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Team: Sirius
Challenge: Aussagen/Sätze: „Warum einfach, wenn es auch umständlich geht?“ (für mich)
Fandom: Original: Our Own World
Charaktere: Liang, Sabine, Marius (mein Cast wird zu groß *seufz*)
Anmerkung: Nope... immer noch keine Ahnung, worauf das hinausläuft. Plottechnisch faile ich dieses Jahr. XD
Wörter: 1008

Teil 1, Teil 1,5, Teil 2, Teil 3


Putzpläne gehörten abgeschafft.
Das jedenfalls fand Liang, wann immer er mit dem Bad an der Reihe war. Ein Samstagmorgen aber war kein schlechter Zeitpunkt um die lästige Pflicht zu erledigen, vor allem wenn das vorübergehende Mitglied der WG sich ebenfalls daran erinnerte, dass es etwas zu erledigen hatte. Also kümmerte sich Marius um die Küche (Liang hoffte, dass es diesmal nicht schlimmerr aussehen würde als vorher, aber wenigstens lernte er dazu) und er selbst räumte nun endlich sein Putzzeug in die Abstellkammer zurück um sich den Fortschritt anzuschauen. Und einen neuen Kaffee zu machen.
Wider Erwarten war die Küche diesmal wirklich schon in einem guten Zustand, Marius schien jedenfalls fast fertig zu sein und den Kühlschrank sauberzumachen.
„Wow. Das nenne ich mal Motivation. Kaffee?“
Marius sah kurz auf und verdrehte die Augen. „Mama hat mich letztes Wochenende unsere Küche putzen lassen und wusste natürlich alles besser.“
„Wissen Mütter immer. Ich bin froh, dass meine Veve und mich nicht mehr so sehr einspannt, seit wir ausgezogen sind.“ Er suchte eine Tasse aus dem Schrank und wiederholte dann seine Frage: „Also? Kaffee?“
„Nee, danke. Ich hatte schon zwei. Das reicht. Und ich muss gleich eh los.“
„Zum Handball, oder?“
„Genau. Heute ist ja das Turnier.“
„Alles klar. Viel Erfolg. Bist du hier dann auch so weit fertig?“
„Ich wollte nur durchsaugen und wischen, aber Sabine schläft ja noch...“
„Lass mal, ich mach das später.“ Das ging ja schnell und er war schon beeindruckt genug wie blitzblank der Rest war. „Du konntest irgendwie nicht pennen, oder?“
Marius lachte verlegen. „Nee, irgendwie nicht. Sechs Uhr war ich wach und um sieben bin ich aufgestanden.“
Über drei Stunden. „Und seitdem hast du geputzt?“
„Nachdem ich festgestellt habe, dass ich sonst nichts hinkriege... ja.“ Er wirkte wirklich verlegen über diesen Umstand.
„Ich kenne das. Wenn ich nervös bin, muss ich mich auch irgendwie beschäftigen. Aber bin darin nicht so produktiv wie du.“ Sollte er aber vielleicht auch mal versuchen.
„Jedem das Seine“, meinte Marius und warf den Putzlappen in den Eimer, bevor er den Kühlschrank wieder einräumte. Liang setzte sich derweil an den Küchentisch und blätterte durch die Zeitung ohne wirklich etwas wahrzunehmen. Man konnte nicht gerade sagen, dass Marius und er warm miteinander wurden. Sie kamen klar, aber mehr auch nicht. Woran es genau lag, wussten sie wohl beide nicht so Recht. Marius war eher schüchtern, wirkte ein wenig wie ein Muttersöhnchen, dabei aber wirklich kein schlechter Kerl. Aber die Chemie stimmte einfach nicht wirklich zwischen ihnen.
Mit Verena dagegen kam er super klar, auch wenn diese sich immer wieder einen Heidenspaß daraus machte, ihn in Verlegenheit zu bringen. Sabine schien sich noch nicht so wirklich sicher zu sein, was sie von ihm halten sollte, aber irgendwie hatten sie sich arrangiert. Aber sie würden wohl alle froh sein, wenn Nathalie wieder da war.
