Team: Erato
Challenge: Romanze/Intimität - Schief gegangene Dates (fürs Team)
Fandom: Community
Pairing: Jeff x Annie
Wörter: 1538
Inhalt: Jeff und Annie treffen sich zufällig auf einer Parkbank, nachdem der Abend für beide nicht so verlaufen ist, wie sie es sich vorgestellt hatten.
A/N: Mein erster Versuch in diesem Fandom, aber habe in letzter Zeit mal wieder ein paar Folgen gesehen und das Thema hat förmlich nach den Beiden geschrien.
Annie hob ihren Kopf, als sie merkte, dass sich jemand neben ihr auf der Bank nieder gelassen hatte. Es war Jeff. Es überraschte sie, aber dann wieder doch nicht, obwohl er doch heute Abend ein Date gehabt hatte, oder nicht? Zumindest erinnerte sich Annie noch ganz genau daran, wie er heute freudestrahlend ins Studienzimmer gekommen war und von seiner neuesten Errungenschaft gesprochen hatte. Es hatte Annie nur ein wenig gestört, wie Jeff von ihr geschwärmt hatte, besonders über ihre überaus perfekten Rundungen.
Jedoch hatte Annie es hingenommen, schließlich hatte sie ja selbst ein Date gehabt, mit diesen überaus intelligenten und auch noch dazu überaus gutaussehenden jungen Mann. Sie hatte sich so auf diesen Abend gefreut und nun saß sie alleine auf einer einsamen Parkbank. Oder wohl doch nicht ganz alleine.
„Was ist los, Annie?“, eröffnete Jeff nun das Gespräch mit einer Frage, die sie eigentlich nicht beantworten wollte. „Hattest du nicht ein Date? Mit diesen tollen Typen aus deinem Geschichtskurs? Wie hast du ihn noch beschrieben? Einen heißen Wunderknaben?“
Annie lächelte kurz bei dieser Umschreibung. Natürlich hatte sie ihn nicht so genannt, das waren Jeffs Worte gewesen. „Er ist kein Wunderknabe, Jeff, nur intelligent, aber das kommt für dich wohl aufs Gleiche hinaus, oder?“ Sie legte ihren Kopf ein wenig schief und sah den Älteren herausfordernd an.
Jeff zuckte nur mit den Schultern. „Mir hat er von Anfang an nicht gefallen“, gab er offen zu.
Annie hatte das Gefühl, dass Jeff ziemlich selten ihre Freunde mochte.
„Was hat er gemacht?“, wollte er dann wissen.
Annie seufzte. Es war erniedrigend und peinlich. Vermutlich würde sie es nie jemanden aus ihrer Lerngruppe anvertrauen. Aber hier saß Jeff und wollte es wissen. Und es war immerhin Jeff. Jeff war etwas ganz Besonderes. Sie fühlte sich wohl in seiner Nähe. Sie waren Freunde und dennoch fragte sich Annie manchmal, ob da nicht doch etwas mehr war. Es waren immer nur kurze Momente, aber sie waren da. Genau wie jetzt. Jeff sah sie so ernst an und hatte so tiefe Besorgnis in seinem Blick, dass Annie nicht verhindern konnte, dass ihr Herz ein wenig schneller schlug.
„Am Anfang war das Date ganz schön. Er hat mich in ein nettes Restaurant eingeladen und wir hatten Spaß.“ Annie brach ab und starrte zu Boden. Bisher hatte sie es verhindern können, zu weinen, aber sie fühlte, wie der Drang größer wurde und ihre Augen sich bereits mit Tränen füllten. Es war so erniedrigend. Sie wollte nicht weinen und besonders nicht deswegen. Aber sie hatte sich so gefreut, endlich mal wieder etwas Aufmerksamkeit von einem Mann zu bekommen, ernsthaftes und aufrichtiges Interesse. Wie falsch man doch manchmal liegen konnte.
