2. Orte: Waldlichtung - für mich
Jul. 2nd, 2013 06:38 amTeam: Nutellasalat
Autor: Jenchan
Challenge: Orte - Waldlichtung
Titel: Refugium
Fandom: Original (Nocturne Whispers)
Charaktere: Elana
Words: ~460
Warnings: unbetaed wie immer
Kommentar: Das Nocturne Whispers ist ein RPG, in dem ich mitpartizipiere. Elana ist mein eigener Chara. Diese Geschichte spielt jedoch bevor Elana überhaupt in den Plot vom Nocturne Whispers geraten ist. Man muss also nichts von dem RPG wissen, um die Geschichte zu lesen.
Ganz ehrlich, es passiert nichts Großartiges.
Refugium
Elana sah sich. Hier war sie geboren worden und aufgewachsen. Sie konnte sich genau erinnern, wie sie auf dieser Waldlichtung herumgetobt und den Vollmond angeheult hatte.
In einer Vollmondnacht war sie auch zur Welt gekommen. Ihre Eltern waren beide stolz darauf, Werwölfe zu sein und sie hatten sie dazu erzogen, dass auch sie ihre Herkunft akzeptierte. Jeden Monat um Vollmond herum, wenn die Gene stärker am Wirken waren, waren ihre Eltern mit ihr in den Wald hinter dem Haus verschwunden und hatten sich ihrer wölfischen Natur hingegeben. Das Grundstück endete knapp hinter der Waldlichtung, aber selbst dort war wenig zu finden. Sie lebten in einer recht verlassenen Gegend mitten am Land.
Elana hatte erst später verstanden, warum. Hier musste man sich nicht so bemühen, die eigene Identität zu verschleiern. Hier hatten ihre Eltern freier Leben können und sie natürlich auch. Erst in der Schule hatte sie gemerkt, was für große Nachteile es haben konnte, ein Werwolf zu sein.
Und was für ein noch größerer Nachteil es war, wenn man von Natur aus temperamentvoll war. Es waren schwierige Jahre der Entwicklung gewesen und diese Waldlichtung hinter dem Haus ihrer Eltern hatte ihr gute Dienste erwiesen.
Letztlich war sie hierhergekommen, wann immer sie sich gereizt gefühlt hatte. Wann immer sie niemanden hatte sehen wollen. Und natürlich in Vollmondnächten.
Auf leisen Pfoten schlich sie durch das feuchte Wiesengras, an dem noch soviel Morgentau klebte, dass ihr dunkles Fell bald unten bald ganz nass war. Aber das störte sie wenig. Sie hatte so oft nasse Pfoten in ihrem Leben gehabt, dass sie daran eher gewöhnt war als an nasse Füße. Die mochte sie gar nicht.
Und sie war ja auch nur deshalb im Morgengrauen hierhergekommen, um Abschied zu nehmen. Sie arbeitete schon eine ganze Zeit lang für das lokale Forschungsinstitut als Geologin und hatte schon einige Dienstreisen unternommen. Aber bisher war sie immer hier zu Hause gewesen. Das würde sie natürlich weiterhin bleiben, nur würde sie es nun eine Weile nicht mehr sehen.
Auf der letzten Forschungsreise hatte sie einige Leute kennengelernt. Sie hatten in New York zu tun gehabt und die Großstadt hatte sie durchaus fasziniert. Sie hatte auch interessante Leute kennengelernt und irgendwie war es dazu gekommen, dass sie beschlossen hatte, ihren Lebensinhalt neu auszurichten. sie hatte sich in New York eine Wohnung gesucht und für ihren Umzug alles hergerichtet. Wie lange sie tatsächlich in der Großstadt bleiben würde, wusste sie noch nicht.
Aber sie wusste, dass sie diese Lichtung inmitten des Waldstückes schrecklich vermissen würde. Aber manchmal war es einfach notwendig, einen Tapetenwechsel zu machen. Es war notwendig, sich im Leben weiter zu entwickeln und das hatte sie vor.
Dennoch wusste sie, dass ihr Weg sie sicher bei Gelegenheit wieder hierher führen würde. Schließlich war das ihre ganz persönliche Waldlichtung.
