Heldenreise II
Sep. 2nd, 2013 04:09 pmTeam: Sirius
Challenge: Heldenreise: Die Welt gerät aus den Fugen – Einführung des Konflikts
Fandom: Sailor Moon
Charaktere: OC Chalja/Sailor Sirius, Poseidon, OC Elia/Sailor Andromeda, Venus, Mars, Pluto
Widmung: Feli, weil im Grunde ein Teil des Casts schon vor Ewigkeiten in unseren ENSen das Lichtder Welt von Animexx erblickt hat. *g*
Wörter: 1366
Anmerkung: Ich gebs auf. Ich lasse einfach meine Muse machen und warte ab, was dabei rauskommt. -_-
Teil 1
Aus sicherer Entfernung beobachtete Chalja das Geschehen tief unter ihr. Als Andromeda sie gerufen hatte, hatte sie noch an einen schlechten Scherz geglaubt. Dass Elia etwas zu viel über den Durst getrunken hatte.
Aber das war eher ihr eigenes Laster. Wenn Elia etwas anpackte, machte sie es zu einhundert Prozent.
Und wenn Neo-Queen Serenity den Karren gegen die Wand setzte, dann mit Vollgas. Sie seufzte. Die Herrscherin dieses Planeten konnte wohl nichts dafür. Außer, man konnte jemanden wegen seiner Ignoranz beschuldigen. Es gab Planeten, da war das üblich.
Nicht auf der Erde.
Liebe und Frieden für alle.
Sie hätte ein Paradies werden können, ohne Frage.
Aber andauernder Frieden führte nunmal zur Langeweile, das lag in der Natur der Dinge. Wenn jemanden langweilig war, suchte er sich eine Beschäftigung. Das war okay, wenn er eine Weltreise plante, oder einen kleinen Trip zu einem anderen Planeten. Kinmoku war ein beliebtes Reiseziel. Chalja zog die Pleijaden vor, aber sie war ja auch kein Mensch. Zum Glück.
Alles in allem war das noch keine gefährliche Mischung. Nur die Basis. Wenn dann wieder welche damit anfingen, sich über andere zu erheben, dann wurde es richtig übel. Und dann wachte der Abschaum wieder auf.
Die alte, dunkle Energie unter ihr ballte sich zusammen, als spürte sie ihre Anwesenheit. Vermutlich war es sogar der Fall. Chalja umfasste das glänzende Juwel, das sie an einer silbernen Kette um ihren Hals trug. Energie umhüllte sie und sie spürte die Kraft ihres Sterns, die sie erfüllte. Des hellsten Sternes an diesem Himmel.
Leichtfüßig sprang sie herab und landete sicher auf ihren Füßen. „Guten Morgen, Poseidon. Ich denke, das ist der Name, der momentan noch aktuell für dich ist?“
Die Energie nahm Gestalt an und wurde zu einem älteren Mann mit Lendenschurz und Dreizack. Nicht sehr zeitgemäß.
„Sailor Sirius. Was verschafft mir die fragwürdige Ehre?“
„Nur meine Neugierde. Hast du es diesmal nur auf diesen Planeten abgesehen oder wieder auf die ganze Galaxie? Für diesen Fall aber muss ich dich warnen, ich bin in wenig duldsamer Stimmung, weil Sailor Andromeda mich aus dem Urlaub geholt hat.“
„Ich wusste nicht, dass eine Sailor Kriegerin Urlaub hat.“ Der Gott klang amüsiert und Sirius lächelte schmal. „Es kommt selten genug vor, umso schwerer wiegt diese Störung.“
Poseidon maß sie mit einem langen Blick. „Ich werde den Menschen dieses Planeten nur geben, was sie sich wünschen. Wieder selbst bestimmen zu können und nicht von einer Göttin regiert zu werden, die niemand je gesehen hat.“
„Keine Einwände bis hierhin, aber wie willst du das machen? Ihnen die nächste Fremdherrschaft aufzwingen?“ Ja, das hatte in der Geschichte dieser Galaxie immer wunderbar funktioniert.
Es hatte seine Gründe, warum die Systeme Sirius und Andromeda sich aus den Angelegenheiten anderer heraushielten. Das endete nur im Stress. Mit den eigenen Leuten und den anderen.
