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Autor: Jenchan
Challenge: Aus dem Leben eines Plüschtiers (v 3.04.2012)
Titel: Die Operation
Fandom: Original
Charaktere: ein Plüschtier, eine Mutter und ihre Tochter
Wörter: ~300
Warnings: unbetaed, unkorrigiert

Kommentar: Endlich wieder mal ein bisschen Inspiration und Ruhe zum Schreiben. Diesmal hab ich einen etwas anderen Schreibstil ausprobiert und bestimmt gibt es einiges, was sich verbessern ließe. Aber irgendwie gefällt es mir besser als die ursprüngliche Idee, die ich zu dieser Challenge hatte. Was tut man nicht alles, um schreibtechnisch nicht zu sehr einzurosten >.<

Die Operation

Eine dünne Nadel durchstach die fragile Haut unter dem Fell. In der Nähe konnte man ein kleines Mädchen schluchzen hören, während sich der Faden durch die offnene Wunde schlängelte. Auf der anderen Seite der tiefen Furche kam die Nadel unter der Haut wieder hervor.
Stich für Stich schloss sich nur ganz langsam der Riss in der Haut. Mit äußerster Sorgfalt wurde am Schluss der übriggebliebene Faden verknotet und die Enden abgeschnitten. Nur wer wusste, dass es da eine Verletzung gegeben hatte, konnte die Narbe jetzt noch entdecken. Der Faden tarnte sich mit der Fellfarbe und die flauschigen Haare verdeckten die Stelle gut.
Leider war damit die Operation noch nicht ganz beendet. Auch wenn es für den Partienten und die Angehörige schwierig war, aber sie mussten die Augen ebenfalls noch ersetzen.
Immer noch schniefend stand eben jene junge Angehörige neben dem Operationstisch und starrte gebannt voller Sorge und Angst, was weiter passierte. Das Mädchen hatte großes Vertrauen in die Doktorin, der sie ihr liebstes Schmusetierchen gebracht hatte. Aber es war dennoch so schwer! Sie hatte Angst, dass es nie mehr so werden würde wie früher.
Die Ärztin allerdings ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Mit großer Sorgfalt wählte sie eine Transplantat und ersetzte das zerbrochene Auge. Stich für Stich für Stich. Danach packte sie das Operationswerkzeug weg und wandte sich mit einem Taschentusch dem kleinen Mädchen zu. Liebevoll trocknete sie die Tränen und putzte dem Kind die Nase. Tröstende Worte halfen dabei, dass sich das Mädchen noch etwas mehr an die Brust der Ärztin drückte.
Erst als alle Tränen und jeder Kummer versiegt war, nahm die Frau das Schmusetier vom Tisch und gab es der Kleinen mit einem sanften Lächeln in die Hand. Das Lieblingsplüschtier ihrer Tochter sah aus wie neu und so fest wie es gedrückt wurde, waren bestimmt bald alle Wunden geheilt.

Date: 2013-10-19 06:23 pm (UTC)
From: [identity profile] cricri-72.livejournal.com
Aua ... Da leidet man ja richtig mit. Das arme Tierchen ...

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