Sodom und Gomorra
Apr. 10th, 2013 12:31 pmFandom: Robin Hood (BBC)
Personen: Allan a Dale/ Guy of Gisborne
Wörter: ~1.400
Challenge: Gute Entscheidung- schlechte Entscheidung
Genre: Äh...crack, pre-smut, Charakterstudie(?)
Summary: Gisborne betrinkt sich und angstet, Allan ist homocurious. (Staffel 2)
"Warnung": Abgelatschte Metaphern/abgelatschtes Trope. Man vergebe mir.
Kommentar: Ich habe die beiden ersten Staffeln der Serie innerhalb der letzten drei Tage gesehen. Das dürfte eigentlich alles erklären.
Die Tür zu Gisbornes Gemächern steht offen.
Allan kann das Kerzenlicht in den Gang flackern sehen und er schaut sich vorsichtig nach allen Seiten um.
Ins Schloss von Nottingham zu ziehen, hat ihm nicht zwingend ein bequemlicheres Leben beschert. Nicht, wenn Robin hinein- und wieder hinausspaziert, wie es ihm gefällt, durch Wände geht und so tut, als würde das Schloss ihm allein gehören.
Nun, womöglich hat Allan einige Nächte zu wenig Schlaf gehabt.
Doch Gisborne lässt die Tür zu seinen Gemächern nie offen stehen.
Vorsichtig und auf Zehenspitzen betritt Allan den Raum. Die Kerzen im Deckenleuchter sind beinahe alle erloschen. Gisborne hat offenbar niemanden zum Löschen der Lichter kommen lassen. Er liegt, nein, hängt in seinem Stuhl am Schreibtisch, vor sich drei angebrochene Flaschen des besten Weins des Sheriffs und seine Augen rollen sich im Schein der Kerzen nach oben zum Kronleuchter.
Marian, von der Allan bis eben gedacht hat, dass sie hier sein könnte (Robin braucht immer Hilfe, daher ist es zu jeder Nacht- und Tagzeit durchaus möglich, dass sie Gisborne von irgendetwas ablenken oder zu irgendetwas überreden muss) ist nicht zu sehen. Nun, wahrscheinlich springt sie als der Nachtwächter schon wieder durch ein Dorf. Oder sie besucht Robin. Weniger als Nachtwächter, eher als... Allan lässt den Gedanken fallen.
„Guy, Ihr seid noch wach“, murmelt er.
„Wäre wirklich besser, wenn ihr euch ins Bett begeben würd't.“
Es hat nichts mit Pflichtbewusstsein zu tun. Nur damit, dass Gisborne ihn ohnehin nur anschreit; je scheußlicher seine Laune, desto lauter. Man kann sich als Verräter nun gewiss keinen Luxus versprechen von seinem Herren. Aber Gisborne ist unerträglich, wenn er schreit.
„Kommt, 'ch helf' Euch.“
Allan legt den linken Arm um Gisbornes schlaffen Oberkörper, hakt sich bei ihm unter und hilft ihm, sich vom Stuhl zu erheben.
Der Mann gibt ein kehliges Grunzen von sich. Man kann nur erraten, wie viel Wein er getrunken hat.
„Zurückgewiesen hat sie mich!“, knurrt er schließlich, taumelnd und schwer und dunkel.
„Mich! Sir Guy of Gisborne!“
„Ja, 's hab ich wohl verstanden.“
Es sind immer die Frauengeschichten.
Allan wünscht sich, dass Gisborne Liebeskummer so hinnehmen würde wie Robin – wie ein Dorn im Fleisch, den man erträgt, bis er nicht mehr wehtut. In diesem Aspekt ist sein neuer Herr weitaus unbekömmlicher.
Er hat auch nicht übel Lust, Marian sein Leid darüber zu klagen. Denn welches Verbrechen (außer unverzeihlichem Verrat, jenun) hat er begangen, die Leichen der Seelen seiner Herren niederzubetten, welche sie hinterlässt?
