6. Orte: Einbahnstraße - für mich
Jul. 8th, 2013 07:07 amTeam: Nutellasalat
Autor: Jenchan
Challenge: Orte - Einbahnstraße
Titel: Entscheidungen
Fandom: Prince of Tennis (AUish-postcanon)
Charaktere: Tezuka, Fuji
Words: ~590
Warnings: unbetaed, unkorrigiert
Continuation: Teil 1
Kommentar: Die Geschichte nimmt seltsame große Ausmaße an >.< Hoffentlich eröffnet sich mir irgendwann einmal ein Gesamtkonzept. Ich hab nämlich keine Ahnung, was hier gerade passiert...
Entscheidungen
Während sie leise durch die nächtlichen Straßen Osakas schritten, drehte sich Tezuka kein einziges Mal zu Fuji um. Er wusste allein durch die Schritte knapp hinter ihm, dass sein alter Jugendfreund ihm folgte und das war für den Moment genug. Er ahnte durchaus, dass der andere nicht begeistert sein würde, wenn er zu sehr nachbohren würde und zu neugierig war. Dennoch würde ihn brennend interessieren, was passiert war. Seit er hier nach Osaka versetzt worden war, war Fuji kein einziges Mal bei ihm gewesen und sein plötzliches Auftauchen und seltsames Verhalten sprachen im Grunde genommen Bände. Fuji war in Schwierigkeiten, wollte sich aber nicht auf ihn stützen. Sich ihm nicht anvertrauen.
Das Wissen tat auf gewisse Weise weh, nachdem sie nun schon so eine langjährige Freundschaft verband, aber er hatte schon vor Jahren akzeptiert, dass Fuji war wie er eben war.
Sie kamen schließlich an der Straße an, in der er wohnte. Es war eine Wohnung, die ihm sein Arbeitgeber zur Verfügung gestellt hatte. Sie lag in einer Einbahnstraße etwas abseits vom Zentrum. Es war eine äußerst ruhige Gegend und eigentlich fühlte sich Tezuka hier recht wohl. Nachts war hier gar nichts los und wie es schien, waren sie die beiden einzigen Menschen, die noch auf der Straße verweilten.
Er war noch einige Schritte weitergegangen, bevor ihm auffiel, das Fuji ihm nicht mehr folgte. Diesmal allerdings drehte er sich zu dem anderen Mann um, der an der Ecke stehen geblieben war. Hier gab es keine Schatten, unter in die sich sein Freund verkriechen konnte und subtil nahm Kunimitsu dessen Erscheinungsbild in sich auf. Für Details stand Fuji schon zu weit weg, aber er erkannte zumindest das geschwollene Augen, dass ihm regelrecht entgegenleuchtete. Es schien in allen Farben zu glitzern: Rot, Grün, tiefviolett.
"Es ist kein Problem, wenn du eine Weile bei mir wohnst", merkte Tezuka schließlich an, hielt seine Stimme in der nächtlichen Ruhe allerdings gedämpft. Fuji würde ihn sicher hören, schließlich gab es kaum störende Nebengeräusche. Nicht mehr zu dieser kalten Jahreszeit.
Das Lächeln, das Fuji auf den Lippen hatte, wirkte mit der Verletzung mehr gequält als fröhlich und undurchschaubar. Es war für Tezuka, als würde er zum ersten Mal seinen alten Freund lesen können, als wären all die Siegel gebrochen, die den anderen bisher gebunden hatten.
"Du wohnst in einer Einbahnstraße."
Einen Moment wusste Tezuka nicht, was Fuji ihm mit dieser achtlosen Bemerkung und offensichtlichen Tatsache sagen wollte. Es schien ein so triviales Detail zu sein, dass er unter anderen Umständen gar nichts gesagt hätte. Aber diesmal würde er nicht auf irgendwelche seltsamen Diskussionen eingehen. Das hier war ernst. Er wollte Fuji zu sich nach Hause nehmen, ihn verarzten und sich dabei anhören, was geschehen war. Er wollte für Fuji da sein.
"Der letzte Zug ist bereits abgefahren", merkte er schließlich an, nachdem er kurz auf seine Uhr gesehen hatte. "Und ich werde mein Angebot nicht zurückziehen."
Das leise Lachen hatte eine verzweifelte Note, die nur umso mehr etwas in Tezuka berührte. Vielleicht war ihm aber auch einfach nur schon zu kalt, dass sich sein Herz so schmerzhaft zusammenzog.
"Es gibt kein Zurück." Tezuka beobachtete, wie Fuji nach dessen Worten einen Schritt auf ihn zumachte und etwas zufriedener wandte er sich wieder um, um endlich zu Hause anzukommen. Sie waren kaum ein paar Schritte gegangen, da spürte er eine leichte Berührung an seinem Arm. Die fast schon erstickte Entschuldigung war kaum zu verstehen, aber Tezuka wusste, wofür sie war. Ohne groß darüber nachzudenken, nahm er seine Hand aus dem warmen Mantelsack und griff nach Fujis. Sein Händedruck war fest und entschlossen.
