4. Orte: Folterkammer - für mich
Jul. 6th, 2013 05:37 amTeam: Nutellasalat
Autor: Jenchan
Challenge: Orte - Folterkammer
Titel: Geschäftsidee
Fandom: Original
Charaktere: Nora, Justin, Rick
Words: 925
Warnings: kranke Perversitäten? | unbetaed, unkorrigiert
Kommentar: Was nicht alles entsteht, wenn man nicht mehr einschlafen kann. >.<
Geschäftsidee
Hey, Leute! Es ist geschafft, kommt vorbei!
Nora sah zu Justin, der ebenfalls gerade eine Nachricht erhalten hatte. Sie wusste genau von wem, denn sie hatte gerade dieselbe gelesen. Es war eine Nachricht von ihrem seltsamen Freund Rick. Warum sie wirklich befreundet waren, wusste Nora manchmal nicht, denn der Typ war ihr teilweise überhaupt nicht geheuer. Wenn Rick einmal eine Idee gepackt hatte, war er in einem so begeisterten Rausch, dass ihn wirklich nichts davon abbringen konnte.
Leider waren seine Ideen sehr bedenklich und was noch schlimmer daran war, der Typ hatte genug Geld, um all seine schrägen Ideen auch wirklich umsetzen zu können.
"Wollen wir wissen, was es diesmal ist?", frage Nora leise über den Tisch hinweg. Sie hatte Rick über Justin kennengelernt, den Rick wohl zu seinen loyalsten Freunden zählen konnte. Da sie Justin sehr gerne hatte - auch wenn sie es nicht schaffte, dass sie der Typ auch nur annähernd als Partnermaterial wahrnahm; die beschränkte Sichtweite von Männern war manchmal echt eine Schande - nahm sie auch Rick hin.
Das hieß nicht, dass Rick wirklich ein schlechter Mensch war. Im Gegenteil hatte er einige Eigenschaften, die einen guten Freund und Mitmenschen ausmachten. Er war durchaus hilfsbereit und wusste um gängige Höflichkeitsformen. Es waren einfach nur seine Ideen, die sie grenzwertig bis abstoßend fand.
Justin grinste und hatte da weit weniger Bedenken wie sie selbst. "Klar doch. Soweit ich weiß, hatte er eine Geschäftsidee und diesmal hat er sich richtiggehend in Schweigen gehüllt. Ich bin schon gespannt, was es diesmal ist." Und damit waren ihre Nachmittagsaktivitäten eigentlich schon besiegelt.
Nora wusste warum Rick nichts gesagt hatte, den Moment wo sie den düsteren Raum betrat. Er war gruselig dekoriert und schummrig-schaurige Musik spielte. Aber was sie mehr schockierte als das, waren die ganzen Folterinstrumente, die darin 'ausgestellt' waren.
"Na, wie findet ihr es?", fragte Rick begeistert. "Ihr seid die ersten, die mein modernes Foltermuseum ansehen dürfen. Ich denke, ich werde für die Eröffnung die Eintrittspreise etwas runtersetzen."
Noras Blick wurde skeptisch. Sie war sich nicht so sicher, ob das wirklich funktionieren würde. Das Eisen und Stahl blitzte teilweise richtig grell in den Augen. Nicht nur, dass Rick sich eine Folterkammer gebastelt hatte, er hatte scheinbar auch alle früher gängigen Folterinstrumente nachgebaut. Sie konnte echt nicht nachvollziehen, wie man sich für solche Grausamkeiten überhaupt begeistern konnten.
"Oh und seht her. Ich hab die Mechanismen etwas modernisiert", führte sie Rick zu einer blitzblank polierten eisernen Jungfer. Die würde wohl nicht so bald Rostflecken aufweisen und die Stahlspitzen sahen wirklich... sehr spitz aus. Sie sah zu Rick, der nun eine Fernbedienung in die Hand genommen hatte.
Nora zuckte heftig zusammen, als nach einem kurzen Piep, die Türe der Eisernen Jungfrau mit einem lauten metallischen Rums zuknallte und eine Verriegelung verhinderte, dass man sie jemals von selbst wieder aufbekommen würde - weder von außen, noch von innen.
Eigentlich hatte sie nichts sagen wollen. Sie wollte nicht als Spaßverderber dastehen, aber was sie sah... dafür fand sie kaum gute Worte. "Du bist echt krank, Rick." Sie war ein paar Schritte zurückgewichen und vermied den Blick, den ihr beide zuwarfen. Sie hatte sich immer und auch jetzt die ganze Zeit über zurückgehalten. Aber diesmal konnte sie das nicht. "Das kann unmöglich dein Ernst sein."
Sie begriff einfach nicht, wie man sich überhaupt so sehr für diese Sachen begeistern konnte, dass man sich derartig intensiv damit beschäftigte und diese Konstruktionen auch noch 'modernisierte'.
