[identity profile] akira-san13.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Team: Nutellasalat
Challenge: Sätze - "Warum einfach, wenn es auch umständlich geht?" - für mich
Fandom: BBC Robin Hood (AU)
Pairing: Allan/Guy
Anmerkung: Coppy and Bobby, die zweite. XD
Spielt in der dritten Staffel, Folge 10 - 13. In unserem Fall nach der "Wiedervereinigung" der Beiden.
Wörter: 958


Mit verschränkten Armen stand Guy in der großen Doppeltür seines Arbeitszimmer und beobachtete argwöhnisch, wie sich Robin und der Rest seiner Bande in seinem Wohnzimmer ausbreitete und arrangierte.
Die große Terrassentür stand offen, sodass die kühle Nachtluft die erhitzen Gemüter ein wenig entspannte. Wenn es auch irgendwie wenig brachte. Die ungeduldige Wutader an seiner Schläfe und am Kiefer puckerte vor sich in, dass es nur so eine Freude war. (Ein Hinweis: Nein.)
Will, Djaq und Much nahmen dicht gedrängt auf der linken Ledercouch platz und keiner von ihnen traute sich auch nur ansatzweise sich zu bewegen, geschweige denn einen Fuß auf den flauschig weichen Couchtischteppich abzusetzen. Robin selbst lehnte so weit über den kleinen Tisch mit der Karte von ganz Nottingham, dass er auf der gegenüberliegenden Seite fast von der Couch rutschte. Hinter ihm saß Little John saß wie in Stein gemeißelt am Esstisch, Arme verschränkt, den Blick verbissen aus dem Fenster hinaus, als wollte er unbedingt weiterhin beweisen, dass er mit ihrer Anwesenheit hier nicht einverstanden war. In der Küche durchforsteten Marian und Kate fröhlich schnatternd alle Schränke nach Gläsern und Getränken, während Allan sich ins Arbeitszimmer zurückgezogen hatte, um in Ruhe den Pizzaservice anzurufen.
Wie gerufen öffnete der in dem Moment hinter Guy die Tür und schlängelte sich zwischen ihm und dem Rahmen durch, hinter sich die Tür wieder schließend, um der Gruppe kurz zu verkünden, dass das Essen bestellt war. Dass er sich anschließend wie zufällig gegen Gisbornes Vorderseite lehnte und dabei fast unwillkürlich automatisch den Kopf auf dessen Schulter ablegte während er darauf wartete, bis die Anderen sich fertig arrangierten, bemerkte vorerst nur Marian, die mit Kate und zwei vollen Tabletts zu den Anderen stieß. Grummelnd stieß sich John zeitgleich vom Tisch ab und setzte sich mit dem Stuhl ans Stirnende des Couchtisches.
Erst dann folgten sie beide, Guy auf die ihm nächste Armlehne zu seiner linken, direkt neben Will, wobei er recht weit hinten platz nahm, und Allan wie selbstverständlich zwischen seine Beine davor, mit ihm als Lehne. Lediglich einen Arm zum Halt um ihn zu legen, dazu konnte Guy sich nicht durchringen, doch wurde nichtsdestotrotz einmal mehr klar, dass er Allan für die nächste Zeit nicht mehr loslassen würde.
Gut drei Wochen war das nächtliche Zusammentreffen auf der Baustelle im Nettlestone-Komplex jetzt her und nach einer geflissentlichen Aussprache in allen Bereichen war nicht nur Allan wieder fester Bestandteil seines Lebens (und seiner Wohnung), auch Robin Hood und seine Bande hatte ihn als gleichberechtigtes Mitglied und überaus begabten Strategen in ihrer Mitte aufgenommen.
Heute wollten sie ihre nächsten Schritte planen, vorrangig wo und wie sie als nächstes agieren würden.
Robin setzte gerade zum Sprechen an, als der blecherne Gong der Türklingel sie einmal mehr verstummen ließ. Wie auf Kommando sahen alle gleichzeitig zum Hausherren und Allan hinüber, doch die schauten selbst nur irritiert zurück.
„Die Pizza jetzt schon?“
Ohne darauf zu reagieren schob Guy ihn sanft von der Lehne um selbst aufstehen zu können, und verschwand gleich darauf wortlos im Flur.

