[identity profile] exiles-diary.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Team: Nutellasalat
Autor: Jenchan
Challenge: Kleidungsstücke - Samtkorsage
Titel: Addicted
Fandom: Original
Charaktere: Er und sie und jede Menge Korsagen
Words: ~980
Warnings: unbetaed, unkorrigiert

Kommentar: Erm... ja. Pointless.

Addicted

Er wusste noch nicht so ganz, warum er sich dazu breitschlagen ließ, mit ihr shoppen zu gehen. Das war das bisher langweiligste Date, auf dem er jemals gewesen war. Ihr dabei zuzusehen, wie sie selbst eher lustlos die Kleiderständer der Klamottenläden durchforstete und in Schuhhandlungen gefühlt jedes Paar Schuhe anprobierte.
Aber sie hatte so süß ausgesehen, als sie ihn regelrecht angefleht hatte, dass sie ihn begleitete. Sie war sogar bereit gewesen zu versprechen, dass sie ihn dafür entschädigte und es würde auch nicht lange dauern. Sie wollte nur endlich wieder einmal richtig shoppen gehen.
Schon seit einer gefühlten Ewigkeit dachte er immer wieder: Das muss eine wirklich gute Entschädigung sein, die sie ihm da versprochen hatte.
Denn wirklich 'kurz' dauerte dieser Ausflug nun wirklich nicht.
Als sie den Laden verließen, keimte in ihm die Hoffnung auf, dass sie nun endlich wirklich spannenderes machen konnten. Er machte schon seit Stunden gute Miene zu bösem Spiel und er wusste nicht, wie lange er wirklich noch Lächeln konnte. Aber er tat es und versuchte aufbauende Worte zu finden, als sie weiter durch das Shoppingcenter strichen. "Lass uns was essen gehen", bot er an, die Shoppingtour endlich zu einem Ende kommen zu lassen. Immerhin hatte sie bisher so gar nichts gekauft.
"Ja, das ist gar keine so schlechte Idee...", seufzte sie ergeben. Doch seine Freude währte nur kurz. "Oh... ohohoh... der Laden ist neu!" Die steigernde Begeisterung ließ ihn schlimmes ahnen und tatsächlich wurde er kurz darauf in eine Richtung gezogen. "Da MÜSSEN wir rein!"
Zu späte bemerkte er, wo sie ihn wirklich hineinschleifte. Erst, als er zwischen BHs und Unterhöschen stand, registrierte er, wo er hier gelandet war. Sie hatten ihn doch tatsächlich in einen Dessousladen gezogen.
"Äh... ich warte draußen?"
"Was? Warum denn! Oh sieh nur! Das sieht toll aus. Und das hier probier ich auch." Zu seinem Entsetzen bekam er auch gleich einige weiße, schwarze und rote Teil in die Hand gedrückt. Was sollte das denn werden?
Konnte die bitte aufhören, ihm irgendwelche Unterwäsche in die Pfoten zu drücken? Ihm war das gerade schrecklich unangenehm. Er hatte das Gefühl, dass die Verkäuferin schon blöde kuckte, aber er traute sich gar nicht den Blick zu heben. "Ich glaube, deine Unterwäsche solltest du lieber selbst kaufen..."
Das helle Lachen, das er im Grunde sehr attraktiv an ihr fand, stürzte ihn jetzt nur noch mehr in tiefe Verlegenheit.
"Das ist doch keine Unterwäsche! Hier, ich zeigs dir..." Er wurde tiefer in seine persönliche Hölle gezogen und schließlich fand er sich auf einem Stuhl wieder. Dann verschwand sie hinter einem Vorhang. Er hörte die Klamotten und den Verhang rascheln, genauso wie ein leises Ächzen. Womit hatte er so eine Strafe verdient?
Er überhörte glatt, wie sie wieder aus der Kabine kam und blickte erst auf, als sie etwas verstimmt sagte: "Du sollst kucken!"
