Klippenrand

Jul. 9th, 2013 02:06 pm
luinaldawen: (Default)
[personal profile] luinaldawen posting in [community profile] 120_minuten
Team: Sirius
Challenge: Klippenrand (für mich)
Fandom: Prince of Tennis
Charaktere: Tezuka, Fuji
Anmerkung: Ich habe mich von Maddles Geschichte inspirieren lassen. *g* Es ist etwas anders geworden als geplant, aber im Großen und Ganzen... naja, ich habe das Ergebnis, das ich haben wollte auch wenn ich anders dahingekommen bin. (ausnahmsweise ist Fuji sogar mal vollkommen unschuldig daran und ich habe keine Ahnung, was in Tezuka gefahren ist... Fuji ist ein schlechter Einfluss *seufz*)
Wörter: 993

Irgendetwas an dieser Situation war grundfalsch. Dabei konnte Tezuka noch nicht einmal so genau sagen, was ihn störte. Es war eher ein Gefühl. Und dieses Gefühl hatte mit Fuji Syusuke zu tun. Mal wieder.
Dabei hatte es harmlos genug geklungen, als Fuji ihn gefragt hatte, ob er nicht Lust hatte, ein kleines Morgentraining mit ihm einzulegen. Das Problem war, dass Tezuka sich schon lange nicht mehr der Illusion hingeben konnte, dass irgendetwas, was mit Fuji zu tun hatte, harmlos war. Oder unschuldig.
Es gab Momente, da zweifelte er sogar daran, dass Fuji jemals unschuldig gewesen war.
Ihm ging das verschlagene Lächeln durch den Kopf, mit dem Fuji beim letzten Mal angedeutet hatte, dass sie sich in Zukunft wohl besser einen anderen Ort suchten, wenn sie ihre Ruhe haben wollten. Dabei hatte er so ausgesehen, als wollte er, dass Tezuka nach dem Grund fragte. Was dieser aus genau dem Grund nicht getan hatte.
Das war kindisch und jetzt bereute er es. Bei Fuji war es immer besser, wenigstens ungefähr zu wissen, was er plante, auch wenn es sich nicht immer als richtig herausstellte.
Im Moment aber wirkte Fuji so gut gelaunt und entspannt, dass er fast geneigt war anzunehmen, alles wäre in bester Ordnung. Genau das aber machte diese Angelegenheit nur noch verdächtiger. Man eignete sich mit der Zeit eine gewisse Paranoia an und es spielte dabei überhaupt keine Rolle, wie lange err Fuji inzwischen kannte und welcher Art ihre Beziehung inzwischen war. Bei letzterem war er sich nicht einmal wirklich sicher und wie Fuji über die Sache dachte, konnte er nicht einmal erahnen.
„Es wird heute sehr heiß“, merkte Fuji überflüssigerweise an, nachdem sie sich warmgemacht hatten.
„Ich habe auch den Wetterbericht verfolgt.“ Und er hatte so etwas wie einen gesunden Menschenverstand. Sie waren in Japan und es war Hochsommer. Da waren die aktuellen Temperaturen noch angenehm. Fuji war das genauso klar wie ihm, die Frage war nur, was er mit dieser Bemerkung bezweckte. Natürlich erhielt er aber keine Erklärung, sondern nur ein unschuldiges Lächeln, das ihn besonders misstrauisch machte.
Tezuka konnte es nicht leiden, Teil von Fujis Spielchen zu sein und Fuji wusste das eigentlich auch ganz genau. Also blieb ihm nur darauf zu hoffen, dass er entweder irgendwann erfahren würde, was eigentlich los war oder Fuji es zumindest nicht zu weit treiben würde. Wenigstens hatte bisher noch niemand bleibende Schäden davongetragen. Hoffte Tezuka jedenfalls. Fuji konnte solche Dinge wohl doch besser einschätzen.
Im Moment wirkte er aber noch, als könnte er kein Wässerchen trüben und begann in einer lockeren Geschwindigkeit zu laufen. In einer Entfernung konnte Tezuka Stimmen hören und Lachen. Anscheinend waren sie nicht die einzigen Frühaufsteher, die die verhältnismäßig kühlen Stunden nutzen wollten. Hin ihrer unmittelbaren Nähe war aber alles ruhig, wenn man von dem Rauschen der Blätter und vereinzelten Vögeln mal absah.
„Ist dir aufgefallen, dass Inui uns in letzter Zeit genauer beobachtet?“, fragte Fuji nach einer ganzen Weile. Tezuka warf ihm nur einen fast entnervten Blick zu. Natürlich war es ihm aufgefallen.
