[identity profile] akira-san13.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Team: Nutellasalat
Challenge: Personen - Stille Wasser sich... - für mich
Fandom: BBC Robin Hood (AU)
Pairing: Allan/Guy, Kate/Much, Will/Djaq, Robin/Marian
Anmerkung: Etwas späterer Anschluss zum vorhergehendend
Wir sind beim Chatten drauf gekommen, dass man Robins homophobie heilen müsste. Erst kam ich ewig nicht auf den Punkt, dann nicht zum Ende... *seufz*
Wörter: 1305


Die Sonne war längst untergegangen, als das Feuerchen im Grill langsam aufloderte und zu einem gemütlichen Lagerfeuer wurde.
Reihum saß die Gang, jeder bei seinem Partner, und starrte bei Bier und Wein in die knisternden Flammen. Sogar Guy und Allan waren dabei. Wobei sich immer noch keiner erklären konnte, wie das eigentlich passiert war, denn Guy saß seit sie angefangen hatten zu grillen mit seiner üblichen Miesepetermiene ein Stück abseits und starrte vor sich hin, als wäre er Gast bei seiner eigenen Hinrichtung.
Robin selbst war fast erstaunt, dass er und Allan nicht ständig aneinander, oder besser gesagt ineinander hingen, so wie er es eigentlich immer von ihnen erwartete. (nicht dass sie ständig nur aufeinander hocken würden...) Er selbst hielt sich dank Marians Anwesenheit sogar mit Spitzen zurück.
Aber dafür war der Abend auch einfach zu schön.
Wenn da nicht dieses seltsame Telefonklingeln wäre.