Erschrocken sah er auf und seine Augen wurden tellergroß, als sie sich grinsend einmal drehte. "Und wie findest du es?"
Heilige Scheiße! Was waren das für Teile? Sie sah... unglaublich Sexy aus.
"Und das ist keine Unterwäsche?", versicherte er sich und sie lachte erneut.
"Nein, das ist eine Samtkorsage", erwiderte sie. "Hier fühl mal... geil ne?", nahm er seine Hand und legte sie auf den Stoff. Wie achtlos konnte diese Frau eigentlich sein!? Okay, sie hatte seine Hand nicht auf ihr Brüste gelegt, aber... aber...
Sein Blick fiel in das Dekoltee aus dem ihr Busen beinahe herauszuquillen schien. Er hatte bisher noch gar nicht so direkt registriert, wie gut gebaut sie eigentlich war. Okay, er hatte schon gewusst, dass sie attraktiv war - sonst wär sie wohl kaum seine Freundin - aber woah - das hatte gerade eine ganz andere Dimension erreicht.
Seine Hand lag immer noch auf ihren zugeschnürten Rippen und streichelten über den samtigen Stoff. Er schluckte schwer, während sie irgendeine Erklärung über Korsetts und Mieder und was sonst noch schnatterte. Sein Gehirn war gerade nicht bereit, solche komplizierten Gedanken aufzunehmen.
"Du hast bisher nie sowas getragen", murmelte er und unterbrach sie dabei.
Unwillig schnaufte sie. "Sowas ist heute auch gar nicht so leicht zu finden. Nicht in so modernen Schnitten und ich will ja nicht rumlaufen wie ein Bauerntrampel."
Oh - sie wäre wohl ein sehr sexy Bauerntrampel, dachte er bei sich und ließ seine Hand auf ihren Bauch wandern. So flach hatte er ihn gar nicht in Erinnerung. Seine Hand wanderte wieder nach oben und nur periphär bekam er das Räuspern seiner Freundin mit.
"...äh... ich zieh mich wieder um..." Jetzt schon? Er sah in ihr Gesicht, dass sich leicht zur Seite gedreht hatte. Ihre Hand hatte sich auf seine gelegt und schob sie wenig subtil wieder an ihre Ausgangsposition und weg von ihren Brüsten. Eine verlegene Röte zeichnete sich auf ihren Wangen ab.
Er leckte sich über die Lippen und beugte zu ihrem Ohr: "Soll ich dir beim Ausziehen helfen?" Er war gerade richtig scharf auf sie. Jetzt konnte er die Belohnung für diesen Ausflug noch weniger erwarten. "Du solltest solche Sachen wirklich öfter anziehen... du siehst scharf darin aus..."
"Ja, das merk ich, dass du grad spitz wirst." Wahrscheinlich sollte es neckend oder bissig klingen, aber ihre Stimme klang etwas belegt. "Pass auf, dass du keine Zelte baust und wenn ich wegen dir hier Hausverbot bekomme, werd ich NIE wieder ein Wort mit dir wechseln. Nur damit das klar ist."
Augenblicklich ließ er von ihr ab. "Ich werde draußen warten. Lass dir Zeit und such dir ein paar hübsche Sachen aus. Und dann bring ich dich nach Hause." Er zwinkerte leicht und schenkte ihre ein verheißungsvolles Lächeln.
"Du bist unmöglich!", beschwerte sie sich, schlug im dabei gegen die Schultern und verschwand wieder in der Umkleidkabine. Er empfand, dass er einen wirklichen Jackpot gelandet hatte und verließ gut gelaunt den Laden, um davor auf seine Freundin zu warten. Wenn das ihr neuer Lieblingsladen war, war er durchaus gewillt zu glauben, dass diese Beziehung lange halten konnte.

Profile

120_minuten: (Default)
Die Uhr läuft ... jetzt!

Most Popular Tags

January 2026

M T W T F S S
   1 234
567891011
12131415 161718
19202122232425
262728293031 

Style Credit

Powered by Dreamwidth Studios