Sie spürte, wie sich eine Hand auf ihre Schulter legte und sie schluchzte auf. „Er hat mich nur benutzt, um seine Ex eifersüchtig zu machen. Sie arbeitet in dem Laden. Große Brüste, langes gelocktes blondes Haar. Du hättest sie sehen müssen, Jeff, sie hätte dir gefallen.“ Annie schaute wieder hoch und fuhr sich mit der Hand übers Gesicht, um die ersten Tränen wegzuwischen.
„Er hat was?“
Annie lachte, um diese bescheuerte Situation etwas zu überspielen. Sie reagierte völlig über, das war ihr bewusst. „Ich weiß. Ich sollte mich geschmeichelt fühlen, dass er denkt, er könnte sie mit mir eifersüchtig machen, stimmts?“
Jeff schüttelte nur den Kopf und legte nun beide Hände auf Annies Schultern. Er drehte sie etwas zu sich. „Hör mir zu, Annie. Dieser Kerl ist ein Idiot, hörst du? Er hat dich nicht verdient. Alle diese Vollidioten haben dich nicht verdient. Du bist viel zu gut für sie!“
Ein kleines Lächeln schlich sich auf Annies Lippen, dieses Mal sogar eines, was sie ernst meinte. Jeff war schon immer sehr beschützend gewesen und das mochte sie an ihn. Und er schaffte es immer, das Richtige zu sagen, dass sie sich besser fühlte. Jeff hatte vollkommen Recht. Der Typ war ein Idiot.
Annie nickte bestätigend. „Dennoch ein beschissener Abend“, meinte sie, als ihr wieder einfiel, dass auch Jeff ein Date gehabt hatte. „Was ist mit dir und deinem Date?“
Jeff zuckte nur mit den Schultern. Er blieb so wie immer. Er tat so, als ob er sich für nichts interessierte, obwohl Annie wusste, dass er ganz anders war. Gerade jetzt hatte er es mal wieder bewiesen gehabt. „Es war einfach nicht das, was ich mir erhofft hatte“, gab er zur Erklärung.
„Wollte sie dich also nicht dran lassen?“, kicherte Annie und stupste Jeff spielerisch an.
Jeff schüttelte nur den Kopf. „Oh, sie war sehr willig“, meinte er jedoch.
Verwirrt zog Annie die Augenbrauen hoch und legte ihre Hand auf Jeffs Stirn. „Bist du krank, Jeff Winger? Du hast eine willige Frau und nutzt das nicht aus? Muss ich mir Sorgen machen?“
Jeff schüttelte energisch mit dem Kopf und nahm behutsam Annies Hand von seiner Stirn. Er behielt sie jedoch in seiner eigenen Hand und streichelte mit dem Daumen über ihre Haut. Sein Blick senkte sich. „Ich hatte keinen Spaß mit ihr.“
„Oh“, meinte Annie nur, die nicht wirklich wusste, was sie darauf antworten sollte. „Das tut mir leid, aber lass den Kopf nicht hängen. Da schwimmen immer noch genug Fische im Meer.“ Annie hätte sich selber schlagen können. Dieser Spruch war so klischeehaft, dass es schon wieder weh tat. Aber gesagt war gesagt.
Jeff hob wieder den Kopf und grinste sie schief an, aber nur für einen Moment, bevor er wieder total ernst wurde. „Ich will aber nur eine.“
Ein langer Blick folgte und Annie konnte nicht anders, als sich in seinen Augen zu verlieren. Da war schon wieder dieses Gefühl, dass sie mehr als nur Freunde sein könnten. Aber das war absurd. Jeff hatte sicherlich nicht von ihr gesprochen. Es gab so viele andere und bessere Frauen, die zu ihm passen würden. Er hatte das bestimmt nur gesagt, weil sie Freunde waren und Freunde über so etwas miteinander sprachen.
