Team: Tardis
Fandom: Robin Hood (AU)
Challenge: Stimmungen: Am Boden zerstört - Für's Team
Wörter: ~ 800
Personen/Pairing: Guy of Gisborne/Allan A Dale
Anmerkungen: Kann als direkte Fortsetzung zu meinem letzten Post gesehen werden. Mit einem Outtake von
maddle.
Er öffnete die Tür.
Draußen stand Allan, einen tarnfarbenen Rucksack aus Jutestoff auf dem Rücken, in jeder Hand eine Einkaufstüte mit diversem undefinierbarem Zeug. Aus einer ragten graue Kabel und der Schatten eines Controllers irgendeiner Spielkonsole. Man könnte meinen...
Guy schaute Allan an. Dann auf seine Armbanduhr. Die verabredeten Zeiten, an denen Allan abends auf seiner Matte stand, waren jeden Dienstag und jeden Donnerstag.
„Heute ist Mittwoch.“
Er schloss die Tür.
Sekunden vergingen. Guy wandte sich halb um, als wolle er Allan hinter der Tür herausfordern. Aber nichts geschah, auch nicht, nachdem er insgeheim die Sekunden von einundzwanzig bis zweiunddreißig gezählt hatte.
Sonst klingelte der Idiot doch schon nach gefühlten Wimpernschlägen Sturm. Warum jetzt nicht? War er wieder gegangen?
Guy öffnete die Tür wieder.
Allan stand unverändert vor ihm, mit hängendem Kopf und den Blick auf den Boden gerichtet. Irgendetwas stimmte hier nicht.
„Okay.“
Guy verschränkte die Arme.
„Was ist los?“
Er bekam keine Antwort. Allan sah verstohlen hoch, er stellte seine Tüten ab und wischte sich über das Gesicht, um sich irgendetwas abzuwischen. Erst jetzt bemerkte Guy, dass auf seiner einen Wange ein bläulicher Fleck schillerte.
Es war nicht schwer, eins und eins zusammenzuzählen.
„Hood hat's rausgefunden“, sagte Guy tonlos.
Allan zuckte hilflos mit den Schultern.
„Er hat mich rausgeschmissen. Einfach so.“
Guy lachte durch die Nase;
„Natürlich. Was denkst du, dass er dir auf die Schulter klopft und dir ein Bier ausgibt?“
Es war ungewohnt, dass Allan nicht reagierte. Solche Gespräche ergaben nur Sinn, wenn er in seiner trotzigen Art gedankenleere ungehobelte Phrasen drosch. Jetzt drosch er gar nichts. Er zuckte nur weiterhin mit den Schultern.
„Du musst mir helfen“, sagte er schließlich.
„Was? Indem ich dich hier einziehen lasse? Das ist ja wohl ein Scherz.“
Es war schon schlimm genug, dass Allan wie ein altes Plüschtier jeden Mittwoch und Freitag bis in die Nachmittagsstunden in seinem Bett herumlag und die Seidenbettwäsche ruinierte. Es war schon schlimm genug, wenn er sein ekelhaftes Billigbier in Guys Kühlschrank stellte und (wie auch immer er das geschafft hatte) Pizza in der Mikrowelle explodieren ließ. Die Vorstellung, Allan jederzeit in seiner Wohnung, auf seiner Couch, in seinem Bett zu haben, war für Guy... unbeschreiblich. Seine Gedanken blieben beinahe quietschend an der Stelle „Allan jederzeit in seinem Bett“ stehen.
„Ist doch nur für den Übergang“, sagte Allan und er schaute flehend, wirklich flehend. Es fehlte nicht viel, dass er auf die Knie gegangen wäre.
„Bis ich was Neues gefunden habe. Hey, ich hab dich mit deinen blöden Informationen gefüttert, du schuldest mir was!“
„Das Bisschen sinnlose Informationsfetzen? Ich schulde dir gar nichts“, spuckte Guy.
„Ich hab dich dafür bezahlt!“
Allan grunzte und sah zur Seite, seinen Hinterkopf kratzend.
„Die Bezahlung hätte deutlich besser ausfallen können.“
Sie sahen sich für einen Augenblick an, stumm und stoisch und verloren und wütend, bis Guy sich frustriert durch die Haare fuhr.
„Hast du niemand anderen, dem du auf die Nerven gehen kannst? Irgendwelche Tanten, Cousins, Ex-Geliebte?“
„Sorry, damit kann ich nicht dienen“, entgegnete Allan schnippisch und er sah langsam wirklich so aus, als würde er gleich anfangen, vor Frust zu heulen.
„Und weder meine toten Eltern noch mein drogenabhängiger Bruder können mich zeitweilig in ihr trautes Heim aufnehmen, tut mir leid. Ich dachte ja, dass mein jetziger Geliebter sich dazu herablassen könnte, aber wie's aussieht, wird’s die Straße werden oder irgendeine räudige, heruntergekommene Brücke, unter der ich mich mit anderen Pennern und den Ratten um einen trockenen Platz prügeln werden darf.“
Guy konnte nichts dagegen tun – sein rechter Mundwinkel zog sich hoch. Allan war offensichtlich am Boden zerstört, aber Spitzen verteilen konnte er noch.