„Ich gebe mir die größte Mühe!“, jammert Gisborne auf dem Weg zu seinem Bett.
„Geduld habe ich! Nie hatte ich mehr Geduld!“
„Jawohl. Wär's nicht ratsamer, die Geduld denjenigen entgegenzubringen, die Euch nicht zurückweisen?“
„Was?“
Gisborne lacht verächtlich durch die Nase.
„Willst du Lady Marians Stelle einnehmen? Mach dich nicht lächerlich!“
„Das war nich', was ich damit sagen wollte.“
Gisborne ist groß und schwer und Allan beschließt, dass es nur recht und billig ist, seinen Herrn einfach auf das Bett zu legen und nicht noch auszuziehen. So viel Leder von einem so großgewachsenen Mann abzustreifen, das würde eindeutig zu viel Anstrengung erfordern. Außerdem sieht Allan a Dale sich als Gisbornes rechte Hand und nicht als seine Kammerzofe.
„So ist's besser. Gute Nacht, Guy, wir sprechen-“
Allan schluckt.
Gisborne hat nach seinem Handgelenk gefasst und hält es mit eisernem Griff fest.
Sein betrunkener Blick durchbohrt Allan wie ein Speer.
„Was wolltest du sagen?“
Oh. Mitternächtlicher Rat für den Mann mit dem gebrochenen Herzen. Allan seufzt innerlich.
„Nichts, wirklich nicht, Gis', alter Knabe. Warum legt Ihr euch nicht einfach hin und schlaft Euren Rausch aus? Ich bin sicher, dass die Lady Marian morgen für ein Gespräch-“
Weiter kommt er nicht, denn Gisborne schießt hoch und nun fühlt es sich an, als wolle er Allans Handgelenk zerquetschen.
„Gespräch“, spuckt er verächtlich.
„Ich habe genug von Gesprächen! Ich bin ein Mann der Tat! Ich ertrage nicht noch mehr Gespräche!“
Sein Atem riecht süßsauer nach Wein und streift Allans Wange.
Er richtet sich auf, schwankend wie ein alter Baum im Sturm und torkelt durch den Raum.
„Alles, was sie tut, ist diplomatisches...Gewäsch. Sie redet und redet und redet und sie wagt es nur nicht, mich mit klaren Worten abzuweisen, weil sie mich braucht.“
Allan lässt sich müde auf das Bett fallen. Es ist erstaunlich weich und seidig, stellt er fest. In seinem stecken stechende Gänsefedern und die Matratze ist ein alter Strohsack.
„Ich dachte, so macht man das zwischen Mann und Frau“, murmelt er gedankenversunken.
„Steht das nicht schon so in der Heiligen Schrift? Nicht, dass ich sie gelesen hätte...“
Er betrachtet Guy of Gisborne. Der Mann taumelt durch sein Zimmer, wirft die Tür zu und bläst die Kerzen auf seinem Schreibtisch aus, und als er sich aus seinem Leder schält, verhaken sich seine Arme. Blasse, fast weiße Haut erscheint im fahlen Licht der drei sterbenden Kerzen im Deckenleuchter.
„Was schert mich die Heilige Schrift?“, knurrt er als er zurück zum Bett kommt.
„Jeder Geistliche in Nottingham bezeichnet mich als gottlos.“
„Ihr meint, jeder Geistliche, der nicht mit euch unter einer Decke steckt?“
Nun, das war gedankenlos. Aber Allan hat das Gefühl, dass es nicht seine letzte Bemerkung ist, die Gisborne dazu bringt, sich neben ihm niederzulassen und ihn mit einem Blick zu bedenken, den er nicht deuten kann.
„Was würdest du davon halten, mit mir unter einer Decke zu stecken?“
Allan schaut ihn stirnrunzelnd an.
„Was?“
Dann fasst Gisborne ihn bei den Schultern und drückt ihn in das schöne weiche Federbett.
