Nobody is perfect
Jul. 18th, 2013 10:41 pmTeam: Sirius
Challenge: „Du hast keine Ahnung!“
Fandom: Harry Potter
Charaktere: Albus Potter und der Rest der Familie
Widmung:
tee_eulchen und
bananasea mit denen ich eine großartige Woche verbringen durfte ♥♥♥
Wörter: 857
Albus Potter war schon lange nicht mehr in dem Alter, wo man glaubte, der Vater könne alles. Wenigstens glaubte er das von sich. Dass es sich bei seinem Vater um Harry Potter, den großen Helden der Zaubererwelt, handelte, machte die Sache etwas schwierig, aber er konnte immerhin von sich behaupten, dass er sich bei dem öffentlichen Zeug zu irgendwelchen Feiertagen zu Voldemorts Tod immer versteckte, im Gegensatz zu seiner Schwester, die es toll fand, kaum war sie alt genug gewesen um zu begreifen, dass es ihr Papa war, den man da feierte.
Daher war er heilfroh, als Tante Hermione zu Papas Geburtstag diesmal fand, dass man da kein großes Trara drum machen musste. Sie arbeitete im Ministerium, da konnte sie den richtigen Leuten Angst genug machen, damit sie sie in Ruhe lassen. Albus fand das toll. Endlich hatte er seinen Papa mal für sich.
Mehr oder weniger.
Der Rest der Familie musste ja natürlich mit. Das bedeutete: Tante Hermione und Onkel Ron. Rose und klein-Hugo. Der zählte aber nicht, weil er noch zu klein war. Vier Jahre. Langweilig.
Er war immerhin schon sieben und Rose auch. Teddy war da interessanter. Im vierten Jahr von Hogwarts aber jetzt waren natürlich Ferien, da war er immer zu Hause und erzählte ziemlich viel von dem, was er da erlebt hatte. James meinte, er würde lügen, aber Albus glaubte das nicht.
Als sie durch Muggellondon gingen, stritten die beiden sich jedenfalls sehr laut darüber, ob Teddy in der Schule einen Drachen gesehen hatte. In Hogwarts gab es sicher einen Drachen, schließlich hatte Onkel Hagrid ja mal versucht einen zu züchten, möglich, dass er das inzwischen sogar geschafft hatte. Also warum nicht?
„Warum müssen wir unbedingt in Muggellondon essen?“, beklagte Onkel Ron sich zum wohl tausendsten Mal und Tante Hermione erklärte zum genauso vielten Male, dass es reichlich dumm wäre irgendwo hinzugehen wo die Leute Harry erkennen würden.
Albus fand das gut. Er teilte seinen Papa nicht gerne, schon gar nicht mit Fremden und die störten gerade bei Papas Geburtstag sehr oft.
Als sie vor dem Restaurant standen, wirkte Onkel Ron umso mehr als würde er Tante Hermione für verrückt halten. „Was ist das?“
„Ein japanisches Restaurant. Etwas kulturelle und kulinarische Abwechslung schadet keinem von euch.“
Albus hatte keine Ahnung, was Tante Hermione meinte, aber Onkel Ron guckte eher bedröppelt und meinte was, was wie „als ob Muggelrestaurants nicht schon schlimm genug wären...“, klang. Laut sagte er das aber nicht. Tante Hermione widersprach man nicht, schon gar nicht so laut, dass sie es ernst nehmen musste. Das tat sie auch jetzt nicht, sondern stolzierte hinein und sagte der dunkelhaarigen Kellnerin, dass sie reserviert hatte. Die Kellnerin sprach etwas komisch, aber brachte sie zu einem großen Tisch, bei dem Albus erst mit großer Verspätung merkte, dass es hier keine Messer und Gabeln zu geben schien. Skeptisch beäugte er die Holzstäbchen. Mit denen sollten sie essen können? Er war sich nicht ganz sicher, wie das gehen sollte.
