Team: Nutellasalat
Autor: Jenchan
Challenge: Situative Tropes - Zusammen eingesperrt (auf engstem Raum)
Titel: Der freundliche Feind
Fandom: Dmc - Devil may cry (5)
Charaktere: Dante, ein Stygian
Words: ~1800
Warnings: angedeuteter Sex mit einem Dämon? Jedenfalls unkorrigiert
Kommentar: Das hier ist für
lumcheng, die sich eine derartige Szene gewünscht hat. Ich hab dieses Spiel nie gespielt, werde es auch nie spielen, aber ich hoffe, es haut einigermaßen hin und ich habe Dantes Persönlichkeit getroffen. Zumindest ein bisschen. Ehrlich gesagt, fiel es mir etwas schwer, ernst zu bleiben und ich glaube, der Text ist stellenweise dadurch etwas holprig. Aber naja XD die Sommerchallenge ist auch dafür da, sich neuen Herausforderungen zu stellen.
Der freundliche Feind
Als die Türe mit einem lauten Knall ins Schloss rastete, senkte sich eine fast gespenstische Stille über den Raum. Er war noch einmal entkommen und er wusste, dass er diesen kurzen Moment nutzen musste, um neue Kraft zu sammeln. Diese Pissgesichter hatten ihm ganz schön zugesetzt, aber nichts und niemand würde ihn jemals so leicht niederzwingen. Er hatte ein Ziel und das würde er auch erreichen.
Dante schloss einen Augenblick die Augen und nahm einige tiefe Atemzüge. Es tat gut, seine Muskeln etwas entspannen zu können. Sein einstmal weißes Unterhemd war übersät von Blutspritzern und Dreckflecken. Es klebte schweißnass an seiner ebenso schmutzigen Haut. Er war in diesem Fall durchaus froh, seinen Mantel zu tragen.
Plötzlich klackte das Schloss und Dante fuhr auf. Er war noch nicht auf die Beine gekommen, da sah er es. Ein Stygian. Instinktiv griff er nach seinem treuen Gefährten. Rebellion - das Schwert, das ihm sein Vater vermacht hatte. Aber etwas, an der Situation war... anders. Er konnte es nicht erst nicht begreifen, aber anstatt, dass dieses Monster ihn Angriff, stand es einfach nur da und sah ihn an. Ungewöhnlich war auch, dass es nur ein einziges war, wo diese Biester normalerweise in Rudeln auftauchten und ihn zu umzingeln versuchten.
Seine Hand immer noch am Griff des Schwerts, hielt er inne und nahm sich die Zeit, die Situation in sich aufzunehmen.
Er saß hier noch halb liegend in einem schmalen, länglichen Raum. Ein wenig, wirkte es wie eine Abstellkammer, nur das der Raum leer war. Verlassen und heruntergekommen wie die meisten Gebäude von Limbo City.
Wenn das Geräusch zuvor irgendeine Indikation gegeben hatte, konnte er sich sicher sein, dass er eingeschlossen war. Abgesehen davon, dass er immer eingesperrt schien, wann immer diese Dämonen vor ihm auftauchten. Die meisten nahmen sich nicht einmal einen Moment, bevor sie ihn kreischend und blindwütig angriffen.
Keins von ihnen hatte jemals eine Chance gegen ihn gehabt und es würde auch nie eines geben, dass ihn vernichten können würde.
Seine Augen lagen immer noch auf dem Stygian, das sich noch keinen Millimeter gerührt hatte. Als wäre es nichts weiter als eine Projektion seiner Fantasie. es war ein hässlich zusammengewürfeltes Monster mit einer messerscharfen überdimensionierten Rasierklinge als rechten Arm. Teile des Körpers bestanden aus Holze und Metall, aber er hatte schon genug bekämpft um zu wissen, dass sie nichts mit Robotern gemein hatten. Sie waren weich, flexibel und schnell. Und sie gaben ein gräßliches Geräusch wenn Rebellion sie durchschnitt als wären sie nichts weiter als weiche Tomaten.
In der tonnenschweren Stille wirkte das mitleidlose Gesicht in Dantes Augen plötzlich nicht mehr so emotionslos, wie es sein sollte. Es hatte jedenfalls eine ganz sonderbare Wirkung auf ihn. warum auch immer dieser Dämon sich so anders verhielt als alle, die ihm bisher begegnet waren, es machte es ihm unmöglich, über diese Tatsache hinwegzusehen.
