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Autor: Jenchan
Challenge: Femslash Comment ficMeme | Bodyguard/Schauspieler
Titel: High Heels sind keine Waffe
Fandom: Original
Charaktere: Chayenne, Eve
Wörter: ~930
Warnings: first attempt on femslash  | unbetaed, unkorrigiert

Kommentar: Ja... also das ist natürlich für [livejournal.com profile] rei17, die sich sowas gewünscht hat. Bleibt nur zu hoffen, dass es ihr auch gefällt ^^*** (Ich glaube, ich bin nicht so die begnadete femslash-Schreiberin und mit Schuhen kenn ich mich schon gar nicht aus XP)

High Heels sind keine Waffe

"Das war ja echt mal wieder die bescheuertste
 Aktion überhaupt! Was hast du dir dabei gedacht unbewaffnet zur Arbeit zu kommen?" In Chayennes safirfarbenen Augen loderte ein Feuer, vor dem die meisten zurückschrecken würden. Ohnehin fand Eve, dass sich die Schauspielerin durchaus gegen jede Gefahr behaupten könnte. Chayenne strotze nur so vor Selbstbewusstsein und Kampfgeist. Eve kannte sie gar nicht anders und es hatte sie schon immer fasziniert. Einerseits war sie also richtig froh, von Chayennes Agentin angestellt worden zu sein.
Sie sollte auf die hübsche und immer erfolgreichere Schauspielerin aufpassen. Schließlich konnte es jederzeit passieren, dass... naja, dass sie eben in Gefahr geriet.
Selbst in Eves Gedanken klang das vollkommen unlogisch. Chayenne konnte ne richtige Furie sein, wenn sie erst einmal aufdrehte.
"Ich versteh wirklich nicht deine Aufregung. Was soll das überhaupt heißen, ich war nicht bewaffnet? Ich hatte Stöckelschuhe an." Eve schenkte ihrem Schützling ein entwaffnendes Lächeln und streckte einen Fuß hoch, um ihre neuen Schuhe zu präsentieren. "Ich hab sie letztens in einen Laden gesehen und musste sie einfach haben." Die knallroten Schuhe mit den Elf-zentimeter-Absätzen hoben sich von der hellen Haut von Eves Füßen ab. Die breiten Riemen gaben ihr in den Schuhen auch guten Halt. Das konnte sie auch nur behaupten, weil sie eine Veteranin im Laufen mit Stöckelschuhen war.
Chayennes Blick wanderte zu Eves Schuhen und sie hob die Augenbrauen, während sich ihre Arme knapp unter ihren Brüsten verschränkte. Ganz eindeutig fand sie nicht, dass diese Ausrede Gültigkeit besaß. Und ganz eindeutig lenkte sie der Anblick dieser wirklich tollen Exemplare nicht von ihrem Ärger ab.
Eve wusste nicht genau, was sie erwartet hatte. Vielleicht hatte sie gehofft, ihr Schützling würde sich mit glitzernden Augen und voller Bewunderung auf diese Schuhe stürzen. Dann hätte sie sich in der Aufmerksamkeit der Schauspielerin gesonnt und alles wäre wieder in Ordnung gewesen.
Aber so sah es nicht aus.
Mit einem Seufzen erhob sich Eve und kam auf Chayenne zu. "Komm schon, Chayenne", bat sie und wollte durch die blonden stylisch gelockten Haare streichen. Aber die andere Frau wich ihr aus und Eve stieß ein weiteres Seufzen aus.
"Fleur. Bitte. Es ist doch nichts passiert." Ihr Stimme war sanft und Eve wusste, dass sie gerade einen ihrer Trümpfe ausgespielt hatte. Nicht viele kannten Chayennes zweiten Namen und die blonde Schauspielerin hatte in einer ihrer intimeren Momente verraten, dass sie es unglaublich schön fand, den Namen aus Eves Mund zu hören.
Scheinbar hatte die Blondine nicht gelogen, denn ihre Mund presste sich zu einer etwas frustrierten Miene zusammen.
