Team: Sirius
Challenge: Tanzfläche (für mich)
Fandom: Original: Our Own World
Charaktere: Sabine
Wörter: 588
Teil 1, Teil 1,5, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5, Teil 6, Teil 7, Teil 8
Als Sabine aufwachte, hörte sie gerade noch die Wohnungstür ins Schloss fallen. Recht laut. Eigentlich war Liang doch niemand, der Türen knallte, entweder war er also sehr verschlafen oder sehr schlecht gelaunt.
Egal. Sie drehte sich auf die andere Seite und zog sich die Decke über den Kopf.
Dann drehte sie sich nochmal um und schielte auf ihre Uhr. Halb zwölf... Das bedeutete, dass sie knapp sieben Stunden geschlafen hatte. Ausreichend eigentlich... Aber sie fühlte sich trotzdem wie gerädert. Dummerweise würden in drei Stunden Verena und Jonas auf der Matte stehen. Und sie hatte versprochen, vorher aufzuräumen und zumindest den Nudelsalat fertigzumachen, damit sie sich am Abend das Kochen sparten. Und mit vorher duschen und Kaffee trinken und hinterher aufräumen... würde das dauern.
Vor sich hinfluchend stand sie auf und quälte sich in die Küche. Warum hatte sie sich nochmal darauf eingelassen? Weil Liang der Meinung war, dass er mit dem Abenteuer genug zu tun hatte.
Faulpelz.
Sie selbst war zwar wirklich kein Genie in der Küche, aber nach Rezept hatte sie bisher alles mitbekommen. Außer die Weihnachtsplätzchen aber das war ein Unfall gewesen. Wirklich.
Erwartungsgemäß war die Wohnung leer, auf dem Küchentisch lag ein Post-It, der besagte, dass Liang Chips kaufen war.
Wieso denn das? Sie hatten doch genug gehabt. Oder nicht? Sabine beschloss, sich da keine weiteren Gedanken mehr zu zu machen. Es war zu früh dafür, eindeutig.
Einen Augenblick sah sie unschlüssig zwischen Radio und Kaffeemaschine hin und her, bevor sie erst Musik anmachte und sich dann um ihre tägliche Dosis Koffein kümmerte. Naja... mehr oder weniger Musik. Die Moderatoren zogen gerade ein Gewinnspiel durch und waren so gut drauf als würden sie sich jeden Morgen bunte Pillen einschmeißen. Das wäre kein Job für sie.
Sie gähnte. Der Kaffee war noch zu heiß um ihn zu trinken, Hunger hatte sie keinen... Zeitung gab es heute keine... irgendwie musste sie sich doch beschäftigen können.
Aber die Küche war ordentlich, nur eine Flasche mit zweifelhaftem Inhalt stand auf der Arbeitsfläche. Sabine schnupperte daran. Alkohol. Salbei?
Vielleicht wollte man es ihnen am Nachmittag andrehen.
Wieder einmal gähnend machte sie einen Kontrollgang ins Wohnzimmer, das auch soweit ordentlich war, aber um wirklich vorzeigbar zu sein einen Durchgang mit dem Staubsauger vertragen könnte.
Sie fand es selbst schlimm, wenn sie einen morgendlichen Putzfimmel hatte. Aber besser, man nutzte es, solange es ging. Also drehte sie das Radio auch hier auf und holte den Staubsauger.
Leise mitsingend schaltete sie ihn ein und begann sich rhythmisch durchs Wohnzimmer zu bewegen. Tanzen konnte man es nicht nennen, eher ein gedankenverlorenes... irgendwas. Dabei hörte sie durch den Lärm des Staubsaugers das Radio zwar nicht mehr, aber das hielt sie nicht davon ab, ein Lied zu singen, das ihr schon seit Tagen nicht aus dem Kopf ging.
Die leere Wohnung wurde zu ihrer Tanzfläche, der Staubsauger zur Hintergrundmusik und Tanzpartner gleichermaßen.
Vielleicht war sie noch im Halbschlaf, übermüdet oder einfach nur überarbeitet, aber sie drehte sich immer wieder singend im Kreis und sah dabei zu, wie der Staubsauger Krümelchen, Haare und ein paar Staubflusen einsaugte.
Die Welt drehte sich in diesem Augenblick um sie und um niemand anderen.
Eine andere Welt, eine freiere.
Eine Welt, in der sie sich selbst und alles andere wenigstens für einen Moment vergessen konnte.
Bis sie den Staubsauger ausschaltete und die Nachrichten über die politische Lage in Griechenland sprachen.
Vielleicht war die Freiheit ja doch nur eine Illusion. Die Welt mit ihren Problemen und Verpflichtungen wartete geduldig und war immer dann da, wenn man nicht schnell genug wegsah oder umschaltete.
