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Challenges: "Jeder wünscht sich Weltfrieden. Sei mal origineller!"; ein (im Halteverbot) geparkter Rentierschlitten
Fandom: Mortal Instruments
Charaktere: Alec, Jace, Isabelle, Magnus
Anmerkung: Entschuldigt bitte die Verspätung! ._. Aber hier habt ihr die Fortsetzung von meinem letzten Türchen!
Wörter: 1272


Der Weihnachtsabend begann mit einem Rentierschlitten. Der im absoluten Halteverbot stand. Alec glaubte erstmal an einen Scherz, als Isabelle gut gelaunt mit der Nachricht um die Ecke kam, das sie die Feen, die für diesen Scherz verantwortlich waren mal etwas an das Gesetz erinnern sollten.
Eigentlich wäre das wohl Aufgabe der Polizei, aber es klärte sich recht schnell, warum eben die der Sache nicht wirklich (um nicht zu sagen gar nicht) gewachsen war. Um den Schlitten herum standen einige Rentiere, von denen eines noch eine Uniformjacke am Geweih hängen hatte.
Na toll.
Natürlich hatten sich die obligatorischen Passanten eingefunden, die alles dumm beglotzten, von den drei Jugendlichen aber natürlich keine Notiz nahmen. Die Fee, die auf dem Rücken eines der Rentiere thronte dafür umso mehr. Sie trug ein dermaßen klischeehaftes Outfit, das sie ohne Probleme als Weihnachtselfe durchgehen würde, und Jace grunzte halb abfällig, halb amüsiert. „Du hast etwas übertrieben, meinst du nicht?“, fragte er sie.
„Frohe Weihnachten, Frieden für die Welt“, sang die Fee, während sie irgendwelchen Glitzerstaub verteilte. War die auf Drogen?
„Jeder wünscht sich Weltfrieden.“ Isabelle kratzte sich mit einem Dolch den nicht vorhandenen Dreck unter ihren perfekten Fingernägeln weg. „Sei mal origineller.“
„Ich wünsche mir keinen Weltfrieden“, warf Jace sofort den überflüssigen Kommentar ein.
„Klar, dann kannst du nichts mehr töten und den Helden spielen.“ Alec verdrehte die Augen. Verdammt, er wollte schon längst bei Magnus sein, der irgendwas von einer Überraschung gefaselt hatte und seit Tagen kaum mehr ansprechbar war. Und ihn nicht mal mehr in sein Loft gelassen hatte. Was besonders ärgerlich war.
Erstmal nickte sein Bruder aber nur sehr zufrieden. „Genau. Los jetzt, fahr den Schlitten da weg und verwandle die Rentiere zurück. Oder behalt sie, mir egal.“
„Der Zauber verfliegt bis morgen früh von alleine wieder“, murrte die Fee und verschränkte schmollend die Arme.
„Na umso besser. Dann schieb das Ding weg und wir gehen wieder. Sonst müssen wir dich dazu zwingen.“
„Und wie?“ Die Fee sprang von ihrem Rentier, das eine rote Nase hatte, wie Alec jetzt sah. Warum auch immer... Langsam und lauernd näherte sich die Fee den Nephilim und Alec tat es Isabelle nun gleich und nahm einen Dolch. Die Klinge war aus Eisen, würde das bimmelnde Weihnachtsproblem also schnell lösen. Jedenfalls klingelte bei jedem Schritt der Fee kleine Glöckchen an ihrer Kleidung. Magnus hätte sicher seinen Spaß bei dem Anblick. Oder würde sich Sorgen machen, dass ihm die Show gestohlen wurde.
„Uuuh, Eisen! Jetzt hab ich aber Angst“, gurrte die Fee, blieb aber stehen.
Um sie herum spazierten die New Yorker, blieben zwischendurch stehen um den Schlitten und die Rentiere zu bewundern. Fotos wurden gemacht und Kinder quietschten begeistert, Eltern beschwerten sich darüber, dass die 'Viecher' auf die Straße gekackt hatten und das 'blöde Ding' sowieso vollkommen dämlich geparkt war.
Schmollend drehte die Fee sich zu einer besonders herumzeternden Mutter herum. „Da will man denen mal ein schönes Geschenk machen und die...“
„Der Schlitten steht da auch wirklich ziemlich blöd“, meinte Jace, der ebenso wie Alec bemerkt haben musste, dass ihre Fingernägel schon eher Krallen glichen. Sehr angriffsbereiten Krallen.
Fauchend wirbelte die Fee herum und sprang so schnell auf Jace zu, dass selbst dessen schnelle Reaktion fast zu spät kam. Halb sprang er selbst, halb zerrte Alec ihn aus dem Weg und Isabelles Peitsche schnellte hervor. Kreischend stürzte das Wesen in Haufen Rentierdreck, als die Peitsche sich um ihre Beine wickelte und Jace war schon über ihr, eine leuchtende Seraphenklinge an ihrem Hals. „Wir haben uns wohl nicht klar genug ausgedrückt... In fünf Minuten ist das Ding da weg oder ich zeige dir, was ich von Liebe und Frieden halte.“
„Glaub mir, er meint das Ernst.“ Alec fragte sich, was er hier eigentlich tat. Die beiden kamen wunderbar ohne ihn zurecht. Aber Jace alleine irgendwo hingehen lassen, wo Ärger in Aussicht war? Im Leben nicht.
„Okay, okay“, wimmerte die kleine Nervensäge nun, „Lasst mich los und ich mache alles rückgängig...“
„Glaub ihr nicht“, meinte Alec skeptisch, aber seine Geschwister schienen ebenso wenig Bock auf diesen Quatsch zu haben wie er, denn sie ließen die Fee wirklich los. Die ihnen nur die Zunge herausstreckte und blitzschnell verschwand. Na toll. Und sie mussten jetzt den Schlitten loswerden oder was?
Jace fluchte leise. Isabelle dagegen sah es ganz gelassen. „Was soll der Ärger? Die Fee ist weg, also lassen wir die Mundies den Rest machen. Ich habe jedenfalls noch eine Verabredung. Bye, Jungs!“ Sie winkte gut gelaunt und stolzierte davon, recht bald hinter einer Gruppe angetrunkener Teenager verschwindend.
„Weißt du, was sie vorhat?“, fragte Jace und Alec schüttelte nur den Kopf. „Und ich glaube, ich will darüber auch nicht so genau nachdenken.“ Vermutlich hatte es mit Simon zu tun und alles andere wäre wirklich zu viel Information.
„Ich bin dann auch weg.“
„Magnus?“
„Genau.“
„Okay.“ Jace streckte sich grinsend. „Dann werde ich auch mal sehen, dass ich mein Weihnachten rette.“
„Indem du etwas umbringst?“
„Vorzugsweise.“
Alec fand, dass er darauf nicht mehr antworten musste. „Wir sehen uns morgen.“
„Das glaubst du doch wohl selbst nicht.“ Jace grinste breit. Alec verdreht nur die Augen und ging zur U-Bahn.