Wie auf Kommando starrten alle zu Guy, der seinerseits in windeseile seine Hosentaschen nach seinem Handy durchwühlte. Noch im rangehen sprang er auf und lief mit seinen langen Beinen soweit von ihnen weg, bis er außer Hörweite war.
Nicht nur Robin fiel auf, dass Allan ihm einen recht undeutbaren Blick hinterher warf.
„Ärger im Paradies?“ Johns tiefes brummen klang mehr amüsiert als wirklich neugierig oder spitz.
Als Zeichen, dass er das auch so verstanden hatte, zwinkerte Allan ihm als Antwort frech grinsend zu. „Alles bestens!“ grinste er, ehe er einen großen Schluck aus seiner Bierflasche nahm.
„Wieso?“
„Weil er so abweisend ist...“ Auch Much sah deutlich irritiert aus.
Das wiederum verwunderte Allan: „Wieso, er ist doch ganz normal?“
Dem musste auch Marian zustimmen. „Ihr hättet ihn mal früher erleben sollen! Wenn er gar keinen gekannt hat, hat er schon mal den ganzen Abend lang nichts gesagt!“
Als wenn die Vergangenheit mithörte, zog plötzlich ein kalter Wind über die kleine Gruppe hinweg, dass es Kate mit einem mal kräftig fröstelte.
„Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich hole mir was zum drüberziehen!“ Fast gleichzeitig standen auch Djaq und Marian auf und folgten ihr. Ob mit den gleichen Gedanken konnte keiner sagen. Klar war allen nur, dass Kate Gesprächen über Gisborne immer noch halsstarrig aus dem weg ging. Wie auch dem Mann selbst.
Manchmal beneidete Robin sie für diese Möglichkeit der offenen Konfrontation. Dass er selbst ein Problem mit Gisborne hatte, war kein Geheimnis. Dass er trotzdem mit gutem Beispiel voran gehen wollte und sollte offenbar schon.
Um so mehr ärgerte es ihn, dass besonders Gisbornes Beziehung zu Allan ihn immer wieder zur Weißglut trieb.
Dass Marian nur ihm gehörte, dessen war er sich seit dem Streit und Versöhnung nach dem fehlgelaufenen Einbruch bei Sheriff & Co, bewusst. Dass Allan treu war – sei es nun der Gang oder seinem Freund gegenüber – wusste spätestens seit dem erklärenden Gespräch mit ihr ebenfalls. Und doch konnte er sich nicht daran gewöhnen.
Verräter waren nicht schwul... Kerle sollten sich nicht nach schiefgegangenen Sabotageakten küssen, verdammt!
Mist. Nun dachte er wieder nur daran.
Verstohlen blickte Robin Allan über das Feuer hinweg an, beobachtete ihn, wie er sich eine neue Flasche Bier aufmachte, sie gleich zum Mund führte und trank.
Doch noch eher er wusste, was er tat, machte er auch schon den Mund auf: „Ist das nicht eklig, Allan?“
Der Angesprochene verharrte sofort mitten im Schluck und schaute erst ihn und dann das Bier in seiner Hand fragend an, ganz offensichtlich nicht wissend, was er meinte. Die anderen in der Runde schauten nicht minder verwirrt.
„Was genau? Das Bier is ganz okay...“
Widerwillig spezifizierte Robin seine Frage: „Einen Mann zu küssen. Ist das nicht eklig?“
Sofort wusste er alle Augen auf sich gerichtet. Schlagartig war er inständig froh, dass die Mädels nicht dabei waren und auch, dass Gisborne immer noch telefonierte. Er und seine große Klappe.
Will regte sich unbehaglich neben ihm. Ob der Gemütlichkeit willen oder weil er einen übergriff seinerseits – Robins – erwartete, konnte er nicht sagen.
Allan sah ihn immer noch abschätzig an. Klar dass er abwog, ob Robin es ernst meinte oder nur den Einstieg in eine Stichelei suchte. Um das zu wissen musste er kein Gedankenleser sein.
„Warum sollte es?“ fragte er schließlich. Offenbar hatte er sich dazu entschlossen, Robin erst mal eine Chance zu geben.
„Marian küsst dich doch auch ohne dass ihr schlecht wird.“ Allans eigenes Lachen ging fast in dem Gejohle der Anderen unter.
Guter Schachzug. Doch die Antworte reichte ihm nicht.Wenigstens wusste er jetzt, dass Robin nicht auf Krawall aus war.
„Ich meine: Du und Gisborne, ihr wart doch beide vorher nur mit Frauen zusammen... Okay, Gisborne bestimmt auch noch mit zig anderen Kerlen, wie auch immer. Aber kommt es dir nicht komisch vor, dass ihr euch quasi – euch selbst küsst?“ Anhand Allans Gesichtsausdruck konnte er sehen, dass er die Frage seltsam ausgedrückt hatte, anhand der angehaltenen Luft der anderen, dass er eine Grenze überschritten hatte.
Doch als Allan die Bierflasche erneut ansetzte um zu trinken, wusste er, dass es okay war.
Bevor der jedoch antworten konnte hörte er neben sich ein leises prusten.
Verwundert schaute Robin zu Will rüber. „Was denn?“
„Hast du noch nie einen anderen Mann geküsst?“ Die Frage war noch nicht mal beendet, da keifte er schon überstürzt: „Um Gottes Willen, Nein!“ zurück. Dass er im Affekt geantwortet hatte, merkte nicht nur er sofort. „Ich meine, das passt doch überhaupt nicht...“ fügte er etwas ruhiger hinzu.
Mit großen Augen schaute er zu Much und John hinüber, die nicht minder erstaunt waren, während Allan ihn mit undefiniertem, aber auffallend ruhigem Ausdruck musterte.
„Ich versteh dich.“ sagte er schließlich leise lächelnd. „Bevor ich mich Guy zum ersten mal flach gelegt hatte,“ – Robin hätte fast geschworen, dass Allan in mit minimaler Genugtuung angrinste, als er bei der Wortwahl eine Grimasse zog – „wusste ich auch nicht dass ich Männer interessant finden könnte. Im Grunde ist es nicht anders als mit jeder Frau. Nur viel schöner.“ Jetzt grinste er wieder breit und herausfordernd, dass er die Zähne nur so bläkte.
Ein schneller Blick in die Runde zeigte deutlich, dass sowohl Will als auch die anderen da definitiv anderer Meinung waren.
Robin hingegen konnte nur den Kopf schütteln. „Ich könnte das nicht.“
Anhand Allans Gesichtsausdruck wusste Robin, dass der andere verstand, dass er wirklich versuchte es zu verstehen, aber es einfach nicht in seinen Kopf passte.
Noch ehe irgendeiner reagieren konnte stand Will plötzlich vor ihm, beugte sich runter und drückte ihm einen festen Kuss auf die Lippen, nur um sich dann wieder völlig desinteressiert auf seinen Platz zurückzubegeben.
„Und bist du jetzt gestorben?“ Robins wurde mit einem mal knallrot, als wenn er eben einen Marathonlauf beendet hatte. Seine Augen waren so groß wie Tellermienen und hilflos blickte er zwischen Will und Allan hin und her, die nichts besseres zu tun hatten, als ihn fröhlich anzugrinsen. Zu mehr war er in dem Moment offensichtlich nicht fähig.
Wie auf Kommando ging in dem Moment die Hintertür vom Haupthaus auf und alle 3 Frauen kamen schnatternd und lachend wieder heraus, jede von ihnen in einem dicken Pulli oder einer Jacke gehüllt. - In Kates Fall sogar in beidem.
Auf von der anderen Seite kamen Schritte näher und Guy tauchte wieder im Schein des Lagerfeuers auf. Wortlos setzte auch er sich wieder in die Runde, wenn auch diesmal direkt neben Allan, wobei er ihm stumm die Bierflasche aus der Hand nahm und selbst einen langen Zug daraus trank.
Es war gut, dass die Sonne längst untergegangen war, und das Feuerchen im Grill nur langsam aufloderte und zu einem gemütlichen Lagerfeuer wurde, denn so konnte niemand das feuerrote Gesicht eines gewissen Robin Hood sehen, der neben seiner Freundin, im Kreise Gang, völlig überfordert dasaß und absolut nicht wusste, wie er mit der Situation umgehen sollte.

Date: 2013-08-16 04:47 am (UTC)
From: [identity profile] exiles-diary.livejournal.com
Und dabei war das ja noch nicht einmal ein richtiger Kuss XD
Aber wenigstens versucht Robin sich mit der Situation abzufinden. Wahrscheinlich bekommt er in den nächsten Tagen eine Fieberblase XD die werden ja begünstigt von ekelhaften Gedanken.
(wobei, dann hätte er einen Grund zu sagen, dass er "angesteckt" wurde? Dass man von Schwulen Krätze bekam? >.< vielleicht doch lieber nicht.)

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