Er nickte in seine Wohnung hinein.
„Schwing keine Reden und komm schon rein.“
Nur vorübergehend, sagte die Stimme der Vernunft in seinem Kopf.
Nur ganz kurz. Bis er etwas Neues findet.
„...wirklich? Oh, danke, danke, danke!“
Allan hatte ihm einen Kuss aufgedrückt bevor er es sich versah, heiß und leidenschaftlichh vor Dank.
„Dafür koch ich auch. Naja, ich werd's zumindest versuchen. Und ich blas dir jetzt jede Nacht einen. Also naja, ich kann's zumindest-“
„Ist ja schon gut, komm wieder runter!“
Eine andere Stimme in seinem Kopf flüsterte Guy zu, dass vorübergehend ein sehr dehnbarer Begriff war.
Er öffnete die Tür.
Draußen stand Allan, einen tarnfarbenen Rucksack aus Jutestoff auf dem Rücken, in jeder Hand eine Einkaufstüte mit diversem undefinierbarem Zeug. Aus einer ragten graue Kabel und der Schatten eines Controllers irgendeiner Spielkonsole. Man könnte meinen...
Guy schaute Allan an. Dann auf seine Armbanduhr. Die verabredeten Zeiten, an denen Allan abends auf seiner Matte stand, waren jeden Dienstag und jeden Donnerstag.
„Heute ist Mittwoch.“
Er schloss die Tür.
Es dauerte eine Weile, bis Guy begriff, dass sein Google Kalender sich nicht geupdatet hatte. Heute war schon Donnerstag. Es war also nicht ungewöhnlich, dass Allan vor seiner Tür stand. Viel ungewöhnlicher war es, dass Allan nichts trug außer etwas, das wie eine Schlafshorts aussah. Guy zog eine Augenbraue hoch.
„Okaaay...“,sagte er gedehnt. Allan hob beide Augenbrauen und lächelte schief.
„Waschtag“, war alles, was er erwiderte.
„Und du hattest nicht irgendwo noch eine...Hose rumliegen? Nicht eine einzige.“
„Nope.“
Fandom: Robin Hood (AU)
Challenge: Stimmungen: Am Boden zerstört - Für's Team
Wörter: ~ 800
Personen/Pairing: Guy of Gisborne/Allan A Dale
Anmerkungen: Kann als direkte Fortsetzung zu meinem letzten Post gesehen werden. Mit einem Outtake von
Er öffnete die Tür.
Draußen stand Allan, einen tarnfarbenen Rucksack aus Jutestoff auf dem Rücken, in jeder Hand eine Einkaufstüte mit diversem undefinierbarem Zeug. Aus einer ragten graue Kabel und der Schatten eines Controllers irgendeiner Spielkonsole. Man könnte meinen...
Guy schaute Allan an. Dann auf seine Armbanduhr. Die verabredeten Zeiten, an denen Allan abends auf seiner Matte stand, waren jeden Dienstag und jeden Donnerstag.
„Heute ist Mittwoch.“
Er schloss die Tür.
Sekunden vergingen. Guy wandte sich halb um, als wolle er Allan hinter der Tür herausfordern. Aber nichts geschah, auch nicht, nachdem er insgeheim die Sekunden von einundzwanzig bis zweiunddreißig gezählt hatte.
Sonst klingelte der Idiot doch schon nach gefühlten Wimpernschlägen Sturm. Warum jetzt nicht? War er wieder gegangen?
Guy öffnete die Tür wieder.
Allan stand unverändert vor ihm, mit hängendem Kopf und den Blick auf den Boden gerichtet. Irgendetwas stimmte hier nicht.
„Okay.“
Guy verschränkte die Arme.
„Was ist los?“
Er bekam keine Antwort. Allan sah verstohlen hoch, er stellte seine Tüten ab und wischte sich über das Gesicht, um sich irgendetwas abzuwischen. Erst jetzt bemerkte Guy, dass auf seiner einen Wange ein bläulicher Fleck schillerte.
Es war nicht schwer, eins und eins zusammenzuzählen.
„Hood hat's rausgefunden“, sagte Guy tonlos.
Allan zuckte hilflos mit den Schultern.
„Er hat mich rausgeschmissen. Einfach so.“
Guy lachte durch die Nase;
„Natürlich. Was denkst du, dass er dir auf die Schulter klopft und dir ein Bier ausgibt?“
Es war ungewohnt, dass Allan nicht reagierte. Solche Gespräche ergaben nur Sinn, wenn er in seiner trotzigen Art gedankenleere ungehobelte Phrasen drosch. Jetzt drosch er gar nichts. Er zuckte nur weiterhin mit den Schultern.