"Es ist nicht okay, Eve... also nenn mich bitte nicht so...", meinte sie schließlich, aber ein großer Teil des Ärgers war aus der Stimme gewichen. Geblieben war die Sorge, die den unbändigen Ärger überhaupt ausgelöst hatte. "Ich meine, was wäre, wenn wirklich etwas passiert wäre. Es waren so viele Menschen da..."
"Aber es ist nichts passiert. Und du musst doch wirklich zugeben, dass meine Schuhe hervorragend zu dem Kleid passen."
Das war zuviel des Guten, wenn Eve das abfällige Schnauben ihrer Klientin richtig deutete.
"Darum geht es doch gar nicht!", beschwerte sich die Schauspielerin und warf hilflos die Arme in die Luft. Grad so als würde sie nicht die richtigen Worte finden für das, was Eve eigentlich verstehen sollte.
Sollte aber nicht tat.
"Um was dann?", fragte sie und trat noch einen Schritt näher an Chayenne heran. Sie war etwas größer und sie waren sich nun so Nahe, dass sich ihre Brüste leicht berührten. Ein Gefühl, dass Eve sehr mochte. Das lag vor allem daran, dass an Chayenne alles echt war von den Haarwurzeln bis zum kleinen Zeh. Chayenne Fleur Hennings war eine absolut anbetungswürdige Schönheit und hätte Eve nicht gerade ein klein wenig Angst davor, Chayennes Faust in den Magen zu bekommen, sie hätte diese Schönheit geküsst.
Aber noch war die blonde Schauspielerin nicht so weit und Eve war nicht lebensmüde. Nicht wirklich jedenfalls.
"Ich möchte nicht, dass dir etwas passiert", brachte Chayenne schließlich hervor und Eve hob beide Augenbrauen.
"Äh... du weißt aber schon, dass ich von uns beiden der Bodyguard bin?", fragte Eve nach einer etwas längeren Stille leise nach. "Ich meine... meine Aufgabe ist es, dich vor Gefahren zu schützen. Dafür werde ich bezahlt."
Chayenne verdrehte die Augen. "Eben!"
Manchmal kam Eve mit dieser Person wirklich nicht mit und dementsprechen perplex sah sie Chayenne an, die frustriert aufstöhnte.
"Bist du so doof oder stellst du dich nur so?", fragte sie kopfschüttelnd. "Echt jetzt, schalt doch mal dein Gehirn ein! Du tauchst auf der Veranstaltung vollkommen sorglos ohne Waffe auf. Wenn meine Agentin mitbekommt, dass du eigentlich nichts zu tun hast - was glaubst du passiert dann? Und willst du das?"
Eve hob beide Augenbrauen. "Du machst dir Sorgen, dass ich meinen Job verlieren?", fragte sie überrascht nach. So hatte sie die Lage auch noch gar nicht betrachtet. Eve schätzte sich glücklich, diesen Job zu haben, sie schätzte sich überglücklich, Chayenne kennenlernen zu können und das auf einer sehr privaten Ebene. Sie hatte nie einen Gedanken daran verschwendet, was passieren würde, wenn ihr Auftrag einmal beendet sein würde. Sie sah den Tag ja auch noch in sehr ferner Zukunft.
Und da stand diese große Blondine mit den blauesten Edelsteinaugen der Welt und machte sich Sorgen darum, dass sie einmal nicht mehr sein würde.
"Och, Baby!", lächelte Eve ehrlich berührt und schloss Chayenne in die Arme. "Du bist manchmal wirklich zum Abknutschen süß. Mach dir doch nicht immer solche sinnlosen Gedanken. Ich werd immer für dich da sein, Fleur." Nach dieser indirekten Liebeserklärung würde Eve auch nichts und niemand dazu bringen, von der Seite dieser Schauspielerin zu weichen.

Für jeden, den es interessiert: Das sind die Schuhe.

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