37. Orte: Waldlichtung - fürs Team
Sep. 30th, 2013 12:23 pmTeam: Nutellasalat
Autor: Jenchan
Challenge: Orte - Waldlichtung
Titel: Die Kunstaustellung
Fandom: Original (Tracy)
Charaktere: Tracy und ihr Macker
Words: ~980
Warnings: fluffy | unbetead, unkorrigiert
Continuation: Advent 2010 | Valentinstag 2011 | Sommerchallenge 2011 | Advent 2011 | Spam-Party 2012 | Advent 2012 | Sommerchallenge 2013 / 1
Kommentar: Ich bin so froh, dass ich mich endlich wieder zum Schreiben motivieren konnte.
Die Kunstaustellung
"Wohin gehen wir?", fragte Tracy mit einem skeptischen Lächeln im Gesicht. Es war Samstag und sie hatte frei. Endlich wieder einmal ein Wochenende wirklich frei. Sie hatte ausschlafen wollen, aber um neun Uhr morgens wurde sie aus dem Bett geklingelt.
Vor ihrer Tür stand ihr Freund und hielt ihr gut duftende, frisch gebackene Brötchen unter die Nase. Als würde er wirklich etwas brauchen, um bei ihr eingelassen zu werden. Dass sie nicht alleine Frühstücken musste, hatte die Aussichten auf das wochenende um einiges besser gemacht.
Beim Essen bekam sie dann auch gesagt, dass er sie heute auf ein Date ausführen wollte. Er war aber in den Planungen sehr vage geblieben, hatte sie nur gedrängt, sich etwas bequemes anzuziehen, damit sie bald loskonnten.
Und jetzt gingen sie Hand in Hand durch die Straßen. Es war warm und traumhaftes Wetter. Im Grunde wäre es ihr ja ganz egal, wenn er ihr keine Antwort geben würde. Oder gar nichts geplant hätte. Es war auf diese Weise auch wunderschön.
"Das wirst du gleich sehen. Ich bin mir sicher, dir wird es gefallen. Hab etwas Geduld." Nun, die geduldigste Person war Tracy nie gewesen, aber als sie ihn ansah, strahlten er sie so liebevoll an, dass sie gar kein Bedürfnis mehr hatte, noch weiter nach zu haken. Und es dauerte ja wirklich nicht mehr lange, bis sie ankamen. Wie sich herausstellte, hatte er sie zum Kunstforum entführt und sie konnte gerade noch einen Blick auf die Plakate werfen. Es war kein einzelner Künstler, der diesmal ausgestellt wurde, sondern ein Thema. Welches genau, hatte sie nicht mehr lesen können. Auch nicht, wie lange die Ausstellung schon lief oder noch laufen würde.
An der Kasse bezahlte natürlich er die Tickets und Tracys Herz flatterte ein wenig. Er war so zuvorkommend und es war... ein Date. Sie waren auf einem Date, das so überraschend kam, dass sie es erst jetzt so wirklich realisierte. Aber dann wiederum mochte sie diese Spontanität an ihm. Wie er immer wieder mit besonderen Überraschungen ankam und unerwartete Handlungen setzte. Nicht alle immer positiv, aber Himmel - sie hatte sich echt in diesem Mann verschossen.
"Ich hab mir gedacht, weil du ja so auf Pflanzen stehst, dass dir die Kunstaustellung vielleicht gefallen könnte. Und..." Verlegen kratzte er sich im Nacken und Tracys Herz quietschte auf. Sie fand diese Geste unglaublich niedlich. "Nichts...", schloss er lahm. "Komm - ich bin auch schon neugierig, was sie hier ausgestellt haben."
Tracy ließ sich an der Hand hinter ihm herziehen und verschränkte ihre Finger mit seinen, als er etwas langsamer ging, sobald die ersten Gemälde auftauchten. Landschaften. Sie war Floristin. Okay, sie mochte Natur, aber das war kaum vergleichbar. Sie war keine Försterin oder Landschaftsarchitektin. Aber der Gedanke dahinter rührte sie doch ein wenig.
