24. Stimmungen: Grün vor Neid - für mich
Aug. 13th, 2013 10:05 amTeam: Nutellasalat
Autor: Jenchan
Challenge: Stimmungen - Grün vor Neid
Titel: Ein Tag im Büro
Fandom: Prince of Tennis (AUish-postcanon)
Charaktere: Tezuka und ein paar Kolleginnen
Words: ~1470
Warnings: unkorrigiert, unbetaed
Continuation: Teil 1 | Teil 2 | Teil 3 | Teil 4
Kommentar: Es ist nicht ganz so geworden, wie ich es mir vorgestellt habe, aber ich bin letztlich doch recht zufrieden damit. Mir tut Tezuka ein wenig Leid, aber da kann man wohl nichts machen.
Ein Tag im Büro
"Hast du mitbekommen, wie schamlos sie sich an Tezuka-san heranwirft?"
"Ja. Sie ist echt so eine Schlampe. Sie glaubt wohl, dass sie die Beste ist."
"Dabei ist sie nur hinter den Männern her."
"Ich wette, sie schläft mit dem Boss..."
Es war keine Absicht, dass Tezuka das Gespräch der Office Ladies mitbekam. Er hatte sich eigentlich nur einen frischen Kaffee holen wollen. Die Nacht hing ihm nach und Fujis Problem wollte ihm nicht aus dem Kopf gehen. Es behinderte ihn in seiner Konzentration und dabei, seine Arbeit richtig und gut zu machen.
Dass zwischen den Frauen in der Firma ein ewiger Konkurrenzkampf zu laufen schien, hatte er schon früh mitbekommen und er versuchte sich, so gut es eben ging, aus diesem Kleinkrieg herauszuhalten.
Das war nicht immer einfach, aber er hatte mittlerweile schon genügend dieser Gespräche aufgeschnappt, um zu wissen, dass sich hier die ganzen Emotionen trafen, mit denen er nichts anfangen konnte. Hier war jede neidisch auf das, was die andere hatte und es wurde hinterrücks geredet und Intrigen gesponnen.
Aber er wollte nicht später wiederkommen. Ob er nun dieses Gespräch oder ein anderes unterbrach war auch schon egal. Mit entschlossener Miene betrat er den Pausenraum, räusperte sich kurz und nickte den erschockenen Antlitzen seiner Kolleginnen zu.
Dann ging er an die Kaffeemaschine und ließ sich davon etwas in seine Tasse füllen. Er streckte ihn mit Milch, nahm aber keinen Zucker. Lieber wäre ihm ja Tee, aber ein Tee hielt ihn nicht wach genug und wahrscheinlich musste er wieder einen Teil dieses Gesöffs wegschütten. Kaffee war geschmacklich einfach nicht auf seiner Wellenlänge, aber es war immer noch besser, als etwas von diesen gezuckerten, koffeinhaltigen Limonaden zu trinken und wesentlich besser als Energy drinks.
Aus den Augenwinkeln nahm er wahr, wie die beiden Frauen noch heftiger anfingen zu tuscheln, als würden sie die Chance wittern, ihn festnageln zu können. Zugegeben war er in der Unterzahl, aber er wollte deswegen trotzdem nicht überstürzt den Pausenraum wieder verlassen.
Stattdessen nahm er einen Schluck von dem Kaffee. Sein Gesicht verkniff sich und er nahm sich noch einmal die Milch zur Hand. Das musste nun ohne probieren reichen und er machte sich gerade daran, samt Tasse den Raum zu verlassen, als sich ihm die beiden in den Weg stellten. Etwas, das ihm so gar nicht in den Kram passte, aber er sah sie einfach nur ernst und abwartend an.