Oh.
„A-Aber...ähm...ist das...weise?“, stammelt er.
„Ich dachte, Ihr liebtet die Lady Marian...?“
„Nimm nicht ihren Namen in den Mund“, knurrt Gisborne und kommt näher. Sehr viel näher. Er ist so nahe, dass Allan seinen Atem spürt, seine heiße Haut an seiner Kleidung und sein...Oh Himmel, ist das wirklich, was er denkt, was er da an seinem Schritt spürt?
Gisborne grinst ihn an.
„In Vino veritas est“, haucht er.
„Ein wenig stimmt es doch. Auch wenn ich es bevorzuge, mich je nach Situation nach mehreren Wahrheiten auszurichten.“
Allan schluckt.
„Und wen interessiert die Liebe, wenn sie nicht zu einem zurückkommt?“
Für einen Augenblick – und es könnte am Schein der Kerzen liegen – sieht Gisborne müde, alt und sehr traurig aus. Es kann nicht nur der Liebeskummer sein, denkt Allan. Er hat Liebeskummer gesehen und selbst gespürt. Der Schatten, der da über das Gesicht seines Gegenüber huscht, spricht von weitaus mehr Leid und Kummer.
Dann wird Gisbornes Gesicht wieder hart;
„Wie ich schon sagte, ich bin ohnehin gottlos. Was kann ich noch verlieren, wenn man mich zum Herren von Sodom und Gomorra erklärt?“
Er zieht den rechten Mundwinkel und die Augenbrauen hoch und irgendetwas stockt in Allans Atem.
Nun, er könnte einfach gehen. Seinen Herren von sich stoßen und ins Bett fallen lassen. Diese unerhörte Annäherung als betrunkenes Gerede abtun. Gisborne, und da ist er sich sicher, würde es mit keinem Wort je wieder erwähnen. Er könnte ihm erklären, dass der Sheriff Herr von Sodom und Gomorra ist. Dass Gisborne lediglich einen schlechten Tag hatte. Das wäre die gute Entscheidung.
Doch da ist etwas in ihm, das sich sträubt. Es sitzt in seinem Kopf und seiner Brust und flüstert, rauscht und will. Vielleicht ist es derselbe Drang, mit dem er Will dazu überreden wollte, mit all dem gestohlenen Geld zu verschwinden; derselbe Drang, der ihn dazu brachte, sich auf Gisbornes Seite zu schlagen. Irgendwie zumindest.
Auf eine gewisse Weise ist er Robins Schatten. Er ist Chaos und Trickbetrüger. Auch, wenn ihm wahrscheinlich nie jemand mehr abnimmt, dass er niemandem Böses will – er trifft die schlechten Entscheidungen.
Sein Ruf ist ruiniert.
Allan zuckt mit den Schultern und grinst schief.
„Was soll ich sagen“, flüstert er und er legt ganz langsam seine Hände an Gisbornes Oberarme.
„Ich bin ein Gesetzloser, der seinen Anführer verraten hat. Ich wette, ich bin noch viel gottloser als Ihr.“
Dann liegen Lippen auf seinen und sie küssen ihn, heiß und ungeduldig. Gisborne fühlt sich an wie jemand, der kurz vor dem Verdursten stand und gerade eine Quelle gefunden hat. Eine Quelle mit faulem Wasser, denkt Allan, bevor alle seine Sinne zu brennen beginnen.
Minuten später weiß er, dass er durchaus keine Kammerzofe, sondern die Rechte Hand seines Herren ist; und das so wortwörtlich, dass er angesichts des schlechten Wortwitzes für einige Augenblicke in Gisbornes Mund lacht, während sie gemeinsam Sodom und Gomorra frönen.
Personen: Allan a Dale/ Guy of Gisborne
Wörter: ~1.400
Challenge: Gute Entscheidung- schlechte Entscheidung
Genre: Äh...crack, pre-smut, Charakterstudie(?)