Er nahm seine Hand vom Griff seines treuen Schwertes, das sich sofort in Luft auflöste. Er hatte das zwingende Gefühl, dass er es diesmal nicht brauchen würde. Was auch immer die Situation nun für ihn bereithielt, er war schnell genug, es im Notfall doch noch zu ziehen.
Ohne aufzustehen, beschloss er die Initiative zu ergreifen. Seine Stimme klang fest und selbstbewusst, als sie die Stille durchriss: "Was willst du?" Es war sonderbar die Frage einem Monster zu stellen, das keine Augen hatte und bisher nichts anderes als Quieken und Kreischen und Grunzen konnte.
Dieser Stygian allerdings legte den Kopf leicht schief und öffnete nicht einmal den Mund im Versuch, die Frage zu beantworten. "Wo sind deine Freunde? Ihr kommt nie allein..." Dante war überheblich, das wusste er, aber er hatte auch schon genügend von diesen Biestern zurück in die Hölle geschickt, wo sie hingehörten. Und das war nur ein einzelner. Es würde nicht schwer sein, ihn zu töten.
Im Moment spürte er allerdings kein einziges Anzeichen von akuter Gefahr und es ließ ihn sich wieder etwas lockerer fühlen.
Er blieb allerdings skeptisch, als der Stygian einen langsamen und scheinbar vorsichtigen Schritt auf ihn zumachte. In seinen Gedanken blitzten Bilder auf, die ihn zum Lächeln machte. Wäre das eine Frau, jemand wie Kat, hätte diese Situation durchaus etwas Erotisches. Er stellte sich vor, wie sie auf engem Raum gemeinsam eingesperrt wären und...
In seinem unmittelbaren Gesichtsfeld tauchte dieses Monster auf. Es war ihm nun so nahe, dass er einen öligen Geruch wahrnehmen konnte. Das und eine ungeahnte Hitze, die in ihm aufzusteigen schien. Der Dämon hatte sich vorgebäugt und sah ihm ins Gesicht. Dabei hätte er schwören können, dass die Teile blind waren und dennoch fühlte er sich mit einem Mal durchschaut.
Waren es Telepathen? Hatte dieses Monster seine Gedanken empfangen, denen er sich einen unbedachten Moment lang hingegeben hatte?
Als der Dämon seinen Mund einen Spalt öffnete, schlug ihm eine faulig-modrige Atemwolke entgegen. Es war von übelkeiterregender Intensität und Dante rümpfte die Nase. "Du hast Mundgeruch", meinte er direkt und wenig begeistert. Dass er mit der Aussage ein wenig seine aufsteigende Nervösität überging, ignorierte er geflissentlich. Er hatte keine Angst, er war nur skeptisch, weil diese Situation zu skuril war, um sie überhaupt beschreiben zu können. Noch surealer als die Tatsache, dass er sich im Limbo befand, einem Ort der die reale Welt wiederspiegelte und doch nur von Dämonen bevölkert wurde.
Eine Berührung ließ seine Muskeln zusammenzucken und sein Blick, der bisher starr auf Augenhöhe mit dem Dämon war, wanderte an sich herunter. Der linke Arm, schleimig und schwarz wie er aussah, hatte der Stygian leicht gehoben und die langen Finger lagen wie verkohltes Geäst auf seinem Bauch.
Dantes Herz schlug heftiger unter seiner Brust, aber er verspürte nicht den Drang sein Schwert zu ziehen. Es drohte ihm keine Gefahr von diesem Dämon. Viel eher schien dieser Kontakt mit ihm herstellen zu wollen. Es konnte nicht sprechen, soviel war nun auch ihm klar, aber es wollte ihm eine Botschaft übermitteln.
Leider war er nicht besonders gut darin, solche Zeichen zu deuten und er wusste nicht, wo das hinführen würde. Wurde er gerade unvorsichtig?
Er wollte einen Spruch loswerden und öffnete schon den Mund, aber es entwich nichts weiter als ein leises Keuchen. Die Hand des Dämons war unter sein Shirt geschlichen und strich nun über seine harten Bauchmuskeln, die unter der Berührung leicht kontraktierten. Die Hand fühlte sich an, wie glattes, weiches Leder. Wie der Stoff, aus dem sein Mantel gemacht war. Robust und doch flexibel und bequem.