James und Teddy hatten dafür ihre ganz eigene Art gefungen, sich mit den Dingern zu beschäftigen. Glaubte Albus. Es sah irgendwie wie eine Mischung aus Zaubererduell und Schwertkampf aus. „Ted Lupin und James Potter! Benehmt euch!“, schimpfte Papa schon nach einer Minute und beide senkten ihre Zauberstäbchen. „Wir sind hier nicht zu Hause!“
„Was sollen wir denn sonst mit den Dingern machen?“, beklagte sich Teddy und Tante Hermione holte Luft. Albus fand, dass das ein guter Moment war, nicht mehr zuzuhören. Stattdessen versuchte er, die Stäbchen auseinanderzubrechen. Schaffte es auch, aber irgendwie hatte er das Gefühl, dass er es falsch gemacht hatte.
„Du musst sie da zerbrechen“, deutete Rose auf die untere Stelle, die die Dinger verband.
Ja, so weit war er auch schon gewesen. „Das geht nicht!“
„Doch, das geht.“ Sie klaute Teddy seine Stäbchen und zeigte es ihm mit einem so nervigem Grinsen wie Tante Hermione, wenn sie Recht hatte, wie es ging. Albus fand das nicht fair.
„...dann lernst du auch Respekt gegenüber anderen Kulturen der Muggelwelt. Es gibt so viele unterschiedliche Lebensweisen, wir müssen offen für alle sein...“,
„Hermione... das ist doch alles...“
„Du hast keine Ahnung, was es da noch alles gibt! Ihr Zauberer lebt so in eurer kleinen Welt, alles andere vergesst ihr doch einfach!“
„Du bist auch eine Hexe.“
„Und ich finde, ihr solltet nicht so laut reden“, mischte sich Mama ein. Albus fand das gut. Einige Leute guckten schon so komisch. Muggel wussten ja auch nicht, dass es Zauberer gab. Kein Wunder, sie durften es nicht wissen.
Als die Kellnerin ihr Essen brachte, piekte Albus probeweise in den Reis. Er kannte Reis, aber den aß man ja wohl eigentlich mit Gabeln nicht mit solchen Stäbchen. Er sah Papa an, der ja wohl hoffentlich wusste, wie das ging, aber er stocherte genauso ratlos herum.
„Wer soll denn mit solchen Dingern umgehen können?“
Tante Hermione hatte dafür aber auch absolut kein Verständnis. „Du hast Voldemort besiegt, da wirst du es ja wohl schaffen, mit Stäbchen zu essen!“
„Nein?“
Ja, auch ein Harry Potter konnte nunmal nicht alles. Selbst wenn es sein Papa war.
Challenge: „Du hast keine Ahnung!“
Fandom: Harry Potter
Charaktere: Albus Potter und der Rest der Familie
Widmung:
Wörter: 857
Albus Potter war schon lange nicht mehr in dem Alter, wo man glaubte, der Vater könne alles. Wenigstens glaubte er das von sich. Dass es sich bei seinem Vater um Harry Potter, den großen Helden der Zaubererwelt, handelte, machte die Sache etwas schwierig, aber er konnte immerhin von sich behaupten, dass er sich bei dem öffentlichen Zeug zu irgendwelchen Feiertagen zu Voldemorts Tod immer versteckte, im Gegensatz zu seiner Schwester, die es toll fand, kaum war sie alt genug gewesen um zu begreifen, dass es ihr Papa war, den man da feierte.
Daher war er heilfroh, als Tante Hermione zu Papas Geburtstag diesmal fand, dass man da kein großes Trara drum machen musste. Sie arbeitete im Ministerium, da konnte sie den richtigen Leuten Angst genug machen, damit sie sie in Ruhe lassen. Albus fand das toll. Endlich hatte er seinen Papa mal für sich.
Mehr oder weniger.
Der Rest der Familie musste ja natürlich mit. Das bedeutete: Tante Hermione und Onkel Ron. Rose und klein-Hugo. Der zählte aber nicht, weil er noch zu klein war. Vier Jahre. Langweilig.
Er war immerhin schon sieben und Rose auch. Teddy war da interessanter. Im vierten Jahr von Hogwarts aber jetzt waren natürlich Ferien, da war er immer zu Hause und erzählte ziemlich viel von dem, was er da erlebt hatte. James meinte, er würde lügen, aber Albus glaubte das nicht.
Als sie durch Muggellondon gingen, stritten die beiden sich jedenfalls sehr laut darüber, ob Teddy in der Schule einen Drachen gesehen hatte. In Hogwarts gab es sicher einen Drachen, schließlich hatte Onkel Hagrid ja mal versucht einen zu züchten, möglich, dass er das inzwischen sogar geschafft hatte. Also warum nicht?
