[identity profile] tsutsumi.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Team: Tardis
Fandom: Robin Hood (AU)
Challenge: Situative Tropes: Erzrivalen/Nemesis - Für mich
Wörter: ~900
Personen/Pairings: Guy/Allan, Marian/Robin
Anmerkung: Weiter hinten in der Geschichte anzusiedeln. Guy hat sich Robin angeschlossen, aber so einfach ist das trotzdem alles nicht. Schon gar nicht, wenn man zwischen den Stühlen sitzt.


Allan durchforstete den Kühlschrank der WG nach Bier, als Marian zu ihm ihn die Küche kam und mit finsterer Miene begann, alle Türen der Hängeschränke zu öffnen und wieder zu schließen.
Mit einer erhobenen Augenbraue betrachtete er sie und beugte sich tiefer in den Kühlschrank, um abwechselnd zwischen ihr und dem Inhalt des Schrankes nach Bedeutung und Bier zu suchen. Das Licht funktionierte nicht mehr und zwischen abgelaufenen Joghurtbechern und Cottage Cheese fand sich nichts. Außer Schimmel. Allan war insgeheim froh, dass er wieder bei Guy wohnte. Er richtete sich wieder auf und schloss die Tür, fasziniert den Blick auf Marian gerichtet, die inzwischen beim letzten Schrank angekommen war und eine frustrierte Geste mit gefletschten Zähnen machte.
„Warum muss man in diesem Haus den Kaffee ganz hinten verstecken?!“, schimpfte sie, entnahm eine hässliche Teedose, fischte aus einer Schublade einen bräunlichen Filter und begann, Pulver in die Kaffeemaschine zu schippen.

„Was'n los?“
Er lehnte sich mit der Hüfte gegen die Arbeitsplatte.

„Robin und Guy.“
Sie nickte mit dem Kopf in Richtung Wohnzimmer quer über den Flur. Tatsächlich waren von dort schwere, wütende Stimmen zu hören. Noch diskutierten sie, aber die Spannung, welche beide Männer jeden Augenblick dazu veranlassen würde, sich anzubrüllen, glitt bereits an allen Wänden hinunter.

„Lässt sich nur mit Kaffee ertragen“, murmelte Marian.

„Ernsthaft, ich sehe es nicht kommen, dass wir irgendetwas erreichen, wenn die beiden zusammenarbeiten.“
Sie seufzte und kippte Wasser in den Tank der Maschine, donnerte die Kanne auf die Heizplatte und verschränkte die Arme.

„Es ist das reinste Desaster.“

Allan blinzelte. Marian sah ihn erwartungsvoll an. Die Sonne blendetet durch das hohe Küchenfenster und tauchte sie in ein heiliges Licht, ließ ihre blattgrünen Ohrringe erglänzen und badete ihre dunklen Haare in ein gnädiges Leuchten.

„Oh“, machte er und lachte leise und spöttisch.

„Darauf wartest du? Dass ich mit meinem Zeigefinger ein Z in der Luft forme, mit dem Kopf wackle und irgendeinen beknackten Klischeekrempel von mir gebe? Vergiss es!“

Er wandte sich ab und öffnete den Kühlschrank noch einmal. Hatte er wirklich überall nachgesehen?

„Wieso nicht? Du könntest mich auch mal aufmuntern.“ Marian zuckte mit den Schultern.

Allan schüttelte den Kopf in den Kühlschrank hinein. Nein, da war wirklich kein Bier. Einen Augenblick überlegte er, im Gefrierfach nachzusehen bis er sich eines Besseren besann.
„Ich bin nicht dein schwuler bester Tuckenfreund. Das kannste dir abschminken.“
Er schloss den Kühlschrank wieder und betrachtete sie streng.
„Und für's Protokoll: Ich geh auch nicht mit dir Schuhe kaufen oder irgendsowas!“

Sie sah einen Augenblick bockig aus. Dann löste sich ihr Ausdruck in einem erheiterten Lächeln auf.
„Du bist schon so etwas wie mein bester Freund. Und schwul bist du nun mal“, sagte sie schulternzuckend.

„Nein, Robin ist dein bester Freund!“

„Pfff. Dann ist Guy deiner.“

Allan rollte mit den Augen. Okay, okay. Er würde sich nicht streiten.
„Von mir aus. Schuhe kaufen geh ich trotzdem nicht mit dir!“

Im selben Augenblick zuckten beide zusammen. Guy hatte die Wohnzimmertür aufgerissen und stampfte ihnen in Richtung Küche entgegen.
„Ich sehe überhaupt nicht ein, weshalb ich den Lockvogel spielen sollte, Hood!“, donnerte er. Im Hintergrund konnte man Will, Much und John auf der Couch sitzen sehen, alle mit einem Ausdruck von Oh Gott, bitte erschieß uns endlich in den Gesichtern.
„Mach du das doch, wenn du so einen riskanten Plan umsetzen willst!“
„Du kennst dich nun mal aus in dem Büro!“, entgegnete Robin säuerlich. Er stapfte missmutig hinter Guy hinterher. Die Kaffeemaschine begann zu röcheln.

