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[identity profile] schwarze-elster.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Team: Kalliope
Challenge: Smut/Kink - Selbstbefriedigung
Fandom: X-Man First Class (AU)
Charaktere: Charles, Raven, (Erik)
Anmerkungen: AU, Teil 1
Warnungen: Masturbation (in der Dusche)
Wörter: 757



Charles wird vom Klingeln seines Telefons unsanft aus dem Schlaf gerissen. Sein Schädel brummt, sein Mund fühlt sich an als wäre darin etwas gestorben und zu Asche zerfallen und er muss aufs Klo.

„Wah?“

„Oh gut, du lebst noch“, sagt Raven ohne besonders besorgt zu klingen.

Er dreht sein Gesicht aus dem Kissen, um wenigstens einigermaßen verständlich zu sein. „Eh?“

„Angel sagt, du wärst gestern Nacht mit jemandem abgezogen, der aussah wie ein Serienkiller.“

Das lässt Charles tatsächlich ein bisschen wacher werden. Zugegeben, er kann sich nicht unbedingt an jedes Detail von Eriks Gesicht erinnern, es ist eher so ein verschwommener Gesamteindruck von skeptischen grauen Augen und kühlem Amüsement. Und Hände, sexy Hände. „Wie sehen Serienkiller aus?“ fragt er irritiert.

„Wie der Typ mit dem du abgezogen bist scheinbar.“

„Er hat nichtmal versucht mich ein kleines Bisschen zu töten“, sagt Charles wehmütig.

Raven macht am anderen Ende der Leitung ein absolute falsches ‚Oh mein armes Baby!‘-Geräusch. „Was ist passiert, hast du wieder die Mutations-Masche gebracht?“

Charles versucht sich zu erinnern, aber das Gespräch ist nicht mehr rekonstruierbar. „Vielleicht…“, sagt er vage.

„Kannst du dich an seinen Namen erinnern?“

„Erik.“

Raven lacht. „Oh das ist süß, Arielle war immer dein Lieblingsfilm!“

Charles legt auf, bevor Raven anfangen kann, Disneylieder zu singen. Er ist sich sicher, dass sie das als nächstes tun würde. Dann schleppt er sich ins Bad, würgt zwei Schmerztabletten und ein paar Zahnputzbecher voll Wasser herunter, schläft beim Pinkeln fast nochmal im Stehen ein, stellt sich unter die heiße Dusche und wartet darauf, dass er sich wieder lebendig fühlt. Sein Kopf tut weh, aber seine Füße sind schlimmer.

Seine Gedanken schweifen zu Erik ab. Erik ist schön und kompetent und geht nicht mit Leuten ins Bett, die wesentlich betrunkener sind, als er. Das ist nett. Nett ist nicht unbedingt Charles' Typ, aber es gibt Abstufungen, also gibt es Hoffnung. Natürlich könnte es auch sein, dass Erik einfach kein Interesse an Charles hat, aber Charles ist Optimist bis das Gegenteil bewiesen ist. Manchmal sogar nachdem das Gegenteil bewiesen ist, wie Raven gern behauptet.

Wenn Erik gestern Nacht mitgekommen wäre… wäre wahrscheinlich auch nicht mehr viel passiert, so betrunken wie Charles war. Aber dann könnte er jetzt mit unter die Dusche kommen.

Charles dreht sich in den Wasserstrahl und stellt sich Lippen und Hände vor, die seinen Hals, seine Schultern, seine Arme liebkosen. Erik würde hinter ihm stehen, nur einen kurzen Schritt entfernt, und mit seinen Händen, seiner Zunge die Spuren der Wassertropfen auf Charles‘ Haut nachfahren. Er würde warten bis Charles‘ Atem schneller würde, bis eine Gänsehaut, ein Erbeben Charles‘ Ungeduld verraten würde.