Dann begann die eine schon bei seinem Namen zu stottern und er schloss kurz die Augen. "Wenn Sie stottern, verstehe ich Sie nicht, Nakamura-san. Wenn es um eine Einladung geht, muss ich Sie leider vertrösten. Ich habe bereits etwas vor." Er hatte den beiden nicht auf die Füße treten wollen. Das wollte er nie, da er mit allen hier arbeiten musste. Aber gerade heute fiel es ihm schwer, die perfekte Höflichkeit zu wahren. Er war unausgeschlafen, unkonzentriert und einfach reizbar. Letzteres machte ihm das Leben schon schwer genug.
Die beiden Ladies senkten die Köpfe, als hätte er sie zurecht gewiesen, was vollkommen absurd war. Er hatte nur abgelehnt, was sie noch nicht einmal ausgesprochen hatten. "Wenn es sonst nichts mehr gibt, entschuldigen Sie mich bitte." Er hatte noch viel zu tun, wie jeder hier und er wollte heute eigentlich keine Überstunden schieben müssen.
Die beiden Frauen traten auch schon einen Schritt zur Seite und er konnte an ihnen vorbeigehen. Dass es heute so einfach gewesen war, musste er sich merken. Normalerweise dauerten diese sinnlosen Diskussionen immer länger. Aber er hatte sich zu früh gefreut.
Er war keine drei Schritte in den Flur getreten, als er Nakamuras aufgeregte Stimme vernahm: "Warten Sie, Tezuka-san." Er verdrehte innerlich die Augen, blieb aber stehen und wandte sich zu der Büroangestellten um, die zu ihm aufschloss und sich fast schon zu tief verbeugte. "Entschuldigen Sie, dass ich Sie noch einmal aufhalte. Aber es gibt da noch ein Problem."
Tezuka hob eine Augenbraue, wartete aber geduldig ab. Mittlerweile hatte das Großraumbüro schon seine Ohren gespitzt. Das Tippen auf den Tastaturen war leiser und vorsichtiger geworden, und hätte er einen Blick riskiert, hätte er wahrscheinlich den ein oder anderen neugierigen Blick auffangen können.
"Ich glaube, einige Daten sind fehlerhaft. Ich stoße bei der Eingabe immer wieder auf Fehlermeldungen. Ich möchte nichts falsch machen, vielleicht können Sie sich das einmal ansehen?" Ganz scheu, wie ein verschüchtertes Rehkitz sah sie zu ihm auf und Tezuka konnte ein Seufzen verhindern. Natürlich würde er sich das ansehen. Es waren sehr wahrscheinlich Daten, die er letztenendes für irgendetwas brauchen würde und wenn er Fehler schon am Anfang vorbeugen konnte, war das schon viel Wert.
"Ich werde es mir ansehen." Er sah richtig die Erleichterung auf ihrem Gesicht erstrahlen, aber er nickte nur ernst, dass sie sich in Bewegung setzten. Kurze Zeit später kamen sie bei Nakamuras Büronische an und er verschwendete keinen Blick darauf, wie es dort aussah. Stattdessen überbrückte er das Warten mit einem Schluck Kaffee und aus den Augenwinkeln bemerkte er ein paar Kolleginnen, die die Situation etwas zu genau beobachtete. Er fühlte sich einmal mehr wie ein Tier in einem Zoo. Wenn diese Frauen so dringend heiraten und ein Eigenheim gründen wollten, warum waren sie dann hier? Da wären sie definitiv besser in einer Heiratsvermittlung aufgehoben. Das hier war ein Arbeitsplatz und Tezuka wäre wirklich froh, wenn einige der Damen das auch endlich einsehen würden.
Dann hatte Nakamura auch endlich alles zusammen und zeigte ihm die Papiere, die sie eingeben sollten. Er runzelte leicht die Stirn, weil er die Daten durchaus kannte. "Normalerweise sind Sie nicht für die Eingabe dieser Daten verantwortlich", merkte er etwas streng an und es tat ihm fast Leid, als er sah, wie Nakamura sichtlich zusammenzuckte. Hatte sie gedacht, dass ihm das nicht auffallen würde?
"Furukaze-senpai bat mich, das zu übernehmen", murmelte Nakamura leise verteidigend. "Ich habe ihr versucht zu sagen, dass ich damit nicht vertraut bin, aber..."