Challenge: Tanzfläche (für mich)
Fandom: Original: Our Own World
Charaktere: Sabine
Wörter: 588
Teil 1, Teil 1,5, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5, Teil 6, Teil 7, Teil 8
Als Sabine aufwachte, hörte sie gerade noch die Wohnungstür ins Schloss fallen. Recht laut. Eigentlich war Liang doch niemand, der Türen knallte, entweder war er also sehr verschlafen oder sehr schlecht gelaunt.
Egal. Sie drehte sich auf die andere Seite und zog sich die Decke über den Kopf.
Dann drehte sie sich nochmal um und schielte auf ihre Uhr. Halb zwölf... Das bedeutete, dass sie knapp sieben Stunden geschlafen hatte. Ausreichend eigentlich... Aber sie fühlte sich trotzdem wie gerädert. Dummerweise würden in drei Stunden Verena und Jonas auf der Matte stehen. Und sie hatte versprochen, vorher aufzuräumen und zumindest den Nudelsalat fertigzumachen, damit sie sich am Abend das Kochen sparten. Und mit vorher duschen und Kaffee trinken und hinterher aufräumen... würde das dauern.
Vor sich hinfluchend stand sie auf und quälte sich in die Küche. Warum hatte sie sich nochmal darauf eingelassen? Weil Liang der Meinung war, dass er mit dem Abenteuer genug zu tun hatte.
Faulpelz.
Sie selbst war zwar wirklich kein Genie in der Küche, aber nach Rezept hatte sie bisher alles mitbekommen. Außer die Weihnachtsplätzchen aber das war ein Unfall gewesen. Wirklich.
Erwartungsgemäß war die Wohnung leer, auf dem Küchentisch lag ein Post-It, der besagte, dass Liang Chips kaufen war.
Wieso denn das? Sie hatten doch genug gehabt. Oder nicht? Sabine beschloss, sich da keine weiteren Gedanken mehr zu zu machen. Es war zu früh dafür, eindeutig.
Einen Augenblick sah sie unschlüssig zwischen Radio und Kaffeemaschine hin und her, bevor sie erst Musik anmachte und sich dann um ihre tägliche Dosis Koffein kümmerte. Naja... mehr oder weniger Musik. Die Moderatoren zogen gerade ein Gewinnspiel durch und waren so gut drauf als würden sie sich jeden Morgen bunte Pillen einschmeißen. Das wäre kein Job für sie.
Sie gähnte. Der Kaffee war noch zu heiß um ihn zu trinken, Hunger hatte sie keinen... Zeitung gab es heute keine... irgendwie musste sie sich doch beschäftigen können.
Aber die Küche war ordentlich, nur eine Flasche mit zweifelhaftem Inhalt stand auf der Arbeitsfläche. Sabine schnupperte daran. Alkohol. Salbei?
Vielleicht wollte man es ihnen am Nachmittag andrehen.
Wieder einmal gähnend machte sie einen Kontrollgang ins Wohnzimmer, das auch soweit ordentlich war, aber um wirklich vorzeigbar zu sein einen Durchgang mit dem Staubsauger vertragen könnte.
Sie fand es selbst schlimm, wenn sie einen morgendlichen Putzfimmel hatte. Aber besser, man nutzte es, solange es ging. Also drehte sie das Radio auch hier auf und holte den Staubsauger.
Leise mitsingend schaltete sie ihn ein und begann sich rhythmisch durchs Wohnzimmer zu bewegen. Tanzen konnte man es nicht nennen, eher ein gedankenverlorenes... irgendwas. Dabei hörte sie durch den Lärm des Staubsaugers das Radio zwar nicht mehr, aber das hielt sie nicht davon ab, ein Lied zu singen, das ihr schon seit Tagen nicht aus dem Kopf ging.
Die leere Wohnung wurde zu ihrer Tanzfläche, der Staubsauger zur Hintergrundmusik und Tanzpartner gleichermaßen.
Vielleicht war sie noch im Halbschlaf, übermüdet oder einfach nur überarbeitet, aber sie drehte sich immer wieder singend im Kreis und sah dabei zu, wie der Staubsauger Krümelchen, Haare und ein paar Staubflusen einsaugte.
Die Welt drehte sich in diesem Augenblick um sie und um niemand anderen.
Eine andere Welt, eine freiere.
Eine Welt, in der sie sich selbst und alles andere wenigstens für einen Moment vergessen konnte.
Bis sie den Staubsauger ausschaltete und die Nachrichten über die politische Lage in Griechenland sprachen.
Vielleicht war die Freiheit ja doch nur eine Illusion. Die Welt mit ihren Problemen und Verpflichtungen wartete geduldig und war immer dann da, wenn man nicht schnell genug wegsah oder umschaltete.