„Du wirst mir wohl zustimmen, wenn ich sage, dass man dieses Volk kaum sich selbst überlassen kann, oder nicht?“
„Ganz ehrlich: Dieser Planet interessiert mich so null. Sollen die hier machen, was sie wollen, ich schaue zu und genieße die Show. Aber du hast immer noch nicht auf meine Frage geantwortet. Wirst du dich mit diesem Sonnensystem zufriedengeben?“
„Mit einem System, das meiner nicht einmal im Ansatz würdig ist? Meine Liebe, ich habe dir mehr Verstand zugetraut.“
„Und ich habe auf eine andere Antwort gehofft.“ Sirius verbeugte sich. „Dann zähle mich zu deinen Gegnern.“
„Wir befinden uns im Einflussbereich des Mondkönigreiches. Die Königin wird keine gewaltsamen Methoden billigen.“
„Und darauf hoffst du? Verehrtester, du scheinst vergessen zu haben, das mich Recht und Gesetz immer wenig interessiert haben. Serenity wird uns wohl kaum den Krieg erklären, weil ich dich zur Hölle schicke. Dafür fehlt ihr der Mumm.“ Mit einer lässigen Bewegung ihres Handgelenkes beschwor sie ihren Stab hervor, an dessen Spitze ihr Juwel in einem klaren Eisblau glänzte.
Poseidon lachte. „Willst du hier und jetzt mit mir kämpfen?“
„Mitnichten. Ich bin nicht so lebensmüde, es unter der Erde mit dir aufzunehmen und habe noch eine Verabredung. Nimm meinen guten Rat an und geh wieder schlafen. Das wäre sehr viel gesünder für dich.“ Sie verbeugte sich, wirbelte ihren Stab einmal herum und verschwand.
Um direkt neben Andromeda, Venus, Mars und Pluto wieder aufzutauchen.
„Habt ihr es gesehen?“ Die Frage war überflüssig. Andromedas Gesicht war hart und Venus und Mars wirkten eher schockiert. Nur Pluto war gelassen wie immer und das Licht ihres Talismans, durch den die anderen das Gespräch hatten verfolgen können, verblasste.
„Wer war das?“, fragte Mars, „Wie lange ist er schon hier?“
„Ihr nennt ihn Poseidon. Aber er hat viele Namen. Was er genau ist... keiner weiß das. Wir vermuten er und seine Kollegen sind entstanden, als die Energie der Sterne noch ungezügelter war. Wilder. Er ist jedenfalls fast so alt wie das Universum und es heißt, er habe am Anfang darüber geherrscht. Das kann stimmen oder nicht, Zeus hat da seine eigene Meinung zu, aber der wurde von Sailor Mira und Sailor Vega vor ein paar tausend Jahren aus diesem Universum gepustet und kann daher nicht mehr gefragt werden.“
„Das sind die griechischen Götter.“
„Sehr scharfsinnig, Venus. Immerhin ist nicht jeder, der dem Herrscherpaar nahesteht, vollkommen beschränkt. Aber das sind nur die Geschichten, mit denen euer Planet sie versucht zu erklären. Jeder hat seine eigenen Legenden, in denen sie auftauchen, nehmt euch also besser nicht zu wichtig.“
Mars wollte auffahren, aber Pluto hielt sie zurück. „Hört ihnen zu.“
Andromeda nickte. „Genau, hört erst zu. Die alten Sailor Kriegerinnen haben der Herrschaft der Götter ein Ende bereitet. Nunja, nicht allen. Wer sich mit einem kleinem Eckchen zufriedengegeben hat, durfte es behalten, wenn keiner Einwände hatte, aber die Systeme, deren Volk keinen Gott mehr als Herrscher haben wollte, wurden unabhängig. Unsere gehören dazu. Das passte den alten Göttern nicht, wie ihr euch denken könnt. Es kam zum Krieg, einige wurden vernichtet, andere nur schlafen gelegt. Eine der früheren Mondköniginnen, eine eher untergeordnete Göttin, die ohne den Silberkristall schon lange Konfetti gewesen wäre, hat Poseidon mit ihrem Silberkristall tief unter die Erde geschickt. Jetzt ist er aber aufgewacht.“
An dieser Stelle hakte Sirius wieder ein. „Und er beruft sich auf die Wahlfreiheit der Bewohner eines Planeten. Sie wollen keine Fremdherrschaft, also befreit er sie davon. Das würde bedeuten, dass uns die Hände gebunden sind. Praktischerweise hat der Narr aber zugegeben, dass er sich mit diesem Sonnensystem nicht zufriedengibt. Wie ihr ja mitbekommen habt. Und damit haben wir jede Freiheit, ihm nach dem interstellaren Recht den Arsch aufzureißen.“
„Und wie wollt ihr das machen?“
Sie sollte ihre Meinung über das Sailor Team dieses Planeten wohl doch wieder revidieren. Mars Frage war jedenfalls wirklich lächerlich. Grinsend ließ sie eine eisblaue Energiekugel in ihrer Hand erscheinen, von der ein kalter Hauch ausging. „Na was meinst du? Wir sind keine Pazifisten, so wie ihr.“
„Aber wir brauchen eure Hilfe“, unterbrach Andromeda sie. „Poseidon hat lange unter der Erde geschlafen und dabei viel Energie gesammelt. Wir sind mächtiger als ihr, aber vielleicht nicht mächtig genug. Um Poseidon loszuwerden, könnte die Hilfe von jemand anderem praktisch sein. Und um den zu finden, brauchen wir euch.“
„Warum wir?“, fragte Venus misstrauisch. Okay, nicht total beschränkt. Nur fast.