Tezuka schüttelte leicht den Kopf und unterbrach. "Zeigen Sie mir, was Sie bisher gemacht haben." Dann würde er eben diese Mitarbeiterin darauf einschulen, auch wenn das wiederum nicht seine Aufgabe war. Allerdings brauchte er bald diese Eingaben und er brauchte sie richtig.
Es blieb natürlich nicht unbemerkt, wie lange und intensiv er mit Nakamura die Eingaben durchging. Er war der Kollegin nicht böse, über die Fehler, die sie gemacht hatte. Schließlich hatte sie sich einer Arbeit angenommen, die eigentlich jemand anderer hätte machen sollen.
Dieser jemand kam schließlich auch vorbei und Tezukas Blick wurde düster, als sie Fuyukaze-san fast nebenbei Nakamura fragte, ob sie einige Arbeiten schon fertig hätte. Selbst Tezuka erkannte die Spitzzüngigkeit, mit der diese Frau scheinbar vorging und er sah sie finster an. "Oh... Tezuka-san. Entschuldigung, ich habe Sie gar nicht bemerkt."
Natürlich nicht. So wie wahrscheinlich kein anderer bemerkt hatte, dass er hier schon fast eine Stunde bei Nakamura stand, um ihr die richtige Eingabe und natürlich einen Teil der Daten zum besseren Verständnis erklärte. Zumindest war diese Kollegin nicht ganz so beschränkt und lernte schnell, auch wenn sie wirklich schüchtern war.
"Ich denke, Sie haben soviel zu tun, Fuyukaze-san." Die Dame blinzelte ihn einen Augenblick verständnislos an, bevor sie verlegen lachte, als hätte er ihr ein Kompliment gemacht.
"Ich komme schon zurecht. Soviel ist es nicht."
"So? Dann verstehe ich nicht, warum ich Ihrer Kollegin gerade die Arbeit erklären muss, für die Sie zuständig sind." Mit ein bisschen Genugtuung sah er, wie die Büroangestellte etwas blasser wurde.
"Ah. Nakamura-san hat mich gebeten, dass sie das machen möchte. Ich konnte ihr das doch nicht abschlagen."
"Konnten Sie nicht. Und Sie konnten ihr natürlich auch nicht erklären, wie das funktioniert." Dass er hier gerade jemanden vor versammelter Mannschaft den Kopf wusch, vermied er im Normalfall, aber diesmal fand er, dass die Frechheit mit der Fuyukaze-san vorging, bestraft gehörte.
"Aber ich wusste doch nicht...", begann Fuyukaze zu stammeln und Tezuka würgte sie ab. Täter wusste immer von nichts, wenn man sie erwischte und er wollte sich dieses Gunstkeilerei nicht mehr länger antun.
"Gehen Sie wieder an Ihre Arbeit, Fuyukaze-san." Als sie die Blätter, an denen Nakamura und er grade arbeiteten, aufsammeln wollte, legte er bestimmt eine Hand auf den Stapel. "Das hier ist nicht mehr Ihre Arbeit", erteilte er ihr eine Abfuhr. Er konzentrierte sich dann wieder auf Nakamura, die nun steif wie ein Brett auf ihrem Stuhl saß und auf ihren Bildschirm starrte.
"Machen wir weiter", seine Stimme war wesentlich sanfter zu der Kollegin, die den Mut aufgebracht hatte, ihn um Hilfe zu bitten, aber innerlich war Tezuka froh, wenn dieser Tag endlich enden würde.
Dass seine andere Kollegin gerade grün vor Neid wurde und ihnen beiden finstere Blicke zuwarf, ignorierte Tezuka geflissentlich. Er würde sich dann die Tage darum kümmern, dass das Arbeitsklima nicht kippte. Heute hatte er dafür keine Zeit und er war erleichtert, als der Fuyukaze davonstöckeln hörte.
