Heldenreise I
Sep. 1st, 2013 11:44 pmTeam: Sirius
Challenge: Heldenreise: Der Held in seiner Welt
Fandom: Sailor Moon
Charaktere: Venus, Mars, Pluto
Anmerkung: Ähm... plötzlich wars der Auftakt der Heldenreise. o_O; Fragt mich nicht, wie das passiert ist, ich gebe der Bahn die Schuld. Und meinem Strickzeug. Und sowieso.
Die Sterne glitzerten über der Stadt, die ihnen scheinbar Konkurrenz machen wollte. Die glatten, kristallenen Fassaden und der Palast reflektierten jedes Licht tausendfach und verliehen Kristall-Tokyo eine überiridische, atemberaubende Schönheit.
Eine Schönheit, die durch nichts getrübt werden konnte, eine Reinheit, die nichts beschmutzen konnte. So erschien es jedenfalls.
Venus und Mars gingen durch die noch immer belebten Straßen der Unterstadt, wo das einzige, was glitzerte, die Schilder über den Eingängen von Nachtclubs waren. Werbetafeln und zwischendurch das Leuchten eines Blaulichts. Letzteres kam aber nur sehr selten vor. Dieser Teil der Stadt war vergessen worden. Sich selbst überlassen. Hier lebten die, die sich nicht der neuen Weltordnung hatten anpassen wollen. Die, die keine göttliche Herrscherin wollten, die sie nie zu sehen bekamen. Keine Monarchie, in der das Parlament nur noch symbolische Funktion hatte.
Hier hatte der Schwarze Mond seinen Ursprung gehabt und hier brodelte noch mehr.
Venus spürte es. Die Unzufriedenheit.
„Wir sollten nicht hier sein, wenn man uns erkennt, sind wir geliefert.“ Mars Stimme war leise, aber klang nicht ängstlich. Im Gegenteil. Sie schien die Konfrontation zu suchen.
„Vielleicht haben sie Recht, weißt du?“ Venus sah sich um. Wo war sie? Sie waren hierherbestellt worden und nun tauchte ihre Kontaktperson nicht auf?
„Spinnst du? Die Königin hat der Welt den Frieden gebracht!“
„Aber die Menschen brauchen irgendein Ventil. Leugne nicht, dass sie eine temperamentvolle Rasse sind. Sie mögen Kriegen gegenüber nicht mehr so begeistert sein wie vor dem ersten und dem zweiten Weltkrieg aber andauernder Frieden... das hat noch nirgendwo funktioniert.“ Die Stimme kam aus einer Seitengasse, aus der Pluto heraustrat, gekleidet in schlichte Jeans und einen langen, dunkelgrünen Mantel. Ihre Haare trug sie ebenso wie Mars und Venus zu einem Pferdeschwanz gebunden. „Seid ihr auch herbestellt worden?“
„Ja. Aber du scheinst mehr über die Sache zu wissen als wir.“ Mars klang etwas eingeschnappt, aber Pluto ließ sich nicht beeindrucken.
„Natürlich. Aber ich kann es euch nicht sagen.“
Wächterin von Raum und Zeit. Natürlich wusste sie alles. Sehr zu Venus Leidwesen ging sie mit diesem Wissen aber sehr sparsam um.
„Du sagst also, dass es zu einem Aufstand kommen wird“, schlussfolgerte Mars scharf und sah sich um. Etwas zu auffällig vielleicht, aber es war zu spät, sie daran zu hindern.
„Vielleicht. Sie fühlen sich übergangen. Diese Menschen hier.“
Ja, das konnte Venus sehen. „Sie könnten vor den Thron treten, der König würde sie sicher anhören.“
Ein Schatten löste sich hinter Pluto aus der Gasse und eine Frauenstimme sagte: „Das haben sie bereits getan. Man sagte ihnen, dass das Parlament noch immer in der Hand des Volkes liege, aber das glaubt niemand mehr. Es gibt keine Vertreter aus der Unterstadt. Die anderen Staaten drohen, aus dem Bündnis auszutreten und wieder ihre eigenen Interessen in den Vordergrund zu stellen. Die Königsfamilie verliert die Kontrolle.“
„Die Königsfamilie ist weltweit hoch geachtet!“, schnappte Mars und zog die Frau in einer groben Bewegung ganz aus dem Schatten. Venus erkannte jetzt, dass sie schulterlange smaragdgrüne Haare und sehr dunkle Haut hatte. Ihre roten Augen zeigten keine Angst, nur Belustigung.