Und die Bilder waren wirklich außergewöhnlich schön. Auch die Atmosphäre, die sie hier geschaffen hatten, machte den Ausflug noch viel angenehmer.
Trotzdem fragte sie sich immer wieder, was er ihr zuvor hatte sagen wollen. Sie grübelte und sah gelegentlich zu ihm, aber er schien sich die Gemälde ganz genau anzusehen. Kein Wunder. Er war von ihnen beiden der Kunstliebhaber. Der Fachexperte, was diese Dinge betraf. Aber sie fand es auch ganz schön, sich die malerischen Talente anzusehen. Die Werke, die vor hunderten von Jahren entstanden waren.
Sie ließ sich auch von seinen Erklärungen berieseln, wenn er etwas ganz besonders toll fand und eigentlich war es ein sehr schönes Date. Mitunter hätte er sie auch sonstwohin verschleppen können - sie fühlte sich in seiner Nähe einfach pudelwohl.
Dann sprang ihr ein besonders schönes Gemälde in die Augen. Das Ausstellungsstück war nicht sehr groß, aber es strahlte eine unglaubliche Atmosphäre aus. Tracy kam es ein bisschen so vor, als würd das Bild sie plötzlich umgeben und sie wirklich am Rande dieser Lichtung stehen. Wie lange es wohl gebraucht hatte, bis der Maler dieses Werk hatte umsetzen können? Die Sonne beleuchtete die Wiese auf der kleinen Lichtung, auf denen viele bunte Blumen wuchsen.
Tracy sah näher hin und konnte beinahe die einzelnen Arten an Wiesenblumen ausmachen. Bestimmt hatte es dort traumhaft gerochen.
"Du kriechst ja schon fast in dieses Bild hinein", spürte sie schließlich ein leichtes ziehen an ihrer Hand und ihre Augen leuchteten erfreut, als sie ihn ansah. "Es ist ein tolles Bild."
"Und ein sehr altes", grinste er. "Aber ich gebe dir Recht. Der Maler hat diese unberührte Landschaft sehr gut eingefangen." Einträglich schweigend ließen sie das Bild nun gemeinsam auf sich wirken und immer wieder drückte Tracy seine Hand. Sie konnte sich richtig vorstellen, wie sie beide mit Picknickkorb und Decke bewaffnet auf diese Wiese schlenderten, um sich einen traumhaften Tag zu machen.
So etwas hatten sie noch nie gemacht.
"Was wolltest du vorhin noch sagen? Als wir hier reingekommen sind", fragte sie schließlich leise und würde jetzt nicht aufgeben, darauf eine Antwort zu bekommen.
Dennoch wich er aus und erwiderte: "Nicht so wichtig. Wirklich... vergiss es einfach."
"Ich kanns aber nicht vergessen. Also?", hakte sie nach und hörte ihn seufzen.
"Heute vor zwei Jahren hast du mir das erste Mal erlaubt, dich auszuführen. Du erinnerst dich sicher nicht und es ist ja auch wirklich lächerlich... ich sag doch..."
Tracy drehte sich zu ihm und lächelte ihn liebevoll an. Sanft strich sie mit ihrer Hand über seine Wange. "Hylas und die Nymphen von J. W. Waterhouse. Das war das Gemälde, nicht wahr?", zeigte sie ihm, dass sie das nicht vergessen hatte. "Und du bist wirklich süß", neckte sie ihn und drückte ihm einen Kuss auf die andere Wange. "Nächstes Jahr bringst du mich dann auf so eine Waldlichtung und ich werds nicht vergessen, dass wir so einen seltsamen Jahrestag feiern", zwinkerte sie und zog ihn weiter zum nächsten Bild. Draußen war zwar traumhaftes Wetter und wer wusste schon, ob nächstes Jahr das Wetter auch so toll sein würde. Aber es spielte keine Rolle. Mit ihm an ihrer Seite schien die Sonne jeden Tag in ihrem Herzen.
