Team: Tardis
Fandom: Robin Hood (AU)
Challenge: Situative Tropes - Rachefeldzug - Für mich]
Personen/Pairing: Guy/Allan, Djaq/Will, Little John, Much, Robin
Wörter: ~ 1.300
Anmerkung: Fortsetzung zum letzten Eintrag. Zunächst muss ich anmerken, dass ich Robin eine Schachtel Pralinen zur Wiedergutmachung schenken muss, weil ich ihn etwas verzerrt habe. Leider hat Hipster-Robin in der BBC-Serie hier bei mir total verkackt, weil er dauernd slut shaming betreibt. Die Figur hätte man wirklich anders schreiben sollen. Vielleicht habe ich meinen AU-Guy auch deswegen als eine Art Gegenspieler auserkoren, einfach, weil ihn das nun alles auch selbst betrifft.
Es war eine Augustnacht und doch schon so kalt, dass ihrer aller Atem bei jedem Keuchen in kleinen dampfenden Wölkchen an die Luft stieß. Sie kauerten in einer Ecke, schwarz und krumm und in der Ferne klangen die Sirenen der Polizei.
Djaq und Will, John und Much, Allan und Guy. Robin schlug wütend gegen die Hauswand.
„Willst du mir erklären, was da gerade passiert ist, Allan?“, wisperte er und durch seine hässliche Zahnlücke stieß der Dampf.
„Ich bin ausgerutscht! Und dann volle Kanne mit dem Ellenbogen rein in den Feuermelder“, murmelte Allan hastig und seine Augenbrauen fuhren Achterbahn, so wie immer, wenn er hektisch und panisch wurde, weil ihn jemand in die Ecke drängte. Guy biss die Zähne zusammen.
„Du hast den verdammten Feueralarm ausgelöst! Wir waren so nahe dran, so verflucht nahe!“
„Ich hab's doch nicht mit Absicht gemacht!“
Allan fuhr sich durch die Haare und vor seiner Nase tanzte der Morgenhauch.
In einer halben Stunde etwa würde es dämmern. Guy hatte früher keinen blassen Schimmer davon gehabt, wann zu welcher Jahreszeit die Sonne aufging. Seit er sich (widerwillig) zu den Ausgestoßenen dieser Stadt zählen musste, hatte er eine Menge dazu gelernt.
Er schaute nervös auf seine Uhr.
Hood hatte Recht. Sie waren wirklich kurz vor einem Fund gewesen. Er hatte Vaiseys Schreibtischschubladen durchwühlt und den doppelten Boden in der gefunden, die sein ehemaliger Chef am allerseltensten öffnete, den doppelten Boden, den er schon immer dort vermutet hatte. Dort hatten Papiere gelegen, Briefe. Und dann hatte die Sirene des Feueralarms losgeschrillt und sie hatten die Beine in die Hand genommen.
Will hatte eine halbe Stunde gebraucht, um die Alarmanlage zu überbrücken.
Man würde sehen, dass irgendwer im Büro gewesen war. Es lag zwar wenig durcheinander, aber Vaisey hatte ein Auge für Details. Und er würde ganz genau wissen, wer dort herumgekrochen war.
Es war alles für die Katz.
So viel zum Thema Rachefeldzug gegen Vaisey.
„Du bist aus Versehen mit deinem Ellenbogen gegen den Feuermelder geknallt? Durch die Scheibe?“
Robins Augen verschwanden beinahe unter seinen unförmigen Augenbrauen.
„Für wie blöd hältst du mich?“
„Willst du eine ehrliche Antwort darauf?“, fragte Guy.
„Halt du dich da raus! Allan, wer war hinter dir?“
Allan zuckte mit den Schultern.
„Niemand. Ich war alleine.“
„Djaq? John? Much?“
Alle schüttelten den Kopf.
„Niemand hat dich gesehen.“ Hood verschränkte die Arme auf seine nervige Hood-Weise.
Allan holte zitternd Atem. Die kalte Luft des Spätsommers prickelte Gänsehaut über seine nackten Unterarme. Er war der einzige, der im T-Shirt (Rolling Stones, ein Klassiker) gekommen war.
„Willst du damit etwa sagen...?“ Er hob ungläubig die Arme.
„Dass ich dich noch immer hintergehe? Robin, was soll das?!“
Much wackelte mit dem Kopf.
„Er hat's schon mal gemacht.“
„Bist du bescheuert?“ Allan musste an sich halten um nicht laut zu werden. Die Gosse war klein, aber laute Worte hallten dennoch unangenehm wider.
