[identity profile] nessaniel.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Team: Nutellasalat
Challenge: Personen – Jüngling in Nöten – fürs Team
Fandom: Star Wars: The Clone Wars
Titel: Soldatenpflicht
Inhalt: Obi-Wan und die Sexpollen, Teil 2: Auch die Klonkrieger sind um ihren General besorgt
Anmerkung: Ahsoka ist hier mindestens 17 Jahre alt. Passt zwar nicht in die Chronologie, aber ihr glorifizierter Kindersoldatenstatus in der Serie ist mir schon immer ein Dorn im Auge gewesen. Brr! Ich bin total unzufrieden damit: die POV ist überall, nur nicht da, wo sie sein soll, die Witze sind so flach, die passen unter jeder Tür durch und das ganze Thema ist mir völlig entglitten. HUMOR IST EINFACH NICHT MEIN GENRE. URGHS.



Soldatenpflicht

„Wie geht’s dem General?“
Ahsoka hätte nicht einmal hinsehen müssen, um zu bemerken, wie schlecht Cody sein Grinsen verhehlen konnte. Die Macht um ihn herum vibrierte förmlich vor unterdrücktem Frohsinn.

Sie versuchte, ihre strenge Miene zu bewahren, während sie ihr Tablett abstellte und neben Cody und Rex Platz nahm. Die beiden saßen wie üblich etwas abseits der gewöhnlichen Soldaten in der Mensa, so dass sie relativ ungestört waren. Andernfalls, so vermutete Ahsoka, hätte Cody niemals diese Frage gestellt.

„Besser“, sagte sie und stach den Löffel in ihr Mujakompott, darauf bedacht, keinen der beiden anzusehen. „Er …ähm… braucht nur ein wenig Ruhe.“
„Hm“, sagte Cody und schaute versonnen auf seinen eigenen halbleeren Teller. „Ich dachte immer, Jedi würden nicht krank.“
Ahsoka stutzte. Sie hatte keine große Lust, die beiden anzulügen, doch was blieb ihr anderes übrig? Sowohl Anakin und Obi-Wan hatten ihr eingeschärft, keine Unruhe unter den Soldaten zu verbreiten. Sie sollten sich ganz auf die bevorstehende Offensive konzentrieren.
Das wäre wesentlich leichter, dachte sie, wenn Meister Obi-Wan nicht mitten in der Einsatzbesprechung aufgesprungen und wie ein Wahnsinniger schreiend aus dem Raum gehastet wäre.
Und wenn das Ganze nicht so verdammt lustig wäre

„Er ist nicht krank“, sagte sie vage und biss sich hastig auf die Innenseiten der Wangen, um nicht völlig würdelos zu kichern. „Nur… überarbeitet?“
Rex, der sich bisher hinter seinem Wasserglas versteckt hatte, schnaubte plötzlich.
„Die Art von Überarbeitung hätte ich auch gern“, sagte er und machte damit alles zunichte, was Cody noch an Selbstbeherrschung hatte. Er prustete, schlug die Hand vor den Mund und warf Ahsoka einen entschuldigenden Blick zu, als er aufsprang, etwas von „dringend mehr Kompott!“ murmelte und davon stürmte.

Ahsoka sah ihm nach. „Ich tue einfach so, als sei das nicht passiert“, murmelte sie, doch irgendwann hielt sie Rex‘ unverhohlen neugierigen Blick nicht mehr aus. „Wie viele wissen schon davon?“
Rex winkte ab. „Bisher nur Cody und ich, keine Sorge.“
„Was ist mit Sweets und Blizzard? Sie waren doch auch bei der Besprechung.“
„Oh, denen haben wir erzählt, es sei eine… Störung in der Macht vorgefallen oder sowas.“ Er wedelte mit der Hand, als würde man damit alles hinfort erklären können und wenn Ahsoka ein bisschen weniger amüsiert und ein bisschen mehr aufrechter Padawan gewesen wäre, hätte sie ihm erklärt, dass man so nicht über die Macht sprach, doch so unterbrach sie ihn nicht, als Rex fortfuhr.