Autor: Jenchan
Challenge: Orte - Einbahnstraße
Titel: Entscheidungen
Fandom: Prince of Tennis (AUish-postcanon)
Charaktere: Tezuka, Fuji
Words: ~590
Warnings: unbetaed, unkorrigiert
Continuation: Teil 1
Kommentar: Die Geschichte nimmt seltsame große Ausmaße an >.< Hoffentlich eröffnet sich mir irgendwann einmal ein Gesamtkonzept. Ich hab nämlich keine Ahnung, was hier gerade passiert...
Entscheidungen
Während sie leise durch die nächtlichen Straßen Osakas schritten, drehte sich Tezuka kein einziges Mal zu Fuji um. Er wusste allein durch die Schritte knapp hinter ihm, dass sein alter Jugendfreund ihm folgte und das war für den Moment genug. Er ahnte durchaus, dass der andere nicht begeistert sein würde, wenn er zu sehr nachbohren würde und zu neugierig war. Dennoch würde ihn brennend interessieren, was passiert war. Seit er hier nach Osaka versetzt worden war, war Fuji kein einziges Mal bei ihm gewesen und sein plötzliches Auftauchen und seltsames Verhalten sprachen im Grunde genommen Bände. Fuji war in Schwierigkeiten, wollte sich aber nicht auf ihn stützen. Sich ihm nicht anvertrauen.
Das Wissen tat auf gewisse Weise weh, nachdem sie nun schon so eine langjährige Freundschaft verband, aber er hatte schon vor Jahren akzeptiert, dass Fuji war wie er eben war.
Sie kamen schließlich an der Straße an, in der er wohnte. Es war eine Wohnung, die ihm sein Arbeitgeber zur Verfügung gestellt hatte. Sie lag in einer Einbahnstraße etwas abseits vom Zentrum. Es war eine äußerst ruhige Gegend und eigentlich fühlte sich Tezuka hier recht wohl. Nachts war hier gar nichts los und wie es schien, waren sie die beiden einzigen Menschen, die noch auf der Straße verweilten.
Er war noch einige Schritte weitergegangen, bevor ihm auffiel, das Fuji ihm nicht mehr folgte. Diesmal allerdings drehte er sich zu dem anderen Mann um, der an der Ecke stehen geblieben war. Hier gab es keine Schatten, unter in die sich sein Freund verkriechen konnte und subtil nahm Kunimitsu dessen Erscheinungsbild in sich auf. Für Details stand Fuji schon zu weit weg, aber er erkannte zumindest das geschwollene Augen, dass ihm regelrecht entgegenleuchtete. Es schien in allen Farben zu glitzern: Rot, Grün, tiefviolett.
"Es ist kein Problem, wenn du eine Weile bei mir wohnst", merkte Tezuka schließlich an, hielt seine Stimme in der nächtlichen Ruhe allerdings gedämpft. Fuji würde ihn sicher hören, schließlich gab es kaum störende Nebengeräusche. Nicht mehr zu dieser kalten Jahreszeit.
Das Lächeln, das Fuji auf den Lippen hatte, wirkte mit der Verletzung mehr gequält als fröhlich und undurchschaubar. Es war für Tezuka, als würde er zum ersten Mal seinen alten Freund lesen können, als wären all die Siegel gebrochen, die den anderen bisher gebunden hatten.
"Du wohnst in einer Einbahnstraße."
Einen Moment wusste Tezuka nicht, was Fuji ihm mit dieser achtlosen Bemerkung und offensichtlichen Tatsache sagen wollte. Es schien ein so triviales Detail zu sein, dass er unter anderen Umständen gar nichts gesagt hätte. Aber diesmal würde er nicht auf irgendwelche seltsamen Diskussionen eingehen. Das hier war ernst. Er wollte Fuji zu sich nach Hause nehmen, ihn verarzten und sich dabei anhören, was geschehen war. Er wollte für Fuji da sein.
"Der letzte Zug ist bereits abgefahren", merkte er schließlich an, nachdem er kurz auf seine Uhr gesehen hatte. "Und ich werde mein Angebot nicht zurückziehen."
Das leise Lachen hatte eine verzweifelte Note, die nur umso mehr etwas in Tezuka berührte. Vielleicht war ihm aber auch einfach nur schon zu kalt, dass sich sein Herz so schmerzhaft zusammenzog.
"Es gibt kein Zurück." Tezuka beobachtete, wie Fuji nach dessen Worten einen Schritt auf ihn zumachte und etwas zufriedener wandte er sich wieder um, um endlich zu Hause anzukommen. Sie waren kaum ein paar Schritte gegangen, da spürte er eine leichte Berührung an seinem Arm. Die fast schon erstickte Entschuldigung war kaum zu verstehen, aber Tezuka wusste, wofür sie war. Ohne groß darüber nachzudenken, nahm er seine Hand aus dem warmen Mantelsack und griff nach Fujis. Sein Händedruck war fest und entschlossen.