„Du musst mir helfen“, sagte er schließlich.
„Was? Indem ich dich hier einziehen lasse? Das ist ja wohl ein Scherz.“
Es war schon schlimm genug, dass Allan wie ein altes Plüschtier jeden Mittwoch und Freitag bis in die Nachmittagsstunden in seinem Bett herumlag und die Seidenbettwäsche ruinierte. Es war schon schlimm genug, wenn er sein ekelhaftes Billigbier in Guys Kühlschrank stellte und (wie auch immer er das geschafft hatte) Pizza in der Mikrowelle explodieren ließ. Die Vorstellung, Allan jederzeit in seiner Wohnung, auf seiner Couch, in seinem Bett zu haben, war für Guy... unbeschreiblich. Seine Gedanken blieben beinahe quietschend an der Stelle „Allan jederzeit in seinem Bett“ stehen.
„Ist doch nur für den Übergang“, sagte Allan und er schaute flehend, wirklich flehend. Es fehlte nicht viel, dass er auf die Knie gegangen wäre.
„Bis ich was Neues gefunden habe. Hey, ich hab dich mit deinen blöden Informationen gefüttert, du schuldest mir was!“
„Das Bisschen sinnlose Informationsfetzen? Ich schulde dir gar nichts“, spuckte Guy.
„Ich hab dich dafür bezahlt!“
Allan grunzte und sah zur Seite, seinen Hinterkopf kratzend.
„Die Bezahlung hätte deutlich besser ausfallen können.“
Sie sahen sich für einen Augenblick an, stumm und stoisch und verloren und wütend, bis Guy sich frustriert durch die Haare fuhr.
„Hast du niemand anderen, dem du auf die Nerven gehen kannst? Irgendwelche Tanten, Cousins, Ex-Geliebte?“
„Sorry, damit kann ich nicht dienen“, entgegnete Allan schnippisch und er sah langsam wirklich so aus, als würde er gleich anfangen, vor Frust zu heulen.
„Und weder meine toten Eltern noch mein drogenabhängiger Bruder können mich zeitweilig in ihr trautes Heim aufnehmen, tut mir leid. Ich dachte ja, dass mein jetziger Geliebter sich dazu herablassen könnte, aber wie's aussieht, wird’s die Straße werden oder irgendeine räudige, heruntergekommene Brücke, unter der ich mich mit anderen Pennern und den Ratten um einen trockenen Platz prügeln werden darf.“
Guy konnte nichts dagegen tun – sein rechter Mundwinkel zog sich hoch. Allan war offensichtlich am Boden zerstört, aber Spitzen verteilen konnte er noch.
Er nickte in seine Wohnung hinein.
„Schwing keine Reden und komm schon rein.“
Nur vorübergehend, sagte die Stimme der Vernunft in seinem Kopf.
Nur ganz kurz. Bis er etwas Neues findet.
„...wirklich? Oh, danke, danke, danke!“
Allan hatte ihm einen Kuss aufgedrückt bevor er es sich versah, heiß und leidenschaftlichh vor Dank.
„Dafür koch ich auch. Naja, ich werd's zumindest versuchen. Und ich blas dir jetzt jede Nacht einen. Also naja, ich kann's zumindest-“
„Ist ja schon gut, komm wieder runter!“
Eine andere Stimme in seinem Kopf flüsterte Guy zu, dass vorübergehend ein sehr dehnbarer Begriff war.
Er öffnete die Tür.
Draußen stand Allan, einen tarnfarbenen Rucksack aus Jutestoff auf dem Rücken, in jeder Hand eine Einkaufstüte mit diversem undefinierbarem Zeug. Aus einer ragten graue Kabel und der Schatten eines Controllers irgendeiner Spielkonsole. Man könnte meinen...
Guy schaute Allan an. Dann auf seine Armbanduhr. Die verabredeten Zeiten, an denen Allan abends auf seiner Matte stand, waren jeden Dienstag und jeden Donnerstag.
„Heute ist Mittwoch.“
Er schloss die Tür.
Es dauerte eine Weile, bis Guy begriff, dass sein Google Kalender sich nicht geupdatet hatte. Heute war schon Donnerstag. Es war also nicht ungewöhnlich, dass Allan vor seiner Tür stand. Viel ungewöhnlicher war es, dass Allan nichts trug außer etwas, das wie eine Schlafshorts aussah. Guy zog eine Augenbraue hoch.
„Okaaay...“,sagte er gedehnt. Allan hob beide Augenbrauen und lächelte schief.
„Waschtag“, war alles, was er erwiderte.
„Und du hattest nicht irgendwo noch eine...Hose rumliegen? Nicht eine einzige.“
„Nope.“
no subject
Date: 2013-07-27 01:59 pm (UTC)(aba der quietschintensive gedankenstillsttand war toll XD)
Ich hätte fast erwartet, dass allan sich umdreht und geht... Und guy ihm nachsprinted und sucht ^.~