„Ich will ja nichts sagen“, sagte Marian, wohlwissend, dass sie Allan gerade seine Lieblingsworte stahl,
„Aber ich habe ganz bewusst versucht, die beiden voneinander fernzuhalten. Genau aus diesem Grund! Du bringst niemanden mit seiner Nemesis zusammen! Das funktioniert höchstens im Fernsehen!“
„Ach, jetzt bin ich also Schuld“, muffelte Allan. War er sich völlig sicher, dass er den Kühlschrank gründlich abgesucht hatte? Oder war vielleicht noch irgendwo hinter dem Mülleimer ein Restbier versteckt? Oh Gott, er brauchte dringend eins.
„Und was zur Hölle ist ein Nenesis?“

„Nemesis und das bedeutet Erzrivale, Allan, mach dich nicht lächerlich“, schimpfte Guy just in diesem Augenblick als er die Küche betrat.
„Marian, dein Lover ist der lächerlichste Taktiker, den ich je erlebt habe!“

Marian sah ihn als als wolle sie ihm die Kaffeemaschine ins Gesicht werfen.

„Das sagt der Richtige“, schnaufte Robin.
„Jedes Kind könnte Gisborne in den Schatten stellen, was Taktik und Planungen angeht; er will lieber weiter Dampframme spielen! Ersthaft, Allan, wie erträgst du den?“

Für einen kleinen Augenblick herrschte Schweigen, bis Allan bemerkte, dass Robin und Guy ihn erwartungsvoll ansahen, genauso erwartungsvoll wie Marian ihn eben angeschaut hatte.
Moment mal.
Wollten die wirklich...?

Er lachte erschrocken auf und hob abwehrend die Hände.
„Oh nein!“, rief er.
„Nein, nein, nein, bei dem Spielchen mach ich nicht mit!“

„Spielchen?“

„Euer 'Allan, sag doch auch mal was dazu und stell dich auf eine Seite'-Spielchen. Vergesst es, streitet euch mal schön alleine. Ich will nur mein Bier!“
Demonstrativ öffnete er wieder den Kühlschrank, um die beiden aus seinem Gesichtsfeld zu bekommen.

Er brauchte kein Hellseher zu sein um zu wissen, wen die beide daraufhin anblickten.

„Ah-ah, ich halte mich da genauso raus!“, sagte Marian.
„Ich will nur meinen Kaffee!“


Die beiden Streitenden sahen beide pikiert zwischen ihnen beiden hin und her. Das musste Allan schließlich wieder mitbekommen. Der Kühlschrank gab nämlich noch immer nichts her.

„Und so etwas nennt sich Freundin? Mein Beileid, Hood.“
„Danke. Du hast es ja auch nicht besser erwischt. Treulose Verräter!“

Und sie wandten sich beide ab.

Date: 2013-08-10 06:21 am (UTC)
From: [identity profile] akira-san13.livejournal.com
Das zu lesen gibt mir ein Verlangen nach der Archer-Story in der AU. Am besten als Trilogie. Nich wegen dem Typen, einfach damit da noch mehr Guy-Robin-Gezanke is. (und Allan dazwischen steht, aber irgendwie doch immer als Besänftigungs für Guy benötigt wird... *-* Oder! - oder sie müssen wirklich nach woanderhin und trennung zwiwchn Guy und Allan. *-* oder! ... Du siehst die möglichkeiten xD)

Das mit dem Z hab ich nich verstanden, aba ansonsten isses perfekt! *.* xD

Date: 2013-08-10 07:50 am (UTC)
From: [identity profile] exiles-diary.livejournal.com
Z wie Zorro ^.~

Es war toll - schreib diese Trilogie. Guy und Robin, die Zanken und alle damit nerven klingt gut XD
Zumindest, was ich jetzt so gelesen hab.

Marian und Allan können einem fast Leid tun ^^*** (und in Zukunft wird wohl immer auch irgendwo ein Geheimversteck Bier sein, das sich Allan anlegt, damit er das auch ertragen kann.

Date: 2013-08-10 09:11 am (UTC)
From: [identity profile] akira-san13.livejournal.com
so einen Allan will ich auch niiiemals haben! >.<

Aber gebieckere! >-

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