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Team: Sirius
Challenge: Ein Augenblick des Ruhmes (für mich)
Fandom: Harry Potter
Charaktere: Albus Potter, Scorpius Malfoy


Das war Erpressung gewesen. Nichts anderes als gemeine Erpressung.
Albus stand mit verschränkten Armen in der letzten Reihe der Schaulustigen und schmollte. Schulfrei schön und gut. Aber er hätte lieber Binns Monolog ertragen als diese öde Wahlkampfveranstaltung.
Dumm war: Die war auf dem Mist seines Vaters gewachsen. Was genau der Grund war, warum er hatte erscheinen müssen. Einheit in der Familie und so ein Quatsch. Kommt gut bei den Wählern an. Jedenfalls war die Kimmkorn der Meinung gewesen, die aus seinen gebrummten Worten, dass er seinem Vater Glück wünschte, eine herzzereißende Ode an die Treue eines Sohnes für seinen Vater gehext hatte. Er würde das Gespött der Schule werden, das stand fest.
Scorpius würde ihn das nie vergessen lassen.
Sein Vater dagegen ging vollkommen in seinem Ruhm auf.
Der große Harry Potter. Wollte Zaubereiminister werden.
Albus war zum Kotzen zumute.
Aber was tat man nicht alles dafür, in Zukunft in Ruhe gelassen zu werden.
„Das ist das letzte Mal. Ich verspreche es dir. Komm dieses Mal noch mit, danach halte ich dich aus allem raus.“
Und damit wäre auch seine Beziehung mit Scorpius sicher. Was das für ein Theater geben würde, wenn die rauskam, wollte er sich nicht einmal ausmalen. Eigentlich ein guter Deal. Bald würden sie ihre Abschluss machen und außerhalb dieser kleinen abgeschotteten Welt von Hogwarts galten andere Regeln. Es würde nicht bei schiefen Blicken bleiben, weil der Sohn von Harry Potter ausgerechnet mit dem Erben der Malfoys ins Bett ging. Den er verdammt noch mal liebte.
Man würde sich darauf stürzen wie Geier.
Das wollte er Scorpius nicht zumuten und sich selbst ebenso wenig.
Auf gar keinen Fall.
Bis in die letzte Ecke des Saales deutlich hörbar laberte Harry Potter etwas von Toleranz und gegenseitigem Verständnis. Am Arsch. Der tolerierte doch nicht mal seinen eigenen Sohn.
Eine Hand schob sich in seine. „Du zieht ein Gesicht, als wäre das hier deine Beerdigung.“ Scorpius sah ihn nicht an, aber seine Hand fühlte sich fest und sicher an. Ermutigend. Sein Halt.
„Was treibst du hier?“
„Verhindern, dass du Mist baust. Dein Vater hat Direktor Knightley überzeugt, mich freizustellen.“
Albus starrte Scorpius an. Dann seinen Vater, dessen Blick kurz zu ihnen hinüberflackern zu schien.
„Im Leben nicht.“
„Ich war dabei. Heute früh. Höchstpersönlich ist er aufgekreuzt. Und wer kann dem großen Harry Potter schon was abschlagen?“
„Knightley anscheinend nicht. Hat Dad keine Angst, dass ich jetzt erst Recht für Chaos sorge?“
„Doch. Aber er weiß auch, dass ich das zu verhindern wissen werde.“
Verdammter Ravenclaw. „Du bist mein Aufpasser.“
„Sowas in der Richtung, ja. Du kannst dich heute Nacht dafür bedanken, dass ich dir den Tag rette.“
„Du mir? Da habe ich aber auch noch mitzureden.“ Wo rettete Scorpius denn bitte seinen Tag? Wenn man davon absah, dass er sich plötzlich sehr viel weniger verloren fühlte. Albus sah wieder zu seinem Vater. Anscheinend kannte er ihn doch besser, als er gedacht hatte.
„Seit wann hast du bei uns was zu sagen?“
Albus sah Scorpius an. Der ihn ebenfalls ansah. „Schon immer, das ist ja wohl klar.“
Ja, er hatte Scorpius den Rummel um ihre Beziehung ersparen wollen. Wirklich. Aber... so gesehen... es würde ohnehin bald rauskommen. Dass er ihn jetzt einfach in aller Öffentlichkeit küsste, zog es nur etwas vor.

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