8. Türchen

Dec. 8th, 2013 08:08 am
[identity profile] nessaniel.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Titel: Hetz uns nicht!
Autor:nessaniel
Challenge: "Hetz mich nicht, davon kommt der Weihnachtsmann auch nicht schneller.“ (best challenge ever und ich konnte ihr nicht gerecht werden Dx)
Fandom: The Expendables, das kitschige dysfuntioncal family!AU (Billy ist ungefähr zehn Jahre alt und lebt erst seit ein paar Monaten bei Ross und Christmas)
Anmerkung: Es tut mir Leid, es ist so katastrophal schlimm. Ich hab die letzten drei Tage damit verbracht, „Spartacus“ anzuschauen, ihr könnt also froh sein, dass die nicht alle kleine Lederröckchen anhaben oder alle drei Minuten anfangen, loszuflennen. Q__Q


Hetz uns nicht!

Die Frage kam wie aus dem Nichts und Barney dachte sich auch dementsprechend viel bei seiner Antwort. Nein, er mache sich nicht viel aus Weihnachten. Der Dezember sei ein Monat wie jeder andere auch und die Dekorationen und bunten Lichterketten an jeder Straßenecke ließen ihn völlig kalt. Weihnachten sei ein Familienfest und wer keine habe, der habe auch nichts zu feiern, fand er. Lee sehe das ganz ähnlich, aber das liege wahrscheinlich daran, dass Lee grundsätzlich allergisch auf jede Art von Freude reagiere.
Lee schnaubte. „Halt die Klappe!“, rief er quer über den Frühstückstisch und drohte Barney mit einem Messer, an dem noch Eigelb und Marmelade klebte.
Barney grinste hämisch. „Ist doch wahr. Wenn ich dich grün anmale, dann siehst du dem Grinch zum Verwechseln ähnlich.“
„Du verdammter…!“
„Lee.“
Lee knurrte entnervt und warf Billy, der verzweifelt versuchte, sein Grinsen hinter einem Milchglas zu verstecken, einen finsteren Blick zu.
„Jaja. Fluchen gehört sich nicht, Knirps. Merks dir, oder der Ochse da bekommt einen Anfall“, erklärte er mit einem Kopfnicken zu Barney hin, der daraufhin nur die Augen verdrehte.
„Ich merk es mir“, murmelte Billy und das Grinsen verschwand, sobald er den Kopf wieder über seine Cornflakes senkte.
Der Rest des sonntäglichen Frühstücks verlief schweigend, doch Barney versank in Nachdenklichkeit. Lee und er hatten, seit sie sich kennengelernt und ihr…was-auch-immer-es-war begonnen hatten, nie Weihnachten gefeiert – außer sich mit einem Bier und einem teuren Lieferserviceessen vor den Fernseher zu setzen und darauf zu warten, dass die Festtage vorbei gingen. Doch jetzt, wo der Junge bei ihnen wohnte…
Barney bekam tatsächlich ein schlechtes Gewissen. Immerhin war bereits der achte Dezember und er wollte gar nicht wissen, wie viel Überwindung es Billy gekostet haben musste, sich bis jetzt zu gedulden, ehe er das Thema der Weihnachtsbräuche im Hause Christmas/Ross zur Sprache gebracht hatte.
Und ich hab nichts Besseres zu tun, als ihm zu erklären, dass wir davon nichts halten, dachte Barney und seufzte in seinen Kaffee hinein. Über den Rand der Tasse hinweg warf er Lee einen vielsagenden Blick zu.
„Ist dein Gesicht kaputt, alter Mann?“, fragte Lee daraufhin und Barney beschloss, das mit der Telepathie in Zukunft sein zu lassen. Er räusperte sich.
„Naja, wir könnten schon ein bisschen… dekorieren. Mit ‘nem Baum oder so.“
Teller klirrten, als Billy plötzlich seinen Löffel fallen ließ und beinah vom Stuhl sprang.
„Meinst du das ernst?!“
„Das würde mich auch interessieren!“
Barney hatte die Wahl zwischen dem Ausdruck leuchtender Freunde in Billys Augen und Lees misstrauischem Blick, also wandte er all seine Aufmerksamkeit dem Jungen zu und lächelte.
„Ja, warum nicht? Wird bestimmt ganz nett.“
Jetzt kannte Billy kein Halten mehr. Er sprang jubelnd vom Stuhl, fiel Barney um den Hals, küsste einen völlig perplexen Lee auf die Wange und stürmte aus der Küche. „Ich räume das Wohnzimmer auf!“, brüllte er vom Flur aus und verschwand dann polternd die Treppe hinauf.
Barney grinste, bis Lee ihm unter dem Tisch gegens Schienbein trat.
„Au!“
„Verdammtes Weihnachten? Bei uns? Mit Baum und Dekorationen!“
„Ist doch für Billy.“ Barney warf Lee ein strahlendes Lächeln zu und er konnte sehen, wie sein Freund tatsächlich widerwillig zu grinsen anfing. „Wer weiß, vielleicht gibt’s sogar Geschenke.“
„Na klar. Und ich bin der Osterhase.“
„Bist ein bisschen früh.“
Lee stöhnte entnervt. „Irgendwann erschieß ich dich, verlass dich drauf!“
Bevor Barney antworten konnte, erschien plötzlich Billy wieder in der Küche, vor Aufregung förmlich vibrierend. „Kommt ihr endlich?!“
„Hetz mich nicht!“, knurrte Lee, und dann mit einem Lächeln fügte er hinzu: „Davon kommt der Weihnachtsmann auch nicht schneller.“
- Ende