„Wer ist es denn? Kenne ich sie?“, fragte sie also neugierig. „Kann ich vielleicht helfen?“ Annie wollte helfen, auch wenn es weh tat. Alleine der Gedanke, Jeff mit einer anderen Frau an seiner Seite zu sehen, versetzte ihr einen Stich. Sie spürte plötzlich wieder den Drang zu weinen und dieses Mal könnte sie es nicht auf diesen Versager schieben. Dieses Mal hatte sie keine Ausrede. Deshalb sprang sie auf. „Weißt du was? Sag es mir morgen einfach und wir arbeiten zusammen an einem Plan, okay?“
Sie wollte losstürmen, nach Hause und in ihr Bett, in ihr Kissen heulen und Schokolade essen, aber Jeff hielt sie zurück, indem er ihr Handgelenk ergriff. „Annie, warte!“ Annie blieb stehen, aber drehte sich nicht um, da ihr schon die Tränen über die Wangen liefen. Das musste Jeff wirklich nicht sehen. „Was ist los?“
Was war los? Annie könnte wohl eine ganze Rede darüber halten. Jeff hatte immer zu ihr gestanden, hatte sie immer beschützt. Sie hatten sich so oft sehnsuchtsvoll in die Augen geschaut, dass man einfach nicht anders konnte, als sich in ihn zu verlieben. Sie konnte immer noch nicht ihren ersten Kuss vergessen und Annie liebte es einfach, mit ihm Zeit zu verbringen, weil er so viel mehr war, als es auf den ersten Blick schien. Sie liebte ihre Umarmungen, die länger dauerten, als es bei Freunden sein sollte und sie liebte es, wenn er sie „Kiddo“ nannte. Sie liebte einfach alles an ihm und das wurde ihr gerade auf einem Schlag klar.
Mit verweintem Gesicht und total am Ende drehte sie sich wieder zu ihm um. „Ich mag dich, okay?“, sagte sie und schniefte laut. „Und da will ich nicht hören, dass du irgendeine andere toll findest.“
Jeff lächelte nur schief. Dieses Lächeln, das Annie hasste und gleichzeitig irgendwie liebte. Es weckte in ihr das Bedürfnis, ihm einmal kräftig auf seine gutgebaute Brust zu schlagen.
„Was?“, schrie sie ihm stattdessen etwas lauter und irgendwie auch kindisch entgegen.
Jeff grinste nur weiter und trat einen Schritt näher. „Ich hatte immer geglaubt, dass du die Klügste in unserer Gruppe bist.“
Sie glotzte ihn nur verwirrt an und versuchte zu verstehen, was er damit nun meinte. Natürlich war sie die Klügste in ihrer Gruppe, aber vor allen Dingen die Fleißigste, was dieses Resultat dann logischerweise zur Folge hatte.
Jeff legte eine Hand unter ihr Kinn und hob es etwas an. „Ich meinte dich, Kiddo.“
Diese kleine Berührung ließ einen Schauer über ihren Rücken laufen und auf die Worte hin tanzten Schmetterlinge in ihrem Bauch. Sie schaute ihm nur in die Augen, tief hinein und vergaß alles um sie herum. Sie sah deutlich, wie er ihr immer näher kam und ließ es geschehen. Seine Lippen waren sanft und süß und sie genoss diesen Kuss in vollen Zügen. Am Liebsten hätte sie sich nie wieder von ihm getrennt, sondern die ganze Nacht eng umschlungen auf diesem Platz verbracht.
Doch Jeff löste sich und Annie ertappte sich dabei, wie sie verlangend wieder einen Schritt auf ihn zumachte, weil sie einfach mehr wollte.
„Lass uns von hier verschwinden“, schlug er vor und Annie nickte nur geistesabwesend. Ihre Gehirnwindungen waren ein komplettes Durcheinander, aber alles, was Jeff vorschlug, war sicherlich gut.
Er hielt ihr seinen Arm zum Einhaken entgegen. „Mylady?“
Und da kam Annie wieder auf der Erde an. Sie lächelte übers ganze Gesicht und hakte sich bei Jeff ein, während sie freudestrahlend zu ihm aufblickte. „Mylord!“
Und ich bräuchte dann auch noch einen Tag für Community, liebe Mods :)
Challenge: Romanze/Intimität - Schief gegangene Dates (fürs Team)
Fandom: Community
Pairing: Jeff x Annie
Wörter: 1538
Inhalt: Jeff und Annie treffen sich zufällig auf einer Parkbank, nachdem der Abend für beide nicht so verlaufen ist, wie sie es sich vorgestellt hatten.