Im Treppenhaus zu Magnus' Loft war es glatt. Warum auch immer. Von Winterfeeling konnte im Moment keine Rede sein. Es war gut zehn Grad warm und das es nicht regnete, war auch schon alles. Immerhin besser als auf diesem Weihnachtsmarkt (Alec hatte sich danach strikt geweigert, jemals wieder einen zu betreten), aber es war auf jeden Fall viel Raum für Verbesserungen.
Draußen. Hier drinnen war es nicht nur glatt, sondern auch ziemlich kalt. Was hatte Magnus nun schon wieder angestellt?
Er schloss die Tür auf und ein fauchender Fellball kam ihm entgegen. Schon war Chairman Meow halb an seiner Jeans hochgeklettert und Alec nahm ihn sicherheitshalber hoch. Sofort verkroch das Kätzchen sich unter seiner Jacke. Dem konnte Alec aber im Moment nur wenig Aufmerksamkeit schenken, der Anblick des Lofts war zu... unerwartet.
„Wieso schneit es bei dir?“
„Ist es noch glatt auf der Treppe?“
„Ja...?“
In Magnus Haaren klebten Schneeflocken und insgesamt wirkte er ziemlich abgehetzt, was ungewohnt war. Normalerweise ließ er sich durch wenig die Laune verderben.
Jetzt aber winkte er nach ein paar Sekunden ab. „Dann brechen sich eben ein paar meiner Gäste die Knochen, es findet sich jemand, der sie wieder zusammenflickt.“
„Gäste?“ Hatte er etwas verpasst? „Heute?“ Bitte keine Party... nicht heute.
„Morgen. Sorry, Darling... das war alles sehr ungeplant. Aber heute Abend gehört ganz uns.“ Er legte die Arme um Alecs Hüfte und zog ihn ganz in die tief verschneite Wohnung. Irgendwie hatte er alles in eine kalte, weiße Winterlandschaft verwandelt und noch immer rieselten dicke Schneeflocken von der Decke. Alle Möbel waren verschwunden, nur ein riesiger bunt leuchtender Weihnachtsbaum beherrschte den Raum. Kerzenlicht brach sich in Eiszapfen, die von der Decke und den Türrahmen hingen.
„Durfte ich darum die letzten Tage nicht kommen?“, fragte Alec halb beeindruckt halb tadelnd gegen Magnus Lippen, der nickte. „Es hat nicht so geklappt, wie es sollte. Celine war noch nie besonders gut im Erklären von Wetterzaubern. Dafür umso besser darin, selbst welche zu machen.“ Ein kurzes Schulterzucken, und Magnus zog Alec enger an sich. Protestierend sprang Chairman Meow zu Boden und zischte durch den Schnee unter den Baum. „Deine Katze mag den Schnee nicht.“
„Er will aber auch nicht in meinem Schlafzimmer bleiben. Aber genau da will ich dich jetzt haben... vorher aber... wie gefällt es dir?“
„Es ist wunderschön...“
„Gut.“

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