"Warum? Die Leute stehen auf Foltermuseen und hier sehen sie mal was anderes. Eine altertümliche Folterkammer auf modernen Stand gebracht. Das wird einschlagen wie eine Bombe, du wirst sehen!" Scheinbar die Begeisterung von Rick wirklich unschlagbar, auch wenn ihr Ausbruch gerade für einen Moment Schweigen gesorgt hatte. "Hier, ich zeig dir noch etwas."
Dabei legte ihr Rick einen Arm um die Schulter und führte sie in den hinteren Teil des Raumes. "Das ist eine Streckbank." Nicht, dass Nora das nicht selbst erkannt hatte. "Früher musste man mühsam an diesem Rad hier drehen, um dem Sträfling Schmerzen zuzufügen. Außerdem musste es furchtbar unbequem gewesen sein, da damals das Holz ja nicht behandelt wurde. Stell dir nur die Splitter vor, die man sich da zusätzlich geholt haben musste."
Nora wollte sich das eigentlich nicht vorstellen, auch wenn diese Streckbank sie mehr an einen Operationstisch erinnerte, als eine Holzbahre, an denen dicke Seile befestigt waren.
"Die Tischkonstruktion besteht aus rostfreiem Stahl. Ich hab hierfür einen Operationstisch umgearbeitet. Die Liegefläche ist mit einem seidenen Stoff bespannt. Oben und unten sind die Arm und Fußschlaufen. Heute verwendet man einfach keine Seile mehr. Ich hab sie also in einem Erotikshop erstanden. Sie sind aus gepolsterten Kunstleder und an Seilen für Bergsteiger befestigt. Die zeichnen sich durch besondere Belastbarkeit aus. Und natürlich darf der Komfort beim Bedienen nicht fehlen." Rick zog nahm eine neue Fernbedienung zur Hand und Nora wollte schlecht werden. Aber das schien Rick gar nicht zu merken. "Hier sind die Tasten für die Fußbefestigung und hier für die Arme. Man kann sogar unterscheiden, wie viele Zug man auf der jeweiligen Seite ausüben möchte. So kann man zum Beispiel auch die linke Hand und den rechten Fuß ziehen lassen. Willst du mal ausprobieren?"
Nora sah Rick fassungslos an und schüttelte den Kopf. "Krank. Wirklich echt krank..." Und das meinte sie nicht positiv oder begeistert. Rick hatte mit dieser Umsetzung wirklich den Vogel abgeschossen und sie würde keine Minute länger mehr bleiben. Sie konnte gar nicht schnell genug aus diesem Raum flüchten und bekam gerade noch mit, dass Rick unschuldig und etwas perplex fragte, was sie hatte.
Justins Antwort hörte sie nicht mehr.
Autor: Jenchan
Challenge: Orte - Folterkammer
Titel: Geschäftsidee
Fandom: Original
Charaktere: Nora, Justin, Rick
Words: 925
Warnings: kranke Perversitäten? | unbetaed, unkorrigiert
Kommentar: Was nicht alles entsteht, wenn man nicht mehr einschlafen kann. >.<
Geschäftsidee
Hey, Leute! Es ist geschafft, kommt vorbei!
Nora sah zu Justin, der ebenfalls gerade eine Nachricht erhalten hatte. Sie wusste genau von wem, denn sie hatte gerade dieselbe gelesen. Es war eine Nachricht von ihrem seltsamen Freund Rick. Warum sie wirklich befreundet waren, wusste Nora manchmal nicht, denn der Typ war ihr teilweise überhaupt nicht geheuer. Wenn Rick einmal eine Idee gepackt hatte, war er in einem so begeisterten Rausch, dass ihn wirklich nichts davon abbringen konnte.
Leider waren seine Ideen sehr bedenklich und was noch schlimmer daran war, der Typ hatte genug Geld, um all seine schrägen Ideen auch wirklich umsetzen zu können.
"Wollen wir wissen, was es diesmal ist?", frage Nora leise über den Tisch hinweg. Sie hatte Rick über Justin kennengelernt, den Rick wohl zu seinen loyalsten Freunden zählen konnte. Da sie Justin sehr gerne hatte - auch wenn sie es nicht schaffte, dass sie der Typ auch nur annähernd als Partnermaterial wahrnahm; die beschränkte Sichtweite von Männern war manchmal echt eine Schande - nahm sie auch Rick hin.
Das hieß nicht, dass Rick wirklich ein schlechter Mensch war. Im Gegenteil hatte er einige Eigenschaften, die einen guten Freund und Mitmenschen ausmachten. Er war durchaus hilfsbereit und wusste um gängige Höflichkeitsformen. Es waren einfach nur seine Ideen, die sie grenzwertig bis abstoßend fand.
Justin grinste und hatte da weit weniger Bedenken wie sie selbst. "Klar doch. Soweit ich weiß, hatte er eine Geschäftsidee und diesmal hat er sich richtiggehend in Schweigen gehüllt. Ich bin schon gespannt, was es diesmal ist." Und damit waren ihre Nachmittagsaktivitäten eigentlich schon besiegelt.