Dantes Bewusstsein verschwamm vor seinen Augen und er musste blinzeln. Ein brennend heißes Gefühl breitete sich so blitzartig in ihm aus, dass er sein eigenes Blut in seinen Ohren rauschen hören konnte. Er vergaß. Für einen Moment vergaß er tatsächlich, in welcher Situation er sich befand. Was ihn hier berührte und ihm so nahe kam, wie es eigentlich nicht der Fall sein sollte.
Er gab nach.
Der Boden war hart und kalt und bildete einen guten Kontrast zu der Hitze, die ihn erfasst hatte. Er fühlte sich nicht danach, als hätte ihn dieser Dämon überwältigt. Er nahm diesen Stygian nicht als Feind wahr und schon gar nicht mehr als das Monster, das es darstellte.
Das leise Gurren klang in seinen Ohren zufrieden, fast wie ein Schnurren und sein Körper erbebte. Er musste träumen. Das war bestimmt nur eine Halluzination, weil er so geschwächt war und sich sein Verstand einfach verabschiedet hatte.
Er hatte sich ja schließlich einen Moment der Entspannung gönnen wollen, um neue Kraft zu sammeln. Vielleicht wünschte er sich insgeheim auch einfach viel mehr Unterstützung, auch von dämonischer Seite. Mehr Gerechtigkeit.
Er konnte es nicht sagen, was es war, aber er ließ es zu, dass sich sein Bewusstsein dieser ungewöhnlichen Situation nur noch mehr hingab. Schließlich fühlte es sich gut an. Viel besser wahrscheinlich, als es sollte.
In seinen Gedanken stiegen wieder Bilder von Kat auf. In seinen Gedanken war es nicht dieser Stygian, der ihn an Stellen, berührte, die eigentlich von keinem Dämon jemals angefasst werden durften.
In seinen Gedanken wurde das zu einem der erotischten Momente in seinem Leben. So gutaussehend er auch war, in letzter Zeit hatte sein Sexleben eine kleine Flaute gehabt. Er war es müde gewesen, hübsche Frauen anzugraben und er war von all den Anmachsprüchen gelangweilt gewesen, die er von der weiblichen Bevölkerung bekam. Er sah gut aus, das wusste er selbst. Aber irgendwann wurde selbst dieser Umstand zu etwas viel zu selbstverständlichen. Er hatte einfach nicht mehr die Motivation gehabt jemanden flachzulegen. Er hatte sich einfach nicht mehr erregt genug gefühlt.
Das hier war neu und ungeahnt gut. Dieser verquere Traum schien sich unendlich in die Länge zu ziehen. Es raubte ihm den Verstand und ließ ihn atemlos zurück. Sein Bewusstsein fühlte sich schwerelos an und die Welt war in Ordnung. Für diesen befriedigenden Augenblick war die Welt wie sie sein sollte.
Ein leichtes, brennendes Gefühl auf seiner Handfläche, holte ihn allerdings schnell wieder zurück auf den Boden der Tatsachen. Der Stygian war immer noch da und als er dessen Erscheinung wieder in sein Bewusstsein rief, fiel Dante auf, dass helles frisches Blut von der großen Klinge tropfte. Er setzte sich leicht auf und sah ungläubig seine Hand an, an der ein großer Schnitt klaffte. Es war keine schwere Verletzung. Er hatte gewiss schon schlimmeres durchgestanden.
Er war einfach nur fassungslos darüber, dass es dem Dämon gelungen war, ihn auf diese Weise zu verletzen. Er war scheinbar wirklich unvorsichtig gewesen.
In ihm stieg ein schweres Gefühl aufwallender unbändiger Wut auf und er spürte, wie sich auf seinem Rücken Rebellion materialisierte. Er würde dieses Biest für den Frevel abschlachten und ihm zeigen, was es für diesen Verrat hatte.
Doch der Stygian schien genau das erwartet zu haben. Der Dämon hielt ihm die linke Hand entgegen, mit der Handfläche nach oben. Abwartend und unnachgibig. Entschlossen.
Langsam dämmerte es Dante, was dieser Dämon wollte und er fuhr sich mit einem fassungslosen Lachen durch die Haare. Dann zog er sein Schwert und hielt es dem Stygian entgegen. So als sollte es den Beweis selbst liefern, ob er sich irrte oder nicht.