„Wir hätten es auch nicht verstanden, aber... einer unserer Brüder wurde auf Cornus 4 mit Yulaminze vergiftet und die Symptome sind ähnlich. Cody und ich kannten ihn und er hat es ein- oder zweihundert Mal erwähnt.“
„Was ist mit ihm passiert?“

„Er hat zwei Tage Landurlaub bekommen und kam mit dem breitesten Grinsen, das ich je gesehen habe, zurück.“
Ahsoka kicherte. „Ja, so etwas Ähnliches habe ich mir gedacht.“ Sie dachte an Anakins Gesicht, irgendwo zwischen Sorge und greller Schadenfreude verzogen, als er sie weggeschickt hatte, und an Obi-Wans völlig entkräftete Bitte, ihn auf der Stelle zu köpfen. Ein bisschen tat er ihr Leid schon und bevor sich ihr schlechtes Gewissen melden konnte, räusperte sie sich laut.

„Wir … wir sollten wirklich nicht so über den General sprechen“, erklärte sie und Rex nickte hastig und viel zu schnell.
„Natürlich nicht. Ich hoffe nur, dass er… eine... Lösung findet. Oder sowas.“
„Ja, genau! Eine… Lösung…“
Sie sahen sich eine Sekunde lang in die Augen, dann prusteten sie los, bis die anderen Soldaten verwundert die Köpfe wandten. Ahsoka biss sich auf die Lippen, doch es brachte überhaupt nichts, Rex steckte sie immer wieder mit neuem Gelächter an, bis sie völlig außer Atem waren und sich breit grinsend anstarrten.

„Ihr seid furchtbar. Beide!“, murmelte Cody, als er nach ein paar Augenblicken tatsächlich mit einer Schale Kompott zurückkam und sich wieder hinsetzte, während Rex damit beschäftigt war, sich die Lachtränen vom Gesicht zu wischen und Ahsoka unter den Tisch tauchte, um ihren Löffel aufzuheben.
„Komm schon, Cody“, sagte Rex gutgelaunt. „Du musst zugeben, dass es wirklich lustig ist. Wie hoch standen die Chancen, dass gerade General Kenobi mit Yulaminze in Kontakt kommt?“
„Das ist kein Grund. Er ist immer noch der General und es ist äußerst ungünstig, dass er so kurz vor der Offensive… krank ist.“
Rex zuckte die Schultern. „Wir haben noch viel Zeit vor dem Abflug. Ist ja nicht so, als sei es schwierig, ein Heilmittel zu finden. Auch wenn es bisher nicht so aussieht, als sei er besonders erfolgreich gewesen.
„Gehören schließlich zwei dazu.“
„Oder eine Handvoll Credits und ein paar Stunden Zeit in den unteren Ebenen.“
„Rex!“ Cody war empört.
„Was denn? Ist doch wahr.“
Hastig warf Cody einen Blick auf Ahsoka, doch sie grinste bloß. Das hier war Gold wert, fand sie, sie sollte sich wohlmöglich ein paar Notizen machen.
„Der General ist ein Jedi. Er hat im Gegensatz zu dir ein paar Standards“, erklärte Cody im Brustton der Überzeugung, doch Rex schien ihm nicht einmal richtig zuzuhören.
„Hmm… vielleicht sollte einer von uns anbieten, ihm zu helfen.“
„W-was.“
„Du hast mich schon verstanden. Es ist die Pflicht eines jeden Soldaten, dafür zu sorgen, dass der Ranghöhere überlebt. Würdest du ihm etwa nicht helfen wollen?“
Cody schluckte. „Ich würde mein Leben für den General geben“, sagte er tapfer, doch Rex ließ nicht locker.
„Siehst du. Wobei ich glaube, dass das ihm das nun gerade nicht weiterhelfen würde…“
„Glaub ich auch nicht“, stimmte Ahsoka zu und Cody wich alle Farbe aus dem Gesicht.
„Ahsoka…“
„Was? Ich kann mir nicht vorstellen, dass er dermaßen wild ist…“
Cody stöhnte und schlug sich die Hände vors Gesicht, aber Rex war nicht mehr zu bremsen.
„Wirklich, hast du noch nie drüber nachgedacht? Ich meine, du bist doch ständig mit ihm zusammen, ob im Feld oder hier auf Coruscant. Da lernt man sich doch etwas besser kennen…“
„Ja“, stimme Ahsoka mit ein, „und überhaupt, du kannst nicht sagen, dass Meister Obi-Wan kein attraktiver Mann ist.“
„Richtig, richtig, er ist ein ganz besonders stattliches Exemplar…“
„Und immer so höflich!“
„Und mutig und umsichtig! Ein echter Held eben!“
„Nicht wahr!“
Cody schien unter den geballten Albernheiten von Ahsoka und Rex langsam aber sich zusammenzubrechen und als Rex sich anschickte, im Detail über die … intimeren Vorzüge von Meister Kenobi zu sprechen, warf Cody ihm bloß einen zornfunkelnden Blick zu, der Ahsoka dazu veranlasste, vor Lachen von der Bank zu rechten.
„Ihr gehört vors Kriegsgericht!“, entschied er, nachdem sich die beiden von ihrem Lachkrampf erholt hatten und weigerte sich, sie auch nur eines Blickes zu würdigen.