„Bei der Oberschicht vielleicht. Denen, die wirklich profitieren von eurer Herrschaft. Sieh dich doch um, Sailor Mars! Siehst du hier den Wohlstand, der zu Beginn dieser Ära allen versprochen wurde? Das sind die Menschen, auf deren Schultern das alles aufgebaut wird. Irgendjemand muss die Drecksarbeit machen und die sehen naturgemäß am wenigstens von den Vorteilen. Weil Menschen nicht nur von Natur aus die Konflikte suchen, sondern weil sie auch in erster Linie nur an sich selbst denken.“
„Das stimmt nicht!“, protestierte Venus. „Es gibt viele, die sich für andere aufopfern und versuchen, ihnen zu helfen!“
„Und auf jeden von ihnen gibt es einhundert, die genau das Gegenteil tun. Venus, du weißt, dass es stimmt. Du kannst es spüren. Ebenso wie du Mars. Hier gibt es keine Liebe für eure Königin und noch weniger für den König.“
„Wer bist du?“, fragte Venus leise, anstatt zu antworten.
Die Frau lächelte. „Sailor Andromeda.“
Eine Sailor Kriegerin also. „Und was tust du hier? Wie bist du überhaupt unerkannt hierhergekommen? Uranus und Neptun...“
„...hatten keinen Grund, die Gesandte eines anderen Sonnensystems aufzuhalten. Ich hege keine feindlichen Absichten.“
„Dein Besuch war uns aber nicht angekündigt.“
„Ich wollte ja auch nicht zu euren Herrschern. Andromeda hat kein Interesse an diplomatischen Beziehungen, wir sind quasi die Schweiz, um mit den Begriffen eures Planeten zu sprechen. Halten uns aus allem heraus, aber wissen natürlich auch gerne, was innenpolitisch so läuft.“
„Geheimdienst?“
Andromeda kicherte. „Würde ein Geheimagent die Exekutive des Weltstaates in dem er gerade operiert, rufen?“
Mars war nach wie vor nicht überzeugt. „Weiß ich nicht. Würdest du?“
Andromeda sah sie lange an. Dann wandte sie sich abrupt um. „Kommt mit. Ich will euch etwas zeigen. Etwas, was mir Sorgen bereitet. Und von dem ich denke, dass ihr es wissen solltet.“
Venus sah Mars und Pluto an, dann setzte sie sich als erste in Bewegung um Andromeda zu folgen. Warum auch immer die andere Kriegerin sie hergerufen hatte, jetzt würden sie wohl endlich den Grund dafür erfahren.
Challenge: Heldenreise: Der Held in seiner Welt
Fandom: Sailor Moon
Charaktere: Venus, Mars, Pluto
Anmerkung: Ähm... plötzlich wars der Auftakt der Heldenreise. o_O; Fragt mich nicht, wie das passiert ist, ich gebe der Bahn die Schuld. Und meinem Strickzeug. Und sowieso.
Die Sterne glitzerten über der Stadt, die ihnen scheinbar Konkurrenz machen wollte. Die glatten, kristallenen Fassaden und der Palast reflektierten jedes Licht tausendfach und verliehen Kristall-Tokyo eine überiridische, atemberaubende Schönheit.
Eine Schönheit, die durch nichts getrübt werden konnte, eine Reinheit, die nichts beschmutzen konnte. So erschien es jedenfalls.
Venus und Mars gingen durch die noch immer belebten Straßen der Unterstadt, wo das einzige, was glitzerte, die Schilder über den Eingängen von Nachtclubs waren. Werbetafeln und zwischendurch das Leuchten eines Blaulichts. Letzteres kam aber nur sehr selten vor. Dieser Teil der Stadt war vergessen worden. Sich selbst überlassen. Hier lebten die, die sich nicht der neuen Weltordnung hatten anpassen wollen. Die, die keine göttliche Herrscherin wollten, die sie nie zu sehen bekamen. Keine Monarchie, in der das Parlament nur noch symbolische Funktion hatte.
Hier hatte der Schwarze Mond seinen Ursprung gehabt und hier brodelte noch mehr.
Venus spürte es. Die Unzufriedenheit.
„Wir sollten nicht hier sein, wenn man uns erkennt, sind wir geliefert.“ Mars Stimme war leise, aber klang nicht ängstlich. Im Gegenteil. Sie schien die Konfrontation zu suchen.
„Vielleicht haben sie Recht, weißt du?“ Venus sah sich um. Wo war sie? Sie waren hierherbestellt worden und nun tauchte ihre Kontaktperson nicht auf?