Flink war die linke Hand über die scharfe Klinge geglitten und dunkles Blut tropfte ätzend zu Boden. Zischend zog Dante die Luft ein, als sich das dämonische Blut mit seinem eigenen Verband. Der griff des Stygian war fest und mit einer ungeahnten Kraft wurde er auf die Beine gezogen.
Dann war der Moment vorbei. Es musste eine Geräusch gewesen sein, das er nicht wahrgenommen hatte. Aber etwas schien den Dämon alarmiert zu haben. Sein Kopf war in eine Richtung Tür geflogen und dann war er plötzlich weg. Dante stand fast ein wenig benommen mit Schwert in der Hand da und versuchte zu begreifen, was passiert war. Er hatte gerade eine Blutsbrüderschaft mit einem Dämon geschlossen.
Ein fast schon als irre zu bezeichnendes Lachen entwich aus seiner Kehle, bevor er aus dem Raum stürmte und er seine Mission fortsetzte.
Autor: Jenchan
Challenge: Situative Tropes - Zusammen eingesperrt (auf engstem Raum)
Titel: Der freundliche Feind
Fandom: Dmc - Devil may cry (5)
Charaktere: Dante, ein Stygian
Words: ~1800
Warnings: angedeuteter Sex mit einem Dämon? Jedenfalls unkorrigiert
Kommentar: Das hier ist für
Der freundliche Feind
Als die Türe mit einem lauten Knall ins Schloss rastete, senkte sich eine fast gespenstische Stille über den Raum. Er war noch einmal entkommen und er wusste, dass er diesen kurzen Moment nutzen musste, um neue Kraft zu sammeln. Diese Pissgesichter hatten ihm ganz schön zugesetzt, aber nichts und niemand würde ihn jemals so leicht niederzwingen. Er hatte ein Ziel und das würde er auch erreichen.
Dante schloss einen Augenblick die Augen und nahm einige tiefe Atemzüge. Es tat gut, seine Muskeln etwas entspannen zu können. Sein einstmal weißes Unterhemd war übersät von Blutspritzern und Dreckflecken. Es klebte schweißnass an seiner ebenso schmutzigen Haut. Er war in diesem Fall durchaus froh, seinen Mantel zu tragen.
Plötzlich klackte das Schloss und Dante fuhr auf. Er war noch nicht auf die Beine gekommen, da sah er es. Ein Stygian. Instinktiv griff er nach seinem treuen Gefährten. Rebellion - das Schwert, das ihm sein Vater vermacht hatte. Aber etwas, an der Situation war... anders. Er konnte es nicht erst nicht begreifen, aber anstatt, dass dieses Monster ihn Angriff, stand es einfach nur da und sah ihn an. Ungewöhnlich war auch, dass es nur ein einziges war, wo diese Biester normalerweise in Rudeln auftauchten und ihn zu umzingeln versuchten.
Seine Hand immer noch am Griff des Schwerts, hielt er inne und nahm sich die Zeit, die Situation in sich aufzunehmen.
Er saß hier noch halb liegend in einem schmalen, länglichen Raum. Ein wenig, wirkte es wie eine Abstellkammer, nur das der Raum leer war. Verlassen und heruntergekommen wie die meisten Gebäude von Limbo City.
Wenn das Geräusch zuvor irgendeine Indikation gegeben hatte, konnte er sich sicher sein, dass er eingeschlossen war. Abgesehen davon, dass er immer eingesperrt schien, wann immer diese Dämonen vor ihm auftauchten. Die meisten nahmen sich nicht einmal einen Moment, bevor sie ihn kreischend und blindwütig angriffen.
Keins von ihnen hatte jemals eine Chance gegen ihn gehabt und es würde auch nie eines geben, dass ihn vernichten können würde.
Seine Augen lagen immer noch auf dem Stygian, das sich noch keinen Millimeter gerührt hatte. Als wäre es nichts weiter als eine Projektion seiner Fantasie. es war ein hässlich zusammengewürfeltes Monster mit einer messerscharfen überdimensionierten Rasierklinge als rechten Arm. Teile des Körpers bestanden aus Holze und Metall, aber er hatte schon genug bekämpft um zu wissen, dass sie nichts mit Robotern gemein hatten. Sie waren weich, flexibel und schnell. Und sie gaben ein gräßliches Geräusch wenn Rebellion sie durchschnitt als wären sie nichts weiter als weiche Tomaten.