Summary: Gisborne betrinkt sich und angstet, Allan ist homocurious. (Staffel 2)
"Warnung": Abgelatschte Metaphern/abgelatschtes Trope. Man vergebe mir.
Kommentar: Ich habe die beiden ersten Staffeln der Serie innerhalb der letzten drei Tage gesehen. Das dürfte eigentlich alles erklären.
Die Tür zu Gisbornes Gemächern steht offen.
Allan kann das Kerzenlicht in den Gang flackern sehen und er schaut sich vorsichtig nach allen Seiten um.
Ins Schloss von Nottingham zu ziehen, hat ihm nicht zwingend ein bequemlicheres Leben beschert. Nicht, wenn Robin hinein- und wieder hinausspaziert, wie es ihm gefällt, durch Wände geht und so tut, als würde das Schloss ihm allein gehören.
Nun, womöglich hat Allan einige Nächte zu wenig Schlaf gehabt.
Doch Gisborne lässt die Tür zu seinen Gemächern nie offen stehen.
Vorsichtig und auf Zehenspitzen betritt Allan den Raum. Die Kerzen im Deckenleuchter sind beinahe alle erloschen. Gisborne hat offenbar niemanden zum Löschen der Lichter kommen lassen. Er liegt, nein, hängt in seinem Stuhl am Schreibtisch, vor sich drei angebrochene Flaschen des besten Weins des Sheriffs und seine Augen rollen sich im Schein der Kerzen nach oben zum Kronleuchter.
Marian, von der Allan bis eben gedacht hat, dass sie hier sein könnte (Robin braucht immer Hilfe, daher ist es zu jeder Nacht- und Tagzeit durchaus möglich, dass sie Gisborne von irgendetwas ablenken oder zu irgendetwas überreden muss) ist nicht zu sehen. Nun, wahrscheinlich springt sie als der Nachtwächter schon wieder durch ein Dorf. Oder sie besucht Robin. Weniger als Nachtwächter, eher als... Allan lässt den Gedanken fallen.
„Guy, Ihr seid noch wach“, murmelt er.
„Wäre wirklich besser, wenn ihr euch ins Bett begeben würd't.“
Es hat nichts mit Pflichtbewusstsein zu tun. Nur damit, dass Gisborne ihn ohnehin nur anschreit; je scheußlicher seine Laune, desto lauter. Man kann sich als Verräter nun gewiss keinen Luxus versprechen von seinem Herren. Aber Gisborne ist unerträglich, wenn er schreit.
„Kommt, 'ch helf' Euch.“
Allan legt den linken Arm um Gisbornes schlaffen Oberkörper, hakt sich bei ihm unter und hilft ihm, sich vom Stuhl zu erheben.
Der Mann gibt ein kehliges Grunzen von sich. Man kann nur erraten, wie viel Wein er getrunken hat.
„Zurückgewiesen hat sie mich!“, knurrt er schließlich, taumelnd und schwer und dunkel.
„Mich! Sir Guy of Gisborne!“
„Ja, 's hab ich wohl verstanden.“
Es sind immer die Frauengeschichten.
Allan wünscht sich, dass Gisborne Liebeskummer so hinnehmen würde wie Robin – wie ein Dorn im Fleisch, den man erträgt, bis er nicht mehr wehtut. In diesem Aspekt ist sein neuer Herr weitaus unbekömmlicher.
Er hat auch nicht übel Lust, Marian sein Leid darüber zu klagen. Denn welches Verbrechen (außer unverzeihlichem Verrat, jenun) hat er begangen, die Leichen der Seelen seiner Herren niederzubetten, welche sie hinterlässt?
„Ich gebe mir die größte Mühe!“, jammert Gisborne auf dem Weg zu seinem Bett.