Autor: Jenchan
Challenge: Orte - Waldlichtung
Titel: Die Kunstaustellung
Fandom: Original (Tracy)
Charaktere: Tracy und ihr Macker
Words: ~980
Warnings: fluffy | unbetead, unkorrigiert
Continuation: Advent 2010 | Valentinstag 2011 | Sommerchallenge 2011 | Advent 2011 | Spam-Party 2012 | Advent 2012 | Sommerchallenge 2013 / 1
Kommentar: Ich bin so froh, dass ich mich endlich wieder zum Schreiben motivieren konnte.
Die Kunstaustellung
"Wohin gehen wir?", fragte Tracy mit einem skeptischen Lächeln im Gesicht. Es war Samstag und sie hatte frei. Endlich wieder einmal ein Wochenende wirklich frei. Sie hatte ausschlafen wollen, aber um neun Uhr morgens wurde sie aus dem Bett geklingelt.
Vor ihrer Tür stand ihr Freund und hielt ihr gut duftende, frisch gebackene Brötchen unter die Nase. Als würde er wirklich etwas brauchen, um bei ihr eingelassen zu werden. Dass sie nicht alleine Frühstücken musste, hatte die Aussichten auf das wochenende um einiges besser gemacht.
Beim Essen bekam sie dann auch gesagt, dass er sie heute auf ein Date ausführen wollte. Er war aber in den Planungen sehr vage geblieben, hatte sie nur gedrängt, sich etwas bequemes anzuziehen, damit sie bald loskonnten.
Und jetzt gingen sie Hand in Hand durch die Straßen. Es war warm und traumhaftes Wetter. Im Grunde wäre es ihr ja ganz egal, wenn er ihr keine Antwort geben würde. Oder gar nichts geplant hätte. Es war auf diese Weise auch wunderschön.
"Das wirst du gleich sehen. Ich bin mir sicher, dir wird es gefallen. Hab etwas Geduld." Nun, die geduldigste Person war Tracy nie gewesen, aber als sie ihn ansah, strahlten er sie so liebevoll an, dass sie gar kein Bedürfnis mehr hatte, noch weiter nach zu haken. Und es dauerte ja wirklich nicht mehr lange, bis sie ankamen. Wie sich herausstellte, hatte er sie zum Kunstforum entführt und sie konnte gerade noch einen Blick auf die Plakate werfen. Es war kein einzelner Künstler, der diesmal ausgestellt wurde, sondern ein Thema. Welches genau, hatte sie nicht mehr lesen können. Auch nicht, wie lange die Ausstellung schon lief oder noch laufen würde.
An der Kasse bezahlte natürlich er die Tickets und Tracys Herz flatterte ein wenig. Er war so zuvorkommend und es war... ein Date. Sie waren auf einem Date, das so überraschend kam, dass sie es erst jetzt so wirklich realisierte. Aber dann wiederum mochte sie diese Spontanität an ihm. Wie er immer wieder mit besonderen Überraschungen ankam und unerwartete Handlungen setzte. Nicht alle immer positiv, aber Himmel - sie hatte sich echt in diesem Mann verschossen.
"Ich hab mir gedacht, weil du ja so auf Pflanzen stehst, dass dir die Kunstaustellung vielleicht gefallen könnte. Und..." Verlegen kratzte er sich im Nacken und Tracys Herz quietschte auf. Sie fand diese Geste unglaublich niedlich. "Nichts...", schloss er lahm. "Komm - ich bin auch schon neugierig, was sie hier ausgestellt haben."
Tracy ließ sich an der Hand hinter ihm herziehen und verschränkte ihre Finger mit seinen, als er etwas langsamer ging, sobald die ersten Gemälde auftauchten. Landschaften. Sie war Floristin. Okay, sie mochte Natur, aber das war kaum vergleichbar. Sie war keine Försterin oder Landschaftsarchitektin. Aber der Gedanke dahinter rührte sie doch ein wenig.
