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Team: Thalia
Autor: Jenchan
Challenge: Übernatürliches - Fabelwesen (fürs Team)
Titel: Fisherman
Fandom: Prince of Tennis (Merman-AU)
Charaktere: Tezuka, Fuji
Words: 746
Warnings: crack, OoCness | unbetaed, uncorrected

Kommentar: Irgendwie kam mir die Idee, als ich einen anderen Charakte von mir in eine Meermann-AU gesetzt habe. Dabei bin ich draufgekommen, dass... naja, lest selbst XD

Fisherman

Die See war mehr oder minder ruhig. Nur ein leichter Wind wehte und der Himmel war etwas bedeckt. Es war frisch, aber nicht besonders kalt. Das optimale Wetter für den Fischfang.
Er war kein richtiger Fischer. Er machte das nicht von Berufswegen. Er tat es, um etwas zu Essen auf den Tisch zu bekommen. Mehr als nur das Gemüse, das er im Garten angepflanzt hatte und sorgsam pflegte.
Das ruhige Leben an Land tat ihm gut. Das Dorf war weit genug weg, dass ihn die Menschen dort nicht stören konnten. Er hatte einen direkten Zugang zum Meer und glücklicherweise lag seine Hütte auf einer Anhöhe. Bisher hatte ihn das einigermaßen gut geschützt. Aber das Gebiet galt ohnehin nicht als tsunamigefährdet.
Mit kräftigen Schlägen ruderte Tezuka an dem frühen Sommermorgen also hinaus aufs Meer. Es gab einen geheimen Fleck, an dem er gerne Angeln ging, ein junges Korallenriff an dem sich allerhand Fischarten tummelten. Hier hatte er bisher immer den ein oder anderen essbaren Fisch erwischen können.
Als er die Stelle erreichte, holte er die Ruder ein und begann sich sorgfältig vorzubereiten. Er holte mit einem Eimer etwas Meerwasser auf sein kleines Ruderboot, öffnete seinen Koffer mit den Ködern und warf anschließend die Angel auf, nicht wissend, dass er schon seit mehreren Tagen bei dieser alltäglichen Routine beobachtet wurde.
Schelmisch funkelnde blaue Augen blinzelten immer wieder hinter einem Stein hervor und hatten sich bereits genau eingeprägt, was es zu wissen mit bloßen Blicken zu erkennen gab.
Ein scheinbar sonniges Lächeln schlich sich auf die Lippen, bevor die Person wieder auf Tauchstation ging. Während die leichten Wellen immer wieder gegen sein Boot klatschten, ließ Tezuka sorglos seine Seele baumeln und genoss die Ruhe, die der Angelsport mit sich brachte. Er ahnte nicht die Katastrophe, die sich ihm langsam näherte. Er merkte erst auf, als etwas an seiner Angelschnur zog. Sofort hatte er die Rute wieder in der Hand und versuchte den Haken einzuholen. Aber diesmal schien etwas großes, schweres dran zu hängen.
Immer wieder musste er dem Fisch Schnur lassen und stolperte etwas rückwärts, als der Widerstand plötzlich schwand. Er hatte allerdings nicht das charakteristische Schnappen einer reißenden Schnur vernommen und als er den Haken aus dem Wasser holte, sah er, dass sogar noch der Köder dran war. Es war wirklich kurios und einen Moment blickte er auf die spiegelnde Meeresoberfläche.
Ein fataler Fehler, wie sich herausstellte, denn plötzlich stieß etwas heftig an seinem Boot an und er verlor das Gleichgewicht. Mit einem leisen Platschen landete er im Meer.
Als er wieder auftauchte sah er sich nach seinem Boot um, das schon ein wenig abgedriftet war. Er schwamm hin und hielt sich am Rand fest. Er fragte sich, was das eben gewesen sein mochte, als plötzlich vor ihm etwas auftauchte. "BUH!"
Tezuka Herz fiel ihm vor Schreck regelrecht in die Hose und er griff sich an seine Brust. Er hatte sich zu Tode erschrocken. "Wer bist du?", fragte er den jugendlich wirkenden Mann. Er hatte braune Haare und ein helles Gesicht. Viel in die Sonne kam der wohl nicht. Aber er hatte im Dorf auch noch nie dieses Gesicht gesehen. Vielleicht aus einem anderen? Oder war eine Yacht in der Nähe. War es ein Tourist?
"Fuji und du?", fragte er in einem eher einfachen, fast kindhaften Japanisch. Als würde er eigentlich eine andere Sprache sprechen.
"Tezuka", erwiderte er mit deutlicher Skepsis in seiner Stimme. Dann zuckte er zusammen, als er etwas an seinem Bein spürte. "Wo ist dein Boot?", fragte er dann und sah sich noch einmal um. Er hatte in der Nähe niemanden gesehen.
Immer noch lächelte ihn Fuji an. "Ich bin ein guter Schwimmer."
"Du bist hierher geschwommen?" Tezuka bezweifelte das. Es war bis zur Küste doch ein ganz schönes Stück und das Meer war tückisch. Niemand kam hier ohne Boot her.
Fuji jedoch nickte feierlich, aber Tezuka glaubte ihm kein Wort.
"Willst du mitkommen?"
"Wohin mitkommen?" Sein Bauchgefühl warnte ihn. Irgendas ging hier nicht mit rechten Dingen zu.
"Zu mir nach Hause." Das Grinsen gefiel Tezuka gar nicht, aber ohne weitere Vorwarnung, griff Fuji fest sein Handgelenk und zog ihn unter Wasser. Er wäre beinahe ertrunken, als er erkannte, dass Fuji eine Flosse hatte. Das war doch bestimmt ein Trick oder?
Aber langsam wurde seine Luft knapp. Er zog an Fujis Handgelenk und versuchte an die Oberfläche zurückzugelangen. Nur hatte er gegen die erstaunliche Kraft des Meermannes keine Chance.
Meermann... sowas gabs doch gar nicht.
Das war der letzte Gedanke, bevor er schließlich bewusstlos wurde.

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