[identity profile] akira-san13.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Team: Nutellasalat
Challenge: Situationen - Rachefeldzug... - für mich
Fandom: BBC Robin Hood (AU)
Pairing: Allan/Guy
Anmerkung: Das Ende ist Rache. >.< Weil ich keine Storys zum lesen kriege! ;_;
Und weil ich seit drei Stunden schlafen sollte.
Hab die Formatierungen nicht nochmal kontrolliert. Nur die Absätze.
Wörter: 2007



Er rannte!

Seine Lungen brannten, ihm stach die Seite, aber er rannte weiter - so schnell er konnte!

Hinter ihm schrillte die Sirene wie um ihr Leben. Schreie, dass er anhalten sollte.

Glastür!

Wohin jetzt?

Schritte von hinten.

Nach rechts!

Er rannte weiter.

Es war dunkel, alles was er sah, wurde dürftig von draußen via der Nachtlaternen beleuchtet, doch der überwiegende Teil des Gebäudes lag im Zwielicht.

Egal, er kannte sich zumindest grob aus.

Dicht an sich gedrückt hielt er die schwarze Tasche - Guys Tasche! In windeseile hatte er alles, was er an Papieren hatte finden können, da reingestopft bevor die Alarmanlage losgegangen war.

Er rannte weiter.



Etwa zur gleichen Zeit.

"Sie haben den Anschluss von Guy of Gisborne und Allan A Dale gewählt. Wir sind nicht zu Hause. Bitte hinterlassen Sie eine Nachricht und ihre Telefonnummer - Wir rufen zurück. Sprechen nach dem Pi-."

Genervt warf Guy das Telefon auf den Beifahrersitz. Allan hatte sein Handy auf den Hausapparat umgestellt.

Er drückte das Gaspedal durch nur um gleich wieder an der roten Ampel in die Eisen zu steigen. Die Reifen quietschten lautstark im Protest. Guy hörte es kaum.

Wo war der Idiot? Verdammt!



Etwas früher.

"Hey! Bin bei Robin wegen dem Ding heute Nacht. Wart' nich auf mich - ich komm spät. Wärm das Bett schon mal vor!" (klack)

Verdutzt schaute Guy den Anrufbeantworter an.

Dann drückte er auf den 'Wiederholen'-Knopf.

"Hey! Bin bei Robin wegen dem Ding heute Nacht. Wart' nich auf mich - ich komm spät. Wärm das Bett schon mal vor!" (klack)

Langsam zog er seine rechte Augenbraue hoch. Welches Ding?



Etwas später.

Die Treppenhaustür knallte - fast wäre er von der ersten Stufe gerutscht!

Geistesgegenwärtig griff er nach dem Geländer; die Tasche rutschte aus seinem Griff und zwischen den Stäben hindurch. Dumpf polternte sie mehrere Stockwerke tief, immer wieder vom Geländer ins Trudeln gebracht, bis sie mehrere Etagen weiten unten reglos auf den Stufen liegen blieb. Mit angehaltenem Atem und brennendem Brustkorb schaute er ihr hinterher.

"Mist!"

So schnell er konnte rannte er ihr nach - immer im Kreis, immer nach unten. Übers Geländer, an Etagentüren vorbei.

Über ihm knallte eine Treppenhaustür. Das Licht ging an.

"Stehen bleiben!" Dann er hörte er Walkie-Talkie-Knacken.

Shit! Die waren zu zweit!

Er beschleunigte.

Die Tasche!

Beim auflesen stolperte er, strauchelte, stürzte mehrere Stufen runter. Dritte Etage - die Tür hielt ihn auf.

Das automatische Licht ging wieder aus.

In dem Moment flog die Tür auf, eine Hand griff nach ihm - er trat danach, traf die Beine, zerrte den Kerl über sich, die Treppe runter.

An der Tür riss er sich hoch, zurück auf den Gang. Er rannte weiter - die Tasche fest an sich gedrückt.




Etwas früher.

"Will, ist Allan bei euch?"

Was? Öh... Nein war er nicht...?

"Vielleicht bei Hood? Hast du ihn heute schon gesehen?"

Robin war bei Marian. Nein, gesehen hatte er ihn nich.

"Ist heute Abend irgendeine Aktion geplant? Weißt du was?"

