Team: Nutellasalat
Challenge: Situative Tropes – Erzrivalen/Nemesis (für mich)
Fandom: Original
Charaktere: Zac, Rachel und Luc (aus einem längst vergessenen Superhelden-Original von 2011)
Wörter: 668
A/N: Irgendwie wollte ich die (nicht sehr kreative) Geschichte doch noch fertig erzählen. Also hier, in Kürze, das Leben eines (Ex-)Supersoldaten.
Zacharia Davis war der einzige Sohn von Joanna und Paul Davis. Bei seiner Geburt war Joanna bereits Ende dreißig gewesen und hatte die Hoffnung auf ein Kind lange aufgegeben.
Zu behaupten, dass seine Kindheit aus einem Bilderbuch hätte entsprungen sein können, war vermutlich noch untertrieben.
Zumindest, bis sie abrupt zwei Wochen nach seinem zehnten Geburtstag endete.
Eine nette Frau mit großen, blauen Augen hatte ihm erklärt, dass er jetzt sehr stark sein müsse. Zac war stark gewesen, er hatte nicht geweint. Nicht, bis er Monate später mit einem bockigen Mädchen auf einer viel zu kalten Plastikbank in einem ansonsten klinisch leeren Raum gesessen hatte. Das Mädchen hatte eine ihrer schwarzen Locken um ihren Finger gedreht und gesagt, dass sie ihre Eltern nie getroffen hatte und schon vier Pflegefamilien hinter sich hatte.
Zac war heulend zusammengebrochen und noch Jahre später konnte er nicht sagen, warum. Rachel hatte auch nie gefragt. Oder den Vorfall je wieder erwähnt.
Rachel Corwin war vielleicht nur halb so tough wie sie immer tat. Aber das war noch immer ziemlich viel tougher als jede andere Person, der Zac je begegnete. Sie war wie die kleine Schwester und der große Bruder, die er nie gehabt hatte, in Personalunion und sie hatten sich die nächsten Jahre aneinander festgehalten.
Rachel und Zac gegen den Rest der Welt.
Rachel, die sechs verschiedene Kampfsportarten beherrschte und am liebsten einfach nur schnörkellos draufhaute, und Zac, dessen Reflexe schneller waren, als er mit dem Denken hinterher kam, was okay war, denn Töten war etwas, das viel besser funktionierte, wenn man nicht darüber nachdachte.
Irgendwann tauchte Luke auf, der noch vor seiner "Modifizierung" ein Meister im Schlösser knacken gewesen war und davon abgesehen wie das Kind von Captain America und Superman rüber kam. Nun, er war weniger selbstgerecht und wahrscheinlich noch ein bisschen perfekter.
Zac hatte nie seine Nachtsicht genutzt, um Luke beim Umziehen zu beobachten. Nicht, dass er nicht versucht gewesen wäre, ein oder zweihundert mal.
Luke hatte einen Welpen aus einem Müllcontainer gerettet und sein unendlich fröhliches Lächeln, als das Tier ihm das Gesicht abgeschleckt hatte, hatte Zac das Herz gebrochen.
Lucas O'Harmon hätte ihm nie wissentlich das Herz gebrochen. Also war es Zac gewesen, der Dinge hatte zerbrechen müssen: Vorschriften, Knochen, Freundschaften und halb Chigaco.
Es war unabdingbar gewesen, das wusste er, das wusste Rachel. Nur Lucas hatte es nie verstanden. Nie verstehen können. Zac liebte ihn dafür vielleicht noch ein bisschen mehr. Vielleicht auch nicht, vielleicht war das nicht einmal möglich, er versuchte, nicht so genau darüber nachzudenken.
Aber die Welt brauchte einen Helden. Niemand brauchte Kinder, die zu Supersoldaten modelliert wurden, aber sie brauchten einen Helden. Und ein Held brauchte einen Gegner mit einem Gesicht und einem fiesen Grinsen und keine anonymen Konzerne. Zac konnte hervorragend fies grinsen.
Und wenn es ihm jedes mal wieder das Herz brach, nun, dann musste das niemand wissen. Rachel wusste es natürlich auch so.
Luke erfuhr es nie.