Er persönlich freute sich schon auf zu Hause, auch wenn dort ganz andere Probleme auf ihn warteten.
Autor: Jenchan
Challenge: Stimmungen - Grün vor Neid
Titel: Ein Tag im Büro
Fandom: Prince of Tennis (AUish-postcanon)
Charaktere: Tezuka und ein paar Kolleginnen
Words: ~1470
Warnings: unkorrigiert, unbetaed
Continuation: Teil 1 | Teil 2 | Teil 3 | Teil 4
Kommentar: Es ist nicht ganz so geworden, wie ich es mir vorgestellt habe, aber ich bin letztlich doch recht zufrieden damit. Mir tut Tezuka ein wenig Leid, aber da kann man wohl nichts machen.
Ein Tag im Büro
"Hast du mitbekommen, wie schamlos sie sich an Tezuka-san heranwirft?"
"Ja. Sie ist echt so eine Schlampe. Sie glaubt wohl, dass sie die Beste ist."
"Dabei ist sie nur hinter den Männern her."
"Ich wette, sie schläft mit dem Boss..."
Es war keine Absicht, dass Tezuka das Gespräch der Office Ladies mitbekam. Er hatte sich eigentlich nur einen frischen Kaffee holen wollen. Die Nacht hing ihm nach und Fujis Problem wollte ihm nicht aus dem Kopf gehen. Es behinderte ihn in seiner Konzentration und dabei, seine Arbeit richtig und gut zu machen.
Dass zwischen den Frauen in der Firma ein ewiger Konkurrenzkampf zu laufen schien, hatte er schon früh mitbekommen und er versuchte sich, so gut es eben ging, aus diesem Kleinkrieg herauszuhalten.
Das war nicht immer einfach, aber er hatte mittlerweile schon genügend dieser Gespräche aufgeschnappt, um zu wissen, dass sich hier die ganzen Emotionen trafen, mit denen er nichts anfangen konnte. Hier war jede neidisch auf das, was die andere hatte und es wurde hinterrücks geredet und Intrigen gesponnen.
Aber er wollte nicht später wiederkommen. Ob er nun dieses Gespräch oder ein anderes unterbrach war auch schon egal. Mit entschlossener Miene betrat er den Pausenraum, räusperte sich kurz und nickte den erschockenen Antlitzen seiner Kolleginnen zu.
Dann ging er an die Kaffeemaschine und ließ sich davon etwas in seine Tasse füllen. Er streckte ihn mit Milch, nahm aber keinen Zucker. Lieber wäre ihm ja Tee, aber ein Tee hielt ihn nicht wach genug und wahrscheinlich musste er wieder einen Teil dieses Gesöffs wegschütten. Kaffee war geschmacklich einfach nicht auf seiner Wellenlänge, aber es war immer noch besser, als etwas von diesen gezuckerten, koffeinhaltigen Limonaden zu trinken und wesentlich besser als Energy drinks.
Aus den Augenwinkeln nahm er wahr, wie die beiden Frauen noch heftiger anfingen zu tuscheln, als würden sie die Chance wittern, ihn festnageln zu können. Zugegeben war er in der Unterzahl, aber er wollte deswegen trotzdem nicht überstürzt den Pausenraum wieder verlassen.
Stattdessen nahm er einen Schluck von dem Kaffee. Sein Gesicht verkniff sich und er nahm sich noch einmal die Milch zur Hand. Das musste nun ohne probieren reichen und er machte sich gerade daran, samt Tasse den Raum zu verlassen, als sich ihm die beiden in den Weg stellten. Etwas, das ihm so gar nicht in den Kram passte, aber er sah sie einfach nur ernst und abwartend an.
Dann begann die eine schon bei seinem Namen zu stottern und er schloss kurz die Augen. "Wenn Sie stottern, verstehe ich Sie nicht, Nakamura-san. Wenn es um eine Einladung geht, muss ich Sie leider vertrösten. Ich habe bereits etwas vor." Er hatte den beiden nicht auf die Füße treten wollen. Das wollte er nie, da er mit allen hier arbeiten musste. Aber gerade heute fiel es ihm schwer, die perfekte Höflichkeit zu wahren. Er war unausgeschlafen, unkonzentriert und einfach reizbar. Letzteres machte ihm das Leben schon schwer genug.