War heute Abend eine Aktion geplant? Er hörte Djaq verneinen, nicht dass sie wüsste - noch ehe Will die Antwort durchs Telefon gegeben hatte, hatte Guy schon aufgelegt. Verdammt!

Ohne nachzudenken griff er nach den Autoschlüsseln.



Kurz darauf.

Marians Wohnungstür war noch nicht mal richtig offen, da drückte er sie schon auf und schob sich an ihr vorbei. "Ist Hood da?"

Dann sah er Robin.

Noch ehe irgendeiner reagieren konnte, hatte Guy ihn am Kragen gepackt und presste ihn mit brachialer Gewalt gegen die nächstbeste Wand. "Wo ist Allan?"

Marian rannte entsetzt hinterher, griff nach seinen Armen, wollte sie runterdrücken.

"Guy, was machst du denn da!?" quiekte sie vor Panik gefühlte drei Oktaven höher.

Die Überraschung stand ihr genauso im Gesicht wie Hood. So gut der konnte, stemmte er sich gegen den Griff und schupste Guy zurück.

"Bist du jetzt völlig übergeschnappt!?" reflexartig hielt er sich die Kehle. Er hatte gut getroffen.

"Das frage ich dich! Was hast du ihm jetzt schon wieder erzählt?" Guy sah aus, als wenn er gleich wieder auf ihn losgehen wollte. Sofort stellte sich Marian zwischen sie beide. Einfach der Präsenz wegen.

"Ich versteh gar nichts! Wovon redest du überhaupt?" Umständlich zog Hood sich seinen Pullover an den Platz zurück.

"Von Allan! Er ist abgehauen!"



Etwa zur gleichen Zeit.

Er konnte nicht mehr. Ihm zitterten schon die Beine!

Glastür.

Gang? Rechts!

So schnell er konnte rannte er weiter - die schwarze Tasche immer noch fest an sich gedrückt.

Er hätte eine mit Gurt nehmen sollen.

Egal. Weiter!

Glastür. - Stuhl?

Noch ehe er regieren konnte flog er über die erste Tischgruppe nebst Bestuhlung. Ohrenbetäubender Lärm - er stockt.

Gespannt horchte er in den Raum. Alles still.

Wer wusste wie lange.

Schnell! Weiter!

So schnell er konnte, rappelte er sich wieder auf - Tasche? Da! - und sah sich dabei um. Shit!

Er stand in der Kantine.

Hilflos ratterte sein Hirn alle Fakten runter, die er hatte:

1. Etage

Nur ein Eingang

Kein Treppenhaus.

Verdammt!

Im Gang hinter ihm ging Licht an. Instinktiv verschwand er aus dem Sichtfeld der Glastüren.

Im Schatten der dunklen Kantine spähte er vorsichtig um die Ecke.

Ein Typ in Anzug - Security. Gegen den kam er nicht an.

Schnell huschte er um den Lichtkegel herum.

Er saß in der Falle!

Ein kurzer Blick zurück - der Typ kam immer näher.

Plötzlich flackerten über ihm die Lampen. Erschrocken wirbelte er herum, stolperte, riss einen Tisch mit. Ohrenbetäubend schabten die Beine auf dem Boden.

Alarmiert drehte er den Kopf in alle Richtungen - da hörte er schon die rennenden Fußsohlen auf dem Gang.

So schnell er konnte, sprang er über die Essensausgabe, duckte sich - und erstarrte. Die Glastür wurde geöffnet.

Er kauerte noch weiter hinter den Tresen.

Schritte und schwerer Atem erfüllten den Raum.

Langsam kamen sie näher.

Es rückte an dem umgefallenen Stuhl, Tischbeine schabten auf dem Boden. Dann wieder Schritte.

Er hielt die Luft an.




Etwa zur gleichen Zeit.

"Weißt du überhaupt, was du da sagst!?" Marian musste Robin mit den Händen auf seiner Brust beschwichtigen, um ihn abzuhalten, nicht auf Guy loszugehen.

Lodernd stand der in der Mitte ihres Wohnzimmers, spießte Robin regelrecht mit Blicken auf.

"Das will ich von dir wissen! - Verkauf mich nicht für dumm, Hood! Was hast du zu Allan gesagt? Hast du ihn wieder als Verräter beschuldigt?"