„Guy ist hier!“
„Vielleicht hat er damit nichts zu tun? Er ist jetzt auch nicht mehr unbedingt auf der Gewinnerseite.“
Robin legte nachdenklich den Kopf schief.
„Und wenn wir Pech haben, werden wir demnächst alle eingebuchtet. Gisborne doch auch.“
Allans Gesicht sah hart aus.
„Das ist es also“, sagte er bitter.
„Du denkst, ich will mich feige aus der scheiß Affäre ziehen. Vielen Dank auch!“
Er sah Much an, der nicht wusste, wohin er schauen sollte und dann schnellte sein Blick zu Guy hinüber.
„Glaubst du das auch?“, fragte er und es klang wie ein Flehen.
Guy lehnte sich mit dem Rücken an die Hauswand und stieß in einem tonlosen und humorlosen Lachen Luft durch die Nase.
„Natürlich nicht“, erwiderte er.
Robin verdrehte die Augen;
„Okay, wie wär's, wenn wir die Leute fragen, die nicht ihr Ding in ihn reinstecken und nicht selbst auch von der Gegenseite kommen!“
„Robin“, sagte Will zaghaft, doch Hood war kaum noch zu bremsen.
Guy – und das war das Unheimliche daran – konnte seinen Zorn sogar verstehen. Sie hatten diese Aktion seit Wochen vorbereitet. Aber was auch immer Hood dazu trieb, solche seltsamen Schlüsse aus dem Feueralarm zu ziehen...
„Na komm schon“, murmelte Robin Allan zu und drängte ihn langsam neben Guy an die Hauswand.
„Sei mal ehrlich zur Abwechslung. Hast du dich mit Sheriff getroffen zwischendurch?“
Wut machte seine Augen lichterloh.
„Hast du mit dem vielleicht auch ein paar Schäferstündchen abgehalten?“
Er sah Guys Faust nicht kommen, die ihn von der Seite von Allan wegboxte, so dass er drei Schritte davontaumelte und fast in Little Johns Arme hinein.
„Schluss jetzt!“, donnerte Guy und seine Worte echoten an den Wänden der Gasse wieder, hässliche und verzerrte Geräuschkaleidoskope.
„Krieg dich wieder ein!“
Hood brauchte ein-zwei Sekunden um sich wieder aufzurappeln und nun fletschte er die Zähne wie ein angriffslustiges Äffchen. Noch ehe er etwas sagen konnte, hob Guy die rechte Hand, als wolle er ihn stoppen.
„Allan, zeig mir deinen Ellenbogen“, forderte er seinen Freund auf.
Der schaute ihn blinzelnd an, ehe er sich von der Hauswand abstieß und so tat wie ihm geheißen war.
Die winzigen Splitter des Gläschens am Feuermelder hatten die Hornhaut dort aufgeschürft. Rot und wütend sah sie aus. Guy drehte Allan sanft in die andere Richtung, bis Robin den Ellenbogen auch sah.
Hood stockte, ehe er sich mühsam wieder aufplusterte.
„Das sagt rein gar nichts darüber aus, ob er's nicht doch mit Absicht gemacht hat.“
„Habe ich nicht!“, beteuerte Allan.
Guy schüttelte den Kopf.
„Und Leute sagen, ich hätte Probleme damit, anderen zu vertrauen! Dann bist du ein hoffnungsloser Fall, Locksley. Wirklich erbärmlich. Jetzt hör mal zu!“
Er trat Robin entgegen, breitschultrig und hoch aufgebaut.
„Es ist mir egal, dass du etwas gegen mich hast, oder dagegen, dass ich mein Ding in Allan stecke. Ich muss schließlich auch mit der Tatsache leben, dass du dein Ding in Marian steckst. Und bei Gott, ich bin auch verdammt wütend darüber, was Allan eben getan hat. Aber du wirst meinem Freund gefälligst nicht unterstellen, dass er sich wie ein feiger Hund zu jemandem verkriecht, der uns allen das Leben zur Hölle macht und du wirst auf der Stelle aufhören, ihn dafür zu degradieren, dass er Männer liebt, denn das hat nichts mit all dem hier zu tun.“ Er hob hochmütig die Nase.
„Andernfalls bekommst du es mit mir zu tun, Waffenstillstand hin oder her.“
Er beugte sich vor und wisperte;
„Haben wir uns verstanden?“
Wenn er in dieser Nacht keinen Rachefeldzug gegen Vaisey beginnen konnte, dann wenigstens gegen Hood. Wenigstens ein bisschen.