„Geduld habe ich! Nie hatte ich mehr Geduld!“
„Jawohl. Wär's nicht ratsamer, die Geduld denjenigen entgegenzubringen, die Euch nicht zurückweisen?“
„Was?“
Gisborne lacht verächtlich durch die Nase.
„Willst du Lady Marians Stelle einnehmen? Mach dich nicht lächerlich!“
„Das war nich', was ich damit sagen wollte.“
Gisborne ist groß und schwer und Allan beschließt, dass es nur recht und billig ist, seinen Herrn einfach auf das Bett zu legen und nicht noch auszuziehen. So viel Leder von einem so großgewachsenen Mann abzustreifen, das würde eindeutig zu viel Anstrengung erfordern. Außerdem sieht Allan a Dale sich als Gisbornes rechte Hand und nicht als seine Kammerzofe.
„So ist's besser. Gute Nacht, Guy, wir sprechen-“
Allan schluckt.
Gisborne hat nach seinem Handgelenk gefasst und hält es mit eisernem Griff fest.
Sein betrunkener Blick durchbohrt Allan wie ein Speer.
„Was wolltest du sagen?“
Oh. Mitternächtlicher Rat für den Mann mit dem gebrochenen Herzen. Allan seufzt innerlich.
„Nichts, wirklich nicht, Gis', alter Knabe. Warum legt Ihr euch nicht einfach hin und schlaft Euren Rausch aus? Ich bin sicher, dass die Lady Marian morgen für ein Gespräch-“
Weiter kommt er nicht, denn Gisborne schießt hoch und nun fühlt es sich an, als wolle er Allans Handgelenk zerquetschen.
„Gespräch“, spuckt er verächtlich.
„Ich habe genug von Gesprächen! Ich bin ein Mann der Tat! Ich ertrage nicht noch mehr Gespräche!“
Sein Atem riecht süßsauer nach Wein und streift Allans Wange.
Er richtet sich auf, schwankend wie ein alter Baum im Sturm und torkelt durch den Raum.
„Alles, was sie tut, ist diplomatisches...Gewäsch. Sie redet und redet und redet und sie wagt es nur nicht, mich mit klaren Worten abzuweisen, weil sie mich braucht.“
Allan lässt sich müde auf das Bett fallen. Es ist erstaunlich weich und seidig, stellt er fest. In seinem stecken stechende Gänsefedern und die Matratze ist ein alter Strohsack.
„Ich dachte, so macht man das zwischen Mann und Frau“, murmelt er gedankenversunken.
„Steht das nicht schon so in der Heiligen Schrift? Nicht, dass ich sie gelesen hätte...“
Er betrachtet Guy of Gisborne. Der Mann taumelt durch sein Zimmer, wirft die Tür zu und bläst die Kerzen auf seinem Schreibtisch aus, und als er sich aus seinem Leder schält, verhaken sich seine Arme. Blasse, fast weiße Haut erscheint im fahlen Licht der drei sterbenden Kerzen im Deckenleuchter.
„Was schert mich die Heilige Schrift?“, knurrt er als er zurück zum Bett kommt.
„Jeder Geistliche in Nottingham bezeichnet mich als gottlos.“
„Ihr meint, jeder Geistliche, der nicht mit euch unter einer Decke steckt?“
Nun, das war gedankenlos. Aber Allan hat das Gefühl, dass es nicht seine letzte Bemerkung ist, die Gisborne dazu bringt, sich neben ihm niederzulassen und ihn mit einem Blick zu bedenken, den er nicht deuten kann.
„Was würdest du davon halten, mit mir unter einer Decke zu stecken?“
Allan schaut ihn stirnrunzelnd an.
„Was?“
Dann fasst Gisborne ihn bei den Schultern und drückt ihn in das schöne weiche Federbett.
Oh.
„A-Aber...ähm...ist das...weise?“, stammelt er.