„Spinnst du? Die Königin hat der Welt den Frieden gebracht!“
„Aber die Menschen brauchen irgendein Ventil. Leugne nicht, dass sie eine temperamentvolle Rasse sind. Sie mögen Kriegen gegenüber nicht mehr so begeistert sein wie vor dem ersten und dem zweiten Weltkrieg aber andauernder Frieden... das hat noch nirgendwo funktioniert.“ Die Stimme kam aus einer Seitengasse, aus der Pluto heraustrat, gekleidet in schlichte Jeans und einen langen, dunkelgrünen Mantel. Ihre Haare trug sie ebenso wie Mars und Venus zu einem Pferdeschwanz gebunden. „Seid ihr auch herbestellt worden?“
„Ja. Aber du scheinst mehr über die Sache zu wissen als wir.“ Mars klang etwas eingeschnappt, aber Pluto ließ sich nicht beeindrucken.
„Natürlich. Aber ich kann es euch nicht sagen.“
Wächterin von Raum und Zeit. Natürlich wusste sie alles. Sehr zu Venus Leidwesen ging sie mit diesem Wissen aber sehr sparsam um.
„Du sagst also, dass es zu einem Aufstand kommen wird“, schlussfolgerte Mars scharf und sah sich um. Etwas zu auffällig vielleicht, aber es war zu spät, sie daran zu hindern.
„Vielleicht. Sie fühlen sich übergangen. Diese Menschen hier.“
Ja, das konnte Venus sehen. „Sie könnten vor den Thron treten, der König würde sie sicher anhören.“
Ein Schatten löste sich hinter Pluto aus der Gasse und eine Frauenstimme sagte: „Das haben sie bereits getan. Man sagte ihnen, dass das Parlament noch immer in der Hand des Volkes liege, aber das glaubt niemand mehr. Es gibt keine Vertreter aus der Unterstadt. Die anderen Staaten drohen, aus dem Bündnis auszutreten und wieder ihre eigenen Interessen in den Vordergrund zu stellen. Die Königsfamilie verliert die Kontrolle.“
„Die Königsfamilie ist weltweit hoch geachtet!“, schnappte Mars und zog die Frau in einer groben Bewegung ganz aus dem Schatten. Venus erkannte jetzt, dass sie schulterlange smaragdgrüne Haare und sehr dunkle Haut hatte. Ihre roten Augen zeigten keine Angst, nur Belustigung.
„Bei der Oberschicht vielleicht. Denen, die wirklich profitieren von eurer Herrschaft. Sieh dich doch um, Sailor Mars! Siehst du hier den Wohlstand, der zu Beginn dieser Ära allen versprochen wurde? Das sind die Menschen, auf deren Schultern das alles aufgebaut wird. Irgendjemand muss die Drecksarbeit machen und die sehen naturgemäß am wenigstens von den Vorteilen. Weil Menschen nicht nur von Natur aus die Konflikte suchen, sondern weil sie auch in erster Linie nur an sich selbst denken.“
„Das stimmt nicht!“, protestierte Venus. „Es gibt viele, die sich für andere aufopfern und versuchen, ihnen zu helfen!“
„Und auf jeden von ihnen gibt es einhundert, die genau das Gegenteil tun. Venus, du weißt, dass es stimmt. Du kannst es spüren. Ebenso wie du Mars. Hier gibt es keine Liebe für eure Königin und noch weniger für den König.“
„Wer bist du?“, fragte Venus leise, anstatt zu antworten.
Die Frau lächelte. „Sailor Andromeda.“
Eine Sailor Kriegerin also. „Und was tust du hier? Wie bist du überhaupt unerkannt hierhergekommen? Uranus und Neptun...“
„...hatten keinen Grund, die Gesandte eines anderen Sonnensystems aufzuhalten. Ich hege keine feindlichen Absichten.“
„Dein Besuch war uns aber nicht angekündigt.“
„Ich wollte ja auch nicht zu euren Herrschern. Andromeda hat kein Interesse an diplomatischen Beziehungen, wir sind quasi die Schweiz, um mit den Begriffen eures Planeten zu sprechen. Halten uns aus allem heraus, aber wissen natürlich auch gerne, was innenpolitisch so läuft.“
„Geheimdienst?“
Andromeda kicherte. „Würde ein Geheimagent die Exekutive des Weltstaates in dem er gerade operiert, rufen?“
Mars war nach wie vor nicht überzeugt. „Weiß ich nicht. Würdest du?“
Andromeda sah sie lange an. Dann wandte sie sich abrupt um. „Kommt mit. Ich will euch etwas zeigen. Etwas, was mir Sorgen bereitet. Und von dem ich denke, dass ihr es wissen solltet.“
Venus sah Mars und Pluto an, dann setzte sie sich als erste in Bewegung um Andromeda zu folgen. Warum auch immer die andere Kriegerin sie hergerufen hatte, jetzt würden sie wohl endlich den Grund dafür erfahren.