Die beiden Ladies senkten die Köpfe, als hätte er sie zurecht gewiesen, was vollkommen absurd war. Er hatte nur abgelehnt, was sie noch nicht einmal ausgesprochen hatten. "Wenn es sonst nichts mehr gibt, entschuldigen Sie mich bitte." Er hatte noch viel zu tun, wie jeder hier und er wollte heute eigentlich keine Überstunden schieben müssen.
Die beiden Frauen traten auch schon einen Schritt zur Seite und er konnte an ihnen vorbeigehen. Dass es heute so einfach gewesen war, musste er sich merken. Normalerweise dauerten diese sinnlosen Diskussionen immer länger. Aber er hatte sich zu früh gefreut.
Er war keine drei Schritte in den Flur getreten, als er Nakamuras aufgeregte Stimme vernahm: "Warten Sie, Tezuka-san." Er verdrehte innerlich die Augen, blieb aber stehen und wandte sich zu der Büroangestellten um, die zu ihm aufschloss und sich fast schon zu tief verbeugte. "Entschuldigen Sie, dass ich Sie noch einmal aufhalte. Aber es gibt da noch ein Problem."
Tezuka hob eine Augenbraue, wartete aber geduldig ab. Mittlerweile hatte das Großraumbüro schon seine Ohren gespitzt. Das Tippen auf den Tastaturen war leiser und vorsichtiger geworden, und hätte er einen Blick riskiert, hätte er wahrscheinlich den ein oder anderen neugierigen Blick auffangen können.
"Ich glaube, einige Daten sind fehlerhaft. Ich stoße bei der Eingabe immer wieder auf Fehlermeldungen. Ich möchte nichts falsch machen, vielleicht können Sie sich das einmal ansehen?" Ganz scheu, wie ein verschüchtertes Rehkitz sah sie zu ihm auf und Tezuka konnte ein Seufzen verhindern. Natürlich würde er sich das ansehen. Es waren sehr wahrscheinlich Daten, die er letztenendes für irgendetwas brauchen würde und wenn er Fehler schon am Anfang vorbeugen konnte, war das schon viel Wert.
"Ich werde es mir ansehen." Er sah richtig die Erleichterung auf ihrem Gesicht erstrahlen, aber er nickte nur ernst, dass sie sich in Bewegung setzten. Kurze Zeit später kamen sie bei Nakamuras Büronische an und er verschwendete keinen Blick darauf, wie es dort aussah. Stattdessen überbrückte er das Warten mit einem Schluck Kaffee und aus den Augenwinkeln bemerkte er ein paar Kolleginnen, die die Situation etwas zu genau beobachtete. Er fühlte sich einmal mehr wie ein Tier in einem Zoo. Wenn diese Frauen so dringend heiraten und ein Eigenheim gründen wollten, warum waren sie dann hier? Da wären sie definitiv besser in einer Heiratsvermittlung aufgehoben. Das hier war ein Arbeitsplatz und Tezuka wäre wirklich froh, wenn einige der Damen das auch endlich einsehen würden.
Dann hatte Nakamura auch endlich alles zusammen und zeigte ihm die Papiere, die sie eingeben sollten. Er runzelte leicht die Stirn, weil er die Daten durchaus kannte. "Normalerweise sind Sie nicht für die Eingabe dieser Daten verantwortlich", merkte er etwas streng an und es tat ihm fast Leid, als er sah, wie Nakamura sichtlich zusammenzuckte. Hatte sie gedacht, dass ihm das nicht auffallen würde?
"Furukaze-senpai bat mich, das zu übernehmen", murmelte Nakamura leise verteidigend. "Ich habe ihr versucht zu sagen, dass ich damit nicht vertraut bin, aber..."
