[identity profile] peterhforalpha.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Team: Erato
Challenge: Angst - Blutspur (für mich)
Fandom: Teen Wolf
Charaktere: Derek, Scott, Stiles
Wörter: 1906
Inhalt: Derek findet Anzeichen eines Kampfes in Scotts Zimmer, sowie eine beunruhigende Menge Blut. Er macht sich auf, um ihn zu finden.
A/N: Einfach, weil ich in letzter Zeit so viele Gefühle für Derek und Scott habe. Ich liebe die Beiden als Wolfsbrüder einfach nur *.*


Derek wusste selber nicht, wieso er dieses Mal vor der Tür stand, aber vielleicht wollte er einfach nicht mehr wie ein gruseliger Stalker rüberkommen, indem er einfach durch das Fenster kletterte. Außerdem wollte er Scott auch nur kurz darüber berichten, was er heute herausgefunden hatte. Da konnte er von Mr und Mrs McCall ruhig gesehen werden.
Er erhob seine Hand und klopfte an die Tür. Durch den Aufschlag bewegte sie sich ächzend und Derek hob eine Augenbraue. Warum war ihm nicht zuvor aufgefallen, dass die Tür nur angelehnt war? Vorsichtig öffnete er sie und trat in das Haus. „Scott?“, rief er, da man schließlich nicht uneingeladen ein Haus betrat. „Mrs. McCall?“
Kaum stand er im Flur stieg ihm sofort der Geruch eines Kampfes in die Nase. Seine Sinne schärften sich, er konzentrierte sich auf sein Gehör und schaute sich aufmerksam um. „Scott?“, rief er erneut, dieses Mal nicht mehr so unschuldig wie zuvor, sondern eher alarmiert. Jedoch kam keine Antwort. Derek zögerte keine Sekunde mehr und rannte zu Scotts Zimmer. Die Tür stand sperrangelweit offen und der Raum war vollkommen verwüstet. In Sekundenschnelle hatte Derek den ganzen Raum gescannt und sein Blick blieb schließlich auf der Blutlache am Boden hängen. Er brauchte nicht näher heranzugehen. Er wusste auch so, dass es Scotts Blut war. Was war hier geschehen?
Derek trat einen Schritt in das Zimmer hinein und schloss die Augen. Der Geruch von Schweiß und Blut überdeckte fast alles, aber er konnte auch Scotts Angst riechen, sowie, dass er am Ende des Kampfes wohl einfach aufgegeben hatte.
Das passte nicht zu Scott, das passte einfach nicht zu seinem Wesen und es beunruhigte Derek mehr, als er zugeben wollte. Behutsam trat er ans Fenster und ließ seinen Blick über die Straße schweifen. Scott könnte überall sein, falls er noch lebte. Allerdings war es sehr wahrscheinlich, dass Scott noch nicht tot war, sonst hätte er schon hier im Raum gelegen. Außerdem würde Derek es sicherlich fühlen, schließlich war er sein Alpha, er gehörte zu seinem Rudel.
Nein, Scott war noch am Leben!

In der nächsten Sekunde holte Derek sein Handy heraus und drückte die 1. Schon seit Ewigkeiten war Scott unter Schnellwahl gespeichert, auch wenn der Werwolf diese Funktion nicht so häufig nutzte. Es klingelte, verdammt lange, und schließlich ging nur die Mailbox heran. Wütend und knurrend legte Derek wieder auf. Als nächstes suchte er die Nummer von Stilinski heraus, auch wenn er das vermutlich bereuen würde, aber Derek musste zugeben, dass der Junge häufiger mal gute Ideen hatte, und gerade jetzt konnte Derek eine gute Idee gebrauchen.
Nach zweimaligen Klingeln hörte er schon Stiles nervige Stimme: „Hey, Grummelwolf, was verschafft mir die Ehre?“
„Hast du was von Scott gehört?“, fragte er ohne Umschweife.
„Nein, habe ihn seit der Schule heute nicht mehr gesehen“, meinte Stiles und Derek konnte schwören, dass seine Stimmlage sich etwas geändert hatte. „Wieso?“ Er klang verwirrt, vielleicht ahnte er auch schon, dass etwas nicht stimmte.
„Er ist nicht in seinem Zimmer“, gab Derek weiter zur Erklärung.
Und Stiles lachte. „Oh Mann, jetzt jag mir doch nicht so einen Schrecken ein. Nur weil er nicht wie ein braver Schüler zu Hause sitzt, muss das nichts heißen. Vermutlich ist er mit Kira unterwegs. Er ist jung, er ist verliebt und er hat Bedürfnisse, Derek. Da ist nichts Verdächtiges dran.“
„Stiles!“
„Vielleicht solltest du dir auch mal etwas weibliche Gesellschaft suchen, damit du nicht immer-“
„Stiles!“, unterbrach Derek ihn energisch. „Scott ist nicht in seinem Zimmer und er geht nicht an sein Handy. Und hier ist Blut!“
Darauf folgte nur Stille. Alles, was Derek hören konnte, war Stiles Herzschlag durch das Handy. Erst setzte es für einen Schlag aus und wurde dann mit jedem Schlag schneller. Es raste förmlich. „Stiles?“, fragte er besorgt. „Beruhige dich.“
„Blut?“, kam es fast schon flüsternd bei Derek an.
„Es ist nicht viel“, log er direkt, um Stiles nicht noch mehr zu ängstigen. „Aber wir müssen Scott finden.“
„Kannst du ihn nicht riechen? Kannst du nicht seinem Geruch folgen?“ Stiles Stimme wurde lauter und wütender.
Derek schloss kurz seine Augen. Natürlich könnte er das, aber es war auch gut möglich, dass er die Fährte verlor. „Ich werde es versuchen, Stiles, aber ich will sicher gehen, dass wir an alles denken. Hast du keine Idee, wie wir ihn finden können?“
Stiles hatte sich wieder etwas beruhigt, wie Derek hören konnte. Zumindest eine gute Sache an diesem Tag. „Ich probiere was aus und melde mich wieder.“ Damit legte er auf und es war wieder vollkommen still im Zimmer. Derek steckte sein Handy zurück in seine Hosentasche und atmete einmal tief ein. Eigentlich brauchte er es nicht. Scotts Geruch war in seinem Gehirn verankert, allerdings wollte er auf Nummer sicher gehen.
Keine weitere Sekunde zögerte er, bevor er aus dem Fenster sprang.