Und dann - jetzt - würde er den Schritt nach vorn machen, Haut auf feuchter Haut von den Schultern bis zu den Schenkeln. Und seine Hand würde Charles‘ Hüfte greifen so wie Charles‘ Hand es jetzt tut, fest, aber nicht zu fest. Und dann würde sie weiter wandern, über seinen Bauch, zur anderen Hüfte, ein Arm von hinten um ihn geschlungen.

Die andere Hand wäre nicht so stetig, würde ihn necken und erregen, seine Brust, seine Rippen und Schenkel streicheln, während Eriks Mund sich weiter seinem Hals widmen würde. Küsse und kleine Bisse - die feuchte Hitze des Wasserstrahls in seinem Nacken macht sie fast fühlbar.

Und irgendwann, vielleicht von allein oder vielleicht weil Charles auf eine bestimmte Art stöhnt oder ihn bittet, oder besser – weil Charles Eriks Hand dorthin führt, würde sie den Weg zu seinem Schaft finden und ihn greifen, sanft zuerst, vorsichtig, aber dann fester, Eriks Hand von seiner eigenen geführt, auf und ab. Langsam zuerst, genug Zeit, um mit dem Daumen die empfindliche Spitze zu liebkosen, aber bald schneller, schneller und ein bisschen rauer…

Charles kommt mit einem heiseren Stöhnen und lehnt Schulter und Stirn gegen die Fließen, die angenehm kühl sind gegen das Wasser der Dusche. Er stellt es ein wenig kühler ein und steht ein paar postcoitale Minuten lang einfach da, Augen geschlossen, und stellt sich vor, dass er jeden einzelnen Tropfen fühlen kann, der an seinem Körper herunter läuft.

Schließlich rafft er sich mit einem tiefen Seufzen dazu auf, dem Hedonismus ein Ende zu machen und Duschgel und Shampoo zu benutzen. Beim Rasieren und Zähneputzen muss er sich schon ein wenig beeilen. Er hält heute zwar erst am Nachmittag seine Vorlesung, aber eigentlich wollte er vorher noch ein paar Arbeiten kontrollieren, wozu er jetzt schon kaum noch kommen wird.

Trotzdem: als er endlich fertig ist und seine Haustür hinter sich schließt, erwischt er sich selbst beim Summen. Und ja, es ist ein Disneylied, aber daran hat ganz und gar Raven Schuld.


Date: 2014-07-02 09:14 pm (UTC)
luinaldawen: (Default)
From: [personal profile] luinaldawen
Na zum Glück ist unser Erik um einiges cooler als Arielles Erik. XD Hach, Raven... ganz die besorgte Schwester. Und der Buschfunk funktioniert natürlich. *g*
Aber hey, immerhin erinnert Charles sich noch an Erik und vielleicht erkennt er ihn sogar noch, wenn sie sich wieder über den Weg laufen. *hoff*

Date: 2014-07-03 10:21 am (UTC)
From: [identity profile] turwaith.livejournal.com
Sehr schöne Arbeit. Mir sagt deine Art zu schreiben sehr zu und auch den Smut hast du super gelöst, ohne allzu plump zu werden! Ich würde gerne noch mehr davon lesen, ich nmag es, wie du formulierst!

Einziger Kritikpunkt (aber das ist eher eine persönliche Geschmackssache):Ich hab nichts gegen AUs, ich finde es allerdings etwas schade, dass du den beiden das genommen hast, was sie ausmacht, nämlich ihre Kräfte. Die sind es nämlich, weshalb es ja solche Konflikte zwischen ihnen gibt, weil sie unterschiedliche auf die gleiche Situation reagieren. Der eine entscheidet sich für, der andere gegen die Menschen. Was ich mir eher vorstellen könnte wäre ein eher historisches AU, wo beide zwar keine Kräfte haben, aber sich trotzdem für zwei Seiten entscheiden müssen. Aber wie gesagt, das ist nur mein persönlicher Geschmack. :)

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