Nora wusste warum Rick nichts gesagt hatte, den Moment wo sie den düsteren Raum betrat. Er war gruselig dekoriert und schummrig-schaurige Musik spielte. Aber was sie mehr schockierte als das, waren die ganzen Folterinstrumente, die darin 'ausgestellt' waren.
"Na, wie findet ihr es?", fragte Rick begeistert. "Ihr seid die ersten, die mein modernes Foltermuseum ansehen dürfen. Ich denke, ich werde für die Eröffnung die Eintrittspreise etwas runtersetzen."
Noras Blick wurde skeptisch. Sie war sich nicht so sicher, ob das wirklich funktionieren würde. Das Eisen und Stahl blitzte teilweise richtig grell in den Augen. Nicht nur, dass Rick sich eine Folterkammer gebastelt hatte, er hatte scheinbar auch alle früher gängigen Folterinstrumente nachgebaut. Sie konnte echt nicht nachvollziehen, wie man sich für solche Grausamkeiten überhaupt begeistern konnten.
"Oh und seht her. Ich hab die Mechanismen etwas modernisiert", führte sie Rick zu einer blitzblank polierten eisernen Jungfer. Die würde wohl nicht so bald Rostflecken aufweisen und die Stahlspitzen sahen wirklich... sehr spitz aus. Sie sah zu Rick, der nun eine Fernbedienung in die Hand genommen hatte.
Nora zuckte heftig zusammen, als nach einem kurzen Piep, die Türe der Eisernen Jungfrau mit einem lauten metallischen Rums zuknallte und eine Verriegelung verhinderte, dass man sie jemals von selbst wieder aufbekommen würde - weder von außen, noch von innen.
Eigentlich hatte sie nichts sagen wollen. Sie wollte nicht als Spaßverderber dastehen, aber was sie sah... dafür fand sie kaum gute Worte. "Du bist echt krank, Rick." Sie war ein paar Schritte zurückgewichen und vermied den Blick, den ihr beide zuwarfen. Sie hatte sich immer und auch jetzt die ganze Zeit über zurückgehalten. Aber diesmal konnte sie das nicht. "Das kann unmöglich dein Ernst sein."
Sie begriff einfach nicht, wie man sich überhaupt so sehr für diese Sachen begeistern konnte, dass man sich derartig intensiv damit beschäftigte und diese Konstruktionen auch noch 'modernisierte'.
"Warum? Die Leute stehen auf Foltermuseen und hier sehen sie mal was anderes. Eine altertümliche Folterkammer auf modernen Stand gebracht. Das wird einschlagen wie eine Bombe, du wirst sehen!" Scheinbar die Begeisterung von Rick wirklich unschlagbar, auch wenn ihr Ausbruch gerade für einen Moment Schweigen gesorgt hatte. "Hier, ich zeig dir noch etwas."
Dabei legte ihr Rick einen Arm um die Schulter und führte sie in den hinteren Teil des Raumes. "Das ist eine Streckbank." Nicht, dass Nora das nicht selbst erkannt hatte. "Früher musste man mühsam an diesem Rad hier drehen, um dem Sträfling Schmerzen zuzufügen. Außerdem musste es furchtbar unbequem gewesen sein, da damals das Holz ja nicht behandelt wurde. Stell dir nur die Splitter vor, die man sich da zusätzlich geholt haben musste."
Nora wollte sich das eigentlich nicht vorstellen, auch wenn diese Streckbank sie mehr an einen Operationstisch erinnerte, als eine Holzbahre, an denen dicke Seile befestigt waren.
"Die Tischkonstruktion besteht aus rostfreiem Stahl. Ich hab hierfür einen Operationstisch umgearbeitet. Die Liegefläche ist mit einem seidenen Stoff bespannt. Oben und unten sind die Arm und Fußschlaufen. Heute verwendet man einfach keine Seile mehr. Ich hab sie also in einem Erotikshop erstanden. Sie sind aus gepolsterten Kunstleder und an Seilen für Bergsteiger befestigt. Die zeichnen sich durch besondere Belastbarkeit aus. Und natürlich darf der Komfort beim Bedienen nicht fehlen." Rick zog nahm eine neue Fernbedienung zur Hand und Nora wollte schlecht werden. Aber das schien Rick gar nicht zu merken. "Hier sind die Tasten für die Fußbefestigung und hier für die Arme. Man kann sogar unterscheiden, wie viele Zug man auf der jeweiligen Seite ausüben möchte. So kann man zum Beispiel auch die linke Hand und den rechten Fuß ziehen lassen. Willst du mal ausprobieren?"
Nora sah Rick fassungslos an und schüttelte den Kopf. "Krank. Wirklich echt krank..." Und das meinte sie nicht positiv oder begeistert. Rick hatte mit dieser Umsetzung wirklich den Vogel abgeschossen und sie würde keine Minute länger mehr bleiben. Sie konnte gar nicht schnell genug aus diesem Raum flüchten und bekam gerade noch mit, dass Rick unschuldig und etwas perplex fragte, was sie hatte.
Justins Antwort hörte sie nicht mehr.