Kurze Zeit später kniete Derek auf dem Waldboden und drehte einen abgebrochenen Zweig zwischen seinen Fingern. Er hatte die Fährte verloren und das Einzige, was ihm noch übrig blieb, war Spuren lesen. Darin war er aber nie wirklich der Beste gewesen. Er hatte sich schon immer mehr auf seinen Geruchssinn verlassen.
Besorgt richtete er sich wieder auf und drehte sich einmal im Kreis. Er wollte es nicht zugeben, aber er hatte keine Ahnung, wo Scott sein könnte und das gefiel ihm nicht. Zwar war er ein Werwolf, ein Alpha sogar, aber sie wussten nicht wer oder was ihn verschleppt hatte, und selbst ein Alpha konnte sterben, wenn die Wunde tief genug saß. Scott McCall war nur ein Teenager und hätte ein solches Ende nicht verdient.
„Scott“, rief er laut durch den Wald, da er einfach nicht mehr wusste, was er anderes tun konnte. Und vielleicht, nur ganz vielleicht bekäme er sogar eine Antwort. Und er bekam sie, zwar nicht so wie erwartet hatte, aber das war Derek gleich. Sein Handy klingelte. Kurz schaute Derek auf das Display und wusste somit, dass es Stiles war.
Er drückte den Knopf zum Annehmen und hielt das Gerät an sein Ohr. Er sagte nichts, sondern wartete nur darauf, dass Stiles erzählte, was er für eine Idee gehabt hatte.
Und der junge Stilinski sprudelte auch sofort los: „Also ich habe sein Handy geortet. Frag mich nicht, wie ich das gemacht habe, da es möglicherweise ein wenig illegal war, aber ich habe Koordinaten. Ich schicke sie dir und komme dann auch dorthin.“
„Stiles“, warnte Derek. „Du solltest zu Hause bleiben.“
„Ich werde den Teufel tun. Ich komme und helfe. Es ist Scott.“
Derek schluckte einmal. Er konnte ihn verstehen, besser als er je gedacht hätte. „Aber tu nichts Dummes und besonders nicht alleine. Warte auf mich.“
„Geht klar.“ Damit legte Stiles wieder auf und kurz danach wurde Derek ein Bild geschickt. Wenn er es richtig interpretierte war es nicht allzu weit von seinem Standpunkt entfernt. Mit einem eindeutigen Ziel vor Augen fing Derek an zu laufen. Seine Augen färbten sich blau und er verwandelte sich, um schneller sein zu können.

Nach ein paar Minuten war er am Ziel angekommen, aber hier war weit und breit nichts von Scott zu sehen. Wieder rief Derek seinen Namen, dieses Mal mit mehr Panik in seiner Stimme. Er konnte noch nicht weit sein, wenn er eben noch hier gewesen war. Derek ließ seinen Blick über die Umgebung schweifen und suchte schließlich den Boden ab. Unter einem größeren Grasbüschel fand er Scotts Handy. Soviel zu diesem tollen Plan. Ein paar Meter daneben jedoch fand er Blut. Und es war Scotts. Nur wenig, aber genug, um die Fährte vielleicht wieder aufzunehmen.
Das Handy von Scott steckte er in die Tasche und folgte der Blutspur. Aus einzelnen Tropfen wurden größere und mehrere. Derek versuchte ruhig zu bleiben und vor allen Dingen konzentriert, da er nicht wusste, was ihn erwarten würde. Er wollte Scotts Namen rufen, allerdings unterdrückte er den Drang, da er seine möglichen Feinde nicht warnen wollte.
Der Geruch von Scotts Blut wurde immer penetranter und überlagerte alles Andere um ihn herum. Er musste nah sein. Als er um den nächsten Baum ging, sah er ihn. Scott lag an einem Baum gelehnt, voller Blut und mit geschlossenen Augen. Für eine Sekunde vergaß Derek alle Vorsicht und rannte zu ihm herüber. „Scott!“, rief er besorgt. Blitzschnell untersuchte er den Jungen. Er hatte mehrere Einschusslöcher, also handelte es sich vermutlich um Jäger, die ihm aufgelauert hatten. Bei dem Gedanken spitzte Derek wieder seine Ohren, allerdings konnte er nichts hören außer die Geräusche des Waldes um sie herum. Vielleicht waren die Jäger bereits weg. Aber wieso?

