[identity profile] tsutsumi.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Team: Tardis
Fandom: Robin Hood (AU)
Challenge: Orte: Joker - Challenge: Plot? What Plot? (vom 8.11.2011)
Personen/Pairing: Guy of Gisborne/Allan A Dale
Wörter: ~900
Warnung: nsfw, slash und äh...pwp?
Anmerkung: Auf dieser Ledercouch in Guys Wohnzimmer passieren so einige Dinge. Und irgendwie wird Porn ohne Plot bei mir nie sehr ergiebig. Ich "fürchte", auch hier ist doch wieder fast zu viel Handlung drin. Kann an fast jedem beliebigen Punkt der Rahmenhandlung angesiedelt werden. Und ich habe beim Schreiben von diesem Ding an drei Bockwürsten herumgeknabbert. Ich fand, das solltet ihr wissen.


Er liebte das Geräusch von stockendem und zitterndem Atem.
Gewusst hatte er es selbst nicht bis vor wenigen Monaten. Diese Tatsache hatte sich ihm erst in dem Augenblick offenbart, in welchem er einen heruntergekommenen Kellner aus der Bandes seines quasi-Erzfeindes tief in seine Couch gedrückt hatte. Aber irgendwann musste er süchtig geworden sein nach diesen unendlich privaten Geräuschen, die Allan da von sich gab: Das bemühte Unterdrücken von Stöhnen; der stoßende Atem; das Zittern der Luft gegen seine Wangen.

Seitdem mochte Guy nichts anderes mehr. Wenn Allan nicht da war und er sich irgendeinem stinknormalen Porno zuwendete, musste er die Lautstärke herunterfahren. Das Gestöhne und Gegrunze und Gequietsche der Darsteller war mit einem Mal unglaublich abturnend, egal, ob es sich dabei um Männer oder Frauen handelte.

Langsam beugte er sich über Allan und lauschte ihm. Zu Beginn hatte Guy noch befürchtet, dass Allan einer dieser Typen war, die auch beim Sex unendlich viel redeten; und zwar nicht auf die gute „Oh, das ist gut, mach so weiter, tiefer, weiter rechts, oh Gott, ja!“-Art. Aber diese Befürchtungen hatten sich bald zerstreut. Es war überhaupt eine seltsame Ironie des Schicksals, dass ihre Körper offenbar perfekt zusammenpassten, sich ergänzten, sich ohne Weiteres aufeinander einstellten, wenn es der Rest ihrer Leben nicht tat.

Er drückte Allan nach hinten um ihm zu bedeuten, sich aufzusetzen. Hinter Guy lief noch der Fernseher, dieser dumme Mumien-Film, den Allan vorhin mitgebracht hatte „mit diesem witzigen Typen, der auch bei Scrubs kurz mitgespielt hat“. Nicht, dass irgendwer erwartet hatte, diesen Film auch wirklich zu sehen.
Guy wartete, bis sich sein Gegenüber mühsam aufgerappelt hatte, den Rücken gegen die Couch gelehnt, splitterfasernackt. Das Licht aus dem Fernseher spiegelte sich in seinen blanken blauen Augen.

Guy drückte Allans Knie auseinander und er verteilte Küsse um den bebenden Bauchnabel, benetzte die feine Haut dort mit feuchten Lippen, stetig abwärts wandernd. Als sein Mund Allan umschloss, konnte er es schließlich endlich wieder hören: Das Anhalten des Atems. Er konnte es spüren: Das Beben in allen Gliedern. Fahrige Finger vergruben sich in Guys Haaren, krallten sich ein und ließen schließlich wieder los, streichelten und wuschelten.
Beim allerersten Mal hatte Allan ihn beinahe schockiert angesehen;
„Du...gibst Blowjobs?“
„Warum sollte ich nicht?“
Es war mitten in der Nacht gewesen und in der Finsternis des Schlafzimmers hatte Allan ihn erstaunt und mit großen Augen angesehen.
„Ich weiß nicht“; er hatte mit den Schultern gezuckt.
„Du wirkst nicht so.“
Und Guy hatte ihn böse angelächelt.
„Tu ich das? Dann sollte ich es womöglich besser lassen.“
„Nein, nein, nein, so war das nicht gemeint!“
„Schön. Aber eins vorweg: Wenn du es auch nur wagen solltest, ihn tiefer reinzustoßen und mir die Luft abschneidest, tu ich dir weh!“
Es war ein sehr effektives Gespräch gewesen. Allan hatte schluckend genickt und wagte es bis heute nicht, egal, wie nahe er irgendeinem orgasmischen Wahnsinn stand, sein Becken auch nur einen Zentimeter zu bewegen.