„Weil du, Venus, die Anführerin der Garde dieser Stadt bist. Du hast damit Zugang zu allen Sperrgebieten dieses Planeten. Und du, Mars, bist wohl die einzige, die seinen Aufenthaltsort herausfinden kann.“
„Das Reden übernehmen dann wir“, fuhr Sirius fort, „Andromeda hatte mal was mit ihm, das hilft vielleicht. Oder er will uns direkt wegpusten, wer weiß das schon.“
„Wird er nicht“, murmelte Andromeda und Sirius hätte fast gelacht. „Abwarten. Dieser Kerl ist unberechenbar. Er tut, was er für richtig hält, sonst nichts. Vielleicht hat er Lust, uns zu helfen. Vielleicht entscheidet er sich auch für Poseidon.“
„Er ist nunmal der Gott des Chaos.“ Andromeda klang, als wäre sie immer noch über beide Ohren in ihn verliebt. Sirius hatte gehofft, sie wäre inzwischen darüber hinweg.
„Ihr macht Witze!“, keuchte Venus, die anscheinend endlich begriff, von wem sie gerade sprachen.
„Aber nein.“ Sirius lächelte. „Wir wollen Loki aufwecken.“
Challenge: Heldenreise: Die Welt gerät aus den Fugen – Einführung des Konflikts
Fandom: Sailor Moon
Charaktere: OC Chalja/Sailor Sirius, Poseidon, OC Elia/Sailor Andromeda, Venus, Mars, Pluto
Widmung: Feli, weil im Grunde ein Teil des Casts schon vor Ewigkeiten in unseren ENSen das Licht
Wörter: 1366
Anmerkung: Ich gebs auf. Ich lasse einfach meine Muse machen und warte ab, was dabei rauskommt. -_-
Teil 1
Aus sicherer Entfernung beobachtete Chalja das Geschehen tief unter ihr. Als Andromeda sie gerufen hatte, hatte sie noch an einen schlechten Scherz geglaubt. Dass Elia etwas zu viel über den Durst getrunken hatte.
Aber das war eher ihr eigenes Laster. Wenn Elia etwas anpackte, machte sie es zu einhundert Prozent.
Und wenn Neo-Queen Serenity den Karren gegen die Wand setzte, dann mit Vollgas. Sie seufzte. Die Herrscherin dieses Planeten konnte wohl nichts dafür. Außer, man konnte jemanden wegen seiner Ignoranz beschuldigen. Es gab Planeten, da war das üblich.
Nicht auf der Erde.
Liebe und Frieden für alle.
Sie hätte ein Paradies werden können, ohne Frage.
Aber andauernder Frieden führte nunmal zur Langeweile, das lag in der Natur der Dinge. Wenn jemanden langweilig war, suchte er sich eine Beschäftigung. Das war okay, wenn er eine Weltreise plante, oder einen kleinen Trip zu einem anderen Planeten. Kinmoku war ein beliebtes Reiseziel. Chalja zog die Pleijaden vor, aber sie war ja auch kein Mensch. Zum Glück.
Alles in allem war das noch keine gefährliche Mischung. Nur die Basis. Wenn dann wieder welche damit anfingen, sich über andere zu erheben, dann wurde es richtig übel. Und dann wachte der Abschaum wieder auf.