Zac brauchte über ein Jahrzehnt um je auf den Gedanken zu kommen, dass er vielleicht auch Lukes Herz gebrochen hatte, als er damals geflüchtet war und das halbe Labor in die Luft gejagt hatte. Und auch dann tat er es als völlig lächerlichen Gedanken ab, während Luke mit Tränen in den Augen über ihm hockte und mit blutverschmierten Händen versuchte, Zacs Wunden zuzudrücken.
"Ich hab dich vermisst, Luke."
"Ich lass dich nicht sterben, ich..."
Zac lächelte.
Zacharia Davis war nicht allein, als er starb. Seine beste Freundin und der Mann, in den er sein ganzes Leben lang verliebt gewesen war, waren in seinen letzten Minuten bei ihm.
Es war ein bisschen wie im Bilderbuch.
Aber nur ein klitzekleines bisschen.
Zacharia Davis war siebenundzwanzig und der Staatsfeind Nummer 1, als er starb. Rachel Corwin und Lucas O'Harmon hatten die Zerstörung des größten militärischen Forschungskomplexes der Vereinigten Staaten nicht mehr vereiteln können, auch wenn sie den Deserteur und Terroristen Davis zur Strecke brachten.
Zacharia Davis starb mit einem Lächeln auf den Lippen. Niemand vergaß je seinen Namen.
Oder den des Helden, der ihn endlich besiegt hatte.
Challenge: Situative Tropes – Erzrivalen/Nemesis (für mich)
Fandom: Original
Charaktere: Zac, Rachel und Luc (aus einem längst vergessenen Superhelden-Original von 2011)
Wörter: 668
A/N: Irgendwie wollte ich die (nicht sehr kreative) Geschichte doch noch fertig erzählen. Also hier, in Kürze, das Leben eines (Ex-)Supersoldaten.
Zacharia Davis war der einzige Sohn von Joanna und Paul Davis. Bei seiner Geburt war Joanna bereits Ende dreißig gewesen und hatte die Hoffnung auf ein Kind lange aufgegeben.
Zu behaupten, dass seine Kindheit aus einem Bilderbuch hätte entsprungen sein können, war vermutlich noch untertrieben.
Zumindest, bis sie abrupt zwei Wochen nach seinem zehnten Geburtstag endete.
Eine nette Frau mit großen, blauen Augen hatte ihm erklärt, dass er jetzt sehr stark sein müsse. Zac war stark gewesen, er hatte nicht geweint. Nicht, bis er Monate später mit einem bockigen Mädchen auf einer viel zu kalten Plastikbank in einem ansonsten klinisch leeren Raum gesessen hatte. Das Mädchen hatte eine ihrer schwarzen Locken um ihren Finger gedreht und gesagt, dass sie ihre Eltern nie getroffen hatte und schon vier Pflegefamilien hinter sich hatte.
Zac war heulend zusammengebrochen und noch Jahre später konnte er nicht sagen, warum. Rachel hatte auch nie gefragt. Oder den Vorfall je wieder erwähnt.
Rachel Corwin war vielleicht nur halb so tough wie sie immer tat. Aber das war noch immer ziemlich viel tougher als jede andere Person, der Zac je begegnete. Sie war wie die kleine Schwester und der große Bruder, die er nie gehabt hatte, in Personalunion und sie hatten sich die nächsten Jahre aneinander festgehalten.
Rachel und Zac gegen den Rest der Welt.
Rachel, die sechs verschiedene Kampfsportarten beherrschte und am liebsten einfach nur schnörkellos draufhaute, und Zac, dessen Reflexe schneller waren, als er mit dem Denken hinterher kam, was okay war, denn Töten war etwas, das viel besser funktionierte, wenn man nicht darüber nachdachte.
Irgendwann tauchte Luke auf, der noch vor seiner "Modifizierung" ein Meister im Schlösser knacken gewesen war und davon abgesehen wie das Kind von Captain America und Superman rüber kam. Nun, er war weniger selbstgerecht und wahrscheinlich noch ein bisschen perfekter.
Zac hatte nie seine Nachtsicht genutzt, um Luke beim Umziehen zu beobachten. Nicht, dass er nicht versucht gewesen wäre, ein oder zweihundert mal.
Luke hatte einen Welpen aus einem Müllcontainer gerettet und sein unendlich fröhliches Lächeln, als das Tier ihm das Gesicht abgeschleckt hatte, hatte Zac das Herz gebrochen.