„Ich dachte, Ihr liebtet die Lady Marian...?“
„Nimm nicht ihren Namen in den Mund“, knurrt Gisborne und kommt näher. Sehr viel näher. Er ist so nahe, dass Allan seinen Atem spürt, seine heiße Haut an seiner Kleidung und sein...Oh Himmel, ist das wirklich, was er denkt, was er da an seinem Schritt spürt?
Gisborne grinst ihn an.
„In Vino veritas est“, haucht er.
„Ein wenig stimmt es doch. Auch wenn ich es bevorzuge, mich je nach Situation nach mehreren Wahrheiten auszurichten.“
Allan schluckt.
„Und wen interessiert die Liebe, wenn sie nicht zu einem zurückkommt?“
Für einen Augenblick – und es könnte am Schein der Kerzen liegen – sieht Gisborne müde, alt und sehr traurig aus. Es kann nicht nur der Liebeskummer sein, denkt Allan. Er hat Liebeskummer gesehen und selbst gespürt. Der Schatten, der da über das Gesicht seines Gegenüber huscht, spricht von weitaus mehr Leid und Kummer.
Dann wird Gisbornes Gesicht wieder hart;
„Wie ich schon sagte, ich bin ohnehin gottlos. Was kann ich noch verlieren, wenn man mich zum Herren von Sodom und Gomorra erklärt?“
Er zieht den rechten Mundwinkel und die Augenbrauen hoch und irgendetwas stockt in Allans Atem.
Nun, er könnte einfach gehen. Seinen Herren von sich stoßen und ins Bett fallen lassen. Diese unerhörte Annäherung als betrunkenes Gerede abtun. Gisborne, und da ist er sich sicher, würde es mit keinem Wort je wieder erwähnen. Er könnte ihm erklären, dass der Sheriff Herr von Sodom und Gomorra ist. Dass Gisborne lediglich einen schlechten Tag hatte. Das wäre die gute Entscheidung.
Doch da ist etwas in ihm, das sich sträubt. Es sitzt in seinem Kopf und seiner Brust und flüstert, rauscht und will. Vielleicht ist es derselbe Drang, mit dem er Will dazu überreden wollte, mit all dem gestohlenen Geld zu verschwinden; derselbe Drang, der ihn dazu brachte, sich auf Gisbornes Seite zu schlagen. Irgendwie zumindest.
Auf eine gewisse Weise ist er Robins Schatten. Er ist Chaos und Trickbetrüger. Auch, wenn ihm wahrscheinlich nie jemand mehr abnimmt, dass er niemandem Böses will – er trifft die schlechten Entscheidungen.
Sein Ruf ist ruiniert.
Allan zuckt mit den Schultern und grinst schief.
„Was soll ich sagen“, flüstert er und er legt ganz langsam seine Hände an Gisbornes Oberarme.
„Ich bin ein Gesetzloser, der seinen Anführer verraten hat. Ich wette, ich bin noch viel gottloser als Ihr.“
Dann liegen Lippen auf seinen und sie küssen ihn, heiß und ungeduldig. Gisborne fühlt sich an wie jemand, der kurz vor dem Verdursten stand und gerade eine Quelle gefunden hat. Eine Quelle mit faulem Wasser, denkt Allan, bevor alle seine Sinne zu brennen beginnen.
Minuten später weiß er, dass er durchaus keine Kammerzofe, sondern die Rechte Hand seines Herren ist; und das so wortwörtlich, dass er angesichts des schlechten Wortwitzes für einige Augenblicke in Gisbornes Mund lacht, während sie gemeinsam Sodom und Gomorra frönen.
no subject
Date: 2013-04-10 08:25 pm (UTC)Obwohl ich glaube ich einen anderen Guy vor Augen habe (http://en.wikipedia.org/wiki/Robin_of_Sherwood ... Robin/Guy fand ich seinerzeit sehr nett)
no subject
Date: 2013-04-11 08:35 am (UTC)Oh, die alte Serie kenne ich leider nicht. Ich muss gestehen, dass das meiste meiner Bildung, was Robin Hood angeht, vom Disneyfilm herrührt. xD Und dann gab es da noch diesen seltsamen Film mit Kevin Costner. Ich bin also nicht allzu sehr bewandert.