Das konnten sie später noch herausfinden. Jetzt musste er erst einmal Scott hier wegbringen. Als er nach dem Arm des Teenagers griff, flatterten die Lider seiner Augen. Es dauerte einen Moment, bis Scott sie vollständig geöffnet hatte.
„Derek?“, fragte er orientierungslos.
„Ja, ich bringe dich hier weg.“ Mit diesen Worten zog er Scott hoch und legte seinen Arm über seine Schulter. Langsam und vorsichtig nahm er den Weg zurück, den er gekommen war, um Stiles auch noch einzusammeln. „Wer hat dich angegriffen?“
„Jäger!“
Ein Wort, mehr brauchte er nicht, aber eigentlich wollte Derek etwas ganz anderes wissen. „Warum hast du nachgegeben? Warum hast du beim Kampf aufgegeben?“
Scott drehte seinen Kopf und sah verwirrt aus. Er schien nicht zu verstehen.
Derek seufzte. „Ich war in deinem Zimmer. Ich habe es gerochen“, gab er zur Erklärung.
„Oh.“ Es hörte sich fast schon so an, als ob Scott sich ertappt fühlte. „Sie haben mich überrascht. Ich weiß nicht, wer sie sind oder was sie von mir wollten.“
„Das finden wir noch heraus“, versicherte Derek ihm.
„Sie haben gesagt, entweder komme ich mit ihnen oder sie nehmen dich an meiner Stelle. Deswegen habe ich aufgegeben.“
Derek blieb abrupt stehen und starrte Scott in seinen Armen einfach nur an. „Da war niemand bei mir.“
„Ja, das habe ich dann auch gemerkt, als du versucht hast, mich anzurufen. Und da bin ich dann auch abgehauen.“ Scott grinste für eine Sekunde und verzog dann direkt wieder schmerzvoll das Gesicht. „Ich glaube, in einer der Kugeln war Eisenhut.“
Das nahm Derek als Zeichen, weiterzugehen. „Wir bringen dich zu Deaton. Wir sind gleich bei Stiles.“
Für einige Momente war es still, bevor Derek wieder das Wort ergriff: „Aber das hättest du nicht tun sollen, Scott. Das war dämlich.“
„Ich war noch nie besonders klug, oder?“
Derek knurrte leise. „Das meinte ich ernst.“
„Und ich auch.“ Scotts Stimme klang auch wirklich danach. „Wir sind Brüder, schon vergessen? Und du gehörst zu meinem Rudel. Wenn auch nur die Möglichkeit besteht, dass du in Gefahr schwebst, werde ich alles tun, um dich zu beschützen.“
Derek sah Scott nur lange an und wusste nicht, was er darauf antworten sollte. Zum Glück musste er das auch nicht, als ein hüpfender Gummiball namens Stiles auf sie zugerannt kam. „Du hättest mir auch eine Nachricht zukommen lassen können, dass du ihn gefunden hast“, wandte sich Stiles direkt vorwurfsvoll an Derek.
Dieser ignorierte Stiles Ton und fragte nur, ob der Jeep in der Nähe stände.
Stiles nickte, während er die andere Seite von Scott stützte. „Nur ein paar Meter durch den Wald. Dann sind wir mobil.“
Derek nickte nur und ließ Stiles den Weg leiten. Wenige Minuten später saßen sie alle zusammen im Jeep. Scott wurde in der Tierarztpraxis von Deaton wieder zusammengeflickt und alles war noch einmal gut gegangen. Stiles war irgendwann um Mitternacht von Deaton gezwungen wurden, nach Hause zu gehen. Derek hingegen war während der ganzen Nacht nicht einmal von Scotts Seite gewichen. Er würde ihn beschützen, wie Scott es für ihn getan hatte.


Ich brauche dann auch noch einen Autoren-tag, wenn ich das richtig verstanden habe (diese Seite verwirrt mich immer noch xD)

Date: 2014-07-02 06:07 pm (UTC)
From: [identity profile] tsutsumi.livejournal.com
Du hast vollkommen Recht mit dem Autoren-Tag! Verzeihung, ich erstell dir sofort einen und tagge dir diesen Eintrag schon mal. =)

Ich nehme an, dein Nickname ist okay?

Date: 2014-07-03 07:58 am (UTC)
From: [identity profile] rei17.livejournal.com
Awwwwwwwww!
Das war wirklich schön! Alle feelings für wolf bro's Derek & Scott! (Und besorgter Stiles - natürlich!) Team Lionheart ftw!
Wirklich eine wunderschöne FF, ich freu mich schon auf mehr von dir! :-)

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