Katzenjammer
Aug. 16th, 2013 05:41 pmTeam: Nutellasalat
Challenge: Situationen - zusammen eingesperrt - für mich
Fandom: BBC Robin Hood (AU)
Pairing: Allan/Guy angedeutet
Anmerkung: Etwas eventlos... für meinen Geschmack.
Ziemlich weit mittig in der 2. Staffel angesiedelt. Allan besucht Guy noch regelmäßig zu ihren vereinbarten Schäferstündchen.
Djaq ist zu dem Zeitpunkt ohne feste Aufenthaltserlaubnis - was Guy weiß - und arbeitet daher nur als Praktikantin, bis das mit dem Amt geklärt wird. Kurz darauf wird Allan als Verräter entlarft und etwas später wird Djaq von der Einwanderungsbehörde als illegaler Immigrant von der straße geschnappt und eingebuchtet. Die Entlarfung haben wir schon, dank Tsutsumi. :)
Wörter: 780
Dass die Tür nicht beim ersten Klingeln aufging, wenn er davor stand, war Allan schon gewohnt. Dass sich die Tür auch nach dem zehnten, elften, zwölften mal nicht öffnete, war allerdings schon seltsam.
Verstohlen drückte er noch einmal auf den Knopf – nur zur Sicherheit, falls er es wirklich nicht gehört hatte... Doch auch diesmal geschah nichts.
Irritiert zog er sein Handy raus um sich noch einmal ob des Tages zu versichern – es sollte Donnerstag sein – aber auch das stimmte. Enttäuscht steckte er es wieder in die Tasche.
So... Keine Anruf, keine SMS - kein Guy. Wie ein nasser Sack ließ er sich auf den Boden und gegen die Tür fallen. Und was machte er nun?
-:-
Zur ungefähr selben Zeit saß ein großgewachsener, wohl grimmigste Immobilienhai diesseits von Nottingham auf einer unbequemen Pritsche, in einem abgetrennten Kubikal in der Notaufnahme des städtischen Krankenhauses – und rauchte. Im übertragenen Sinne.
Seit über einer Stunde saß er dort, mit verschränkten Armen, grimmigen Gesicht und der größten Platzwunde, die er an seinem Kopf gehabt hatte, seit 8 Jahre alt gewesen war. Und er wartete. Wartete darauf, dass sich endlich einer um ihn kümmerte, dass er endlich diese dämliche Notaufnahme verlassen könnte – dass er endlich heim kam.
Und das nur wegen dieses vermaledeiten Unfalls, drei Autos vor ihm, auf dem Weg von der Arbeit nach hause – er war nicht darin verwickelt, aber durch die scharfe Bremsung mit dem Kopf gegen die Windschutzscheibe geknallt, weswegen ihm jetzt Blut die Stirn hinunter lief.
Wo er doch sowieso schon zu spät war! Es war Donnerstag, Allan stand wahrscheinlich längst vor seiner Tür – wenn er nicht schon wieder gegangen war – und auch wenn er es sich auch nicht direkt eingestehen wollte: Er brauchte den Kerl in seinem Bett! Dringend! Die letzten Tage waren die Hölle gewesen.
Er konnte sich ein ungnädiges Grollen nicht verkneifen.
Wenn er wenigstens sein Smartphone da hätte. Aber nein, bei der Hetzerei von Arbeit nach Hause hatte er das natürlich auf dem Schreibtisch liegen gelassen.
Hoffentlich wurden die bald fertig.
Als wenn sie seine Gedanken gelesen hätten, wurde in diesem Moment der Vorhang kräftig zur Seite gezogen und eine kleine Schwester kam näher und griff routiniert nach dem medizinischen Klemmbrett, das neben ihm auf dem Beistellschränkchen lag.
„So, Mister.... Gisborne...“ Sie stutze. Dann schaute sie ihn zum ersten mal richtig an.
„Gisborne!?“
„Du?“ Guy war nicht minder überrascht. Die kleine Sarazenin aus Robins Gang. Die Krankenschwester ohne Aufenthaltsgenehmigung. Er kniff die Augen zu kleinen Schlitzen.
„Was machst du hier?“
„Als wenn ich dir das auf die Nase binden würde.“ Und jedes ihrer „r“s rollte, selbst an Stellen, wo gar keines war. Guy hätte fast gelacht. Sie hatte schneid, das musste man ihr lassen.
Abschätzig maßen sie beide sich von oben bis unten. Wie zwei ebenbürtige Raubkatzen.
Dann, ohne weiter auf in einzugehen, trat sie vor und fing mit geübten Fingern an, seine Platzwunde an der Stirn zu behandeln, was durchaus lustig aussehen musste. Sie war wirklich nicht die Größte und er sah es nicht ein, ihr auch nur ansatzweise entgegenzukommen. Doch sie schlug sich nicht schlecht, das musste er ihr lassen. Sie schien gewöhnt zu sein, auf Zehenspitzen zu arbeiten.
