Stimmungen - Joker - fürs Team
Jul. 4th, 2013 02:52 amTeam: Nutellasalat
Challenge: Stimmungen: Joker (Inspiration von hier und hier und die Stimmung ist … Bewunderung? *vages Handwedeln*)
Fandom: Rote Rosen
Titel: Geliebte Kinder
Anmerkung: Ich kann nicht fassen, dass das mein erster Beitrag zur Sommerchallenge ist…
hope_calaris und
der_jemand sind Schuld. Es geht um die beiden wundervollen Brüder mit ihren Tonnen an Issues.
Inhalt: Robin denkt über Sönke nach.
Geliebte Kinder
Sönke liebte.
Er liebte alles und jeden und selbst nach Rückschlägen verschloss er sein Herz niemals.
Das war es, vor allem anderen, was Robin so an ihm faszinierte.
Die Art, wie Sönke lachte, wie er jeden mit einem aufmerksamen Blick betrachtete, als gäbe es in diesem Augenblick nichts anderes für ihn, war kurios und Robin verstand nicht, wie sein Bruder all das in sich trug und mit Leichtigkeit vermittelte.
„Wie machst du das?“, fragte er ihn eines Tages. Er hockte am Esstisch und starrte halbherzig in die Unterlagen vom Arbeitsamt, die er mal wieder nicht verstand. Sönke saß an seinem Schreibtisch, ein Dutzend Bücher neben sich, von denen eines kurioserweise ein Bildband über Weingläser war, und tippte vermutlich an erbaulichen Worten für die Gemeindezeitschrift.
Er hielt sofort inne, als er Robins Frage hörte, richtete sich auf und wandte sich ihm voll und ganz zu, seine Augen klar und blau und funkelnd wie immer. Robin schluckte. Er hatte sich immer noch nicht an die intensive Wirkung dieses Blickes gewöhnt.
„Hm?“, fragte Sönke.
„Na…das“, erklärte Robin vage, ruderte mit den Händen, als wollte er die Worte aus der Luft fischen. Wie bescheuert. Er konnte nicht einmal beschreiben, wie Sönke war, so fremd war ihm dessen Verhalten. „Du kriegst auf die Fresse… und trotzdem bist du so…lieb. Immer.“
Und naiv, wollte Robin noch hinzufügen, doch das wäre unfair gewesen. Sönke war nicht naiv. Bloß optimistisch.
Anstatt zu lachen, wie Robin es eigentlich erwartet hatte, wurde Sönke nachdenklich
„Ich bin so“, bot er schließlich als Erklärung an, aber Robin wusste, dass sein Bruder nicht zufrieden war. „Mir fällt das leicht.“ Sönke grinste ein wenig hilflos, fast verlegen.
Robin legte den Kopf schief. Na klar, Sönke hatte ein schönes, gut behütetes Leben geführt, er hatte liebende Eltern gehabt, vielleicht war es deshalb so, dass er nicht groß darüber nachdachte, wenn er optimistisch und liebevoll und fürsorglich war.
Doch Robin wusste, dass das nicht stimme. Nicht jedes geliebte Kind wurde Pastor. Nicht jeder Junge, der ein Auto zum Geburtstag bekam und sich nie Sorgen um die nächste Mahlzeit machen musste, würde sich freiwillig dazu entschließen, von all der Liebe etwas zurückzugeben, an zum Teil wildfremde Menschen und ab und zu auch an schreckliche, rachsüchtige Brüder.
Nein, dachte Robin, ein Teil davon mochte aus Sönkes Kindheit stammen, doch den viel größeren Teil hatte sein Bruder ausschließlich sich selbst zu verdanken.
„Ja, du bist so“, antwortete Robin deshalb und war überrascht, wie ehrlich und liebevoll er selbst klang. „So und nicht anders.“
Und als Sönke ihn anlächelte, spürte Robin genau diese Liebe in sich selbst aufkeimen.
- Ende
Challenge: Stimmungen: Joker (Inspiration von hier und hier und die Stimmung ist … Bewunderung? *vages Handwedeln*)
Fandom: Rote Rosen
Titel: Geliebte Kinder
Anmerkung: Ich kann nicht fassen, dass das mein erster Beitrag zur Sommerchallenge ist…
Inhalt: Robin denkt über Sönke nach.