Zu Guys unendlicher Genugtuung schaute auch Marian Hood prüfend an. Er konnte es nicht genießen.

Das brachte ihn nicht weiter, verdammt! Dieser Idiot!

"Allan hat mit einer fadenscheinigen Ausrede eine Nachricht hinterlassen und ist abgehauen! Er hat mir auf dem Anrufbeantworter gesprochen, dass er auf Aktion mit dir wäre! Er-" Guy stockte. Scheiße!

Marian drehte sich verwundert zu ihm.

"Was?"

Sie ließ Robin fahren und wandte sich komplett zu Guy, der in der Mitte ihres Wohnzimmers stand und plötzlich schwer mit seiner Fassung zu ringen schien.

Er schluckte.

"Ich musste unsere Papiere aus dem Safe holen, weil ich ein paar Dokumente brauchte - ich hab sie draußen liegen lassen und..." Marian glaubte fast, seine Stimme brechen zu hören. "Er hat seine mitgenommen..."

Als er den seltsamen Ausdruck auf ihrem Gesicht sah, merkte Guy, was er da tat.

Er straffte sich.

"Er hat nichts weiter mitgenommen. Nicht mal Sachen."

Marian starrte ihn mit offenem Mund an. Robin schaute nicht besser.

"Ich habe nichts gesagt." Robin brach die Stille.

Ernst. Überlegt.

Ungewohnt für Guy.

"Ich schwör's!

Ich hab ihn das letzte mal vor einer Woche gesehen, als wir überlegt hatten, wie wir Price überführen können. Du selbst bist dabeigewesen!"

"Wir haben gemutmaßt, was für Abspachen er und Vaisey haben könnten, dass es beiden zugute kommen würde." nickte Guy.

"Und was Vaisey für Papiere versteckt halten könnte..." sinnierte Marian weiter.

"Oh Fuck..." Robins Ausbruch irritierte sichtlich nicht nur seine Frau.

"Ich weiß wo er ist!" Noch im zurufen rannte er zur Garderobe und riss seine Lederjacke vom Haken. In der gleichen Bewegung schmiss er Guy einen Helm von der Anrichte zu und griff nach seinen Motorradschlüsseln.

"Wir müssen uns beeilen! Schnell!"

Dann preschten sie beide aus der Wohnung.




Etwas danach.

Reglos lauschte er in die Kantine. Die Schritte waren verstummt.

Lautlos atmete er aus.

Da!

Minimales schaben von Schuhen! Verdammt!

Fester drückte er die Tasche an seine Brust.

Er war so weit gekommen...

Ein Knacken.

Er horchte auf.

Da! Nochmal! Rauschen, undeutliche Sprachfetzen - Ein Funkspruch. Der Typ antwortete.

Er lauschte.

Das Rauschen wurde lauter, Knacken, noch mehr Wortfetzen - schlechte Verbindung.

Mit einem Ohr über gen Essbereich sah er sich um.

Abgetennter Tresenraum, kein direkter Eingang, nur von der Küche. Die Schiebetür stand offen.

Vorsichtig versuchte er eine Probebewegung - kein Geräusch machte er - das Knacken und Rauschen ging weiter.

Langsam, mit angehaltenem Atem, krabbelte er in die Küche. So klein wie möglich, völlig geräuchlos. Zentimeter für Zentimeter.

Kaum durch die Tür schlug er sich sofort nach rechts, hinter die Wand, unterhalb des nächsten Schranks.

Er lauschte.

Das Rauschen hatte aufgehört. Das Knacken auch.

Schritte.

So schnell er konnte, krabbelte er weiter, um die Ecke, hinter die Kücheninsel.

Über seinem Kopf stand die leere Fritöse offen. Töpfe und Pfannern hingen darüber von der Decke herab. Das Licht ging an.

Er beruhigte seinen Atem.

Die Schritte gingen weiter, entferten sich - umrundeten die hintere Kücheninsel. Er lauschte.

Die Schritte kamen näher.

Ein LKW schnaufte, Knattern - er hörte die Schritte kaum!

Quietschen, schlechter Hydrauliklärm, eine Tonne wurde scheppernd entleert, dann wieder abgesetzt. Der LKW schnaufte.