Die alte, dunkle Energie unter ihr ballte sich zusammen, als spürte sie ihre Anwesenheit. Vermutlich war es sogar der Fall. Chalja umfasste das glänzende Juwel, das sie an einer silbernen Kette um ihren Hals trug. Energie umhüllte sie und sie spürte die Kraft ihres Sterns, die sie erfüllte. Des hellsten Sternes an diesem Himmel.
Leichtfüßig sprang sie herab und landete sicher auf ihren Füßen. „Guten Morgen, Poseidon. Ich denke, das ist der Name, der momentan noch aktuell für dich ist?“
Die Energie nahm Gestalt an und wurde zu einem älteren Mann mit Lendenschurz und Dreizack. Nicht sehr zeitgemäß.
„Sailor Sirius. Was verschafft mir die fragwürdige Ehre?“
„Nur meine Neugierde. Hast du es diesmal nur auf diesen Planeten abgesehen oder wieder auf die ganze Galaxie? Für diesen Fall aber muss ich dich warnen, ich bin in wenig duldsamer Stimmung, weil Sailor Andromeda mich aus dem Urlaub geholt hat.“
„Ich wusste nicht, dass eine Sailor Kriegerin Urlaub hat.“ Der Gott klang amüsiert und Sirius lächelte schmal. „Es kommt selten genug vor, umso schwerer wiegt diese Störung.“
Poseidon maß sie mit einem langen Blick. „Ich werde den Menschen dieses Planeten nur geben, was sie sich wünschen. Wieder selbst bestimmen zu können und nicht von einer Göttin regiert zu werden, die niemand je gesehen hat.“
„Keine Einwände bis hierhin, aber wie willst du das machen? Ihnen die nächste Fremdherrschaft aufzwingen?“ Ja, das hatte in der Geschichte dieser Galaxie immer wunderbar funktioniert.
Es hatte seine Gründe, warum die Systeme Sirius und Andromeda sich aus den Angelegenheiten anderer heraushielten. Das endete nur im Stress. Mit den eigenen Leuten und den anderen.
„Du wirst mir wohl zustimmen, wenn ich sage, dass man dieses Volk kaum sich selbst überlassen kann, oder nicht?“
„Ganz ehrlich: Dieser Planet interessiert mich so null. Sollen die hier machen, was sie wollen, ich schaue zu und genieße die Show. Aber du hast immer noch nicht auf meine Frage geantwortet. Wirst du dich mit diesem Sonnensystem zufriedengeben?“
„Mit einem System, das meiner nicht einmal im Ansatz würdig ist? Meine Liebe, ich habe dir mehr Verstand zugetraut.“
„Und ich habe auf eine andere Antwort gehofft.“ Sirius verbeugte sich. „Dann zähle mich zu deinen Gegnern.“
„Wir befinden uns im Einflussbereich des Mondkönigreiches. Die Königin wird keine gewaltsamen Methoden billigen.“
„Und darauf hoffst du? Verehrtester, du scheinst vergessen zu haben, das mich Recht und Gesetz immer wenig interessiert haben. Serenity wird uns wohl kaum den Krieg erklären, weil ich dich zur Hölle schicke. Dafür fehlt ihr der Mumm.“ Mit einer lässigen Bewegung ihres Handgelenkes beschwor sie ihren Stab hervor, an dessen Spitze ihr Juwel in einem klaren Eisblau glänzte.
Poseidon lachte. „Willst du hier und jetzt mit mir kämpfen?“
„Mitnichten. Ich bin nicht so lebensmüde, es unter der Erde mit dir aufzunehmen und habe noch eine Verabredung. Nimm meinen guten Rat an und geh wieder schlafen. Das wäre sehr viel gesünder für dich.“ Sie verbeugte sich, wirbelte ihren Stab einmal herum und verschwand.
Um direkt neben Andromeda, Venus, Mars und Pluto wieder aufzutauchen.
„Habt ihr es gesehen?“ Die Frage war überflüssig. Andromedas Gesicht war hart und Venus und Mars wirkten eher schockiert. Nur Pluto war gelassen wie immer und das Licht ihres Talismans, durch den die anderen das Gespräch hatten verfolgen können, verblasste.