Hood sah ihn mit großen Augen an und dann schaute er an Guy vorbei Allan an, der nun sanft eine Hand an die Schulter seines Freundes gelegt hatte.
„Hey, hey, ist ja gut, hört auf ihr beiden“, lachte er nervös.
„Was denn, ich verteidige deine Ehre“, murmelte Guy und richtete sich wieder auf. Einen Augenblick lang schauten sie sich an, stumm und mit dampfenden Atem.
Dann kicherte Allan tonlos.
„Meine Ehre muss man nicht verteidigen“, sagte er und machte den Moment perfekt. Vielleicht war es auch die Art, wie das fahle Nichtlicht seine hellen Augen in der Nacht sichtbar machte wie zwei Glasmurmeln. Vielleicht war es sein gutmütiges Grinsen oder die Art, wie seine Hand Guys Schulter drückte, aber Guy wollte sich auf der Stelle zu ihm hinunterbeugen um ihn zu küssen. Nur um erschrocken die Luft anzuhalten als er merkte, dass Allan ihn zu sich heran und dann etwas herunterzog um dem Gedanken selbst nachzukommen, kurz und verstohlen und grinsend.
„So, und nun streitet nicht mehr, ihr Wahnsinnigen.“
„Wow“, kam es aus der gegenüberliegenden Ecke. Publikum, das sie waren, hatten sich Will und Djaq auf die andere Seite der Gasse verzogen und betrachteten sie mit einem dieser pärchentypischen Oh Gott, wir müssen mal auf ein Doppeldate gehen-Blicke, ohne ihn wirklich ernst zu meinen.
„Das war so schön, Gisborne!“, sagte Djaq lächelnd.
„Nein, war es nicht!“
Und das war das erste Mal in der Geschichte der Menschheit, dass Guy of Gisborne und Robin Hood zeitgleich dieselben Worte bellten.
Fandom: Robin Hood (AU)
Challenge: Situative Tropes - Rachefeldzug - Für mich]
Personen/Pairing: Guy/Allan, Djaq/Will, Little John, Much, Robin
Wörter: ~ 1.300
Anmerkung: Fortsetzung zum letzten Eintrag. Zunächst muss ich anmerken, dass ich Robin eine Schachtel Pralinen zur Wiedergutmachung schenken muss, weil ich ihn etwas verzerrt habe. Leider hat Hipster-Robin in der BBC-Serie hier bei mir total verkackt, weil er dauernd slut shaming betreibt. Die Figur hätte man wirklich anders schreiben sollen. Vielleicht habe ich meinen AU-Guy auch deswegen als eine Art Gegenspieler auserkoren, einfach, weil ihn das nun alles auch selbst betrifft.
Es war eine Augustnacht und doch schon so kalt, dass ihrer aller Atem bei jedem Keuchen in kleinen dampfenden Wölkchen an die Luft stieß. Sie kauerten in einer Ecke, schwarz und krumm und in der Ferne klangen die Sirenen der Polizei.
Djaq und Will, John und Much, Allan und Guy. Robin schlug wütend gegen die Hauswand.
„Willst du mir erklären, was da gerade passiert ist, Allan?“, wisperte er und durch seine hässliche Zahnlücke stieß der Dampf.
„Ich bin ausgerutscht! Und dann volle Kanne mit dem Ellenbogen rein in den Feuermelder“, murmelte Allan hastig und seine Augenbrauen fuhren Achterbahn, so wie immer, wenn er hektisch und panisch wurde, weil ihn jemand in die Ecke drängte. Guy biss die Zähne zusammen.
„Du hast den verdammten Feueralarm ausgelöst! Wir waren so nahe dran, so verflucht nahe!“
„Ich hab's doch nicht mit Absicht gemacht!“
Allan fuhr sich durch die Haare und vor seiner Nase tanzte der Morgenhauch.
In einer halben Stunde etwa würde es dämmern. Guy hatte früher keinen blassen Schimmer davon gehabt, wann zu welcher Jahreszeit die Sonne aufging. Seit er sich (widerwillig) zu den Ausgestoßenen dieser Stadt zählen musste, hatte er eine Menge dazu gelernt.
Er schaute nervös auf seine Uhr.
Hood hatte Recht. Sie waren wirklich kurz vor einem Fund gewesen. Er hatte Vaiseys Schreibtischschubladen durchwühlt und den doppelten Boden in der gefunden, die sein ehemaliger Chef am allerseltensten öffnete, den doppelten Boden, den er schon immer dort vermutet hatte. Dort hatten Papiere gelegen, Briefe. Und dann hatte die Sirene des Feueralarms losgeschrillt und sie hatten die Beine in die Hand genommen.