In der tonnenschweren Stille wirkte das mitleidlose Gesicht in Dantes Augen plötzlich nicht mehr so emotionslos, wie es sein sollte. Es hatte jedenfalls eine ganz sonderbare Wirkung auf ihn. warum auch immer dieser Dämon sich so anders verhielt als alle, die ihm bisher begegnet waren, es machte es ihm unmöglich, über diese Tatsache hinwegzusehen.
Er nahm seine Hand vom Griff seines treuen Schwertes, das sich sofort in Luft auflöste. Er hatte das zwingende Gefühl, dass er es diesmal nicht brauchen würde. Was auch immer die Situation nun für ihn bereithielt, er war schnell genug, es im Notfall doch noch zu ziehen.
Ohne aufzustehen, beschloss er die Initiative zu ergreifen. Seine Stimme klang fest und selbstbewusst, als sie die Stille durchriss: "Was willst du?" Es war sonderbar die Frage einem Monster zu stellen, das keine Augen hatte und bisher nichts anderes als Quieken und Kreischen und Grunzen konnte.
Dieser Stygian allerdings legte den Kopf leicht schief und öffnete nicht einmal den Mund im Versuch, die Frage zu beantworten. "Wo sind deine Freunde? Ihr kommt nie allein..." Dante war überheblich, das wusste er, aber er hatte auch schon genügend von diesen Biestern zurück in die Hölle geschickt, wo sie hingehörten. Und das war nur ein einzelner. Es würde nicht schwer sein, ihn zu töten.
Im Moment spürte er allerdings kein einziges Anzeichen von akuter Gefahr und es ließ ihn sich wieder etwas lockerer fühlen.
Er blieb allerdings skeptisch, als der Stygian einen langsamen und scheinbar vorsichtigen Schritt auf ihn zumachte. In seinen Gedanken blitzten Bilder auf, die ihn zum Lächeln machte. Wäre das eine Frau, jemand wie Kat, hätte diese Situation durchaus etwas Erotisches. Er stellte sich vor, wie sie auf engem Raum gemeinsam eingesperrt wären und...
In seinem unmittelbaren Gesichtsfeld tauchte dieses Monster auf. Es war ihm nun so nahe, dass er einen öligen Geruch wahrnehmen konnte. Das und eine ungeahnte Hitze, die in ihm aufzusteigen schien. Der Dämon hatte sich vorgebäugt und sah ihm ins Gesicht. Dabei hätte er schwören können, dass die Teile blind waren und dennoch fühlte er sich mit einem Mal durchschaut.
Waren es Telepathen? Hatte dieses Monster seine Gedanken empfangen, denen er sich einen unbedachten Moment lang hingegeben hatte?
Als der Dämon seinen Mund einen Spalt öffnete, schlug ihm eine faulig-modrige Atemwolke entgegen. Es war von übelkeiterregender Intensität und Dante rümpfte die Nase. "Du hast Mundgeruch", meinte er direkt und wenig begeistert. Dass er mit der Aussage ein wenig seine aufsteigende Nervösität überging, ignorierte er geflissentlich. Er hatte keine Angst, er war nur skeptisch, weil diese Situation zu skuril war, um sie überhaupt beschreiben zu können. Noch surealer als die Tatsache, dass er sich im Limbo befand, einem Ort der die reale Welt wiederspiegelte und doch nur von Dämonen bevölkert wurde.
Eine Berührung ließ seine Muskeln zusammenzucken und sein Blick, der bisher starr auf Augenhöhe mit dem Dämon war, wanderte an sich herunter. Der linke Arm, schleimig und schwarz wie er aussah, hatte der Stygian leicht gehoben und die langen Finger lagen wie verkohltes Geäst auf seinem Bauch.
Dantes Herz schlug heftiger unter seiner Brust, aber er verspürte nicht den Drang sein Schwert zu ziehen. Es drohte ihm keine Gefahr von diesem Dämon. Viel eher schien dieser Kontakt mit ihm herstellen zu wollen. Es konnte nicht sprechen, soviel war nun auch ihm klar, aber es wollte ihm eine Botschaft übermitteln.
Leider war er nicht besonders gut darin, solche Zeichen zu deuten und er wusste nicht, wo das hinführen würde. Wurde er gerade unvorsichtig?