„Wer war das?“, fragte Mars, „Wie lange ist er schon hier?“
„Ihr nennt ihn Poseidon. Aber er hat viele Namen. Was er genau ist... keiner weiß das. Wir vermuten er und seine Kollegen sind entstanden, als die Energie der Sterne noch ungezügelter war. Wilder. Er ist jedenfalls fast so alt wie das Universum und es heißt, er habe am Anfang darüber geherrscht. Das kann stimmen oder nicht, Zeus hat da seine eigene Meinung zu, aber der wurde von Sailor Mira und Sailor Vega vor ein paar tausend Jahren aus diesem Universum gepustet und kann daher nicht mehr gefragt werden.“
„Das sind die griechischen Götter.“
„Sehr scharfsinnig, Venus. Immerhin ist nicht jeder, der dem Herrscherpaar nahesteht, vollkommen beschränkt. Aber das sind nur die Geschichten, mit denen euer Planet sie versucht zu erklären. Jeder hat seine eigenen Legenden, in denen sie auftauchen, nehmt euch also besser nicht zu wichtig.“
Mars wollte auffahren, aber Pluto hielt sie zurück. „Hört ihnen zu.“
Andromeda nickte. „Genau, hört erst zu. Die alten Sailor Kriegerinnen haben der Herrschaft der Götter ein Ende bereitet. Nunja, nicht allen. Wer sich mit einem kleinem Eckchen zufriedengegeben hat, durfte es behalten, wenn keiner Einwände hatte, aber die Systeme, deren Volk keinen Gott mehr als Herrscher haben wollte, wurden unabhängig. Unsere gehören dazu. Das passte den alten Göttern nicht, wie ihr euch denken könnt. Es kam zum Krieg, einige wurden vernichtet, andere nur schlafen gelegt. Eine der früheren Mondköniginnen, eine eher untergeordnete Göttin, die ohne den Silberkristall schon lange Konfetti gewesen wäre, hat Poseidon mit ihrem Silberkristall tief unter die Erde geschickt. Jetzt ist er aber aufgewacht.“
An dieser Stelle hakte Sirius wieder ein. „Und er beruft sich auf die Wahlfreiheit der Bewohner eines Planeten. Sie wollen keine Fremdherrschaft, also befreit er sie davon. Das würde bedeuten, dass uns die Hände gebunden sind. Praktischerweise hat der Narr aber zugegeben, dass er sich mit diesem Sonnensystem nicht zufriedengibt. Wie ihr ja mitbekommen habt. Und damit haben wir jede Freiheit, ihm nach dem interstellaren Recht den Arsch aufzureißen.“
„Und wie wollt ihr das machen?“
Sie sollte ihre Meinung über das Sailor Team dieses Planeten wohl doch wieder revidieren. Mars Frage war jedenfalls wirklich lächerlich. Grinsend ließ sie eine eisblaue Energiekugel in ihrer Hand erscheinen, von der ein kalter Hauch ausging. „Na was meinst du? Wir sind keine Pazifisten, so wie ihr.“
„Aber wir brauchen eure Hilfe“, unterbrach Andromeda sie. „Poseidon hat lange unter der Erde geschlafen und dabei viel Energie gesammelt. Wir sind mächtiger als ihr, aber vielleicht nicht mächtig genug. Um Poseidon loszuwerden, könnte die Hilfe von jemand anderem praktisch sein. Und um den zu finden, brauchen wir euch.“
„Warum wir?“, fragte Venus misstrauisch. Okay, nicht total beschränkt. Nur fast.
„Weil du, Venus, die Anführerin der Garde dieser Stadt bist. Du hast damit Zugang zu allen Sperrgebieten dieses Planeten. Und du, Mars, bist wohl die einzige, die seinen Aufenthaltsort herausfinden kann.“
„Das Reden übernehmen dann wir“, fuhr Sirius fort, „Andromeda hatte mal was mit ihm, das hilft vielleicht. Oder er will uns direkt wegpusten, wer weiß das schon.“
„Wird er nicht“, murmelte Andromeda und Sirius hätte fast gelacht. „Abwarten. Dieser Kerl ist unberechenbar. Er tut, was er für richtig hält, sonst nichts. Vielleicht hat er Lust, uns zu helfen. Vielleicht entscheidet er sich auch für Poseidon.“
„Er ist nunmal der Gott des Chaos.“ Andromeda klang, als wäre sie immer noch über beide Ohren in ihn verliebt. Sirius hatte gehofft, sie wäre inzwischen darüber hinweg.
„Ihr macht Witze!“, keuchte Venus, die anscheinend endlich begriff, von wem sie gerade sprachen.
„Aber nein.“ Sirius lächelte. „Wir wollen Loki aufwecken.“