Challenge: Pflege/Sorge
Fandom: Digimon
Charaktere: Yamato, Taichi
Anmerkung: Gott, was habe ich getan? x_X Ich schwöre euch, als ich angefangen habe zu schreiben, war das noch anders geplant!
Wörter: ~400
Die Stille sollte ihn vielleicht stören.
Es war keine vorübergehende Stille, keine kurze Gesprächspause, in der man einen Schluck Kaffee, Bier oder sonstwas nahm und überlegte, was man sagen sollte. Es war auch kein vertrautes Schweigen unter Menschen die sich schon zu lange und zu gut kannten um noch Worte zu brauchen um miteinander zu sprechen.
Taichi war nie jemand gewesen, der länger als fünf Minuten die Klappe halten konnte. Oder gar länger als fünf Minuten still sitzen konnte.
Jetzt aber hatte er schon eine gute Viertelstunde nichts mehr gesagt und Yamato hatte es dabei belassen. Vielleicht war es ein Warten auf das Begreifen. Ein Begreifen von dem, was sich gerade abgespielt hatte.
Draußen hörte Yamato das unvermeidliche Geräusch von vorbeifahrenden Autos, irgendwo plärrte ein Kind. Nicht lange genug um die Stille wirklich zu unterbrechen.
Das Ticken einer Uhr. Er hatte das immer gehasst. Wenn man so immer erinnert wurde, wie die Zeit verging... wenn man nicht schlafen konnte, wenn man in einer Prüfung saß... die Zeit verging und man konnte nichts daran ändern.
Jetzt störte es ihn merkwürdigerweise nicht. Die Zeit schien eher stehen geblieben zu sein. Schon seit einigen Tagen hatte er das Gefühl, in einer Parallelwelt zu stecken. Einer Welt, in der die Regeln und Gesetze der realen Welt nichts zu sagen hatten.
In der Digiwelt war die Zeit auch anders verlaufen.
Der Gedanke kam so schnell und so unvermutet, das er ihn nicht aussperren konnte.
In der Digiwelt hatten sie sich noch für unverwundbar gehalten. Hatten allen Ernstes geglaubt, sie würden bis an ihr Lebensende unzertrennlich bleiben.
Und jetzt? Mimi in den USA, Sora stinksauer auf ihn weil er sich von ihr getrennt hatte, Jou war fürs Studium nach England gegangen und Koushiro war irgendwo an seinen Computern verloren gegangen.
Taichi war dageblieben.
Die Konstante in seinem Leben, auf die er sich mehr verlassen hatte, als es vermutlich klug gewesen war. Und jetzt saß er neben ihm, das Gesicht wie versteinert. Er sah ihn nicht an, sondern aus dem Fenster.
Bisher hatte er ihn nicht rausgeworfen und so lange würde Yamato bleiben. Er würde bleiben und mit Taichi in dieser merkwürdigen Stille auf das Begreifen waren.
In einer Stille, die bedrückend sein sollte, aber einfach nur leer war und so umso deutlicher zeigte, dass sie nicht unverwundbar waren.
Sie warteten auf das Begreifen der Tatsache, dass Taichi vielleicht nie wieder würde laufen können.
Fandom: Digimon
Charaktere: Yamato, Taichi
Anmerkung: Gott, was habe ich getan? x_X Ich schwöre euch, als ich angefangen habe zu schreiben, war das noch anders geplant!
Wörter: ~400
Die Stille sollte ihn vielleicht stören.
Es war keine vorübergehende Stille, keine kurze Gesprächspause, in der man einen Schluck Kaffee, Bier oder sonstwas nahm und überlegte, was man sagen sollte. Es war auch kein vertrautes Schweigen unter Menschen die sich schon zu lange und zu gut kannten um noch Worte zu brauchen um miteinander zu sprechen.
Taichi war nie jemand gewesen, der länger als fünf Minuten die Klappe halten konnte. Oder gar länger als fünf Minuten still sitzen konnte.