A/N: Mein erster Versuch in diesem Fandom, aber habe in letzter Zeit mal wieder ein paar Folgen gesehen und das Thema hat förmlich nach den Beiden geschrien.
Annie hob ihren Kopf, als sie merkte, dass sich jemand neben ihr auf der Bank nieder gelassen hatte. Es war Jeff. Es überraschte sie, aber dann wieder doch nicht, obwohl er doch heute Abend ein Date gehabt hatte, oder nicht? Zumindest erinnerte sich Annie noch ganz genau daran, wie er heute freudestrahlend ins Studienzimmer gekommen war und von seiner neuesten Errungenschaft gesprochen hatte. Es hatte Annie nur ein wenig gestört, wie Jeff von ihr geschwärmt hatte, besonders über ihre überaus perfekten Rundungen.
Jedoch hatte Annie es hingenommen, schließlich hatte sie ja selbst ein Date gehabt, mit diesen überaus intelligenten und auch noch dazu überaus gutaussehenden jungen Mann. Sie hatte sich so auf diesen Abend gefreut und nun saß sie alleine auf einer einsamen Parkbank. Oder wohl doch nicht ganz alleine.
„Was ist los, Annie?“, eröffnete Jeff nun das Gespräch mit einer Frage, die sie eigentlich nicht beantworten wollte. „Hattest du nicht ein Date? Mit diesen tollen Typen aus deinem Geschichtskurs? Wie hast du ihn noch beschrieben? Einen heißen Wunderknaben?“
Annie lächelte kurz bei dieser Umschreibung. Natürlich hatte sie ihn nicht so genannt, das waren Jeffs Worte gewesen. „Er ist kein Wunderknabe, Jeff, nur intelligent, aber das kommt für dich wohl aufs Gleiche hinaus, oder?“ Sie legte ihren Kopf ein wenig schief und sah den Älteren herausfordernd an.
Jeff zuckte nur mit den Schultern. „Mir hat er von Anfang an nicht gefallen“, gab er offen zu.
Annie hatte das Gefühl, dass Jeff ziemlich selten ihre Freunde mochte.
„Was hat er gemacht?“, wollte er dann wissen.
Annie seufzte. Es war erniedrigend und peinlich. Vermutlich würde sie es nie jemanden aus ihrer Lerngruppe anvertrauen. Aber hier saß Jeff und wollte es wissen. Und es war immerhin Jeff. Jeff war etwas ganz Besonderes. Sie fühlte sich wohl in seiner Nähe. Sie waren Freunde und dennoch fragte sich Annie manchmal, ob da nicht doch etwas mehr war. Es waren immer nur kurze Momente, aber sie waren da. Genau wie jetzt. Jeff sah sie so ernst an und hatte so tiefe Besorgnis in seinem Blick, dass Annie nicht verhindern konnte, dass ihr Herz ein wenig schneller schlug.
„Am Anfang war das Date ganz schön. Er hat mich in ein nettes Restaurant eingeladen und wir hatten Spaß.“ Annie brach ab und starrte zu Boden. Bisher hatte sie es verhindern können, zu weinen, aber sie fühlte, wie der Drang größer wurde und ihre Augen sich bereits mit Tränen füllten. Es war so erniedrigend. Sie wollte nicht weinen und besonders nicht deswegen. Aber sie hatte sich so gefreut, endlich mal wieder etwas Aufmerksamkeit von einem Mann zu bekommen, ernsthaftes und aufrichtiges Interesse. Wie falsch man doch manchmal liegen konnte.