„Hast du sonst noch irgendwo Schmerzen? Im Kopf oder im Nacken?“ Guy merkte schnell, dass sie nur ihre Routine abarbeitete. Er wollte genauso schnell aus dieser surrealen Situation wieder raus wie sie, also antwortete er wahrheitsgemäß nur mit einem knappen „Nein.“ Kurz darauf spürte er, wie sie ihm mit einem in Desinfektionsmittel getränkten Wattebausch über die Wunde tupfte, um sie dann sofort mit einem Pflaster zu überkleben.
„Falls es sich widererwartend doch entzündet, solltest du deinem Hausarzt einen Besuch abstatten. Bis dahin,“ sie trat einen Schritt zurück „Dreh den Kopf bitte einmal so weit es geht nach links,“ er gehorchte, „rechts“ auch das tat er. „Hast du Schmerzen?“
Er verneinte.
„Ist dir schlecht?
Auch das verneinte er.
„Gut. Wenn du Kopfschmerzen oder Schwindelgefühle bekommst, geh zum Arzt oder komm hierher. Und ruh' dich gut aus.“ Sie zog ihre Handschuhe aus, kritzelte irgendwas aus das Klemmbrett und wandte sich zum gehen.
„Dann einen schönen Abend noch.“ So schnell wie sie reingekommen war, schritt sie nun wieder raus, offensichtlich erleichtert, ihm nicht länger gegenüberstehen zu müssen.
Auch Guy war erleichtert. Das Treffen hätte gewaltig in die Hose gehen können, angefangen dabei, dass Robin Hood in der Nähe hätte sein können oder er von vornherein Allan hätte herzitiert haben können.
Allan! Siedend heiß brannte sich die Erinnerung in sien Gedächtnis.
So schnell er konnte schnappte er sich seine Jacke und stobte aus dem Kubikal.
Er musste heim! Sofort!
Challenge: Situationen - zusammen eingesperrt - für mich
Fandom: BBC Robin Hood (AU)
Pairing: Allan/Guy angedeutet
Anmerkung: Etwas eventlos... für meinen Geschmack.
Ziemlich weit mittig in der 2. Staffel angesiedelt. Allan besucht Guy noch regelmäßig zu ihren vereinbarten Schäferstündchen.
Djaq ist zu dem Zeitpunkt ohne feste Aufenthaltserlaubnis - was Guy weiß - und arbeitet daher nur als Praktikantin, bis das mit dem Amt geklärt wird. Kurz darauf wird Allan als Verräter entlarft und etwas später wird Djaq von der Einwanderungsbehörde als illegaler Immigrant von der straße geschnappt und eingebuchtet. Die Entlarfung haben wir schon, dank Tsutsumi. :)
Wörter: 780
Dass die Tür nicht beim ersten Klingeln aufging, wenn er davor stand, war Allan schon gewohnt. Dass sich die Tür auch nach dem zehnten, elften, zwölften mal nicht öffnete, war allerdings schon seltsam.
Verstohlen drückte er noch einmal auf den Knopf – nur zur Sicherheit, falls er es wirklich nicht gehört hatte... Doch auch diesmal geschah nichts.
Irritiert zog er sein Handy raus um sich noch einmal ob des Tages zu versichern – es sollte Donnerstag sein – aber auch das stimmte. Enttäuscht steckte er es wieder in die Tasche.
So... Keine Anruf, keine SMS - kein Guy. Wie ein nasser Sack ließ er sich auf den Boden und gegen die Tür fallen. Und was machte er nun?
-:-
Zur ungefähr selben Zeit saß ein großgewachsener, wohl grimmigste Immobilienhai diesseits von Nottingham auf einer unbequemen Pritsche, in einem abgetrennten Kubikal in der Notaufnahme des städtischen Krankenhauses – und rauchte. Im übertragenen Sinne.
Seit über einer Stunde saß er dort, mit verschränkten Armen, grimmigen Gesicht und der größten Platzwunde, die er an seinem Kopf gehabt hatte, seit 8 Jahre alt gewesen war. Und er wartete. Wartete darauf, dass sich endlich einer um ihn kümmerte, dass er endlich diese dämliche Notaufnahme verlassen könnte – dass er endlich heim kam.
Und das nur wegen dieses vermaledeiten Unfalls, drei Autos vor ihm, auf dem Weg von der Arbeit nach hause – er war nicht darin verwickelt, aber durch die scharfe Bremsung mit dem Kopf gegen die Windschutzscheibe geknallt, weswegen ihm jetzt Blut die Stirn hinunter lief.
Wo er doch sowieso schon zu spät war! Es war Donnerstag, Allan stand wahrscheinlich längst vor seiner Tür – wenn er nicht schon wieder gegangen war – und auch wenn er es sich auch nicht direkt eingestehen wollte: Er brauchte den Kerl in seinem Bett! Dringend! Die letzten Tage waren die Hölle gewesen.