Marius schickte sich an, die Küche zu verlassen, drehte sich dann aber doch nochmal zu Liang um. „Danke.“
„Lass gut sein. Du weißt, dass wir morgen Rollenspiel machen?“
„Ja. Mich werdet ihr da aber nicht zu sehen bekommen, ich muss eh lernen.“
Keiner hatte Marius gefragt, ob er mitmachen wollte und er hatte auch kein Interesse daran gezeigt. Trotzdem war es für Liang ein merkwürdiges Gefühl, jemanden so auszuschließen. „Wenn du willst, kannst du mal mitmachen“, schlug er deswegen vor, ohne es wirklich so zu meinen. Und war fast erleichtert, als Marius den Kopf schüttelte. „Lieber nicht. Das ist nix für mich.“
„Okay.“
Ein Artikel weckte wenigstens halbwegs sein Interesse und Liang beschloss, dass er sich lieber darauf konzentrierte. Eine Viertelstunde später war Marius weg.
Das bedeutete aber nicht, dass deswegen Ruhe war.
Nur eine halbe Stunde später rührte sich etwas in Sabines Zimmer und etwas Zerzaustes und nicht sehr lebendig wirkendes steckte den Kopf in die Küche, offenbar auf der Suche nach irgendwas. Bei näherem Hinschauen entpuppte sich dieses Etwas als Sabine. „Ah... da bist du.“
„Wo soll ich denn sonst sein?“
„Arbeiten vielleicht. Du musst doch heute, oder?“
„Ja. In einer Stunde aber erst.“ Und dann sechs Stunden Bibliotheksschicht, Halleluja. „Wie wars gestern?“
„Okay. Glaub ich.“ Sabine machte sich einen Kaffee und setzte sich Liang gegenüber.
„Filmriss?“
„Nee. So viel hatte ich nun wirklich nicht. Aber... echt, es ist scheiße, mit Leuten auszugehen die man schon länger kennt. Woher soll man da wissen, ob man sie mag oder... mag mag.“ Sie raufte sich die Haare, die daraufhin noch wilder aussahen als ohnehin schon.
„Sorry, da kann ich dir auch nicht helfen.“
„Gefühle sind scheiße.“
„Warum einfach, wenns auch umständlich geht? Das ist nun wirklich normal.“ Wenn er an das Hin- und Her zwischen Oliver uns sich selbst dachte...
„Lass es doch einfach auf dich zukommen. Ihr seid beide erwachsen, meine Güte.“
„Ich habe keine Zeit für eine Beziehung!“
Sabines Standardargument. Liang verdrehte die Augen und erinnerte sie: „Ihr studiert dasselbe. Falls du es vergessen hast.“
„Nein. Natürlich nicht. Aber... ach, verdammt.“
„Ganz ehrlich... ich verstehe gerade dein Problem nicht.“ Was nicht so schwer war, da sie es ihm auch gar nicht erklärt hatte. Vermutlich wusste sie es selbst nicht.
„Ich auch nicht“, bestätigte sie gleich darauf seine Vermutung.
„Wie gesagt: Warte einfach ab. Habt ihr euch wenigstens gut unterhalten?“
„Super sogar. Und geküsst. Also nur geküsst. Sonst nichts.“
„Und was ist da jetzt das Problem?“
„Keine Ahnung!“ Sabine klang wirklich verzweifelt. „Ich weiß einfach nicht, ob das klappen würde!“
„Ich weiß, ich wiederhole mich aber...“
„Jaa, ich lasse es auf mich zukommen. Oh man... ich hasse sowas.“ Sie leerte ihre Tasse, fluchte, weil sie sich die Zunge verbrannt hatte und stand auf. „Ich geh duschen. Danach kann ich vielleicht wieder klar denken.“
„Besser wäre das. Und denk dran, dass du noch Einkaufen musst.“
„Keine Panik. Ich werde den Alkohol für morgen nicht vergessen.“
„Das will ich mal hoffen.“

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