„Ist doch nur Spaß, Cody“, murmelte Ahsoka schließlich versöhnlich, doch bevor sie weitersprechen konnte, blinkte ihr Commlink.
„Ja, Meister?“, sagte sie eifrig und wandte sich von Rex ab, der blödsinnige Grimassen schnitt.
„Snips, ab in den Hangar, wir haben zu tun“, ertönte Anakins Stimme und Ahsoka sprang sofort auf.
„Bin unterwegs. Tut mir Leid, Jungs, ihr müsst ohne mich über die epische Liebesgeschichte zwischen Cody und Obi-Wan diskutieren.“
„Wie schade“, zischte Cody, doch er musste grinsen, als sich Ahsoka theatralisch an die Brust griff und verträumt seufzte.
„Keine Sorge, Ahsoka, ich werde dich würdig vertreten.“
„Daran hege ich gar keinen Zweifel, Rex“, erwiderte sie, dann ging sie zügig durch die Mensa und war innerhalb weniger Augenblicke verschwunden.

Rex sah ihr lange nach, bis Cody sich plötzlich räusperte.
„Weißt du, wenn er kein General wäre, dann hätte ich ihm schon längst ausgeholfen.“
Rex wandte abrupt den Kopf und starrte seinen Freund verblüfft an.
„Wie bitte?“
„Du weißt, was ich meine“, murmelte Cody. „Du hast es selbst gesagt: ich würde alles für meine Leute tun und das stimmt auch. Und wenn sich einer meiner Männer mit dieser…Sache angesteckt hätte, dann würde ich ihm auf der Stelle meine Hilfe anbieten. Aber nicht bei General Kenobi. Oder überhaupt einem General“, fügte er hastig hinzu, doch es schien nicht so, als wolle Rex einen dummen Spruch reißen.
Stattdessen schwieg er einen Moment lang, dann klopfte er Cody anerkennend auf die Schulter.
„Das ist wirklich edel von dir. Und ein ganz kleines bisschen selbstverliebt.“
Cody lachte. „Stimmt schon. Aber du verstehst was ich meine?“
„Voll und ganz.“ Rex nickte. „Die Hierarchie muss gewahrt werden.“
„Genau.“
„Meinst du dann, dass General Skywalker vielleicht…“
„DARÜBER WERDEN WIR NICHT WEITER REDEN!“

-Ende

Date: 2014-05-07 04:44 pm (UTC)
ext_184151: (Sylar-Sex?)
From: [identity profile] nyx-chan.livejournal.com
(Joined late the party! But anyway...)

Für beide Teile sprechend, aber besonders für den Zweiten: Was hab ich gelacht! Ich halte wirklich nichts vom Sexpollen-Trope, aber allein für dieses Mensa-Gespräch bin ich dem Trope dankbar - all the love!
Hach, herrlich <3

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