Allan beugte sich vor, herunter zu ihm wie ein Mann, der sich versuchte, möglichst klein zu machen. Seine Fingerspitzen strichen über Guys Haaransatz, seinen Nacken, seine sich abhebenden Schulterblätter. Guy mochte das. Es hatte etwas von Kuscheln während einer ziemlich schmutzig angehauchten Sache. Nicht, dass er es jemals zugeben würde, dass ihm das gefiel. Und während er Allan in seinen Mund aufnahm und sich an ihm auf- und abarbeitete, strich seine Zunge über diese ganz besondere Stelle unterhalb der Öffnung an der Harnröhre, federleicht, beinahe zaghaft. Aber er wusste, dass das schon ausreichte. Er hörte es an Allans Atem, der bereits unrhythmisch gegen seinen Haarschopf stieß.
„Mach's nochmal“, wimmerte Allan. Seine Finger krallten sich erneut ein und Nägel kratzten gegen Guys Kopfhaut. Es war gut. Gegen ein bisschen weise eingesetzte Rohheit war nie etwas einzuwenden. Und er machte es noch einmal. Und noch einmal. Und noch einmal mit etwas mehr Unterdruck, mit ein bisschen mehr Saugen bis sich seine Wangen leicht aushöhlten.

Allan warf den Kopf zurück und keuchte.
„Oh fuck!“

Zugegeben, mehr gab er nicht her. Andere beschworen gerne Gott (Guy gab zu, dass auch er ab und an dazu gehörte). Allan fluchte und das passte wahrscheinlich dann doch am besten zu ihm.

„Komm schon!“, bettelte Allan und seine Schenkel begannen zu vibrieren.
„Komm schon, bitte!“

Guy ließ von ihm ab.


Das frustrierte Wimmern, das sofort folgte, war Musik in seinen Ohren. Allans Augen brannten, seine Hände ließen von Guy ab und er boxte gegen die Couch.
„Du machst das jedes Mal!“, knurrte er. Und ja, er knurrte es. Allan A Dale knurrte nur, wenn man ihn um seinen Orgasmus brachte.
„Nicht jedes Mal“, entgegnete Guy und zog süffisant einen Mundwinkel hoch.
„Jedenfalls viel zu oft!“ Allan zog ihn an sich heran, drängte sich gegen ihn und seine Haut fühlte sich an, als würde sie unter Guys Fingern verglühen.
„Komm schon, ich bin Butter in deinen Händen, jetzt mach's mir endlich richtig!“

Es war kein besonders toller Vergleich, aber Guy räumte ihm einen gewissen Kohärenzverlust ein. Er mochte diese Seite an seiner Affäre; die Momente, in denen Allan unmissverständlich einforderte, ohne Ausflüchte, ohne dumme Witze.
Er zog ihn an sich und küsste ihn tief und innig. Ein romantischer Veranlagter hätte darin womöglich eine nonverbale Entschuldigung gesehen. Er zog Allan in eine liegende Position und seine Hand zwischen die beiden Backen von dessen hübschem Hintern schob, stahl sich durch Allans Lippen ein wohliges Seufzen. Diesen Laut hatte Guy am allerliebsten.


Im Hintergrund wütete ein schlecht animierter ägyptischer Priester, ungesehen und ungehört.

Date: 2013-07-12 12:14 am (UTC)
From: [identity profile] akira-san13.livejournal.com
Okay. Ich hab schallend gelacht XD
Aber süß isses trotzdem. ^^ Guy is der Kuschelkater. Nich Allan. XD

Date: 2013-07-12 03:43 am (UTC)
From: [identity profile] exiles-diary.livejournal.com
So viel Handlung war da gar nicht drin ^^ aber es war toll!
Es passt zu den Beiden. Zumindest so, wie du sie bisher umgesetzt hast XD
Und bei solchen Filmen muss man sich ja irgendwie nebenbei mit was "besserem" beschäftigen.

I'm still with you, so keep going ^^

Am ersten Morgen

Date: 2013-09-01 04:36 pm (UTC)
From: [identity profile] livejournal.livejournal.com
User [livejournal.com profile] cricri_72 referenced to your post from Am ersten Morgen (http://cricri-72.livejournal.com/94152.html) saying: [...] e Tropes: Joker - Wir haben nur Sex (Inspiration war s Geschiche "Mach's nochmal" [...]

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