Jetzt aber hatte er schon eine gute Viertelstunde nichts mehr gesagt und Yamato hatte es dabei belassen. Vielleicht war es ein Warten auf das Begreifen. Ein Begreifen von dem, was sich gerade abgespielt hatte.
Draußen hörte Yamato das unvermeidliche Geräusch von vorbeifahrenden Autos, irgendwo plärrte ein Kind. Nicht lange genug um die Stille wirklich zu unterbrechen.
Das Ticken einer Uhr. Er hatte das immer gehasst. Wenn man so immer erinnert wurde, wie die Zeit verging... wenn man nicht schlafen konnte, wenn man in einer Prüfung saß... die Zeit verging und man konnte nichts daran ändern.
Jetzt störte es ihn merkwürdigerweise nicht. Die Zeit schien eher stehen geblieben zu sein. Schon seit einigen Tagen hatte er das Gefühl, in einer Parallelwelt zu stecken. Einer Welt, in der die Regeln und Gesetze der realen Welt nichts zu sagen hatten.
In der Digiwelt war die Zeit auch anders verlaufen.
Der Gedanke kam so schnell und so unvermutet, das er ihn nicht aussperren konnte.
In der Digiwelt hatten sie sich noch für unverwundbar gehalten. Hatten allen Ernstes geglaubt, sie würden bis an ihr Lebensende unzertrennlich bleiben.
Und jetzt? Mimi in den USA, Sora stinksauer auf ihn weil er sich von ihr getrennt hatte, Jou war fürs Studium nach England gegangen und Koushiro war irgendwo an seinen Computern verloren gegangen.
Taichi war dageblieben.
Die Konstante in seinem Leben, auf die er sich mehr verlassen hatte, als es vermutlich klug gewesen war. Und jetzt saß er neben ihm, das Gesicht wie versteinert. Er sah ihn nicht an, sondern aus dem Fenster.
Bisher hatte er ihn nicht rausgeworfen und so lange würde Yamato bleiben. Er würde bleiben und mit Taichi in dieser merkwürdigen Stille auf das Begreifen waren.
In einer Stille, die bedrückend sein sollte, aber einfach nur leer war und so umso deutlicher zeigte, dass sie nicht unverwundbar waren.
Sie warteten auf das Begreifen der Tatsache, dass Taichi vielleicht nie wieder würde laufen können.
no subject
Date: 2014-03-12 03:27 pm (UTC)danke fürs versüßen meiner lernpause, auch wenns ein bissi traurig ist ;___; trotzdem kann man es sich wirklich gut vorstellen wie die zwei da so hocken, als letzter rest ihrer gruppe, und die stille wie eine dicke decke über der situation liegt...sfz .______. irgendwie ist es trotzdem schön, wenn man jemanden hat bei dem man sich zeit lassen kann zu begreifen was grad passiert ist wenn was schlimmes geschehen ist
no subject
Date: 2014-03-12 09:02 pm (UTC)Ich liebe es einfach, die beiden zu schreiben, egal ob platonisch oder als Paar. Sie machen es einem so wunderbar einfach! ._. Es freut mich riesig, dass es dir gefällt und ich halte dir die Daumen für deine Prüfungen! >_
no subject
Date: 2014-03-13 10:30 am (UTC)Das muss ein unglaublich Schlag für ihn sein.
Ich fand den Text auch großartig geschrieben. Wie du bis zum Schluss gewartet hast, die Bombe platzen zu lassen.
Die ganze Zeit macht man sich Gedanken, was wohl passiert ist.
Ob Taichi jetzt auch gesagt hat, dass er weggehen würde und Yamato dann ganz allein war.
Wirklich großartig gemacht.
no subject
Date: 2014-03-13 01:06 pm (UTC)Naja gut... Taichi so ein Schicksal erleiden zu lassen ist nicht wirklich viel besser, oder?
Ich freue mich, dass es dir gefällt!