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Team: Nutellasalat
Autor: Jenchan
Challenge: Kleidung - Häschenpyjama
Titel: After Dinner
Fandom: Prince of Tennis (AUish-postcanon)
Charaktere: Tezuka, Fuji
Words: ~760
Warnings: a bit crackish | unkorrigiert, unbetaed
Continuation: Teil 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6

Kommentar: Es ist nicht ganz so geworden, wie ich es mir heute morgen gedacht habe, aber wann lassen sich die beiden auch schon so schreiben, wie man sich das vorstellt >.< die haben einfach ihren eigenen Kopf.

After Dinner

Obwohl sich Tezuka auf seine Tätigkeit konzentrierte, konnte er deutlich spüren, wie Fuji ihn immer wieder ansah. Aber Fuji stellte keine Fragen und er fand nicht, dass er sich erklären sollte. Oder er irgendetwas zu erklären hätte.
Er hatte gewartet, bis sein Freund mit dem Essen fertig war und hatte dann damit begonnen, das beschmutzte Geschirr abzuwaschen. Da es nicht allzuviel war, dauerte es nicht lange, aber er ließ sich trotzdem dabei Zeit und machte es diesmal besonders gründlich.
Auch, um Fuji die Zeit zu geben, sich den Pyjama in Ruhe anzuziehen oder damit ins Badezimmer zu gehen. Wie es Fuji eben lieber war. Aber nichts von beidem tat sein Gast. Er konnte nur die Blicke spüren, wie sie ihn regelrecht durchbohrten.
"Stimmt etwas nicht?", fragte er schließlich nach, ohne in Fujis Richtung zu blicken. Er hatte das Wasser abgeschaltet und begann nun damit, das saubere Geschirr zu trocknen.
"Alles bestens." Gelogen, dazu brauchte Tezuka nicht einmal zu dem anderen Mann sehen, um diese Antwort zu durchschauen. Er schnaufte leise, um anzuzeigen, dass Fuji ihn weniger für dumm verkaufen sollte. Es war schon spät, er war müde und eigentlich hatte Kunimitsu gar keine Lust, den Abend allzu lang werden zu lassen.
"Hast du den selbst gekauft?", fragte Fuji schließlich ungewöhnlich direkt nach. Tezuka räumte den letzten Teller in den Schrank und wandte sich nun zu Fuji um, der immer noch bei Tisch saß, aber nun den Pyjama eingehender zu betrachten schien, grad so als würde er ihn einer Qualitätskontrolle unterziehen wollen.
"Vor einem Jahr. Er ist frisch gewaschen", erwiderte er ernst mit einem kaum wahrnehmbaren scharfen Unterton. Dann entstand eine Schweigen zwischen ihnen, das eher selten passierte. Es war tonnenschwer und nicht so leicht verträglich, wie es üblicherweise der Fall war.
Möglicherweise war das allerdings auch nur seine eigene Wahrnehmung, weil sich ein kleiner Teil von ihm doch angegriffen fühlte. Er fand nicht, dass dieser Pyjama es irgendwie Wert war, ihn als etwas so außergewöhnliches zu betrachten. Es war nur ein Nachtgewand.
"Ich wusste nicht, dass sowas in dieser Größe hergestellt wird. Wo hast du ihn gekauft?", fragte Fuji in einem plaudernden Ton nach und Tezuka zog die Augenbrauen zusammen. Er bekam immer mehr das Gefühl, sein Jugendfreund wollte sich lustig über ihn machen. Seit sie sich kannten, war das schon gelegentlich passiert, aber er dachte auch, dass sie aus dem Alter eigentlich heraus waren.
Noch dazu fand Tezuka, dass Fuji auf jeden Fall besseres zu tun hatte, als ihn mit einem normalen Pyjama aufzuziehen.
"Du hast mir gestern einige Informationen unterschlagen", wechselte er also schließlich auf das Thema zurück, dass sie eher behandeln sollte. Ihm wäre lieber, wenn Fuji sich endlich etwas anziehen würde, aber er würde ihn nicht wie ein kleines Kind darauf hinweisen. Der andere Mann war alt genug."
"Es war spät." Tezuka verschränkte die Arme vor der Brust und hob skeptisch eine Augenbraue. Fuji lächelte ihn an. "Du warst müde."
"Das ist keine Entschuldigung. Wenn die Situation bereits so schlimm ist, hättest du die Polizei kontaktieren müssen." Er hatte heute zumindest während den Pausen Zeit gehabt, noch einmal über alles nachzudenken.
Wieder dehnte sich ein Schweigen aus, aber Tezuka war nicht gewillt, es diesmal zu unterbrechen. Dazu war Fujis Lage einfach zu ernst und sein Freund sollte das auch einsehen. Schließlich war Fuji zu ihm geflohen, in eine ganz andere Stadt - und verletzt obendrein.
"Was hast du dafür bezahlt?", fragte Fuji schließlich in einem interessierten Tonfall und Tezuka hätte gerne frustriert geseufzt. Er tat es nicht, sondern beschloss, Fuji vorerst vom Haken zu lassen. Er wollte schließlich nicht riskieren, ihn zu vertreiben.
"Möchtest du das Badezimmer zuerst benutzen?" Langsam bekam er Kopfschmerzen und das hieß, dass er wirklich schon sehr erschöpft sein musste.
"Nicht, dass sie dir jedes einzelne Häschen darauf einzeln berechnet haben." Fujis Lächeln wurde etwas breiter und Tezuka schloss seine Augen. Wenigstens konnte sein Freund sich über irgendetwas amüsieren. In dem Fall wäre er nur froh, wenn es nicht unbedingt auf seine Kosten war.
"Er ist aus Baumwolle. Im Winter hält er wärmer als die anderen. Wenn du so rumläufst, wirst du dich noch erkälten." Etwas, das er schon aus egoistischeren Gründen nicht gebrauchen konnte. Die Wohnung war zu klein und er konnte es sich nicht leisten, in der Arbeit krankheitsbedingt auszufallen. "Ich bin eben im Bad."
Da Fuji nach wie vor keine Anstalten gemacht hatte, würde er nun die Sache etwas beschleunigen. Diesmal wollte er etwas mehr Schlaf in der Nacht bekommen.
Bevor sich die Türe zum Badezimmer allerdings hinter sich schloss, hörte er noch Fujis neckende Stimme: "Du hättest ihn in rosa kaufen sollen."

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