Als er die Tür geöffnet hatte, bereute er es allerdings sofort.
Nicht die beiden schon wieder!
„Guten Abend! Sind Sie Guy of Gisborne?“
Wie automatisch brummte er die zwei Polizisten vor sich an – diese dumme Frage war ihm immer noch nicht mehr Beachtung wert.
Einem Deja Vu gleich zog der eine wieder ein Notizbuch aus der Tasche und begann geschäftig darin zu blättern.
„Wir haben ein paar Fragen an Sie bezüglich der Aufklärung eines Falls von Vandalismus, nähe des Sherwood Park vor einigen Wochen.Dürfen wir reinkommen.“ Sein Kollege machte schon einen Schritt vorwärts in fester Überzeugung, gleich eingelassen zu werden, als Guy sich am liebsten hätte selbst gratuliert, mit welch perfektem Todesblick er die Arme verschränkte und sich an den Türrahmen lehnte. „Dürfen Sie nicht.“
Der eine Mann war sichtlich enttäuscht, in Anbetracht der fortgeschrittenen Abend und des zugigen Hausflurs kein Wunder – aber was kamen diese Typen auch immer mitten in der Dunkelheit zu nachtschlafender Zeit!?
„Ihr Name ist Guy of Gisborne, sind 36 Jahre alt, unverheiratet und leben allein?“
Guy nickte kurz angebunden.
„Wo waren Sie am Mittwoch vor drei Wochen, gegen 3:30 Uhr, 4 Uhr?“
Guys scharfer Blick verunsicherte den Polizisten mit seinem Notizbuch dermaßen, dass wieder unwillkürlich zu blättern anfing.
„In meinem Bett.“ knurrte er trotzdem.
Sofort sprang der zweite Polizist ein.
„Gibt es dafür Zeugen?“ Guy verdrehte nur genervt die Augen. Der kam sich wohl besonders schlau vor.
Ohne auf die Polizisten zu achten drehte er einmal den Kopf zur Seite und rief einmal quer durch die Wohnung nach Allan.
Sofort erschien der auch – zur allgemeinen Verwunderung, sowohl von ihm als auch den Polizisten.
„Könntest du den Herren Polizisten sagen, wo du am Mittwoch vor drei Wochen zwischen 3:30 Uhr und 4 Uhr warst?“ Guy hätte nicht gelangweilter klingen können, selbst wenn er es gewollt hätte. Natürlich wusste Allan sofort, worum es ging. Trotzdem dachte er nicht mal nach bevor er antwortete: „Im Bett?“
Der Polizist ohne Notizbuch – der andere schrieb die ganze Zeit fleißig mit – wollte gerade erneut ansetzen, als Guy ihn gekonnt mit einem erhobenen Finger unterbrach. „In wessem Bett hast du dich befunden?“
Allan hätte fast losgeprustet ob dieses Sassy Guy. „In deinem.“ Kurzerhand stellte er sich auf die Zehenspitzen und drückte ihm einen schnellen Kuss auf die Lippen, ehe er sich wieder umdrehte und zu den Anderen zurück ging.
„Allan A Dale. Drei Worte.“ Buchstabierte Guy daraufhin gelangweilt den beiden Männern vor sich, die ihn mit offenen Mündern anstarrten.
Doch Guy überging das geflissentlich. „Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an meinen Nachbarn, Mr. Allistor. Der wird ihnen die nächtliche Ruhestörung von dem Tag sicher gern bestätigen. Gute Nacht.“
Und er schloss die Tür.

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