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Team: Nutellasalat
Autor: Jenchan
Challenge: Kleidung - weiße Baumwollunterwäsche
Titel: Feierabend
Fandom: Prince of Tennis (Auish-postcanon)
Charaktere: Tezuka, Fuji
Words: 860
Warnings: unkorrigiert, unbetaed
Continuation: Teil 1 | 2 | 3 | 4 | 5

Kommentar: Endlich gibt es auch eine Idee dazu, was Fuji passiert ist, aber meine Unfähigkeit, mich kurz zu fassen oder zum Punkt zu kommen, verhindern, dass ich irgendwas schreibe, in dem auch etwas passiert. Also wieder einmal keine Handlung... aber vielleicht liegts auch an meiner Krankheit.

Feierabend

Anders als erhofft, war Tezuka erst sehr viel später aus der Arbeit gekommen, als er es eigentlich wollte. Überstunden gehörten zwar zu seinem Alltag dazu, aber in Situationen wie diesen waren sie eher frustrierend. Er mochte seine Arbeit, nur Tage wie dieser waren nicht unbedingt gerade seine Lieblinge.
Als er endlich Feierabend machen konnte, war es draußen schon dunkel und noch viel kälter als es untertags schon war. Er fror, als er sich auf den Heimweg machte. Und doch machte er einen Zwischenstop. Am Bahnhof gab einige Imbissläden, die noch geöffnet hatten und die auch Speisen zum Mitnehmen anboten. Er hatte nicht vergessen, dass er einen Gast hatte und es war einfach obligatorisch, dass er etwas mitbrachte. Es würde zwar kalt sein, bis er zu Hause war, aber sie konnten es ja noch einmal aufwärmen.
Kurz überlegte er, was er nehmen sollte, bevor er bestellte und geduldig wartete, bis der Mitarbeiter des Ladens es verpackt hatte. Er bezahlte und setzte seinen Weg fort. Leise schloss er eine halbe Stunde später die Türe auf und betrat die kleine Wohnung.
Es brannte Licht, was wohl bedeutete, dass Fuji zum Einen zu Hause war und zum anderen noch wach. Beides war gut, denn sie mussten ja noch ihr Gespräch fortsetzen. "Tadaima", machte er also auf sich aufmerksam. "Entschuldige, dass ich so spät komme. Ich habe Abendessen mitgebracht."
Er schlüpfte aus den Schuhen, und brachte das Essen erst einmal zur Kochnische, bevor er seinen Mantel ablegte und sich ein wenig die Hände rieb. Zumindest hier in der Wohnung war es angenehm heiß und er spürte seine geröteten Wangen etwas prickeln. Winter war nun wirklich keine sehr zu favorisierende Jahreszeit.
Von Fuji war noch keine Antwort gekommen und so trat er in den Wohnbereich und sah sich nach dem anderen um. Seine Augenbrauen flogen nach oben, als ihn ein leichtfüßiges Lächeln grüßte.
"Okaeri", bekam er nun zumindest die Erwiderung auf seinen Gruß, aber das erklärte nur bedingt Fujis Aufzug. Aber sein Jugendfreund schien auch nicht gewillt zu sein, etwas dazu zu sagen.
Also ergriff er das Wort: "Ich werde das Essen aufwärmen. Möchtest du Tee dazu haben?" Damit wandte er sich auch schon wieder dem Kochbereich zu und begann damit, dass Essen auf zwei Teller zu verteilen und Wasser für einen heißen Tee zu erhitzen. Es war spät, er fühlte sich erschöpft und eigentlich müsste ihm fast schlecht werden, wenn er daran dachte, dass er morgen noch einmal zur Arbeit musste. Die Woche war leider noch nicht vorbei und durch das heutige Intermezzo hatte er von seiner eigenen Arbeit nicht ganz so viel weitergebracht, wie er es sich erhofft hatte.
"Inui könnte dir die genaue Prozentzahl der Japaner nennen, die heillos überarbeitet sind." Es war eine zusammenhangslose Bemerkung, aber Tezuka wusste, was Fuji ihm damit andeuten wollte.
"Wir haben in der Arbeit viel zu tun", antwortete er also und schob den ersten Teller in die Mikrowelle. "Wie lange hast du Urlaub?", erkundigte er sich dann gleich und erhielt eine Weile nur Schweigen darauf.
Inzwischen piepte das Gerät und zeigte an, dass die erste Portion aufgewärmt war. Tezuka brachte sie samt Stäbchen zu Tisch, bevor er seine eigene begann aufzuwärmen. Fuji hatte sich noch nicht vom Fleck gerührt, aber er schätzte, der andere würde das noch machen, spätesten, wenn er sich setzte.
"Störe ich dich?" Tezuka sah zu seinem alten Freund, der immer noch nichtssagend lächelte.
"Ich habe dir angeboten, dass du hierbleiben kannst." Also war die Antwort wohl eindeutig nein. Es war auch eine eher sinnlose Frage, aber das war er ja langsam von Fuji gewöhnt. Eine Antwort hatte er deshalb immer noch nicht. "Setz dich zu Tisch, sonst wird es wieder kalt."
Erneut machte die Mikrowelle auf sich aufmerksam und Tezuka brachte auch die zweite dampfende Portion zu Tisch. Dann goss er noch eine Kanne Tee auf, die er zusammen mit zwei Tassen ebenfalls auf den kleinen Tisch abstellte.
Erst dann setzte er sich zu seinem späten Abendessen.
Es waren nur wenige Augenblicke, bevor auch Fuji sich zu ihm gesellte und sich das Essen ansah. Es war nichts besonderes, aber es würde gut tun, jetzt noch etwas ordentliches zu essen. Außerdem konnte er sich selbst so schneller aufwärmen.
"Itadakimasu", war Tezuka ein, bevor er langsam zu essen begann. Dass zwischen ihnen oft Schweigen herrschte, war für ihn nicht überraschend und er fand es nicht ungewöhnlich. Eher war es eins der Dinge, die er immer auch auf gewisse Weise gemocht hatte.
Erst als er die Hälfte seines Essens aufgegessen hatte, nahm er es sich heraus, das Schweigen zu brechen: "Du weißt, du hättest dir etwas aus meinem Schrank leihen können." Er fand es jedenfalls irritierend, dass Fujis so nackt vor ihm saß. Jedenfalls hatte sein Freund nicht mehr als weiße Unterwäsche an.
"Gefalle ich dir nicht? Es ist 100% Baumwolle. Ein reines Naturprodukt."
Tezuka setzte an, etwas zu sagen, belächelte dann allerdings nur die Aussage und konzentrierte sich wieder auf sein Essen. Als er fertig war, erhob er sich und brachte das Geschirr zur Spüle. Dann ging er an seinen Schrank und holte ein bequemes Pyjama heraus, das er Fuji kommentarlos reichte. Soweit war er noch nicht, dass er sich auf eine derartige Diskussion einließ.

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