[identity profile] akira-san13.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Team: Nutellasalat
Challenge: Stimmungen - Joker - "Stille" (Challange vom 13.Jan) - für mich
Fandom: BBC Robin Hood (AU)
Pairing: Allan/Guy
Anmerkung: ääääh .... ja.
Wörter: 721


Es war warm - nicht heiß, da Guys Penthouse selbstverständlich klimatisiert und damit auch im Hochsommer angenehm temperiert war – er lag weich – fast schon 'kuschelig', wenn man den kräftigen Brustkorb und ausgeprägte Hüfte unter und den schweren Arm auf sich so nennen konnte – und mehr als bequem im wohl größten Bett, das er je gesehen hatte... Doch das war's auch schon. Er lag da.
Er schlief nicht, er träumte nicht; er lag einfach nur reglos da und atmete vor sich.
Guys Oberkörper unter ihm hob und senkte sich regelmäßig in leichten Atemzügen, deutlich anzeigend, dass der Mann tief schlief.
Langsam regte er sich und stellte sein Kinn direkt auf dessen Herz ab – er spürte das gleichmäßige Puckern im ganzen Kopf – und schaute über das prominente Kinn, das schon wie mit dem ersten dunklen Schatten bedeckt war, an der großen Nase vorbei, in den Rest des Gesichtes.
Guys Augenlider zuckten leicht, offenbar träumte er.
Er selbst hatte schon lange nicht mehr geträumt.
Mit Will nicht, bei Robin nicht – und bei Guy schon gar nicht.
Was seltsam war.
Träumte man nicht, wenn man entspannt war? Wenn man wo hingehörte und zu jemandem...?
Er wohnte nun schon eine Weile in dieser Wohnung. Er hatte ein stetiges Zuhause und jemanden, zu dem er „heim“ kam – eine Beziehung, nicht nur einem „Freund“; er hatte einen extrem gut bezahlten Job, einen geradezu luxuriösen Lebenswandel und brauchte sich zum ersten mal in seinem Leben um nichts sorgen machen. Sollte er da nicht einer der entspanntesten Menschen der Welt sein?
Trotzdem lag er jetzt wach. Dachte über Guy, über die Arbeit, über den Luxus, ja selbst über das Bett nach, in dem er sich in dieser Sekunde befand. Er hatte so etwas noch nie besessen.
Und obwohl er sich innerlich dagegen sträubte, diese Frage überhaupt auszudenken, hätte er wirklich gern gewusst, ob er das überhaupt verdient hatte...
Er hatte Robin verraten für Luxus und Geld. Er hatte seine Überzeugung verraten für Einfachheit und – ja, Bequemlichkeit. Er hat Will verraten für Liebe und Sex.
Aber... war es denn überhaupt Liebe?
Unbehaglich legte er den Kopf wieder auf Guys Brust ab, diesmal mit Blick in die andere Richtung, als dem unverhangenen Fenster mit Blick auf die nächtlich erleuchtete Stadt.
Liebte Guy of Gisborne ihn?
Mehr noch: liebte er ihn?
Ohne es wirklich zu merken, zog er einen Arm hoch, unter den Kopf, und stellte sein Kinn wieder auf, sodass diesmal seine Hand über Guys Herz lag.
Das Puckerte stetig vor sich her, nicht ahnend, welche Gedanken er sich darum machte. Wieder betrachtete er ihn von seiner deutlich tieferen Position.
Konnte ein Guy of Gisborne lieben?
Nein. Anders. Konnte Guy ihn lieben?
Einen dahergelaufenen Streuner? Ungebildet, haarend (oder krümelnd, je nachdem), .. okay wenigstens war er stubenrein.
Irgendwie fühlte er sich plötzlich wie ein Kater...

Das Schlimme an der Sache war, dass er es nicht beantworten konnte.
Guy war nicht der Typ, der einen mit lieben Worten, Geschenken oder Gesten überhäufte – und das machte eine Liebesbeziehung doch aus oder? War es nicht das, was einem Fernsehen und alle Anderen immer so lebhaft vormachten....?
Daran gemessen liebte Guy ihn definitiv nicht. Ja, er kaufte ihm Zeugs ließ ihn bei sich wohnen und half ihm auch anderweitig mit allen möglichen Sachen, aber genaugenommen tat er eigentlich nichts ohne am Ende einen Eigennutz daraus zu schlagen, richtig? Er tat nichts ohne Gegenleistung, richtig?
Und trotzdem lag er jetzt hier, auf ihm, in seinem Bett, unter seiner Bettdecke, von ihm umschlungen. Und dafür verlangte er nichts. (Um genau zu sein, nahm er sich das sogar jeden Abend. Drapierte ihn, zog ihn an sich, platzierte ihn wie und wo es ihm gefiel.)
… Oder war das Guys Art von Liebe?
Er stockte.
Ihre Beziehung zueinander war alles andere als „normal“, egal welcher Natur diese Beziehung nun war. - Guy selbst war alles andere als normal – Aber war das vielleicht... für Guy normal?
Er stockte nochmal. Dann gähnte er.
Der digitale Wecker auf seinem Nachttisch sagte ihm, dass es schon viel zu spät war, für solche Gedanken, dass die Nacht bald vorbei sein würde und er immer noch kein Augen zugetan hatte.
Dabei war es doch warm und er lag weich und mehr als bequem im wohl größten Bett, das er je gesehen hatte...

Date: 2013-08-04 12:57 pm (UTC)
From: [identity profile] tsutsumi.livejournal.com
;__;
Allan, your inferiority complex is showing.
Ehrlich, ich möchte ihn immer noch glücklich wuscheln und ihm sagen, dass alles gut wird. Also, irgendwie zumindest .__.

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