[identity profile] exiles-diary.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Team: Nutellasalat
Autor: Jenchan
Challenge: Stimmungen - Albern
Titel: Unrockbar (geliehen von den Ärzten)
Fandom: Original
Charaktere: Sie
Words: ~420
Warnings: unbetaed, unkorrigiert

Kommentar: Einer geht noch! Einer geht noch leicht. @.@ zuviel schreiben macht gaga!

Unrockbar

Bunte Luftschlangen segelten um sie herum. Lautes Pfeifen, aus schief klingenden Tröten, klingelten in ihren Ohren. Sie fragte sich, was sie hier sollte. Sie fragte sich, wie sie hier reingeraten war, während sie beobachtete, wie einige Personen laut grölend schunkelten. Eindeutig betrunken.
Sie stützte ihre Stirn in ihre Handfläche und lachte leise verzweifelt. Das war doch wirklich lächerlich! Sie waren hier alle erwachsen, aber sie kam sich vor, wie im Kindergarten.
Sie fuhr sprang mit einem erschrockenen Schrei zur Seite und hielt sich ihr Ohr. Ein Typ hatte ins Ohr getrötet und lachte über seinen makaberen Scherz, bevor er ihr eine Luftschlange ins Gesicht pustete. Lächerlich. Absolut übermäßig, unbeschreiblich kindisch. Und sie mittendrin.
"Mach dich locker!", lallte ihr jemand ins Ohr und hing sich an ihre Schultern. "Wir sind hier, um Spaß zu haben! LEI LEI oder wie das auch heißt. Hier - friss ne Brezel." Darauf bekam sie ein halb angeknabbertes Stück Laugenbrezel und sie verzog das Gesicht. Verlegen lachte der Typ, der eine Fahne hatte, die noch gut zehn Kilometer gegen den Wind stank. "Sorry - hatte hunger. Aber sie ist noch gut!" Wie um das zu beweisen, biss er noch ein Stückchen ab.
Sie hätte ihm zu gern auf die Füße gekotzt, konnte aber den Impuls glücklicherweise noch einmal stoppen. Sie lächelte mit einer angewiderten Note und gab ihm die Brezel zurück. "Danke, ich habe schon gegessen", merkte sie an und versuchte dabei nicht zu atmen. "Entschuldigen Sie mich." Sie musste hier weg. Und dann ihrem Freund den Hals umdrehen. Sie hätte wirklich mehr von ihm erwartet. Das war wirklich das allerletzte, sie auf so eine Party zu verschleppen und sie darüber hinaus dann auch noch stehen zu lassen und all diesen... Kindsköpfen.
Suchend sah sie sich um, konnte ihren Partner aber nirgendwo entdecken. Wahrscheinlich war er selbst schon stockbesoffen. Das würde ihr dieser Mann wirklich büßen.
"Ah! Da bist du..." Mit einer blonden Schnepfe im Arm kam er auf sie zugetorkelt und bestätigten ihr damit ihren letzten Gedanken. "Darf ich dir vorstellen, das ist meine persönliche Rose..." Er kicherte, als hätte er einen Scherz gerissen.
Die blonde Schnepfe kicherte mit. "Sie sieht mehr aus wie eine Distel."
"Ach Rose... was du schon wieder sagst. Du bist betrunken. Sie ist eine wunderhübsche Rose." Sie hatte das Gefühl, ihre würde gleich der Kragen platzen und sie schaffte es diesmal nicht einmal mehr, ein angewidertes Lächeln loszuwerden. Nein, sie würde niemals Teil einer solch dämlichen Partygesellschaft werden. Mittlerweile fand sie das nicht mehr nur albern, sondern schlichtweg erbärmlich.

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