Tezuka schüttelte leicht den Kopf und unterbrach. "Zeigen Sie mir, was Sie bisher gemacht haben." Dann würde er eben diese Mitarbeiterin darauf einschulen, auch wenn das wiederum nicht seine Aufgabe war. Allerdings brauchte er bald diese Eingaben und er brauchte sie richtig.
Es blieb natürlich nicht unbemerkt, wie lange und intensiv er mit Nakamura die Eingaben durchging. Er war der Kollegin nicht böse, über die Fehler, die sie gemacht hatte. Schließlich hatte sie sich einer Arbeit angenommen, die eigentlich jemand anderer hätte machen sollen.
Dieser jemand kam schließlich auch vorbei und Tezukas Blick wurde düster, als sie Fuyukaze-san fast nebenbei Nakamura fragte, ob sie einige Arbeiten schon fertig hätte. Selbst Tezuka erkannte die Spitzzüngigkeit, mit der diese Frau scheinbar vorging und er sah sie finster an. "Oh... Tezuka-san. Entschuldigung, ich habe Sie gar nicht bemerkt."
Natürlich nicht. So wie wahrscheinlich kein anderer bemerkt hatte, dass er hier schon fast eine Stunde bei Nakamura stand, um ihr die richtige Eingabe und natürlich einen Teil der Daten zum besseren Verständnis erklärte. Zumindest war diese Kollegin nicht ganz so beschränkt und lernte schnell, auch wenn sie wirklich schüchtern war.
"Ich denke, Sie haben soviel zu tun, Fuyukaze-san." Die Dame blinzelte ihn einen Augenblick verständnislos an, bevor sie verlegen lachte, als hätte er ihr ein Kompliment gemacht.
"Ich komme schon zurecht. Soviel ist es nicht."
"So? Dann verstehe ich nicht, warum ich Ihrer Kollegin gerade die Arbeit erklären muss, für die Sie zuständig sind." Mit ein bisschen Genugtuung sah er, wie die Büroangestellte etwas blasser wurde.
"Ah. Nakamura-san hat mich gebeten, dass sie das machen möchte. Ich konnte ihr das doch nicht abschlagen."
"Konnten Sie nicht. Und Sie konnten ihr natürlich auch nicht erklären, wie das funktioniert." Dass er hier gerade jemanden vor versammelter Mannschaft den Kopf wusch, vermied er im Normalfall, aber diesmal fand er, dass die Frechheit mit der Fuyukaze-san vorging, bestraft gehörte.
"Aber ich wusste doch nicht...", begann Fuyukaze zu stammeln und Tezuka würgte sie ab. Täter wusste immer von nichts, wenn man sie erwischte und er wollte sich dieses Gunstkeilerei nicht mehr länger antun.
"Gehen Sie wieder an Ihre Arbeit, Fuyukaze-san." Als sie die Blätter, an denen Nakamura und er grade arbeiteten, aufsammeln wollte, legte er bestimmt eine Hand auf den Stapel. "Das hier ist nicht mehr Ihre Arbeit", erteilte er ihr eine Abfuhr. Er konzentrierte sich dann wieder auf Nakamura, die nun steif wie ein Brett auf ihrem Stuhl saß und auf ihren Bildschirm starrte.
"Machen wir weiter", seine Stimme war wesentlich sanfter zu der Kollegin, die den Mut aufgebracht hatte, ihn um Hilfe zu bitten, aber innerlich war Tezuka froh, wenn dieser Tag endlich enden würde.
Dass seine andere Kollegin gerade grün vor Neid wurde und ihnen beiden finstere Blicke zuwarf, ignorierte Tezuka geflissentlich. Er würde sich dann die Tage darum kümmern, dass das Arbeitsklima nicht kippte. Heute hatte er dafür keine Zeit und er war erleichtert, als der Fuyukaze davonstöckeln hörte.
Er persönlich freute sich schon auf zu Hause, auch wenn dort ganz andere Probleme auf ihn warteten.