Sie spürte, wie sich eine Hand auf ihre Schulter legte und sie schluchzte auf. „Er hat mich nur benutzt, um seine Ex eifersüchtig zu machen. Sie arbeitet in dem Laden. Große Brüste, langes gelocktes blondes Haar. Du hättest sie sehen müssen, Jeff, sie hätte dir gefallen.“ Annie schaute wieder hoch und fuhr sich mit der Hand übers Gesicht, um die ersten Tränen wegzuwischen.
„Er hat was?“
Annie lachte, um diese bescheuerte Situation etwas zu überspielen. Sie reagierte völlig über, das war ihr bewusst. „Ich weiß. Ich sollte mich geschmeichelt fühlen, dass er denkt, er könnte sie mit mir eifersüchtig machen, stimmts?“
Jeff schüttelte nur den Kopf und legte nun beide Hände auf Annies Schultern. Er drehte sie etwas zu sich. „Hör mir zu, Annie. Dieser Kerl ist ein Idiot, hörst du? Er hat dich nicht verdient. Alle diese Vollidioten haben dich nicht verdient. Du bist viel zu gut für sie!“
Ein kleines Lächeln schlich sich auf Annies Lippen, dieses Mal sogar eines, was sie ernst meinte. Jeff war schon immer sehr beschützend gewesen und das mochte sie an ihn. Und er schaffte es immer, das Richtige zu sagen, dass sie sich besser fühlte. Jeff hatte vollkommen Recht. Der Typ war ein Idiot.
Annie nickte bestätigend. „Dennoch ein beschissener Abend“, meinte sie, als ihr wieder einfiel, dass auch Jeff ein Date gehabt hatte. „Was ist mit dir und deinem Date?“
Jeff zuckte nur mit den Schultern. Er blieb so wie immer. Er tat so, als ob er sich für nichts interessierte, obwohl Annie wusste, dass er ganz anders war. Gerade jetzt hatte er es mal wieder bewiesen gehabt. „Es war einfach nicht das, was ich mir erhofft hatte“, gab er zur Erklärung.
„Wollte sie dich also nicht dran lassen?“, kicherte Annie und stupste Jeff spielerisch an.
Jeff schüttelte nur den Kopf. „Oh, sie war sehr willig“, meinte er jedoch.
Verwirrt zog Annie die Augenbrauen hoch und legte ihre Hand auf Jeffs Stirn. „Bist du krank, Jeff Winger? Du hast eine willige Frau und nutzt das nicht aus? Muss ich mir Sorgen machen?“
Jeff schüttelte energisch mit dem Kopf und nahm behutsam Annies Hand von seiner Stirn. Er behielt sie jedoch in seiner eigenen Hand und streichelte mit dem Daumen über ihre Haut. Sein Blick senkte sich. „Ich hatte keinen Spaß mit ihr.“
„Oh“, meinte Annie nur, die nicht wirklich wusste, was sie darauf antworten sollte. „Das tut mir leid, aber lass den Kopf nicht hängen. Da schwimmen immer noch genug Fische im Meer.“ Annie hätte sich selber schlagen können. Dieser Spruch war so klischeehaft, dass es schon wieder weh tat. Aber gesagt war gesagt.
Jeff hob wieder den Kopf und grinste sie schief an, aber nur für einen Moment, bevor er wieder total ernst wurde. „Ich will aber nur eine.“
Ein langer Blick folgte und Annie konnte nicht anders, als sich in seinen Augen zu verlieren. Da war schon wieder dieses Gefühl, dass sie mehr als nur Freunde sein könnten. Aber das war absurd. Jeff hatte sicherlich nicht von ihr gesprochen. Es gab so viele andere und bessere Frauen, die zu ihm passen würden. Er hatte das bestimmt nur gesagt, weil sie Freunde waren und Freunde über so etwas miteinander sprachen.