Will hatte eine halbe Stunde gebraucht, um die Alarmanlage zu überbrücken.
Man würde sehen, dass irgendwer im Büro gewesen war. Es lag zwar wenig durcheinander, aber Vaisey hatte ein Auge für Details. Und er würde ganz genau wissen, wer dort herumgekrochen war.
Es war alles für die Katz.
So viel zum Thema Rachefeldzug gegen Vaisey.
„Du bist aus Versehen mit deinem Ellenbogen gegen den Feuermelder geknallt? Durch die Scheibe?“
Robins Augen verschwanden beinahe unter seinen unförmigen Augenbrauen.
„Für wie blöd hältst du mich?“
„Willst du eine ehrliche Antwort darauf?“, fragte Guy.
„Halt du dich da raus! Allan, wer war hinter dir?“
Allan zuckte mit den Schultern.
„Niemand. Ich war alleine.“
„Djaq? John? Much?“
Alle schüttelten den Kopf.
„Niemand hat dich gesehen.“ Hood verschränkte die Arme auf seine nervige Hood-Weise.
Allan holte zitternd Atem. Die kalte Luft des Spätsommers prickelte Gänsehaut über seine nackten Unterarme. Er war der einzige, der im T-Shirt (Rolling Stones, ein Klassiker) gekommen war.
„Willst du damit etwa sagen...?“ Er hob ungläubig die Arme.
„Dass ich dich noch immer hintergehe? Robin, was soll das?!“
Much wackelte mit dem Kopf.
„Er hat's schon mal gemacht.“
„Bist du bescheuert?“ Allan musste an sich halten um nicht laut zu werden. Die Gosse war klein, aber laute Worte hallten dennoch unangenehm wider.
„Guy ist hier!“
„Vielleicht hat er damit nichts zu tun? Er ist jetzt auch nicht mehr unbedingt auf der Gewinnerseite.“
Robin legte nachdenklich den Kopf schief.
„Und wenn wir Pech haben, werden wir demnächst alle eingebuchtet. Gisborne doch auch.“
Allans Gesicht sah hart aus.
„Das ist es also“, sagte er bitter.
„Du denkst, ich will mich feige aus der scheiß Affäre ziehen. Vielen Dank auch!“
Er sah Much an, der nicht wusste, wohin er schauen sollte und dann schnellte sein Blick zu Guy hinüber.
„Glaubst du das auch?“, fragte er und es klang wie ein Flehen.
Guy lehnte sich mit dem Rücken an die Hauswand und stieß in einem tonlosen und humorlosen Lachen Luft durch die Nase.
„Natürlich nicht“, erwiderte er.
Robin verdrehte die Augen;
„Okay, wie wär's, wenn wir die Leute fragen, die nicht ihr Ding in ihn reinstecken und nicht selbst auch von der Gegenseite kommen!“
„Robin“, sagte Will zaghaft, doch Hood war kaum noch zu bremsen.
Guy – und das war das Unheimliche daran – konnte seinen Zorn sogar verstehen. Sie hatten diese Aktion seit Wochen vorbereitet. Aber was auch immer Hood dazu trieb, solche seltsamen Schlüsse aus dem Feueralarm zu ziehen...
„Na komm schon“, murmelte Robin Allan zu und drängte ihn langsam neben Guy an die Hauswand.
„Sei mal ehrlich zur Abwechslung. Hast du dich mit Sheriff getroffen zwischendurch?“
Wut machte seine Augen lichterloh.
„Hast du mit dem vielleicht auch ein paar Schäferstündchen abgehalten?“
Er sah Guys Faust nicht kommen, die ihn von der Seite von Allan wegboxte, so dass er drei Schritte davontaumelte und fast in Little Johns Arme hinein.
„Schluss jetzt!“, donnerte Guy und seine Worte echoten an den Wänden der Gasse wieder, hässliche und verzerrte Geräuschkaleidoskope.
„Krieg dich wieder ein!“
Hood brauchte ein-zwei Sekunden um sich wieder aufzurappeln und nun fletschte er die Zähne wie ein angriffslustiges Äffchen. Noch ehe er etwas sagen konnte, hob Guy die rechte Hand, als wolle er ihn stoppen.
„Allan, zeig mir deinen Ellenbogen“, forderte er seinen Freund auf.
Der schaute ihn blinzelnd an, ehe er sich von der Hauswand abstieß und so tat wie ihm geheißen war.