*räusper*
no subject
Date: 2013-04-10 09:54 pm (UTC)Und dann noch ein Fandom, von dem ich absolut nichts weiß, außer, dass ich auch vor zwei Tagen über mysteriöse Videos zu Allan und Guy gestolpert bin - und wenn mich die erste Folge der Serie damals auf Super RTL nicht so abgeschreckt hätte, könnte ich wahrscheinlich einen sinnvolleren Kommentar hinterlassen außer awwwww, ich mag wie kaputt die beiden eigentlich sind! <333
Die ganze Story ist so toll zwiespältig - einerseits lustig, andererseits voll von Verzweiflung und Guy kann einem wirklich ein bisschen Leid tun, immerhin weiß er, dass Marian ihn abservieren wird, sobald er keinen Nutzen mehr hat und trotzdem kommt er nicht von ihr los... *le sigh*
ANYWAY, ich liebe es. <3 Und vielleicht muss ich die Serie doch nochmal angucken XD
no subject
Date: 2013-04-11 08:46 am (UTC)Wus? Videos zu Allan und Guy? Wo? (Na, was ein Timing!)
Ja, die beiden sind auf ihre Weise ziemlich tragisch, aber auf ihre jeweilige Art "vogelfrei", weil beide als nicht vertrauenswürdig angesehen werden. Da gibt es also nicht mehr viel, was noch kaputtgehen könnte. Irgendwie.
Naja, ehrlich gesagt ist die Serie auch nicht gut. Bis zur zweiten Staffel wird zwar viel gestümpert, aber was sie in der dritten Staffel mit einen der Charaktere machen, ist..naja... sagen wir es so: Wir würden solchen Inhalt in FF als bad fic bezeichnen. Ich habe es aber gerade wegen der beiden Typen hier zuende gesehen. Hast du "Merlin" mal gesehen? In etwa so ist die Qualität. Daher kann ich dir das Ding gar nicht wirklich empfehlen. Auf Englisch ist es aber definitiv besser als auf Deutsch, so als Tipp =)
no subject
Date: 2013-04-11 10:47 am (UTC)das, und die Tatsache, dass Richard Armitage ziemlich heiß ist. In seinem schwarzen Lederoutfit xD. XDDa gibt es also nicht mehr viel, was noch kaputtgehen könnte. Irgendwie.
Awww, all the Drama! Q_Q
Hmm, mit "Merlin" konnte ich mich eigentlich gut anfreunden - den lockenköpfigen Rittern sei Dank! - aber ich habe auf tumblr schon von diversen unschönen Dingen gelesen, die man in RH mit den Charakteren anstellt. Es wandert trotzdem auf meine Liste von zu schauenden Serien! =D
no subject
Date: 2013-04-11 09:12 pm (UTC)Richard Armitage in schwarzem Leder ist der Tod! Allein dafür lohnt es sich!
Aww, Ritter wie Gwaine? *___*
Ja okay, wenn du Merlin ertragen hast, schaffst du Robin Hood auch =) Viel Spaß damit!
no subject
Date: 2013-04-11 09:54 pm (UTC)Ohhhh jaaarrrr! Ritter wie Gwaine, Percival, Lancelot, LEON <333333333 und Elyan, ich liebe sie alle.
Richard Armitage in schwarzem Leder ist der Tod! Allein dafür lohnt es sich!
Okay, ist gekauft. XD Und wer weiß, vielleicht muss ich dann auch was zu Guy and Allan schreiben, tralalala... =DDDD
no subject
Date: 2013-04-12 11:57 am (UTC)Und wer weiß, vielleicht muss ich dann auch was zu Guy and Allan schreiben
Wenn du es machst, setz mich davon in Kenntnis :D