Er wollte einen Spruch loswerden und öffnete schon den Mund, aber es entwich nichts weiter als ein leises Keuchen. Die Hand des Dämons war unter sein Shirt geschlichen und strich nun über seine harten Bauchmuskeln, die unter der Berührung leicht kontraktierten. Die Hand fühlte sich an, wie glattes, weiches Leder. Wie der Stoff, aus dem sein Mantel gemacht war. Robust und doch flexibel und bequem.
Dantes Bewusstsein verschwamm vor seinen Augen und er musste blinzeln. Ein brennend heißes Gefühl breitete sich so blitzartig in ihm aus, dass er sein eigenes Blut in seinen Ohren rauschen hören konnte. Er vergaß. Für einen Moment vergaß er tatsächlich, in welcher Situation er sich befand. Was ihn hier berührte und ihm so nahe kam, wie es eigentlich nicht der Fall sein sollte.
Er gab nach.
Der Boden war hart und kalt und bildete einen guten Kontrast zu der Hitze, die ihn erfasst hatte. Er fühlte sich nicht danach, als hätte ihn dieser Dämon überwältigt. Er nahm diesen Stygian nicht als Feind wahr und schon gar nicht mehr als das Monster, das es darstellte.
Das leise Gurren klang in seinen Ohren zufrieden, fast wie ein Schnurren und sein Körper erbebte. Er musste träumen. Das war bestimmt nur eine Halluzination, weil er so geschwächt war und sich sein Verstand einfach verabschiedet hatte.
Er hatte sich ja schließlich einen Moment der Entspannung gönnen wollen, um neue Kraft zu sammeln. Vielleicht wünschte er sich insgeheim auch einfach viel mehr Unterstützung, auch von dämonischer Seite. Mehr Gerechtigkeit.
Er konnte es nicht sagen, was es war, aber er ließ es zu, dass sich sein Bewusstsein dieser ungewöhnlichen Situation nur noch mehr hingab. Schließlich fühlte es sich gut an. Viel besser wahrscheinlich, als es sollte.
In seinen Gedanken stiegen wieder Bilder von Kat auf. In seinen Gedanken war es nicht dieser Stygian, der ihn an Stellen, berührte, die eigentlich von keinem Dämon jemals angefasst werden durften.
In seinen Gedanken wurde das zu einem der erotischten Momente in seinem Leben. So gutaussehend er auch war, in letzter Zeit hatte sein Sexleben eine kleine Flaute gehabt. Er war es müde gewesen, hübsche Frauen anzugraben und er war von all den Anmachsprüchen gelangweilt gewesen, die er von der weiblichen Bevölkerung bekam. Er sah gut aus, das wusste er selbst. Aber irgendwann wurde selbst dieser Umstand zu etwas viel zu selbstverständlichen. Er hatte einfach nicht mehr die Motivation gehabt jemanden flachzulegen. Er hatte sich einfach nicht mehr erregt genug gefühlt.
Das hier war neu und ungeahnt gut. Dieser verquere Traum schien sich unendlich in die Länge zu ziehen. Es raubte ihm den Verstand und ließ ihn atemlos zurück. Sein Bewusstsein fühlte sich schwerelos an und die Welt war in Ordnung. Für diesen befriedigenden Augenblick war die Welt wie sie sein sollte.
Ein leichtes, brennendes Gefühl auf seiner Handfläche, holte ihn allerdings schnell wieder zurück auf den Boden der Tatsachen. Der Stygian war immer noch da und als er dessen Erscheinung wieder in sein Bewusstsein rief, fiel Dante auf, dass helles frisches Blut von der großen Klinge tropfte. Er setzte sich leicht auf und sah ungläubig seine Hand an, an der ein großer Schnitt klaffte. Es war keine schwere Verletzung. Er hatte gewiss schon schlimmeres durchgestanden.
Er war einfach nur fassungslos darüber, dass es dem Dämon gelungen war, ihn auf diese Weise zu verletzen. Er war scheinbar wirklich unvorsichtig gewesen.
In ihm stieg ein schweres Gefühl aufwallender unbändiger Wut auf und er spürte, wie sich auf seinem Rücken Rebellion materialisierte. Er würde dieses Biest für den Frevel abschlachten und ihm zeigen, was es für diesen Verrat hatte.