Er konnte sich ein ungnädiges Grollen nicht verkneifen.
Wenn er wenigstens sein Smartphone da hätte. Aber nein, bei der Hetzerei von Arbeit nach Hause hatte er das natürlich auf dem Schreibtisch liegen gelassen.
Hoffentlich wurden die bald fertig.
Als wenn sie seine Gedanken gelesen hätten, wurde in diesem Moment der Vorhang kräftig zur Seite gezogen und eine kleine Schwester kam näher und griff routiniert nach dem medizinischen Klemmbrett, das neben ihm auf dem Beistellschränkchen lag.
„So, Mister.... Gisborne...“ Sie stutze. Dann schaute sie ihn zum ersten mal richtig an.
„Gisborne!?“
„Du?“ Guy war nicht minder überrascht. Die kleine Sarazenin aus Robins Gang. Die Krankenschwester ohne Aufenthaltsgenehmigung. Er kniff die Augen zu kleinen Schlitzen.
„Was machst du hier?“
„Als wenn ich dir das auf die Nase binden würde.“ Und jedes ihrer „r“s rollte, selbst an Stellen, wo gar keines war. Guy hätte fast gelacht. Sie hatte schneid, das musste man ihr lassen.
Abschätzig maßen sie beide sich von oben bis unten. Wie zwei ebenbürtige Raubkatzen.
Dann, ohne weiter auf in einzugehen, trat sie vor und fing mit geübten Fingern an, seine Platzwunde an der Stirn zu behandeln, was durchaus lustig aussehen musste. Sie war wirklich nicht die Größte und er sah es nicht ein, ihr auch nur ansatzweise entgegenzukommen. Doch sie schlug sich nicht schlecht, das musste er ihr lassen. Sie schien gewöhnt zu sein, auf Zehenspitzen zu arbeiten.
„Hast du sonst noch irgendwo Schmerzen? Im Kopf oder im Nacken?“ Guy merkte schnell, dass sie nur ihre Routine abarbeitete. Er wollte genauso schnell aus dieser surrealen Situation wieder raus wie sie, also antwortete er wahrheitsgemäß nur mit einem knappen „Nein.“ Kurz darauf spürte er, wie sie ihm mit einem in Desinfektionsmittel getränkten Wattebausch über die Wunde tupfte, um sie dann sofort mit einem Pflaster zu überkleben.
„Falls es sich widererwartend doch entzündet, solltest du deinem Hausarzt einen Besuch abstatten. Bis dahin,“ sie trat einen Schritt zurück „Dreh den Kopf bitte einmal so weit es geht nach links,“ er gehorchte, „rechts“ auch das tat er. „Hast du Schmerzen?“
Er verneinte.
„Ist dir schlecht?
Auch das verneinte er.
„Gut. Wenn du Kopfschmerzen oder Schwindelgefühle bekommst, geh zum Arzt oder komm hierher. Und ruh' dich gut aus.“ Sie zog ihre Handschuhe aus, kritzelte irgendwas aus das Klemmbrett und wandte sich zum gehen.
„Dann einen schönen Abend noch.“ So schnell wie sie reingekommen war, schritt sie nun wieder raus, offensichtlich erleichtert, ihm nicht länger gegenüberstehen zu müssen.
Auch Guy war erleichtert. Das Treffen hätte gewaltig in die Hose gehen können, angefangen dabei, dass Robin Hood in der Nähe hätte sein können oder er von vornherein Allan hätte herzitiert haben können.
Allan! Siedend heiß brannte sich die Erinnerung in sien Gedächtnis.
So schnell er konnte schnappte er sich seine Jacke und stobte aus dem Kubikal.
Er musste heim! Sofort!
no subject
Date: 2013-08-17 09:10 pm (UTC)Auch die Tatsache, dass er sich überschlägt, nach Hause zu kommen, in der Hoffnung, dass sein Date noch nicht wieder nach Hause gegangen ist und sich dort jetzt frustriert notgedrungen einen runterholt, finde ich sehr süß <3 <3
Nur: Es ist eigentlich unmöglich, dass er mit dem Kopf gegen die Windschutzscheibe geknallt ist. In seinem teuren Sportflitzer müsste er, selbst wenn er so dumm wäre, sich nicht anzuschnallen, einen Airbag haben. Und selbst wenn der nicht aufginge: Eher würde er sich bei einem Aufprall den Kopf am Lenkrad stoßen bzw. das Lenkrand in seinen Brustkorb gerammt bekommen. Und im Falle einer Vollbremsung würde er sich gegen das Lenkrad stemmen (der Körper stellt sich ja auf die Bewegung ein, wenn man bewusst bremst). Also wenn vielleicht eher zur Seite geschlittert und den Kopf an der Seitenscheibe gestoßen?
no subject
Date: 2013-08-18 05:27 am (UTC)0.oSich einen runt.... Das hab ich aba nich geschrieben!0.o