„Ich sollte ihn daran erinnern, dass unser Privatleben ihn nichts angeht.“
Fujis Lachen war leise und jagte einen Schauer durch seinen Körper. Es sagte genau das, was er sowieso schon wusste: Dass Inui sich nicht im Geringsten darum scheren würde und es ihn höchstens nur noch mehr anstacheln würde.
„Er sollte sich mehr um Kaidoh kümmern, der scheint sich langsam vernachlässigt zu fühlen.“
Es war Tezuka nicht wirklich klar, was Fuji ihm damit sagen wollte, aber er gab sich nicht die Blöße, danach zu fragen. Vermutlich ging es sowieso um etwas, was er eigentlich gar nicht so genau wissen wollte. Kaidoh sollte gute Leistungen im Training und bei den Turnieren zeigen und solange Inui ihn nicht versehentlich vergiftete, konnten die beiden tun und lassen, was sie wollten.
Unglücklicherweise gehörte Fuji aber nicht zu den Menschen, die irgendetwas ohne Grund sagten. Er bezweckte etwas, und Tezuka verstand beim besten Willen, nicht was. Was Fuji vermutlich klar war. Es schien immer mehr zu einem Hobby zu werden, ihn in die Ecke zu drängen.
Oder eher: Ihn dazu zu bringen, Risiken einzugehen die er nicht abwägen konnte. Fuji liebte das Spiel mit dem Feuer. Er selbst, nicht.
Plötzlich ergriff Fuji seine Hand und blieb stehen. „Was soll das?“ Er hatte diese Frage nicht stellen wollen, aber sie war schneller als er gewesen.
Fuji antwortete nicht, sondern stand mit einem Mal so dicht vor ihm, dass sie sich nicht nur fast berührten und legte einen Finger auf seine Lippen. „Wir werden beobachtet“, flüsterte er und schüttelte ganz leicht den Kopf, als Tezuka nachhaken wollte. „Ich weiß nicht, von wem. Ich dachte, es wäre Inui aber...“ Der Satz blieb unbeendet.
Darum also diese Bemerkung. Langsam ergab Fujis Verhalten Sinn. „Du hättest es mir sagen können.“
„Ich wollte erst sichergehen.“ Ausnahmsweise wirkte Fuji einmal ernst, der Finger aber blieb wo er war, kribbelte ein wenig gegen seine Lippen.
War denn das ganze Team voller Stalker? Einen kurzen Moment sah er Fujis blauen Augen aufblitzen und dann tat Tezuka etwas, von dem er sich hinterher fragen würde, wie er sich so hatte gehen lassen können. Jetzt aber wollte er nur ausnahmsweise einmal Fuji aus dem Konzept bringen, der die meiste Zeit damit zu verbringen schien sich zu überlegen, wie er ihn überrumpeln konnte.
Und wirklich wirkte Fuji überrascht, als er das schmale Handgelenk umfasste und die Hand wegschob. Fujis Lippen schmeckten etwas salzig und der überraschte Laut verriet, dass er ausnahmsweise mal sein Ziel erreicht hatte. Normalerweise war es Fuji, der die Initiative ergriff, diesmal aber nicht. Das war jetzt sein Sieg.
Hinter ihnen raschelte etwas und der Laut der aus dem Gebüsch kam, klang beinahe schockiert. Mit der Person die da jetzt aber hervorpurzelte hatte er allerdings nicht gerechnet und er konnte nicht sagen, dass er besonders glücklich über diese Entwicklung war. „Atobe.“ Und Mizuki, wie sich nur eine Sekunde später herausstellte. Auf die Erklärung war er nun sehr gespannt.

Date: 2013-07-09 12:49 pm (UTC)
From: [identity profile] exiles-diary.livejournal.com
*O* YES!!!
Danke! Danke! Danke! Das war hervorragend.
Auf die Erklärung bin ich auch gespannt XD
*hug* Ich liebe es, wie du Tezuka umsetzt.

Date: 2013-07-09 02:39 pm (UTC)
From: [identity profile] youseichen.livejournal.com
Hihi, und wer von euch beiden schreibt nun die Fortsetzung mit Atobes und Mizukis Erklärung ? :D:D:D

Date: 2013-07-09 04:34 pm (UTC)
From: [identity profile] youseichen.livejournal.com
Egal wie, ich würd's zu gerne lesen! >3
Btw mag ich Tezukas überraschender Kuss und Fujis Reaktion <3<3<3
(deleted comment)

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