[identity profile] http://users.livejournal.com/leni_/ posting in [community profile] 120_minuten
Team: Sirius
Challenge: Heldenreise Herber Rückschlag ([livejournal.com profile] keksdiebin und [livejournal.com profile] leni_)
Fandom: Original
Wörter: 450
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Die falsche Königin hatte vieles geändert, in ihrem Palast, hatte Fresken übermalen, Statuen ersetzen, und Banner austauschen lassen. Die Uniformen der Beamten hatten die Farben genauso gewechselt wie die Helmbüsche der Ritter. An der Architektur des Palastes jedoch hatte sie nichts renovieren können, und so waren es noch die selben versteckten Gänge wie eh und je die zwischen schweren Mauerwerken einen zweiten Palast offenbarten.

Hier her hatte Willamar Malve und ihre neuen Garde geführt. Von hier aus konnten sie ungesehen und gehört in jede Kammer und jedes Gemach gelangen.

Während Malves Garde los zog um den sieben Kinder der falschen Königin ihre Leben zu nehmen, machte Malve sich in Begleitung von Willamar auf den Weg zum Thronsaal.

„Wie es den Anderen wohl ergeht?“, überlegte Willamar leise flüsternd.

„Die Kinder der falschen Königin sind jung. Und sie glauben sich in Sicherheit“, erwiderte Malve hierauf. Sie presste ihr Gesicht vor den schmalen Spalt im Mauerwerk, der sie das Treiben im Thronsaal beobachten ließ.

„Sie sitzen an einem Tisch und reden“, stellte sie fest. Willamars Augen deuteten zu dem Blasrohr an Malves Gürtel. Ohne dass sie ein weiteres Wort wechseln mussten griff Malve nach ihrer Waffe.

Ein Pfeil traf den Ersten Minister am Hals, ein zweiter den Kassenmeister, ein dritter den eben erst in sein Amt erhobenen hohen Priester.

Einzig die falsche Königin blieb stehen wo sie aufgesprungen war, blickte suchend umher.

„Schieß“, zischte Willamar neben Malve, vor lauter Dringlichkeit jeden Anstand vergessend.

Aber Malve konnte nicht schießen. Ihre Augen waren denen der Fürstin begegnet, und etwas darin, etwas hielt sie zurück.

„Zeigt Euch!“, rief die.

Malve und Willamar sahen sich an. Unmöglich, dass die Fürstin wüsste, wo sie waren, unmöglich, dass sie sie von hier mit Gewalt entfernen könnte.

„Zeigt Euch!“, rief sie noch einmal. Da zitterten die Steine um Malve und Willamar umher, und ehe sie sich versahen brach die Wand, die sie eben noch von dem Thronsaal getrennt hatte, und sie beide stürzten der finsteren Fürstin vor die Füße.

„Sieh an“, stellte die fest, und strich dabei sanft um den roten Edelstein am Ende ihrer Halskette.

„Willamar der Wahnsinnige und sein Prinz. Wie umsichtig, dass ihr selbst her gekommen seit und mir die Suche erspart habt.“

So sehr Malve es auch versuchte, sie konnte sich nicht rühren, hörte nur wie hinter ihr die schwere Flügeltür geöffnet wurde.

„Euer Majestät“, sagte da jemand.

„Es wurden zwölf Eindringlinge festgenommen. Wie Ihr es vorausgesagt habt.“

„Gut“, die Fürstin lächelte.

„Bringt sie hinaus auf den Hof.“

Dann deutete sie auf Malve und Willamar.

„Schafft diese beiden hinauf in den Turm, dass sie den Hof vom Fenster aus sehen können. Für jede Antwort, mit denen sie euch nicht verraten, wo die Prinzessin ist, bringt einen ihrer Kameraden um!“

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