Date: 2013-12-08 10:00 am (UTC)
From: [identity profile] cricri-72.livejournal.com
Ich weiß ja nicht, ob ich je dazu komme, die Filme dazu zu sehen - aber Deine Expendables-Fanfics machen mir jedenfalls immer sehr viel Spaß :) Noch dazu sehe ich die Truppe jetzt in knappen Lederröckchen vor mir ... off topic: Spartacus ist vermutlich so eine neumodische Serie mir halbnackten Männern und nicht der Klassiker von Stanley Kubrick, einer meiner liebsten Filme überhaupt, weil Drama und große Gefühle und geniale Bilder (und halbnackte Männer ...)?

seit sie sich kennengelernt und ihr…was-auch-immer-es-war begonnen hatten
Es geht doch nix über einen klar definierten Beziehungsstatus ;)

Sehr niedlich, und ich finde, der Pompt-Satz paßt 1 a zur Stimmung und den Charakteren.

Date: 2013-12-08 04:52 pm (UTC)
From: [identity profile] rei17.livejournal.com
Eeeeeeeeep!
Awwwww Billy, du kleine süße Flauschkugel. <3333
Und ja bitte - auch Lee Christmas braucht ein bisschen Christmas (höhö) und der Vorwand dass es nur für Billy ist, - pah! Das glaubt ihm doch keiner. XD
Ich liebe domestic!Expendables. *_* Gerne und jederzeit mehr davon!! ♥

Date: 2013-12-09 11:58 am (UTC)
From: [identity profile] rei17.livejournal.com
Ich kann nicht fassen, dass ich eine Expendables-Weihnachtsstory geschrieben habe ohne einen einzigen Namenswitz einzubauen. WTF.

WIE KONNTE DAS PASSIEREN ????? AAAAAAAAAAAAAAAAAAHHH!! XXXD

Date: 2013-12-10 08:01 pm (UTC)
der_jemand: (big damn heroes)
From: [personal profile] der_jemand
Lee sehe das ganz ähnlich, aber das liege wahrscheinlich daran, dass Lee grundsätzlich allergisch auf jede Art von Freude reagiere.
Bis dahin habe ich dir geglaubt, dass eventuell die Möglichkeit besteht, dass es ganz schlimm ist. Aber ab hier fange ich einfach mit dem Dauergrinsen an. Jepp, keine Chance, das Grinsen bleibt.^^
WIE NIEDLICH. <3
Ich mag das was-auch-immer, was die da haben und wie sie nicht aufhören können, Billy zu vergöttern, nicht mal für zwei Sekunden und zugunsten von Bier und Lieferservice-Essen. Hach.

(Aber ja, ich schließe mich dem WTF an: WO SIND DIE NAMENSWITZE??)
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