Und die Bilder waren wirklich außergewöhnlich schön. Auch die Atmosphäre, die sie hier geschaffen hatten, machte den Ausflug noch viel angenehmer.
Trotzdem fragte sie sich immer wieder, was er ihr zuvor hatte sagen wollen. Sie grübelte und sah gelegentlich zu ihm, aber er schien sich die Gemälde ganz genau anzusehen. Kein Wunder. Er war von ihnen beiden der Kunstliebhaber. Der Fachexperte, was diese Dinge betraf. Aber sie fand es auch ganz schön, sich die malerischen Talente anzusehen. Die Werke, die vor hunderten von Jahren entstanden waren.
Sie ließ sich auch von seinen Erklärungen berieseln, wenn er etwas ganz besonders toll fand und eigentlich war es ein sehr schönes Date. Mitunter hätte er sie auch sonstwohin verschleppen können - sie fühlte sich in seiner Nähe einfach pudelwohl.
Dann sprang ihr ein besonders schönes Gemälde in die Augen. Das Ausstellungsstück war nicht sehr groß, aber es strahlte eine unglaubliche Atmosphäre aus. Tracy kam es ein bisschen so vor, als würd das Bild sie plötzlich umgeben und sie wirklich am Rande dieser Lichtung stehen. Wie lange es wohl gebraucht hatte, bis der Maler dieses Werk hatte umsetzen können? Die Sonne beleuchtete die Wiese auf der kleinen Lichtung, auf denen viele bunte Blumen wuchsen.
Tracy sah näher hin und konnte beinahe die einzelnen Arten an Wiesenblumen ausmachen. Bestimmt hatte es dort traumhaft gerochen.
"Du kriechst ja schon fast in dieses Bild hinein", spürte sie schließlich ein leichtes ziehen an ihrer Hand und ihre Augen leuchteten erfreut, als sie ihn ansah. "Es ist ein tolles Bild."
"Und ein sehr altes", grinste er. "Aber ich gebe dir Recht. Der Maler hat diese unberührte Landschaft sehr gut eingefangen." Einträglich schweigend ließen sie das Bild nun gemeinsam auf sich wirken und immer wieder drückte Tracy seine Hand. Sie konnte sich richtig vorstellen, wie sie beide mit Picknickkorb und Decke bewaffnet auf diese Wiese schlenderten, um sich einen traumhaften Tag zu machen.
So etwas hatten sie noch nie gemacht.
"Was wolltest du vorhin noch sagen? Als wir hier reingekommen sind", fragte sie schließlich leise und würde jetzt nicht aufgeben, darauf eine Antwort zu bekommen.
Dennoch wich er aus und erwiderte: "Nicht so wichtig. Wirklich... vergiss es einfach."
"Ich kanns aber nicht vergessen. Also?", hakte sie nach und hörte ihn seufzen.
"Heute vor zwei Jahren hast du mir das erste Mal erlaubt, dich auszuführen. Du erinnerst dich sicher nicht und es ist ja auch wirklich lächerlich... ich sag doch..."
Tracy drehte sich zu ihm und lächelte ihn liebevoll an. Sanft strich sie mit ihrer Hand über seine Wange. "Hylas und die Nymphen von J. W. Waterhouse. Das war das Gemälde, nicht wahr?", zeigte sie ihm, dass sie das nicht vergessen hatte. "Und du bist wirklich süß", neckte sie ihn und drückte ihm einen Kuss auf die andere Wange. "Nächstes Jahr bringst du mich dann auf so eine Waldlichtung und ich werds nicht vergessen, dass wir so einen seltsamen Jahrestag feiern", zwinkerte sie und zog ihn weiter zum nächsten Bild. Draußen war zwar traumhaftes Wetter und wer wusste schon, ob nächstes Jahr das Wetter auch so toll sein würde. Aber es spielte keine Rolle. Mit ihm an ihrer Seite schien die Sonne jeden Tag in ihrem Herzen.