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Team: Nutellasalat
Autor: Jenchan
Challenge: Stimmungen - Starr vor Schreck
Titel: Stalker
Fandom: Original
Charaktere: Sie und der Stalker
Words: 355
Warnings: unbetaed, unkorrigiert

Kommentar: @.@ es ist erschöpfend, den ganzen Tag zu schreiben.


Stalker

Schon seit mehreren Tagen hatte sie ein ungutes Gefühl. Es war, als würde sie jemand beobachten. Aber sie sah niemanden. Sie drehte sich fast jede Minute um, wenn sie unterwegs war. Sie begann zumindest zu versuchen, sich Gesichter zu merken. Aber in ihrer Umgebung war nichts auffälliges zu entdecken.
Aber sie hatte Angst. Sie konnte sich kaum an das beklemmende Gefühl gewöhnen, das ihre Brust zusammenschnürte und ihr den Atem raubte. Es gab niemanden, der ihr helfen konnte und langsam glaubte sie selbst, dass sie einfach nur paranoid war. Vielleicht war sie ja wirklich gestört. Vielleicht sollte sie in die Klapse wandern.
Noch nie hatte sie solche Probleme gehabt. Noch nie!
Erst hatte sie sich nichts gedacht. Das kam doch immer mal vor, dass man sich beobachtet fühlte. Aber mit jedem Tag war dieses Gefühl stärker geworden. Sie war schon ganz wirr ihm Kopf, so sehr warf sie das aus der Bahn.
Tee... sie brauchte jetzt unbedingt Tee!
Der würde sie beruhigen. Mit zitternden Händen begann sie in der Küche herzuwerken. Sie verbrannte sich die Finger am heißen Wasserdampf und hätte auch noch beinahe ihre Lieblingstasse vom der Anrichte gefegt. Aber als der Tee langsam seinen Duft verbreitete, atmete sie tief durch. Es war alles in Ordnung. Sie war einfach nur etwas durch den Wind. Das würde sich schon wieder legen.
Sie ließ sich von dem Duft einhüllen und beruhigen. Nach einigen Minuten, entfernte sie den Teebeutel, warf ihn weg und nahm die heiße Tasse an sich. Sacht pustete sie über die Oberfläche der dunklen Flüßigkeit. So war es schon besser.
Sie verließ die Küche, um es sich im Wohnzimmer bequem zu machen und sich noch etwas mehr zu entspannen. Wenn sie sich erst einmal beruhigt hatte, würde alles besser werden. Alles war in Ordnung.
Wie in Zeitlupe segelte die Tasse zu Boden und zerstellte klirrend auf dem Laminat. "Hallo, Liebes..." Sie hörte die tiefen Worte des Mannes nur von weit her. Sie wollte Laufen, Schreien - alles. Nichts geschah - nichts konnte sie tun. Sie war wie erstarrte, als er langsam auf sie zukam. Und sie wusste mit plötzlicher Klarheit: Das war ihr Ende.

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