Kalter Wind zog durch das offene Fenster vor ihm, Abgase.

Er schaute auf.

Abgase. Ein offenes Fenster! - Genau über dem Abfallschacht! Eine Straßenlaterne leuchtete rein.

Sofort hatte er den Hof im Kopf: Bio- und Hausmüll im Schacht. Papier und Plastik... Unter dem Fenster!

Ihm kam ein Blitzgedanke! Wo waren die Schritte?

Er horchte in die Küche. Alles still.

Das Müllauto tuckerte weiter Auf der Stelle.

Keine Schritte. Er lauschte noch mehr.

Das Müllauto fuhr an. Verdammt!

Mit einem Satz war er am Fenster und riss es auf. Hinter ihm schrie die Security auf!

Eine Hand griff nach ihm - er hatte den Fuß schon auf dem Fensterbrett - zog ihn zurück, vom Fensterbrett runter; er strauchelte!

Das Müllauto tuckerte, der Security schrie, zerrte ihn weiter vom Fenster weg, versuchte ihn zu überwältigen - er konnte sich nicht wehren.

Da! Der Typ stolperte! Mit einem Tritt machte er sich los - Er hechtete nach vorn, ein schneller Satz - und

Er fiel.



Mit einem riesen Puffen landete er in alten Kartons. Altpapierkontainer.

Einen Moment brauchte er, um sich zu orientieren.

Ein Tuckern - der Mülllaster beschleunigte - die Tasche - sein Rücken!

Sofort rappelte er sich auf, die Tasche fest an sich gepresst, und tauchte so schnell er konnte aus den Papppkartons heraus an die Oberfläche.

Sich mit einer Hand stützend sprang er aus dem Kontainer, auf die Straße, dem Müllauto hinterher.

Das war gleich am Tor!

So schnell er konnte rannte er hinterher.

Der Müllwagen hielt.

Er beschläunigte!

Das Tor öffnete sich langsam.

Nur noch wenige Meter!

Der Müllwagen fuhr an ...

Nur noch ein Stückchen!

Er bekam den Handgriff zu fassen - nur noch ein Satz... - und stand!

GESCHAFFT!

Laut röchelnd beschleunigte das Müllauto von neuem, fuhr durch das Tor und die rollbaren Eisengitter begannen langsam sich quietschend wieder zu schließen.

Mit fester Hand umklammerte er den Griff und brachte sein anderes Bein auf die kleine Trittfläche. Die andere drückte die schwarze Tasche fest an sich.

Dann schaute er zurück.

Der Security-Typ stand oben am Fenster und brüllte in sein Funkgerät, unten kam der zweite aus der Laderampe gerannt und schaute ihm fluchend durch die Gitterstäbe des Hoftores hinterher.

Das Müllauto beschleunigte.

Er konnte sich ein triumphierendes Grinsen nicht verkneifen. Vorwitzig salutierte er mit der Tasche am Kopf.

Das Mullauto beschleunigte noch mehr.

Dann ruckelte es plötzlich. Die Tasche hüpfte ihm aus der Hand!

Geistegegenwärtig griff er danach - verlor den Halt - bekam eine Ecke fassen - und rutschte mit dem Fuß ab.

Panisch klammerte er sich fest, bemüht die Balance zu halten,

"ALLAN!"

Ein Motorrad kam langsseits, genau neben ihn - zwei Fahrer - er sah nicht mehr - verlor den Halt -

To be contintued...

Date: 2013-08-22 09:30 pm (UTC)
From: [identity profile] tsutsumi.livejournal.com
Allan, du tollkühner Held *______* Und ja, bescheuert bist du auch, niemandem Bescheid zu sagen, wo du hingehst >.<

Und du sagst, du bekommst keine Spannungsbögen hin. My ass, was ist das hier dann bitte?!
Wunderbar gemacht, ich hab zwischendurch an meinen Fingern rumgekaut, weil ich Angst hatte, dass sie ihn doch noch erwischen.

Eins ist mal sicher; wenn sie da alle unversehrt rauskommen, wird er gleich von zwei Leuten ausgeschimpft werden. Und ich möchte wirklich nicht in seiner Haut stecken, wenn ihn Guy UND Robin vollmeckern *hust*

Mwah *___*

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