Die winzigen Splitter des Gläschens am Feuermelder hatten die Hornhaut dort aufgeschürft. Rot und wütend sah sie aus. Guy drehte Allan sanft in die andere Richtung, bis Robin den Ellenbogen auch sah.
Hood stockte, ehe er sich mühsam wieder aufplusterte.
„Das sagt rein gar nichts darüber aus, ob er's nicht doch mit Absicht gemacht hat.“
„Habe ich nicht!“, beteuerte Allan.
Guy schüttelte den Kopf.
„Und Leute sagen, ich hätte Probleme damit, anderen zu vertrauen! Dann bist du ein hoffnungsloser Fall, Locksley. Wirklich erbärmlich. Jetzt hör mal zu!“
Er trat Robin entgegen, breitschultrig und hoch aufgebaut.
„Es ist mir egal, dass du etwas gegen mich hast, oder dagegen, dass ich mein Ding in Allan stecke. Ich muss schließlich auch mit der Tatsache leben, dass du dein Ding in Marian steckst. Und bei Gott, ich bin auch verdammt wütend darüber, was Allan eben getan hat. Aber du wirst meinem Freund gefälligst nicht unterstellen, dass er sich wie ein feiger Hund zu jemandem verkriecht, der uns allen das Leben zur Hölle macht und du wirst auf der Stelle aufhören, ihn dafür zu degradieren, dass er Männer liebt, denn das hat nichts mit all dem hier zu tun.“ Er hob hochmütig die Nase.
„Andernfalls bekommst du es mit mir zu tun, Waffenstillstand hin oder her.“
Er beugte sich vor und wisperte;
„Haben wir uns verstanden?“
Wenn er in dieser Nacht keinen Rachefeldzug gegen Vaisey beginnen konnte, dann wenigstens gegen Hood. Wenigstens ein bisschen.
Hood sah ihn mit großen Augen an und dann schaute er an Guy vorbei Allan an, der nun sanft eine Hand an die Schulter seines Freundes gelegt hatte.
„Hey, hey, ist ja gut, hört auf ihr beiden“, lachte er nervös.
„Was denn, ich verteidige deine Ehre“, murmelte Guy und richtete sich wieder auf. Einen Augenblick lang schauten sie sich an, stumm und mit dampfenden Atem.
Dann kicherte Allan tonlos.
„Meine Ehre muss man nicht verteidigen“, sagte er und machte den Moment perfekt. Vielleicht war es auch die Art, wie das fahle Nichtlicht seine hellen Augen in der Nacht sichtbar machte wie zwei Glasmurmeln. Vielleicht war es sein gutmütiges Grinsen oder die Art, wie seine Hand Guys Schulter drückte, aber Guy wollte sich auf der Stelle zu ihm hinunterbeugen um ihn zu küssen. Nur um erschrocken die Luft anzuhalten als er merkte, dass Allan ihn zu sich heran und dann etwas herunterzog um dem Gedanken selbst nachzukommen, kurz und verstohlen und grinsend.
„So, und nun streitet nicht mehr, ihr Wahnsinnigen.“
„Wow“, kam es aus der gegenüberliegenden Ecke. Publikum, das sie waren, hatten sich Will und Djaq auf die andere Seite der Gasse verzogen und betrachteten sie mit einem dieser pärchentypischen Oh Gott, wir müssen mal auf ein Doppeldate gehen-Blicke, ohne ihn wirklich ernst zu meinen.
„Das war so schön, Gisborne!“, sagte Djaq lächelnd.
„Nein, war es nicht!“
Und das war das erste Mal in der Geschichte der Menschheit, dass Guy of Gisborne und Robin Hood zeitgleich dieselben Worte bellten.
no subject
Date: 2013-08-14 10:19 pm (UTC)Ich muss gestehen, am anfang fühlte es sich etwas komisch an, aber... OheMGeeeh, ich liebe es wenn du die beiden zusammen spielen lässt! *-* (guy und allan)
Und robin finde ich sehr passend! Auf dem Weg nach York benimmt er sich schließlich genauso! Nix mit pralinen hier! >.
no subject
Date: 2013-08-15 02:21 am (UTC)Besonders spaßig fand ich die Szene, als Guys Faust in Robins "Gesicht" landet. Ich weiß, es war nicht das Gesicht, aber für Robin muss es sich angefühlt haben, als wäre er von Marian geslapt worden oder so.
Alles in allem eine sehr schöne Szene ^^ (warum auch immer Allan nur im T-Shirt in einer kalten Nacht rumhüpft. Der muss ja wirklich heißblütig sein).