Lucas O'Harmon hätte ihm nie wissentlich das Herz gebrochen. Also war es Zac gewesen, der Dinge hatte zerbrechen müssen: Vorschriften, Knochen, Freundschaften und halb Chigaco.
Es war unabdingbar gewesen, das wusste er, das wusste Rachel. Nur Lucas hatte es nie verstanden. Nie verstehen können. Zac liebte ihn dafür vielleicht noch ein bisschen mehr. Vielleicht auch nicht, vielleicht war das nicht einmal möglich, er versuchte, nicht so genau darüber nachzudenken.
Aber die Welt brauchte einen Helden. Niemand brauchte Kinder, die zu Supersoldaten modelliert wurden, aber sie brauchten einen Helden. Und ein Held brauchte einen Gegner mit einem Gesicht und einem fiesen Grinsen und keine anonymen Konzerne. Zac konnte hervorragend fies grinsen.
Und wenn es ihm jedes mal wieder das Herz brach, nun, dann musste das niemand wissen. Rachel wusste es natürlich auch so.
Luke erfuhr es nie.
Zac brauchte über ein Jahrzehnt um je auf den Gedanken zu kommen, dass er vielleicht auch Lukes Herz gebrochen hatte, als er damals geflüchtet war und das halbe Labor in die Luft gejagt hatte. Und auch dann tat er es als völlig lächerlichen Gedanken ab, während Luke mit Tränen in den Augen über ihm hockte und mit blutverschmierten Händen versuchte, Zacs Wunden zuzudrücken.
"Ich hab dich vermisst, Luke."
"Ich lass dich nicht sterben, ich..."
Zac lächelte.
Zacharia Davis war nicht allein, als er starb. Seine beste Freundin und der Mann, in den er sein ganzes Leben lang verliebt gewesen war, waren in seinen letzten Minuten bei ihm.
Es war ein bisschen wie im Bilderbuch.
Aber nur ein klitzekleines bisschen.
Zacharia Davis war siebenundzwanzig und der Staatsfeind Nummer 1, als er starb. Rachel Corwin und Lucas O'Harmon hatten die Zerstörung des größten militärischen Forschungskomplexes der Vereinigten Staaten nicht mehr vereiteln können, auch wenn sie den Deserteur und Terroristen Davis zur Strecke brachten.
Zacharia Davis starb mit einem Lächeln auf den Lippen. Niemand vergaß je seinen Namen.
Oder den des Helden, der ihn endlich besiegt hatte.
no subject
Date: 2013-07-29 06:00 am (UTC)no subject
Date: 2013-07-29 06:03 pm (UTC)hoffentlich hatte er wenigstens ein paar liebenswerte gelbe minions.
Bestimmt.^__^
no subject
Date: 2013-07-29 09:03 pm (UTC)(Oh und danke für die Musikempfehlung <33)
no subject
Date: 2013-07-29 09:13 pm (UTC)(Oh und danke für die Musikempfehlung <33)
Gern geschehen! Jay Brannan? Oder doch der Cut-Titel? ...Nicht, dass ich nicht beide uneingeschränkt empfehlen würde. ;)
no subject
Date: 2013-07-29 09:53 pm (UTC)Ich hab leider noch tausend andere Sachen zu schreiben, aber meine Prioritätenliste wurde soeben angepasst XDDD
no subject
Date: 2013-07-29 10:02 pm (UTC)*______*
Ich plane übrigens, dir endlich die lange versprochene Billy-geht's-scheiße-und-Lee-ist-eine-gute-Mama-Fic zu schreiben. ;) ...Falls dich das irgendwie motiviert
oder mich unter Druck setztno subject
Date: 2013-07-30 08:59 am (UTC)Ich bin grad in Tränen ausgebrochen! Mein Tag, ach was, mein ganzer Monat war komplett blöde, und das hier hat ihn mir gerettet! *v* ICH DANKE DIR!
ALSO JA. FÜHL DICH MASSIV UNTER DRUCK GESETZT! MEIN PSYCHISCHES WOHLBEFINDEN HÄNGT NUN ZU 73% VON DIR AB!
xDDDDD
no subject
Date: 2013-07-31 09:27 pm (UTC)Fühl dich geflauscht und ich beeil mich. Wenn mein Monat aufhört, scheiße zu sein. (Noch eine halbe Stunde! Tschakka!)