Geliebte Kinder
Sönke liebte.
Er liebte alles und jeden und selbst nach Rückschlägen verschloss er sein Herz niemals.
Das war es, vor allem anderen, was Robin so an ihm faszinierte.
Die Art, wie Sönke lachte, wie er jeden mit einem aufmerksamen Blick betrachtete, als gäbe es in diesem Augenblick nichts anderes für ihn, war kurios und Robin verstand nicht, wie sein Bruder all das in sich trug und mit Leichtigkeit vermittelte.
„Wie machst du das?“, fragte er ihn eines Tages. Er hockte am Esstisch und starrte halbherzig in die Unterlagen vom Arbeitsamt, die er mal wieder nicht verstand. Sönke saß an seinem Schreibtisch, ein Dutzend Bücher neben sich, von denen eines kurioserweise ein Bildband über Weingläser war, und tippte vermutlich an erbaulichen Worten für die Gemeindezeitschrift.
Er hielt sofort inne, als er Robins Frage hörte, richtete sich auf und wandte sich ihm voll und ganz zu, seine Augen klar und blau und funkelnd wie immer. Robin schluckte. Er hatte sich immer noch nicht an die intensive Wirkung dieses Blickes gewöhnt.
„Hm?“, fragte Sönke.
„Na…das“, erklärte Robin vage, ruderte mit den Händen, als wollte er die Worte aus der Luft fischen. Wie bescheuert. Er konnte nicht einmal beschreiben, wie Sönke war, so fremd war ihm dessen Verhalten. „Du kriegst auf die Fresse… und trotzdem bist du so…lieb. Immer.“
Und naiv, wollte Robin noch hinzufügen, doch das wäre unfair gewesen. Sönke war nicht naiv. Bloß optimistisch.
Anstatt zu lachen, wie Robin es eigentlich erwartet hatte, wurde Sönke nachdenklich
„Ich bin so“, bot er schließlich als Erklärung an, aber Robin wusste, dass sein Bruder nicht zufrieden war. „Mir fällt das leicht.“ Sönke grinste ein wenig hilflos, fast verlegen.
Robin legte den Kopf schief. Na klar, Sönke hatte ein schönes, gut behütetes Leben geführt, er hatte liebende Eltern gehabt, vielleicht war es deshalb so, dass er nicht groß darüber nachdachte, wenn er optimistisch und liebevoll und fürsorglich war.
Doch Robin wusste, dass das nicht stimme. Nicht jedes geliebte Kind wurde Pastor. Nicht jeder Junge, der ein Auto zum Geburtstag bekam und sich nie Sorgen um die nächste Mahlzeit machen musste, würde sich freiwillig dazu entschließen, von all der Liebe etwas zurückzugeben, an zum Teil wildfremde Menschen und ab und zu auch an schreckliche, rachsüchtige Brüder.
Nein, dachte Robin, ein Teil davon mochte aus Sönkes Kindheit stammen, doch den viel größeren Teil hatte sein Bruder ausschließlich sich selbst zu verdanken.
„Ja, du bist so“, antwortete Robin deshalb und war überrascht, wie ehrlich und liebevoll er selbst klang. „So und nicht anders.“
Und als Sönke ihn anlächelte, spürte Robin genau diese Liebe in sich selbst aufkeimen.
- Ende
no subject
Date: 2013-07-04 11:05 am (UTC)„Na…das“, erklärte Robin vage, ruderte mit den Händen, als wollte er die Worte aus der Luft fischen. Wie bescheuert. Er konnte nicht einmal beschreiben, wie Sönke war, so fremd war ihm dessen Verhalten.
Oh, die Liebe! Oh, der Herzschmerz! Es beschreibt sie beide so perfekt. Robin, dem jegliche Erfahrung von ... Nettigkeit fehlt, und Sönke, der sie so unfassbar bereitwillig gibt.
Ich verzieh mich dann mal wieder in meine Ecke und wimmere vor mich hin.
no subject
Date: 2013-07-04 06:09 pm (UTC)Ich weiß gar nicht, was ich sonst sagen soll, das ist so schön, so zauberhaft, dass es schon beinahe ein bisschen weh tut.
AWWWW! ♥
no subject
Date: 2013-07-05 08:57 am (UTC)