Doch der Stygian schien genau das erwartet zu haben. Der Dämon hielt ihm die linke Hand entgegen, mit der Handfläche nach oben. Abwartend und unnachgibig. Entschlossen.
Langsam dämmerte es Dante, was dieser Dämon wollte und er fuhr sich mit einem fassungslosen Lachen durch die Haare. Dann zog er sein Schwert und hielt es dem Stygian entgegen. So als sollte es den Beweis selbst liefern, ob er sich irrte oder nicht.
Flink war die linke Hand über die scharfe Klinge geglitten und dunkles Blut tropfte ätzend zu Boden. Zischend zog Dante die Luft ein, als sich das dämonische Blut mit seinem eigenen Verband. Der griff des Stygian war fest und mit einer ungeahnten Kraft wurde er auf die Beine gezogen.
Dann war der Moment vorbei. Es musste eine Geräusch gewesen sein, das er nicht wahrgenommen hatte. Aber etwas schien den Dämon alarmiert zu haben. Sein Kopf war in eine Richtung Tür geflogen und dann war er plötzlich weg. Dante stand fast ein wenig benommen mit Schwert in der Hand da und versuchte zu begreifen, was passiert war. Er hatte gerade eine Blutsbrüderschaft mit einem Dämon geschlossen.
Ein fast schon als irre zu bezeichnendes Lachen entwich aus seiner Kehle, bevor er aus dem Raum stürmte und er seine Mission fortsetzte.
no subject
Date: 2013-07-13 03:30 pm (UTC)*sich hastig umschaut*
Du kannst all meine Süßigkeiten haben und mein Erstgeborenes! XD
Verflucht, war das gut, richtig lecker :D
Und ich musste so viel Grinsen, dass Dante mir sicher liebend gerne ins Gesicht geschlagen hätte, lol
Ah, wie er sich verführen ließ und auch an Kat dachte und kdjfhgklsjfhg LIEBE!!
Danke, danke - jetzt kann ich endlich glücklich sterben XD
♥
no subject
Date: 2013-07-13 04:51 pm (UTC)Ich war selbst erstaunt, wie leicht es dann gegangen ist, als ich erst einmal begonnen hat. Die Geschichte ist von selbst gewachsen. Es hat aber auch irgendwie Spaß gemacht, Dante zu schreiben. Das war echt spannend.
Also danke für den Prompt XD
no subject
Date: 2013-07-14 01:00 am (UTC)(Und diese Community braucht meeeeehr Monstersex *_* )
no subject
Date: 2013-07-14 03:37 pm (UTC)Dante ist wundervoll zynisch und ausgebrannt und man kauft ihm ab, dass er sich sogar einem "Monster" überlassen würde, wenn ihm das die Erfüllung gibt, die er schon so lange nicht mehr hatte. <333
Die Blutsbrüderschaft am Ende war ebenfalls großartig (kommt da noch mehr? *v*), es ist irgendwie eine tolle Vorstellung, wenn dieser eine Dämon einen Narren an Dante gefressen hätte und ihm auf seiner Reise folgt, vielleicht sogar um ihm zu helfen? Ist er gar eine verirrte Seele in Dämonenform?
SIEHST DU, ICH HABE SO VIELE FRAGEN, DU MUSST UNBEDINGT WEITERSCHREIBEN *v*
no subject
Date: 2013-07-14 07:34 pm (UTC)Das hier ist nur entstanden, weil Lum es wollte ^^** und ich hab nur grobe Recherchen gemacht XD
Aber wenn mir was einfällt, wer weiß. Ich hatte großen Spaß, Dante zu schreiben ^^
no subject
Date: 2013-07-14 08:26 pm (UTC)Lemme tell you EVERYTHING ABOUT DMC!!!!!!
Nein um Gottes Willen, ich möchte nicht deine Zeit verschwenden. XDDD (Aber ich beschwöre Lum, dir von der epischen Rivalität zwischen Dante und Nero zu erzählen, BECAUSE AWESOME!)
Oh und... meinst du, du könntest ein inspirations-tag setzen? Weil... uhm... ich brüte Plotbunnies en masse aus...no subject
Date: 2013-07-15 04:38 pm (UTC)Alles für meine lieben Teammitglieder.
Ich freu mich schon, was dazu zu lesen, nachdem es dich so inspiriert XD