„Warum müssen wir unbedingt in Muggellondon essen?“, beklagte Onkel Ron sich zum wohl tausendsten Mal und Tante Hermione erklärte zum genauso vielten Male, dass es reichlich dumm wäre irgendwo hinzugehen wo die Leute Harry erkennen würden.
Albus fand das gut. Er teilte seinen Papa nicht gerne, schon gar nicht mit Fremden und die störten gerade bei Papas Geburtstag sehr oft.
Als sie vor dem Restaurant standen, wirkte Onkel Ron umso mehr als würde er Tante Hermione für verrückt halten. „Was ist das?“
„Ein japanisches Restaurant. Etwas kulturelle und kulinarische Abwechslung schadet keinem von euch.“
Albus hatte keine Ahnung, was Tante Hermione meinte, aber Onkel Ron guckte eher bedröppelt und meinte was, was wie „als ob Muggelrestaurants nicht schon schlimm genug wären...“, klang. Laut sagte er das aber nicht. Tante Hermione widersprach man nicht, schon gar nicht so laut, dass sie es ernst nehmen musste. Das tat sie auch jetzt nicht, sondern stolzierte hinein und sagte der dunkelhaarigen Kellnerin, dass sie reserviert hatte. Die Kellnerin sprach etwas komisch, aber brachte sie zu einem großen Tisch, bei dem Albus erst mit großer Verspätung merkte, dass es hier keine Messer und Gabeln zu geben schien. Skeptisch beäugte er die Holzstäbchen. Mit denen sollten sie essen können? Er war sich nicht ganz sicher, wie das gehen sollte.
James und Teddy hatten dafür ihre ganz eigene Art gefungen, sich mit den Dingern zu beschäftigen. Glaubte Albus. Es sah irgendwie wie eine Mischung aus Zaubererduell und Schwertkampf aus. „Ted Lupin und James Potter! Benehmt euch!“, schimpfte Papa schon nach einer Minute und beide senkten ihre Zauberstäbchen. „Wir sind hier nicht zu Hause!“
„Was sollen wir denn sonst mit den Dingern machen?“, beklagte sich Teddy und Tante Hermione holte Luft. Albus fand, dass das ein guter Moment war, nicht mehr zuzuhören. Stattdessen versuchte er, die Stäbchen auseinanderzubrechen. Schaffte es auch, aber irgendwie hatte er das Gefühl, dass er es falsch gemacht hatte.
„Du musst sie da zerbrechen“, deutete Rose auf die untere Stelle, die die Dinger verband.
Ja, so weit war er auch schon gewesen. „Das geht nicht!“
„Doch, das geht.“ Sie klaute Teddy seine Stäbchen und zeigte es ihm mit einem so nervigem Grinsen wie Tante Hermione, wenn sie Recht hatte, wie es ging. Albus fand das nicht fair.
„...dann lernst du auch Respekt gegenüber anderen Kulturen der Muggelwelt. Es gibt so viele unterschiedliche Lebensweisen, wir müssen offen für alle sein...“,
„Hermione... das ist doch alles...“
„Du hast keine Ahnung, was es da noch alles gibt! Ihr Zauberer lebt so in eurer kleinen Welt, alles andere vergesst ihr doch einfach!“
„Du bist auch eine Hexe.“
„Und ich finde, ihr solltet nicht so laut reden“, mischte sich Mama ein. Albus fand das gut. Einige Leute guckten schon so komisch. Muggel wussten ja auch nicht, dass es Zauberer gab. Kein Wunder, sie durften es nicht wissen.
Als die Kellnerin ihr Essen brachte, piekte Albus probeweise in den Reis. Er kannte Reis, aber den aß man ja wohl eigentlich mit Gabeln nicht mit solchen Stäbchen. Er sah Papa an, der ja wohl hoffentlich wusste, wie das ging, aber er stocherte genauso ratlos herum.
„Wer soll denn mit solchen Dingern umgehen können?“
Tante Hermione hatte dafür aber auch absolut kein Verständnis. „Du hast Voldemort besiegt, da wirst du es ja wohl schaffen, mit Stäbchen zu essen!“
„Nein?“
Ja, auch ein Harry Potter konnte nunmal nicht alles. Selbst wenn es sein Papa war.