Könnte der Blinddarm sein...“
„Nicht ernsthaft, oder?“ Das hätte ermutigender geklungen, würde Jaces Stimme nicht derart beben.
„Auch wir sind nicht gegen alles immun... Izzy...“
„Schon dabei.“ Sie hatte ihr Handy am Ohr und begann dann schon, jemanden die Lage zu erklären.
Wie gefährlich war so etwas? Alec verstand nicht so viel von diesen... eher gewöhnlichen Dingen. Kampfverletzungen, klar. Aber Blinddarm? Wie schlimm konnte das werden? Er sah Jace an. Offenbar sehr schlimm. Eine Iratze zeigte sich wirkungslos und Jace war nun nicht mehr transportfähig.
„Magnus kommt sofort.“
„Du hast Magnus angerufen?“
„Nicht wirklich, oder?“ Jace sah alles andere als begeistert aus, aber das konnte auch daran liegen, dass er zweifellos große Schmerzen hatte.
Isabelle zuckte mit den Schultern. „Er war die beste Wahl. Und für Alec flickt er dich auf jeden Fall zusammen.“
„Klar, weil der ihn nicht mehr ranlässt, wenn er mich krepieren lässt.“
In allerletzter Sekunde beherrschte Alec sich, Jace einen kräftigen Tritt zu geben. Er würde ihn ein andermal für den dummen Kommentar büßen lassen. „Offenbar geht es dir gut genug für blöde Sprüche. Was Clary wohl dazu sagt, wenn du jagen gehst, obwohl du nicht ganz fit warst?“
„Ich werde es sicher erfahren, Magnus freut sich bestimmt schon darauf, es ihr brühwarm zu erzählen.“
„Ich beginne zu zweifeln, dass es sich hier wirklich um einen Notfall handelt.“
Alec spürte, wie er sich beim Klang von Magnus Stimme merklich entspannte. Der Warlock klang halb amüsiert, halb missbilligend, aber das war oft der Fall, wenn es um Jace ging.
„Gibs zu, du willst mich nur mal ausziehen.“
„Und was bringt dich zu dieser Annahme?“
„Weil jeder es will.“
„Darling... wir sollten ihn noch etwas schmoren lassen“, murrte Magnus an Alec gewandt, der aber den Kopf schüttelte. „Dann wird er nur noch unausstehlicher.“
Ein theatralisches Seufzen war die Antwort. „Was tut man nicht alles für die Liebe... aber nur, wenn ich heute Nacht noch dazu komme, dich auszuziehen.“

Date: 2014-07-26 10:33 pm (UTC)
From: [identity profile] youseichen.livejournal.com
Gnihihi, das ist so typisch Jace, dass er nicht sagt, wenn es ihm nicht gut geht :'D Das passt wirklich sehr gut zu ihm, wie du ihn beschreibst.
Allgemein triffst du alle immer so gut <3
Aber Magnus tut mir schon ein wenig leid xD Ich glaube, manchmal bereut er es ja, wer da alles noch an Alec dran hängt und ihm damit seine/ihre Pläne vermiest.

Alles in allem eine süße, kurze Geschichte *A*

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