„Wer ist es denn? Kenne ich sie?“, fragte sie also neugierig. „Kann ich vielleicht helfen?“ Annie wollte helfen, auch wenn es weh tat. Alleine der Gedanke, Jeff mit einer anderen Frau an seiner Seite zu sehen, versetzte ihr einen Stich. Sie spürte plötzlich wieder den Drang zu weinen und dieses Mal könnte sie es nicht auf diesen Versager schieben. Dieses Mal hatte sie keine Ausrede. Deshalb sprang sie auf. „Weißt du was? Sag es mir morgen einfach und wir arbeiten zusammen an einem Plan, okay?“
Sie wollte losstürmen, nach Hause und in ihr Bett, in ihr Kissen heulen und Schokolade essen, aber Jeff hielt sie zurück, indem er ihr Handgelenk ergriff. „Annie, warte!“ Annie blieb stehen, aber drehte sich nicht um, da ihr schon die Tränen über die Wangen liefen. Das musste Jeff wirklich nicht sehen. „Was ist los?“
Was war los? Annie könnte wohl eine ganze Rede darüber halten. Jeff hatte immer zu ihr gestanden, hatte sie immer beschützt. Sie hatten sich so oft sehnsuchtsvoll in die Augen geschaut, dass man einfach nicht anders konnte, als sich in ihn zu verlieben. Sie konnte immer noch nicht ihren ersten Kuss vergessen und Annie liebte es einfach, mit ihm Zeit zu verbringen, weil er so viel mehr war, als es auf den ersten Blick schien. Sie liebte ihre Umarmungen, die länger dauerten, als es bei Freunden sein sollte und sie liebte es, wenn er sie „Kiddo“ nannte. Sie liebte einfach alles an ihm und das wurde ihr gerade auf einem Schlag klar.
Mit verweintem Gesicht und total am Ende drehte sie sich wieder zu ihm um. „Ich mag dich, okay?“, sagte sie und schniefte laut. „Und da will ich nicht hören, dass du irgendeine andere toll findest.“
Jeff lächelte nur schief. Dieses Lächeln, das Annie hasste und gleichzeitig irgendwie liebte. Es weckte in ihr das Bedürfnis, ihm einmal kräftig auf seine gutgebaute Brust zu schlagen.
„Was?“, schrie sie ihm stattdessen etwas lauter und irgendwie auch kindisch entgegen.
Jeff grinste nur weiter und trat einen Schritt näher. „Ich hatte immer geglaubt, dass du die Klügste in unserer Gruppe bist.“
Sie glotzte ihn nur verwirrt an und versuchte zu verstehen, was er damit nun meinte. Natürlich war sie die Klügste in ihrer Gruppe, aber vor allen Dingen die Fleißigste, was dieses Resultat dann logischerweise zur Folge hatte.
Jeff legte eine Hand unter ihr Kinn und hob es etwas an. „Ich meinte dich, Kiddo.“
Diese kleine Berührung ließ einen Schauer über ihren Rücken laufen und auf die Worte hin tanzten Schmetterlinge in ihrem Bauch. Sie schaute ihm nur in die Augen, tief hinein und vergaß alles um sie herum. Sie sah deutlich, wie er ihr immer näher kam und ließ es geschehen. Seine Lippen waren sanft und süß und sie genoss diesen Kuss in vollen Zügen. Am Liebsten hätte sie sich nie wieder von ihm getrennt, sondern die ganze Nacht eng umschlungen auf diesem Platz verbracht.
Doch Jeff löste sich und Annie ertappte sich dabei, wie sie verlangend wieder einen Schritt auf ihn zumachte, weil sie einfach mehr wollte.
„Lass uns von hier verschwinden“, schlug er vor und Annie nickte nur geistesabwesend. Ihre Gehirnwindungen waren ein komplettes Durcheinander, aber alles, was Jeff vorschlug, war sicherlich gut.
Er hielt ihr seinen Arm zum Einhaken entgegen. „Mylady?“
Und da kam Annie wieder auf der Erde an. Sie lächelte übers ganze Gesicht und hakte sich bei Jeff ein, während sie freudestrahlend zu ihm aufblickte. „Mylord!“
Und ich bräuchte dann auch noch einen Tag für Community, liebe Mods :)
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Date: 2014-07-03 09:28 pm (UTC)