Autor: Jenchan
Challenge: Orte - Waldlichtung
Titel: Refugium
Fandom: Original (Nocturne Whispers)
Charaktere: Elana
Words: ~460
Warnings: unbetaed wie immer
Kommentar: Das Nocturne Whispers ist ein RPG, in dem ich mitpartizipiere. Elana ist mein eigener Chara. Diese Geschichte spielt jedoch bevor Elana überhaupt in den Plot vom Nocturne Whispers geraten ist. Man muss also nichts von dem RPG wissen, um die Geschichte zu lesen.
Ganz ehrlich, es passiert nichts Großartiges.
Refugium
Elana sah sich. Hier war sie geboren worden und aufgewachsen. Sie konnte sich genau erinnern, wie sie auf dieser Waldlichtung herumgetobt und den Vollmond angeheult hatte.
In einer Vollmondnacht war sie auch zur Welt gekommen. Ihre Eltern waren beide stolz darauf, Werwölfe zu sein und sie hatten sie dazu erzogen, dass auch sie ihre Herkunft akzeptierte. Jeden Monat um Vollmond herum, wenn die Gene stärker am Wirken waren, waren ihre Eltern mit ihr in den Wald hinter dem Haus verschwunden und hatten sich ihrer wölfischen Natur hingegeben. Das Grundstück endete knapp hinter der Waldlichtung, aber selbst dort war wenig zu finden. Sie lebten in einer recht verlassenen Gegend mitten am Land.
Elana hatte erst später verstanden, warum. Hier musste man sich nicht so bemühen, die eigene Identität zu verschleiern. Hier hatten ihre Eltern freier Leben können und sie natürlich auch. Erst in der Schule hatte sie gemerkt, was für große Nachteile es haben konnte, ein Werwolf zu sein.
Und was für ein noch größerer Nachteil es war, wenn man von Natur aus temperamentvoll war. Es waren schwierige Jahre der Entwicklung gewesen und diese Waldlichtung hinter dem Haus ihrer Eltern hatte ihr gute Dienste erwiesen.
Letztlich war sie hierhergekommen, wann immer sie sich gereizt gefühlt hatte. Wann immer sie niemanden hatte sehen wollen. Und natürlich in Vollmondnächten.
Auf leisen Pfoten schlich sie durch das feuchte Wiesengras, an dem noch soviel Morgentau klebte, dass ihr dunkles Fell bald unten bald ganz nass war. Aber das störte sie wenig. Sie hatte so oft nasse Pfoten in ihrem Leben gehabt, dass sie daran eher gewöhnt war als an nasse Füße. Die mochte sie gar nicht.
Und sie war ja auch nur deshalb im Morgengrauen hierhergekommen, um Abschied zu nehmen. Sie arbeitete schon eine ganze Zeit lang für das lokale Forschungsinstitut als Geologin und hatte schon einige Dienstreisen unternommen. Aber bisher war sie immer hier zu Hause gewesen. Das würde sie natürlich weiterhin bleiben, nur würde sie es nun eine Weile nicht mehr sehen.
Auf der letzten Forschungsreise hatte sie einige Leute kennengelernt. Sie hatten in New York zu tun gehabt und die Großstadt hatte sie durchaus fasziniert. Sie hatte auch interessante Leute kennengelernt und irgendwie war es dazu gekommen, dass sie beschlossen hatte, ihren Lebensinhalt neu auszurichten. sie hatte sich in New York eine Wohnung gesucht und für ihren Umzug alles hergerichtet. Wie lange sie tatsächlich in der Großstadt bleiben würde, wusste sie noch nicht.
Aber sie wusste, dass sie diese Lichtung inmitten des Waldstückes schrecklich vermissen würde. Aber manchmal war es einfach notwendig, einen Tapetenwechsel zu machen. Es war notwendig, sich im Leben weiter zu entwickeln und das hatte sie vor.
Dennoch wusste sie, dass ihr Weg sie sicher bei Gelegenheit wieder hierher führen würde. Schließlich war das ihre ganz persönliche Waldlichtung.
no subject
Date: 2013-07-03 07:15 pm (UTC)Ein niedliches Detail! Gefällt mir! :)
no subject
Date: 2013-07-04 05:49 am (UTC)Danke fürs Lesen ^^
T-T ich möchte auch endlich Zeit zum Schreiben haben.